Nesthäkchen
    D/CH/A 1983
    Deutsche Erstausstrahlung: ZDF

    Die sechsjährige Annemarie Braun (Kathrin Toboll in den ersten drei Folgen, danach Anja Bayer) lebt mit ihrer gutsituierten Familie im Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts. Sie hat das Glück, in einem idyllisch gelegenen, prunkvollen Haus aufzuwachsen. Vor allem ihr Vater Ernst (Christian Wolff), ein erfolgreicher Arzt, verwöhnt seine kleine Annemarie, die als jüngstes Familienmitglied von allen nur „Nesthäkchen“ genannt wird.

    Da er ihr wegen ihrer süßen und unschuldigen Art jedes vorlaute Wort und jeden Streich durchgehen lässt, kommt es immer wieder zu kleineren Reibereien mit den restlichen Bewohnern des Hauses, als da wären Mutter Elisabeth (Doris Kunstmann), Annemaries Brüder Klaus (erst Florian Baier, später Patrick A. Janovsky) und Hans (erst Oliver Schlicht, später Pascal Breuer), Oma Gerda (Helma Seitz) und das Kindermädchen Lena (Susanne Uhlen).

    Insbesondere die spießigen und fragwürdigen moralischen Regeln ihrer Mutter und Großmutter sind es, denen Annemarie sich nach Kräften widersetzt und dabei vor allem in Kindermädchen Lena eine treue Verbündete hat. (Text: Universum Film)

    Nesthäkchen auf DVD und Blu-ray

    Nesthäkchen – Streams

    Nesthäkchen – Community

    • (geb. 1969) am

      Hallo „Kurt“! Das ist ja klasse, von Ihnen zu hören. Die Serie habe ich geliebt, als Meeresfan besonders die Szenen auf Amrum. Ich hätte mal eine Frage: die meisten Drehorte stehen irgendwo aufgelistet, aber wo liegt der schöne Hafen, in dem Annemarie und ihre Mutter „in See stechen“? Dachte zuerst, es sei Husum, aber das passt nicht. Könnte es in Dänemark sein ? Bin aber nicht sicher...
    • (geb. 1969) am

      Das geht ausdrücklich nicht gegen die sympathische Anja, man hätte die Rolle einfach nur ein wenig temperamentvoller und spitzbübischer anlegen sollen.


      Übrigens finde ich es auch total schade, dass die übrigen Bände nicht auch noch verfilmt wurden.
    • (geb. 1969) am

      Die Serie liebe ich sehr, weil ich das „Nesthäkchen“ (in der Nachkriegsversion) gerne gelesen habe und die Verfilmung die damalige Atmosphäre prima umsetzt. Allerdings finde ich die Besetzung mit Anja Bayer nicht gelungen. Denn wer die Bücher gelesen hat weiß, dass Annemarie bis ins hohe Alter auch als schelmisch etc. beschrieben wird. Anja wirkt viel zu ernst und melancholisch. Kathrin passt besser zur Literaturvorlage. Eine ältere Schauspielerin vom Typ Kathrin hätte entschieden besser gepasst.
      Was meint ihr?
    • (geb. 1969) am

      Hallo Stuttgarter Wetterfrosch und Nesthäkchen-Fan! Ich glaube wir kennen uns vom Schnarrenberg...
      Ich liebe diese Serie, weil sie eine liebevolle Verfilmung der Bücher ist, die ich früher gelesen habe und jetzt als ebook komplett in meiner kindle-app habe.
      Zudem mag ich die Atmosphäre der Kaiserzeit und die schönen Aufnahmen von Amrum in den Filmen.
      Weil ich auf der Suche war nach dem Drehort der Hafenszene vor der Abfahrt, bin ich auf dieses Forum gestoßen...
      Viele Grüße nach Stuttgart!
    • (geb. 1978) am

      Nicht wirklich. Es ist eine schöne Serie für Kinder im Grundschulalter, wo den Kindern mal die Lebenwirklichkeit von Kindern vor 100 Jahren näher gebracht wird. Die Serie hat viele lehrreiche Themen: Freundschaft, Verlust, Fehler und Konsequenzen, Schwierigkeiten des Älterwerdens > Entwicklung vom Kindergartenkind zum Schulkind etc. Klar ist Annemarie zwischenzeitlich mega nervig, aber das sind Kinder nun mal mitunter.
      Sicherlich ist alles Geschmackssache, aber Deine Wortwahl finde ich jedenfalls ungerechtfertigt und geschmacklos.
      Was man nun aus Deinen genannten Serien so Tolles lernen soll, erschließt sich mir auch nicht.

