Diese Drombuschs

    zurückStaffel 5, Folge 1–6weiter

    • Staffel 5, Folge 1 (89 Min.)

      Zwei Jahre sind vergangen, und der sehnsüchtige Wunsch von Chris und Tina nach einem eigenen Kind hat sich noch immer nicht erfüllt. Tina, die schon einmal eine Fehlgeburt im sechsten Monat erlitten hat, will zusammen mit Chris keine Möglichkeit unversucht lassen. Eine letzte Hoffnung verspricht die Methode der extrakorporalen Befruchtung – für beide ein schwerer, gefühlskalter Weg: Fünf Versuche brachten nicht das erhoffte Ergebnis. Tina ist mit den Nerven am Ende. Minderwertigkeitsgefühle und Selbstzweifel plagen sie mehr und mehr. Bedingt durch die häufigen Arzttermine fehlt sie häufig in der Redaktion, sehr zum Ärger ihres Chefs und der Kollegen. Chris kommt zu der Überzeugung, daß selbst in einer hochtechnisierten Welt nicht alles gelingt, was machbar ist. Auf der Polizeiwache macht Chris die Bekanntschaft mit Richy, einem kleinen siebenjährigen Negerjungen, der seine Eltern auf dem Weg ins Hospital verloren hat. Chris kümmert sich rührend um den Kleinen, und nach kurzer Zeit kann er Richy bei seinen Eltern im Hotel abliefern. Der Wissenschaftler Dr. Streightner, Richys Vater, ist für zwei Jahre von seiner Firma nach Darmstadt geschickt worden. Zu ihm und seiner attraktiven Frau entwickeln Chris und Tina schnell freundschaftliche Bande. Vor allem Marions Sohn Daniel und Richy sind bald unzertrennlich. Marion ist bei Oma Drombusch ausgezogen und richtet sich eine schicke Dachwohnung mit Balkon ein. Die beiden Jungen hecken einen folgenschweren Streich aus. Aus luftiger Höhe landet ein prallgefüllter Wasserbeutel direkt auf dem Kopf der Nachbarin Frau Braatsch, der Mutter des Rechtsanwalts Dr. Maximilian Lechner. Erbost und fest entschlossen, Marion eine gewaltige Schadenersatzklage anzuhängen, will Frau Braatsch mit ihrem Sohn als juristischem Beistand klagen. Per Zufall lernt Marion Dr. Lechner kennen. Er kann eine gewisse Sympathie nicht verhehlen und will nun, eher amüsiert als juristisch ambitioniert, auf der anderen Seite des Gesetzes auch für Marions Rechte kämpfen. Vera Drombusch hat die Trennung von Dr. Sanders, zu dem sie noch brieflichen Kontakt hält, verwunden und widmet sich neuen Aufgaben. Durch den eher schleppenden Antiquitätenverkauf fühlt sie sich nicht ausgelastet. Sie hat eine Halbtagesstelle im Werbeamt der Stadt angenommen, als Fremdenführerin und Organisatorin. Die Arbeit gibt ihr Selbstbestätigung, doch Ludwig sieht Veras Emanzipationsversuche von der Vergangenheit und ihr Engagement mit gemischten Gefühlen. Bei einem Essen zu zweit stellt er ihr die Frage nach einer gemeinsamen Zukunft. Vera bittet Ludwig, ihr Zeit zu lassen, obwohl sie innerlich spürt, daß Ludwig in manchen seiner Argumente nicht unrecht hat. Denn Thomi will seinen Wehrdienst absolvieren, und – so prophezeit Ludwig – bald wird Vera allein sein. Ludwig scheint zu wissen, wovon er spricht: Yvonne ist bereits ausgezogen und richtet sich in Darmstadt einen Fußpflegesalon ein. Davon hat auch ihr Bruder Karlheinz erfahren. Vom Hafturlaub nicht ins Gefängnis zurückgekehrt, will er bei ihr unterschlüpfen – und erleichtert sie um ihre Ersparnisse. Veras Antwort hat Ludwig nicht zufriedengestellt. Er will nicht mehr warten, und so tritt er die Flucht nach vorn an. Per Annonce, mit dem Zusatz „Spätere Heirat nicht ausgeschlossen“, sucht er eine Servierkraft für die Alte Mühle. Frau Diebelshauser, eine resolute, auf den ersten Blick freundlich anmutende Frau in den Dreißigern, alleinstehend, stellt sich vor. Sie bekommt von dem vertrauensseligen Ludwig die Stelle und ein kostenloses Zimmer in seiner Wohnung. Die zutiefst verzweifelte Tina erwägt einen letzten Versuch der künstlichen Befruchtung. Eine neuartige Methode erscheint ihr wie der letzte Strohhalm. Sie verkauft ihr Auto, um den Arzt bezahlen zu können, denn die Krankenkasse kommt nach drei vergeblichen Versuchen nicht mehr für die Kosten auf. Aus der Praxis ruft sie Chris an. Doch Chris ist nicht mehr bereit, weiterzumachen. Er gesteht Tina seine Liebe, mit oder ohne Kind. Bei einem Abendspaziergang denken beide über das nach, was sie nachzuholen haben – ihre verlorene Zärtlichkeit. (Text: Prisma-Online.de)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 01.01.1992 ZDF
    • Staffel 5, Folge 2 (88 Min.)

