„Promis unter Palmen“: Die Teilnehmer der vierten Staffel
Bild: Joyn/Gerhard Merzeder
Die Olympischen Spiele waren auch am gestrigen Montag das Maß aller Dinge und ließen nicht zuletzt zur Primetime der Konkurrenz nur wenig Luft zum Atmen. So kehrte auch die umstrittene Realityshow „Promis unter Palmen“ in Sat.1 eher ernüchternd zurück: Nur 850.000 Menschen sahen insgesamt zu, so wenige wie noch nie. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schrammte man mit 290.000 und 6,3 Prozent nur knapp an einem neuen Tiefstwert vorbei.
Probleme hatte auch RTL, wenn auch auf anderer Flughöhe: „Wer wird Millionär?“ brachte es dort auf 2,14 Millionen Gesamtzuschauer und solide 9,8 Prozent, es war allerdings eine der niedrigsten Reichweiten in der Geschichte der Quizshow seit 1999. Bei den Jüngeren führten 370.000 zu lediglich 8,5 Prozent. Überschaubare 5,0 Prozent standen für die „Comedy Allstars“ auf ProSieben zu Buche, wovon allerdings auch nur eine Wiederholung zu sehen war. Insgesamt hatten 600.000 eingeschaltet.
Gleich drei dramatische Olympia-Entscheidungen bescherten dem ZDF indes Traumquoten: Wie die Skispringer Philipp Raimund und Andreas Wellinger im Super-Team-Wettbewerb nur knapp an Edelmetall vorbeischrammten, ließen sich ab 19:18 Uhr 5,87 Millionen Zuschauer (24,8 Prozent) nicht entgehen. Immerhin Bronze sprang für Minerva Hase und Nikita Volodin beim Eiskunstlauf-Kurzprogramm der Paare heraus, hier fieberten ab 20:18 Uhr sogar 6,12 Millionen (25,1 Prozent) und später 5,33 Millionen (28,6 Prozent) mit. Dazwischen waren ebenfalls mehr als fünf Millionen bei der Monobob-Entscheidung dabei, als Laura Nolte die Goldmedaille minimal verpasste. Bei den 14- bis 49-Jährigen kamen Marktanteile zwischen starken 24,5 und 32,4 Prozent zustande.
Die Primetime-Sendung „Karneval in Köln“ tat sich im Ersten dagegen recht schwer und musste angesichts 2,72 Millionen (13,0 Prozent) die niedrigste Reichweite seit zehn Jahren hinnehmen, bei den Jüngeren wurden nur 7,5 Prozent gemessen. Die Rosenmontagszüge aus Köln und Düsseldorf kamen zur Mittagszeit immerhin auf 1,51 bzw. 1,90 Millionen Jecken und damit mehr als im vergangenen Jahr. 7,7 und 8,9 Prozent waren in der Zielgruppe drin.
„Die Geissens“ konnten sich ab 20:15 Uhr bei RTL Zwei im Vergleich zur Vorwoche etwas steigern und holten bei den Werberelevanten nun 3,4 und 4,0 Prozent, womit man in Grünwald aber trotzdem nicht wirklich zufrieden sein wird. Zwei Folgen von „Goodbye Deutschland!“ generierten bei VOX indes 5,5 und 6,2 Prozent, während Kabel Eins mit „Hellboy – Die goldene Armee“ und „Operation: Overlord“ bei mauen 2,9 und 3,1 Prozent herumkrebste.