Diese Drombuschs
    Deutsche Erstausstrahlung: 25.12.1983 ZDF

    Erzählt wird die Geschichte der Familie Drombusch, deren Oberhäupter Vera (Witta Pohl) und Siegfried (Hans-Peter Korff) in Darmstadt ein Antiquitäten- und ein Teegeschäft betreiben. Als sie sich beim Umzug in ein neues Haus finanziell übernehmen und Vater Siegfried stirbt, muss seine Frau Vera ihre gesamte Kraft investieren, um die Familie zusammenzuhalten. Die Serie mit ihren realistisch dargestellten und wortreich ausgefochtenen Alltagskonflikten wurde zum großen 80er-Jahre-Klassiker des ZDF.

    Diese Drombuschs auf DVD

    Diese Drombuschs – Streams und Sendetermine

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    So
    24.12.11:50–12:50ZDFneo11.01Alle Jahre wieder
    11:50–12:50

    Diese Drombuschs – Community

    Kunigunde am 28.08.2017 21:05: Typisch ZDF, schade!
    ornella (geb. 1947) am 24.08.2017 08:01: Hallo Stefan_G und LuckyVelden2000.
    Es wurde versucht die "40ste" Folge dieser "Drombuschs" (90 min) zu realisieren,- zum 30sten Jubiläum der Erstsendung, auch ohne den verstorbenen Robert Stromberger (Autor der 39 Orginal-Folgen),- noch zu Lebzeiten von Witta Pohl und Mick Wehrup... Natürlich mit Sabine Kaack!
    Das scheiterte aber am Des-Interesse der ZDF-Fersehspiel-Redaktion!!!
    LuckyVelden2000 (geb. 1963) am 23.08.2017 11:17: Ich fand das Ende nicht so schlecht.
    Wurde realistisch gedreht.
    Es war eben wie das Leben, auch im Leben gibt es kein Happy End immer.

    Susanne Schäfer als Marion Drombusch war wirklich eine Katastrophe. DIe passte ganz und gar nicht in dieser Rolle. Sabine Kaack war ddie beste Marion Drombusch. Diese Susanne Schäfer spielte ja auch in der letzten Staffel von Hinter Gittern - Der Frauenknast mit. Eine wandelnde Zeitbombe, eine Katastrophe, die , die sonst so spannende Serie richtig scheitern ließ. Nur in Geld.Macht. Liebe, da war sie besser. Aber sonst im großen und ganzen eine schlechte Schauspielerin, sorry aber finde es nun mal so. Die Rolle der Marion Drombusch wurde durch Susanne Schäfer total versaut finde ich. Das war nicht mehr unsere alte Marion und die hätte sich niemals so verhalten wie die von der Schäfer dargestellt wurde. Eine echte Schlaftablette.

    Das traurige Ende der Stars von eines Mick Werup, Witta Pohl fand ich schrecklich. Beide waren noch so jung als sie starben, besonders der Mick Werup. Auch Witta Pohl war noch viel zu jung.
    Kunigunde am 23.07.2017 11:00: Nachtrag: Wenn sich eine Schwangere mit dickem Bauch auf eine Vespa setzt und am Straßenverkehr teilnimmt. hat sie automatisch eine Mitschuld, wenn ihr etwas passiert, das ist meien Auffassung! Man bringt sich nicht selbst in eine derartige Situation, wenn man ein Kind erwartet, sondern vermeidet normalerweise jedes Risiko! Natürlich ist es eine Schande, wenn jemand besoffen Auto fährt, trotzdem war das Verhalten der jungen Frau total leichtsinnig!!!
    Stefan_G (geb. 1963) am 20.06.2017 01:36: Nun hab ich es geschafft. Die allerletzte Folge der letzten Staffel hatte ich Anfang letzten Jahres endlich geguckt (per Videoaufzeichnung) - über 20(!!) Jahre nach den Erstausstrahlungen.
    War ja so bezeichnend gewesen - besonders die Szene, als "Oma Drombusch" mit ihrer Alzheimererkrankung den Weihnachtsbaum mit echten Kerzen angezündet hatte und mal ganz so nebenbei die mühsam erbaute Scheune abgefackelt hatte. So blieb doch ein offenes Ende übrig...