      Bei Familie Drombusch stehen Veränderungen ins Haus: „Nesthäkchen“ Thomi muß zur Bundeswehr. In der Hoffnung, bald im Musikkorps spielen zu können, sieht er dieser Zeit sogar mit einer gewissen Begeisterung entgegen. Vera plant, aufgrund der unsicheren Geschäftslage das Antiquitätengeschäft wieder in die Stadt zu verlagern, denn viele Kunden scheuen die weite Fahrt aufs Land. Herr Reibold, Tinas Vater, zeigt Interesse an einer finanziellen Beteiligung. Auch Oma Drombusch plant. Sie hat die Zimmer, die früher Marion mit Daniel bewohnte, an den ältlichen Heilpraktiker Heckenroth vermietet, der sich dort eine Praxis mit Wartezimmer einrichtet. Seine raumgreifende Art erfordert die Umgestaltung der ganzen Wohnung. Guten Mutes und voller Elan sieht sich Oma Drombusch mit völlig neuen Aufgaben konfrontiert. Die Sorge um Herrn Heckenroth und um ihren Vermieter Dr. Schüller, der wieder Anschluß sucht, nimmt sie völlig in Anspruch. Onkel Ludwig ist mit Eifer und bester Laune bei der Sache: Er renoviert das Zimmer für Frau Diebelshauser, die demnächst ihre Stellung antreten wird. Ludwigs hoffnungsvoller Enthusiasmus wird allerdings gebremst, als Frau Diebelshauser ihm gesteht, daß sie schwanger ist. Seine Gutmütigkeit und sein blindes Vertrauen fordern Opfer: Frau Diebelshauser zieht alle Register einer launischen Schwangeren und plädiert auf besondere Rücksicht und Mutterschutz. Chris kündigt bei Tina Logierbesuch für acht Tage an. Tina ist mehr als freudig überrascht, als er mit Richy vor der Tür steht. Die Streightners, Richys Eltern, mußten in einer Familienangelegenheit für eine Woche in die USA zurückfliegen. In dieser Zeit gehen Chris und Tina ganz darin auf, für ein Kind zu sorgen. Mit Hingabe umsorgen sie Richy, lesen ihm jeden Wunsch von den Augen ab. Tina hat die Kündigung ihres journalistischen Arbeitsverhältnisses erhalten. Ohne ihr Wissen sucht Chris den Chefredakteur auf und erklärt ihm in einem langen Gespräch die Gründe für Tinas häufiges Fehlen und ihre psychische Labilität. Herr Grussik zeigt Verständnis und ist bereit, die Kündigung zurückzunehmen. Marions Rechtsstreit um den Wasserbeutel zieht sich hin. Als sie eines Abends Rechtsanwalt Lechner zu einer Beratung aufsucht, belauscht sie ein Gespräch mit seiner Mutter und weiß nun, daß er auch die Gegenpartei vertritt. In Gegenwart der verdutzten Frau Braatsch inszeniert sie eine bühnenreife Verabschiedung von Maximilian Lechner. Chris hat mit seinen Kollegen bei der Polizei alle Hände voll zu tun. Eines Abends werden sie zu einem Einsatz in die „Katakomben“ gerufen. Eine Handvoll Schlägertypen und Punks wollen das Lokal nicht verlassen. Chris verhandelt, drängt nach einer Lösung auf dem friedlichen Weg und will Krawall vermeiden. Mit einigen der Randalierer, unter ihnen Karlheinz, ein gewisser Wilfried und ein minderjähriger Mitläufer namens Woody, kommt es Tage später zu einer schicksalhaften Begegnung. Als Chris tags darauf das Ehepaar Streightner vom Flughafen abholen will, herrscht Ratlosigkeit. Der Name fehlt auf der Passagierliste. Ratlos und in Sorge kehrt Chris mit Tina und Richy heim in die Alte Mühle. Auf Chris wartet am Wochenende ein Großeinsatz bei einem Fußballspiel. Schwere Krawalle