Essen als Medizin: Staffel 12 des erfolgreichen Coachingformats! Die „Docs“ Silja Schäfer, Matthias Riedl, Viola Andresen und Jörn Klasen helfen Menschen, die an ihren massiven Gesundheitsproblemen fast verzweifeln. Ihr Ziel: mit speziellen Ernährungsstrategien Symptome deutlich verbessern und manche Krankheiten sogar heilen. In dieser Folge kommen Yvonne und Stephan W. an Bord des Hausboots. Das Paar von der Insel Sylt möchte endlich seine Rheuma-Schmerzen in den Griff bekommen und Gewicht verlieren. Beide leiden an chronischen Entzündungen: Yvonne kämpft mit Schmerzen in Händen, Hüftgelenken und Knien, Stephan mit starken Rückenschmerzen.
Medikamente gehören für beide längst zum Alltag. „Das ist der Tritt in den Hintern, den wir uns hier abholen wollen“, sagt der 48-Jährige zu Matthias Riedl. Der Ernährungsmediziner erkennt die entscheidenden Stellschrauben: zu viel Süßes, Weißmehl und Fast Food, täglich Fleisch, all das fördert Entzündungen im Körper. Die Folge: ungesundes Bauchfett, Fettleber und Prädiabetes.
Höchste Zeit für einen Neustart. Doc Riedls Plan: zunächst drei Tage Haferkur, um alte Ernährungsmuster zu durchbrechen, anschließend eine antientzündliche Ernährung. Auf den Teller sollen dann viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und ausreichend Eiweiß, damit der Heißhunger zwischendurch keine Chance mehr hat, außerdem gesundes Oliven-, Lein- und Algenöl. Kochbuchautor Alex Flohr zeigt den passionierten Fleischessern in einem Kurs, wie vielseitig die Gemüseküche sein kann: Erbsen-Walnuss-Creme, Kichererbsen-Pancakes oder eine Drilling-Kohlrabi-Pfanne.
Die beiden stellen fest: Es muss nicht immer Fleisch auf den Teller, Gemüse kann auch Spaß machen. Schaffen Yvonne und Stephan es, sich gegenseitig zu motivieren und als Team langfristig dranzubleiben? Enie und ihre
Mutter Jil wenden sich verzweifelt an die Ernährungs-Docs, denn die zwölfjährige Enie kämpft seit ihrem vierten Lebensjahr mit starker Schuppenflechte. Mittlerweile breiten sich die geröteten Hautstellen fast über den ganzen Körper aus, auch im Gesicht.
„Manchmal hab ich mein Gesicht in der Schule zugehalten, weil es mir so peinlich war“, sagt Enie. Die Autoimmunerkrankung sorgt dafür, dass ihre Haut sich siebenmal schneller erneuert als bei gesunden Menschen. Die Folge: schuppende Stellen, die stark jucken. Schwimmen geht sie kaum noch, zu groß ist die Sorge vor Blicken und Kommentaren. Beim Fußball dagegen blüht sie auf, denn dort kann sie den Stress für einen Moment vergessen. Auch Mutter Jil leidet mit: Sie kennt die Krankheit selbst aus der Kindheit.
Enie hat unzählige Cremes ausprobiert, zuletzt sogar Spritzen, doch nichts stoppt die Ausbreitung. „Man cremt und cremt, aber es wird einfach nicht besser“, beschreibt die Mutter aus Heiligenhafen die Hilflosigkeit. Silja Schäfer überprüft das Ernährungsprotokoll der Schülerin und findet darin potenzielle Auslöser: viel Weißmehl, Zucker und verarbeitetes Fleisch, alles entzündungsfördernd. Damit soll nun Schluss sein. Eine kindgerechte, stufenweise Ernährungsänderung soll Enies Haut, Darm und Muskeln stärken.
Mehr trinken, deutlich mehr Gemüse, ausreichend Eiweiß, jede Phase wird als kleine Challenge mit Medaillen als Belohnung verpackt. Und weil Enie keinen Fisch mag, soll Algenöl die wichtigen Omega-3-Fettsäuren liefern. Beim Hausbesuch bringt Silja Schäfer Ideen für Frühstück, Schul-Snacks und selbst gemachte Eistees mit, die der Haut guttun. Und dann gibt es noch eine Überraschung von Enies Lieblingsfußballer Thomas Müller. Wird es ihr gelingen, die Ernährung umzustellen und sich damit Schritt für Schritt die Leichtigkeit zurückzuholen, die ihr wegen der Erkrankung so oft gefehlt hat? (Text: NDR)