    Hier hat man den Faehler gemacht, daß es versäumt wurde, noch einen 3-teiligen Abschlussfilm a´ 90 Minuten zu drehen. Die Mühle hätte man aufgebaut, Susanne Schäfer hätte man wieder ausgetauscht gegen Sabine Kaack, ein vernünftiges Ende (oder auch nicht) wäre vorhanden - und gut ist.
    Dadurch, daß von den älteren Schauspielern einer nach dem anderen weggestorben ist, hat sich das leider erledigt. Schade...

    Diese Drombuschs – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    39 tlg. dt. Familienserie von Robert Stromberger, Regie: Claus Peter Witt und Michael Meyer.

    Vera (Witta Pohl), eigentlich Krankenschwester, und Siegfried Drombusch (Hans-Peter Korff) führen ein Antiquitätengeschäft in der Innenstadt von Darmstadt. Ihre Kinder Marion (Sabine Kaack; ab der sechsten Staffel: Susanne Schäfer) und Chris (Mick Werup) sind schon erwachsen, nur Nesthäkchen Thomi (Eike Hagen Schweickhardt) geht anfangs noch zur Schule und leistet später seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr. Chris ist Polizist, Marion schlägt sich zunächst mit wechselnden Tätigkeiten durchs Leben. Sie hat einen unehelichen Sohn namens Daniel (Jan Harndorf). Ihr Freund ist der Fotograf Gerd Schräpper (Peter Buchholz), später Dr. Peter Wollinski (Thomas Schücke). Oma Margarete Drombusch (Grete Wurm) lebt seit dem Tod ihres Mannes allein und leidet darunter, nicht mehr gebraucht zu werden. Vera und Siegfried träumen vom eigenen Haus und kaufen auf Vorschlag von Onkel Ludwig Burlitz (Günter Strack) die Alte Mühle vor der Stadt. Sie renovieren sie, ziehen ein und verlegen ihr Geschäft dorthin. Siegfried erleidet einen Herzinfarkt und stirbt in Folge 13.

    Vera und Marion eröffnen in der alten Mühle zusätzlich zum Geschäft noch ein Lokal, das Onkel Ludwig führt. Ludwig, lange Zeit heimlich in Vera verliebt, offenbart ihr nun seine Liebe, ist und bleibt jedoch chancenlos. Vera kommt mit Dr. Martin Sanders (Michael Degen) zusammen. Chris heiratet Tina Reibold (Marion Kracht). Durch einen Unfall verliert die schwangere Tina ihr Baby und kann danach keine Kinder mehr bekommen. Zufällig lernen sie den kleinen Richy Streightner (Jacques Hipplewith) kennen, einen schwarzen Jungen, dessen Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen. Die beiden sorgen für ihn. Bei einem Polizeieinsatz im Fußballstadion wird Chris von Hooligans so schwer verprügelt, dass er in Folge 31 seinen Verletzungen erliegt. Tina führt einen langen Kampf mit dem Jugendamt, weil sie Richy adoptieren möchte, und darf den Jungen schließlich bei sich behalten.

    Yvonne Boxheimer (Anja Jaenicke), die alle nur Yvonnche nennen, ist ein stummes Mädchen vom Rummelplatz, das bei Onkel Ludwig und dessen mütterlicher Freundin Frau Hohenscheid (Heidemarie Hatheyer) wohnt. Zum Ärger der Familie nimmt Ludwig auch Woody (Mathias Hermann) auf, der an der Prügelei mit Chris beteiligt war, den aber keine Schuld trifft, wie sich später herausstellt. Zu den Schuldigen gehört dagegen Yvonnches Bruder Karlheinz (Thomas Ahrens). Sowohl Yvonnche als auch Woody helfen im Lokal aus, außerdem hat Ludwig Marga Diebelshauser (Simone Rethel) als Bedienung eingestellt. Marion pachtet die „Katakomben“, eine heruntergekommene Spelunke, und macht ein ansehnliches Restaurant daraus. Der Anwalt Maximilian Lechner (Sigmar Solbach) ist ihr neuer Freund. Onkel Ludwig gibt das Lokal in der Alten Mühle an Hermann Eurich (Hans Weicker) ab, er selbst übernimmt auf dem Rummelplatz das Kasperltheater.