und Ausschreitungen werden befürchtet, doch mit Verstärkung ist aufgrund personeller Engpässe nicht zu rechnen. Nach dem Spiel ballen sich Schlägertrupps zusammen, unter ihnen die drei aus den „Katakomben“. Sie wollen sich revanchieren. Bei der Schlägerei wird Chris schwer verletzt. Er wird sofort in die Uniklinik geflogen – Diagnose: Schädelbruch. Onkel Ludwig läßt den flüchtenden, durch die Ereignisse irritierten Woody einsteigen und nimmt ihn zu sich. Wieder und wieder beteuert Woody seine Unschuld. Mit der Schlägerei habe er nichts zu tun. Die Nachricht von Chris’ schwerer Verletzung trifft die Angehörigen wie ein Schlag. Tina ist außer sich vor Wut, als Ludwig mit Woody in der Mühle erscheint. Als sie Richy ins Bett bringt, erzählt der Kleine ihr von seinen Sorgen – er wird gehänselt, für die Kinder und deren Eltern hat er einen unübersehbaren Makel – er hat eine schwarze Hautfarbe. (Text: Prisma-Online.de)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 05.01.1992 ZDF
    • Staffel 5, Folge 3 (90 Min.)

      Chris Drombusch liegt schwerverletzt in tiefer Bewußtlosigkeit auf der Intensivstation der Universitätsklinik. Sein Zustand hat sich zwar stabilisiert, doch vermag niemand vorauszusagen, ob er durch die Kopfverletzungen irreparable Schäden davontragen wird. Trotz aller Verzweiflung zeigen Tina und Vera Stärke: Vera weicht nicht von der Seite ihres Sohnes und ist fest entschlossen, ihn nach seiner Entlassung zu Hause in der Geborgenheit der Familie zu pflegen. Tina möchte diese Aufgabe lieber in der Hand von erfahrenen Ärzten und Pflegern sehen. Sie sammelt all ihre Kraft für den kleinen Richy. Ihre Energie ist im höchsten Maße gefordert, als sich herausstellt, daß Richys Eltern beim Absturz einer Sportmaschine in Amerika ums Leben gekommen sind. Der Kleine wird Tinas ein und alles, ihre Lebensaufgabe: Sie will Richy, der keine Verwandten hat, behalten und ihn später adoptieren. Doch das Jugendamt hat sich inzwischen eingeschaltet. Geordnete familiäre Verhältnisse sind oberste Voraussetzung für eine Adoption. Chris’ kritischer Zustand läßt die Beauftragten des Jugendamtes zweifeln, ob der Junge in einer intakten Familie aufwachsen würde. Voller Entsetzen und sprachloser Ungläubigkeit entdeckt Vera, daß Ludwig weiterhin Kontakt zu Woody hält. Als Woody eines Tages zur Alten Mühle kommt, wartet schon die Polizei und nimmt ihn ins Verhör. Woody beteuert seine Unschuld, verstrickt sich aber in einem Lokaltermin in belastende Widersprüche und wird daraufhin vorläufig festgenommen. Er hat zwar mit der Stahlkrampe auf Chris gezielt, doch ob das Geschoß wirklich Ursache der schweren Verletzung war, ist noch nicht bewiesen. Und solange diese Schuld nicht feststeht, glaubt Onkel Ludwig, der in Woody einen guten Kern wähnt, an dessen Unschuld. Vera ist da anderer Meinung. Yvonnche hilft in ihrer Freizeit nach Ladenschluß im Lokal, da Frau Diebelshauser sich aufgrund ihrer Schwangerschaft nur bedingt einsatzfähig gibt. Private Sorgen belasten Yvonnche: Ihr Bruder Karlheinz ist immer noch auf freiem Fuß und sucht sie stets vom neuen auf. Eines Nachts steht er wieder vor ihrer Tür – mit einer geraubten Aktenmappe voller Geldscheine. Am gleichen Abend