    Nesthäkchen – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    In der auf der gleichnamigen Romanreihe von Autorin Else Ury basierenden Serie werden typische Themen aus der Welt eines kleinen Mädchens auf sehr humorvolle und liebevolle Weise erzählt. Tolle Ausstattung und großartige Schauspieler tragen dazu bei, dass das „Nesthäkchen“ für das ZDF zum einem großen Erfolg wird und als Klassiker der 80er-Jahre in die deutsche Fernsehgeschichte eingeht.

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    6 tlg. dt. Jugendserie von Justus Pfaue und Klaus Landsittel nach den Romanen von Else Ury, Regie: Gero Erhardt.

    Berlin, Anfang des 20. Jh.: Die sechsjährige Annemarie (Kathrin Toboll; in späteren Jahren: Anja Bayer) ist das jüngste Mitglied der Familie Braun und wird von Vater Ernst (Christian Wolff) entsprechend verwöhnt. Er ist Arzt, und die Familie nebst Personal wohnt idyllisch in einem prunkvollen Haus. Es sind dies Mutter Elisabeth (Doris Kunstmann), Annemaries Brüder Klaus (Florian Baier; später: Patrick Janovsky) und Hans (Oliver Schlicht; später: Pascal Breuer), Oma Gerda (Helma Seitz), und mit ihnen Kindermädchen Lena (Susanne Uhlen), Köchin Hanne (Hilde Berndt) und Stubenmädchen Frieda (Belle Schupp). Wilhelm (Ekkehardt Belle) ist Lenas Freund.

    Der Kleinen fehlt es an nichts, und genau das ist natürlich das Problem. Der Vater lässt ihr jedes vorlaute Wort durchgehen, denn sie ist ja so süß mit ihren Zöpfen und den rosa Schleifchen im blonden Haar. Die meiste Zeit spielt sie mit ihren Puppen, es geht aber auch um viele andere Themen aus dem Leben eines Kindes: Ferien auf dem Land – sie verbringt sie bei Onkel Heinrich (Willy Harlander) und Tante Käthe (Dagmar Hessenland) in Bayern, wo der Onkel Senator ist – Streiche unter Geschwistern, Freundschaften. Vor allem zu Lena entwickelt Annemarie eine besondere Beziehung. Lena ist es auch, die die Eltern davon überzeugt, Annemarie in einen Kindergarten zu schicken, den auch Prinz Poldi (Marc Manuel Kunstmann) besucht, damit sie sich mit Gleichaltrigen umgeben kann und nicht immer nur mit Erwachsenen zusammen ist.

    Annemarie wird langsam älter und selbstständiger, kommt in die Schule und wird wenig später schwer krank. Im Krankenhaus kämpft sie gegen Scharlach, anschließend wird sie zur Erholung für längere Zeit in ein Kinderheim nach Amrum geschickt. Sie findet neue Freunde, genießt das Leben. Doch plötzlich muss sie sich mit der harten Realität auseinander setzen, als der Erste Weltkrieg ausbricht.

    Insgesamt zehn „Nesthäkchen“-Romane veröffentlichte die Autorin Else Ury. Die erfolgreiche ZDF-Weihnachtsserie verarbeitete nur Inhalte aus den ersten vier Bänden. In den Büchern wurde Nesthäkchen anschließend erwachsen, heiratete, bekam ihrerseits Kinder und Enkelkinder und feierte ihre Goldene Hochzeit.

    Die sechs einstündigen Folgen liefen zwischen den Feiertagen im Vorabendprogramm und erreichten bis zu zwölf Millionen Zuschauer. Später wurde die Serie auch in zwölf halbstündigen Folgen wiederholt. Nesthäkchen war die erste größere Regiearbeit von Gero Erhardt, dem Sohn von Heinz Erhardt. Die Titelmusik stammte von Christian Bruhn. Die Serie ist auf DVD erschienen.

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