    Vera scheint an den Schicksalsschlägen zu zerbrechen. Sie hat sich von Martin Sanders getrennt, wird depressiv, nimmt Medikamente und kommt ins Krankenhaus. Onkel Ludwig gelingt es, ihr neuen Lebenswillen zu geben, indem er das schwangere Yvonnche und ihren Freund Jürgen Baumert (Christian von Richthofen) in der Alten Mühle wohnen lässt und Vera so eine neue Aufgabe verschafft. Tatsächlich geht es ihr nach der Geburt von Yvonnches Baby wesentlich besser. Holger Kretschmar (Max Herbrechter) ist Tinas neuer Freund, sie trennt sich jedoch von ihm, als sie erfährt, dass er dafür verantwortlich ist, dass ihr Vater (Heinz Gerhard Lück) im Gefängnis sitzt. Holger wird daraufhin Koch in Marions „Katakomben“. Onkel Ludwig wandert nach Mauritius aus. Oma Drombusch, deren Freundin Frau Werbelhoff (Jane Tilden) seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, wird langsam alt und verwirrt und benötigt Aufsicht. Vera überredet Marion, sich um Oma zu kümmern. Damit hat sie selbst jetzt keine Verantwortung mehr. Also reist Vera Onkel Ludwig nach Mauritius nach.

    Die Familienserie der 80er Jahre schlechthin. Mit seinem schon bei den Unverbesserlichen demonstrierten einzigartigen Realismus zeigte Robert Stromberger das Alltagsleben einer normalen Familie zwischen Banalität und Schicksalsschlägen, zeigte Konfliktthemen wie Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten oder den Umgang mit alten Menschen in all ihrer Komplexität und von verschiedenen Standpunkten, führte immer wieder schonungslos den Hang der Menschen zum Selbstbetrug vor.

    Dabei war es manchmal schwer zu entscheiden, was unerträglicher war: das stumme Schweigen aller am Esstisch oder die endlosen Debatten der Beteiligten. Nicht untypisch ist dieser Dialog zwischen Vera und Siegfried, der ihr vorwirft, für Thomis Fünf in Mathe und die ungenügende Beaufsichtigung der Hausarbeiten verantwortlich zu sein – schließlich sei sie diejenige, die zu Hause ist. „Stimmt“, erwidert Vera. „Ich bin in der Tat samstags zu Hause. Während du aufregende Entspannung auf der Fußballtribüne suchst. Ich bin auch sonntags zu Hause. Während du beim strapaziösen Frühschoppen überparteiliche Beziehungen pflegst. Und besonders bin ich in der Woche abends zu Hause. Wenn du bei zeitungsträchtigen Vereinsfeiern die Partei vertrittst, bedeutungsvolles Blablabla machst und mit städteverschwisternden Damen charmierst. Das ist das Partnerschaftsbild der Jahrhundertwende!“ – „Ich möchte doch sehr bitten, ja? Du wirst die einträchtige Wechselbeziehung zwischen Politik und Geschäft nicht bestreiten wollen.“ – „Das tu ich auch gar nicht. Aber wo bleibt die Wechselbeziehung zwischen Vater und Sohn?“ Die ewig steifnackige, gut meinende und zu kurz kommende Vera hielt immer wieder endlose Moralpredigten mit Poesiealbum-Ratschlägen. Ihr enttäuscht-vorwurfsvoller Blick („Ist das fair?“) wurde für eine ganze Generation zur prägenden Fernseherfahrung.

    Diese Drombuschs war eine der erfolgreichsten Serien des deutschen Fernsehens. So erfolgreich, dass sie der ARD einen „Drombusch-Schock“ verpasste: Die Folge vom 13. Januar 1992 schaffte den sagenhaften Marktanteil von 45 Prozent, und die Tagesschau schauten gleichzeitig so wenig Menschen wie noch nie. Das löste bei der ARD hektische Bemühungen aus, ihren eigenen Vorabend so populär wie irgend möglich mit eigenproduzierten Serien zu bestücken.

    Die zunächst einstündigen Folgen hatten ab 1989 Spielfilmlänge und liefen immer zur Primetime. Die ersten 21 Folgen sind auf DVD erhältlich.

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