entdeckt Yvonnche, daß Karlheinz an der Nadel hängt – er ist heroinabhängig. Bei einem romantischen Abendessen zu zweit gestehen sich Marion und Maximilian Lechner ihre Zuneigung. Marion läßt sich von ihm jouristisch beraten. Es geht um ihr neues Projekt im Herzen der Stadt: die Pacht der „Katakomben“. Sie möchte das seinerzeit noch verrufene Lokal in ein Restaurant umwandeln. Mit viel Enthusiasmus renoviert Marion die heruntergekommenen Räume. Dabei geht ihr Kwadwo Ansi zur Hand,ein jobbender Medizinstudent aus Ghana. Marion beschäftigt ihn illegal bei sich. In naher Zukunft droht ihm die Abschiebung. Onkel Ludwig möchte, daß Woody von Maximilian Lechner juristischen Beistand erhält. Er bittet Marion, mit ihm zu sprechen. Marion wägt ab und kommt zu dem Schluß, daß die Wahrheitsfindung vorrangig ist. Und tatsächlich enthüllt Maximilian Lechner kurz darauf bei einem weiteren Lokaltermin Entlastungsmomente zu Woodys Gunsten. Woody wird vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Onkel Ludwig will ihn bei sich aufnehmen – ein Entschluß, der das ohnehin schon belastete Verhältnis zu Vera noch mehr verschlechtert. Tina will um Richy kämpfen. Gemeinsam suchen beide den zuständigen Sachbearbeiter im Jugendamt auf. Tina demonstriert eiserne Entschlossenheit. Sie will den Jungen bei sich behalten. Nach eingehender Prüfung der Verhältnisse entscheidet das Jugendamt dennoch auf Heimeinweisung. Denn auch Herr Reibold, Tinas Vater, ist gegen eine Adoption: Bei einem Gespräch mit Vera und Tina stellt sich heraus, daß er nicht gewillt ist, einen farbigen Jungen als möglichen Erben seiner Fabrik zu akzeptieren. Tina ist entsetzt. Sie fahndet in allen städtischen Heimen nach Richy, findet heraus, wo er sich befindet und holt ihn heimlich und widerrechtlich zu sich. Ein Leben ohne den Jungen ist für sie undenkbar – um keinen Preis. (Text: Prisma-Online.de)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 06.01.1992 ZDF
    • Staffel 5, Folge 4 (87 Min.)

      Vera Drombusch hat einen Sanitätsfachbetrieb beauftragt, das Zimmer für Chris mit allem Notwendigen für die häusliche Krankenpflege auszustatten. Auch gegen die Einwände von Tina und Marion ist sie weiterhin entschlossen, ihren Sohn aus der Klinik zu holen und ihn zu Hause zu pflegen. Tina, die den kleinen Richy noch immer widerrechtlich bei sich hat, sucht den Vormundschaftsrichter im Amtsgericht auf und trägt ihm in aller Eindringlichkeit ihr Anliegen vor. Sie bittet ihn, Richys Fall noch einmal zu überdenken, auch zum Wohle des Kindes, und entsprechende Weisungen an das Jugendamt zu erteilen. Vera erhält einen alarmierenden Anruf aus der neurologischen Abteilung der Uniklinik. Chris’ Zustand hat sich dramatisch verschlechtert – er leidet an einer lebensbedrohlichen Embolie. Vera eilt Hals über Kopf zu ihm. Als sie in sein Zimmer kommt, braucht sie alle Kraft, die sie aufbieten kann. Chris liegt bereits im Sterben. Neben der Grabstätte seines Vaters wird Chris seine letzte Ruhe finden. Familie, Bekannte und Kollegen geben ihm das letzte Geleit. Tinas Trauer wird schon kurz nach der Beerdigung gestört, denn der Gerichtsvollzieher erscheint in Begleitung von Herrn Jünger vom Jugendamt bei ihr. Die angeordnete Kindeswegnahme soll sofort durchgeführt werden. Doch Richy ist nicht mehr da, Tina hält ihn versteckt und wähnt ihn in Sicherheit. Sie hat Richy zu Yvonnche in deren Wohnung über dem Fußpflegesalon gebracht. Als Vera eines Abends zufällig bei ihr vorbeischaut, entdeckt sie dort Richy. Sie warnt Yvonnche vor Herrn Reibold, der ebenfalls – aus egoistischen Gründen – das Jugendamt und die Aktion der sogenannten Kindeswegnahme unterstützt. Karlheinz hält sich bei Yvonnche versteckt und belauscht das Gespräch. Er sieht einen Vorteil für sich und informiert Herrn Reibold. Schon bald stattet der Gerichtsvollzieher in Begleitung der Polizei Yvonnche einen Besuch ab. Tina, die sich strafbar gemacht hat, wird daraufhin im Beisein ihres Rechtsanwalts Maximilian Lechner verhört. Erst auf der Polizeiwache erfährt sie, daß Richy erneut den Behörden übergeben worden ist. Oma Drombusch hat mit dem neuen Untermieter Dr. Heckenroth und der Organisation seiner Praxis alle Hände voll zu tun. Rund um die Uhr betreut sie Patienten, macht Termine, bedient medizinische Apparate. Von den Heilkünsten des Herrn Heckenroth begeistert, schwärmt sie in den höchsten Tönen und schickt alle ihre Bekannten zu ihm. Woody – immer noch in Onkel Ludwigs Obhut – nimmt Kontakt zu seiner alten Clique auf. Er versucht, die Ereignisse um den tragischen Unglücksfall zu klären und kommt der Wahrheit gefährlich nahe. Ludwig und Vera finden ihn eines Tages bewußtlos und blutend im Hof der Alten Mühle. Als Woody zu sich kommt, flüstert er den Namen eines Mannes, der ihn zusammengeschlagen hat. Es ist Karlheinz, Yvonnches Bruder. Woody weiß inzwischen mehr darüber, wie es zu der Tat an Chris gekommen ist. Kurz darauf erscheint die Polizei bei Vera. Die Beamten sind auf der Suche nach Tina und Richy. Doch beide sind spurlos verschwunden. Die einzigen, die wissen, wohin sich beide geflüchtet haben, sind Maximilian Lechner und Tinas Mutter. Tina will Zeit gewinnen, bis das Vormundschaftsgericht entschieden hat. Bis dahin, und um dem Jungen den desolaten Heimaufenthalt zu ersparen, kämpft sie um das Wohl von Richy jenseits des Gesetzes, denn – dieser festen Überzeugung ist sie – Liebe ist auch ein Recht! (Text: Prisma-Online.de)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 08.01.1992 ZDF
    • Staffel 5, Folge 5 (88 Min.)

      Vera erhält per Einschreiben den Versorgungsbescheid für Tina und will ihren Augen nicht trauen: Die Präsidialabteilung weißt Tina wesentlich niedrigere Bezüge als erwartet zu. Vera ist erbost – spontan schaltet sie Maximilian Lechner ein und stellt den verantwortlichen Dr. Steiger zur Rede. Sie fordert Recht und Gerechtigkeit für das Opfer und die Hinterbliebenen. Maximilian Lechner macht ihr wenig Hoffnung, und auch Dr. Steiger kann ihr nüchtern die Rechtslage erklären. Die Schuld eines Dritten, die Frage also, ob Chris wirklich an den Folgen der Kopfverletzung gestorben ist, läßt sich nicht beweisen. Nach Logik der Aktenlage handelt es sich für die Präsidialabteilung um einen Unglücksfall. Die Behörde bedauert. Vera läßt es nicht darauf beruhen. Sie verbringt Abend für Abend bei Marion in den „Katakomben“ als Garderobiere, in der Hoffnung, daß der Tatverdächtige Karlheinz eines Tages hier erneut auftaucht. Eines Abends kommen tatsächlich Wilfried und einige Fußballfans unter lautstarkem Gegröhle in die „Katakomben“, um ihr altes Stammlokal einmal wieder in Beschlag zu nehmen. Marion will die Gruppe hinauswerfen, doch Vera beschwichtigt. Sie rechnet damit, daß Karlheinz vielleicht noch zu seinen Kumpanen stößt. Marion genießt in ihrer freien Zeit das Zusammensein mit Maximilian Lechner. Er ist oft bei ihr, und auch mit Daniel versteht er sich gut. Frau Braatsch, Maximilians Mutter, verfolgt eifersüchtig das sich entwickelnde Verhältnis. Ein gemeinsames Kaffeetrinken gerät zur Farce und offenbart, daß Marion zu ihr wohl nie ein gutes Verhältnis haben wird. Frau Reibold besucht ihre Tochter an der holländischen Grenze. Tina hält sich dort mit Richy auf einem der unzähligen Motorsegler versteckt – nur über Funk kann die Familie mit ihr in Kontakt treten. Frau Reibold hat sich inzwischen von ihrem Mann getrennt. Sein Verhalten Tina und Richy gegenüber war für sie der letzte ausschlaggebende Grund, diese Konsequenz zu ziehen. Kwadwo Ansi, dem die Abschiebung aus der Bundesrepublik droht, wendet sich hilfesuchend an Marion. Von heute auf morgen hat ihn sein Vermieter vor die Tür gesetzt. Marion, die ihn illegal bei sich auch während des Semesters beschäftigt, ist ratlos. Kwadwos letzter Trumpf ist ein Antrag um Aufschub vor Gericht. Vera nimmt Kwadwo erst einmal mit zu sich. Woody ist sehr um ein besseres Verhältnis zu Vera bemüht. Er wohnt immer noch bei Onkel Ludwig und geht ihm im Lokal zur Hand, wo er nur kann. Das Amtsgericht hat den Verdacht gegen ihn fallen gelassen. Ludwig leidet nach wie vor unter den Launen von Frau Diebelshauser, bei der von Schwangerschaft noch immer nichts zu sehen ist. Tief enttäuscht und bestrebt, ihr endlich die Papiere zu geben, setzt er Frau Diebelshauser moralisch unter Druck – und bewirkt genau das Gegenteil: Schlagartig ist Frau Diebelshauser wie umgewandelt und möchte bei Ludwig im Dienst bleiben, natürlich unter anderen Voraussetzungen. Sie schüttet ihm ihr Herz aus, berichtet ihm von einem Verhältnis mit einem Mann, der sie sitzenließ, so daß ihr nichts anderes übrigblieb, als das Kind abzutreiben. Sie appelliert an Ludwigs weiches Herz – mit Erfolg. Veras Warten in den „Katakomben“ hat sich gelohnt: Nachdem sie bei einem Besuch in Yvonnches Wohnung Karlheinz’ Bomberjacke an der Garderobe entdeckt hat, taucht er am Abend darauf in den „Katakomben“ auf. Vera ruft die Polizei. Doch als die Beamten erscheinen, ist Karlheinz schon wieder verschwunden. In Yvonnches Wohnung wird er schließlich gestellt. Am Abendbrottisch in der Alten Mühle kommt es zu einer harten Auseinandersetzung zwischen Vera und Ludwig, denn für Vera ist Woody immer noch mitschuldig am Schicksal von Chris, zumal er sich weigert, den Namen des Zeugen zu benennen. Ohne einen Zeugen für den Mord an Chris verliert die Verhaftung von Karlheinz jeden Sinn. Trauer und Haß treiben Vera zu der Hoffnung, den Schuldigen vielleicht doch noch überführen zu können. Und diese Hoffnung wird zur treibenden Kraft ihres Lebens. (Text: Prisma-Online.de)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 12.01.1992 ZDF
    • Staffel 5, Folge 6 (98 Min.)

      Über einen Freund von Chris erfährt Onkel Ludwig, daß die Behörden Interpol eingeschaltet haben, um Tina und Richy in Holland aufzuspüren. Auch Maximilian Lechner als Anwalt warnt Tina und bittet sie, freiwillig zurückzukommen. Doch Tina ist nicht gewillt, den Zwängen nachzugeben. Jeder Tag, den sie länger mit Richy zusammen sein kann, bringt sie der Gewißheit näher, daß sich eine Mutter-Kind-Beziehung aufbaut, die auch das Jugendamt nicht ignorieren kann. Auf einem Schiff im Ijsselmeer harrt sie mit Richy aus, nur in Gesellschaft des holländischen Skippers. Als der Junge hohes Fieber bekommt und der Arzt eine möglicherweise gefährliche Infektion diagnostiziert, ist Tina gezwungen, Kontakt zum Jugendamt aufzunehmen – sie benötigt wichtige Informationen aus Richys Impfpaß. Vera Drombusch will ihren Besitz verkaufen und in die Stadt ziehen. Schweren Herzens beobachtet Ludwig Veras innere Wandlung seit dem Tod von Chris. Müde geworden hat sie sich zurückgezogen und kämpft nur noch um das Ziel, den Schuldigen zu überführen. Zu Ludwig, der für den jungen Woody eine wichtige Bezugsperson geworden ist, hat Vera jeglichen persönlichen Kontakt abgebrochen. Sie weiß, daß Woody schweigt – er hat Angst um sein Leben, denn er fürchtet die Rache der Schlägertruppe. Um das Verhältnis zu Vera zu entschärfen und auch um ihr zu helfen, versucht Ludwig zu erreichen, daß Woody sein Geheimnis als Schuldentlastung nur für ihn und Vera preisgibt. Woody, an dem die Spannungen im Hause Drombusch nicht spurlos vorübergehen, willigt ein. Das Leben von Tinas Vater, Herrn Reibold, wird von dem schwarzen Medizinstudenten Kwadwo, der zur Zeit bei Vera untergekommen ist, gerettet, weil er beharrlich auf einer Diagnose besteht, die sich letztlich als richtig erweist. Diese tiefgreifende Erfahrung gibt für Herrn Reibold den Ausschlag, seine Haltung Richy und seiner Tochter gegenüber neu zu überdenken. Die Polizei ist Tina in Holland dicht auf den Fersen. Es scheint nunmehr lediglich eine Frage der Zeit, wann ihr Aufenthaltsort bekannt sein wird. Ludwig, der weiß, wo Tina ist, wird von Polizeibeamten unter Gefängnisandrohung bedrängt, sein Wissen preiszugeben. Noch am selben Abend setzt sich Ludwig in seinen Wagen und fährt ans Ijsselmeer, um Tina zur Rückkehr zu überreden. Mit bewegten Worten überzeugt er sie, zurückzukehren. Tina tritt mit Ludwig die Rückreise nach Deutschland an – direkt zum Jugendamt. Wie Tina gehofft hat, ist für den Vormundschaftsrichter allein das Wohl des Kindes ausschlaggebend. Ihre Rechnung ist zunächst aufgegangen. Tina darf Richy vorerst bei sich behalten. Über die endgültige Adoptionsfrage soll ein Jahr später entschieden werden. Fieberhaft und von dem einzigen Wunsch beseelt, den noch fehlenden Beweis für die Überführung des Täters zu erbringen und ihn der Gerechtigkeit zu überantworten, gibt Vera – gegen Ludwigs Wunsch – die Informationen von Woody an die Polizei weiter. Ein eindeutiges Beweismittel entlarvt schließlich den Schuldigen. Veras Genugtuung fordert einen hohen Preis: Sie überwirft sich in der Folge der Ereignisse mit ihrer Tochter und bringt Marions Freund Maximilian als Anwalt öffentlich in Mißkredit. Woody, des Verrats an seinem Kumpel bezichtigt, wird krankenhausreif geprügelt. Vera bereitet ihren Auszug aus der Alten Mühle vor. Verbittert und einsam, da nun auch Tina mit Richy in die Stadt gezogen ist, bleibt sie zurück in der Erkenntnis, daß auch Recht und Rache den Schmerz um ihren Sohn nicht mildern. Ludwig sucht das Gespräch mit Vera und konfrontiert sie schonungslos mit den Konsequenzen ihres Tuns. Er überläßt es ihr, den einzigen Weg zu beschreiten, den es für sie noch gibt – den Weg zurück. (Text: Prisma-Online.de)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 13.01.1992 ZDF

    Erinnerungs-Service per E-Mail

    Wir informieren Sie kostenlos, wenn Diese Drombuschs im Fernsehen läuft.