zurückStaffel 3, Folge 1–4weiter

    • Staffel 3, Folge 1 (30 Min.)

      Fanny Müller: Keks, Frau K. und Katastrophen.

      Harald Martenstein: Vom Leben gezeichnet.

      Was liest Du?“, die exakt halbstündige „lange Büchernacht“ (so J.v.d. Lippe) im WDR Fernsehen, geht in die nächste Runde. Und auch in diesem Jahr melden sich Jürgen von der Lippe und seine belesenen Gäste wieder an allen vier Adventssonntagen zu Wort, um ihre „komischen“ Lieblingsbücher zu präsentieren, Lust aufs Vorlesen zu machen und den vielleicht alles entscheidenden, die Festtage rettenden Geschenktipp zu geben. Den Auftakt macht am 27. November 2005 der Schauspieler, Comedian und Hörbuch-Sprecher Dirk Bach, der den Zuschauern Fanny Müllers „Keks, Frau K. und Katastrophen“ ans Herz legen möchte. Jürgen von der Lippe indes hat sich für Harald Martensteins „Vom Leben gezeichnet“ entschieden. Und so darf sich das Publikum auf verblüffende Lebensweisheiten, erstaunliche Alltagsbeobachtungen und wilde Exkursionen zum Beispiel über die nachdenklich stimmenden Hochzeitsrituale von Bikern und die in jeder Beziehung heißen Sexualpraktiken mit Basmati-Reis freuen. Mehr dazu und andere auf den Nägeln brennende Themen am 1. Adventssonntag ab 00:00 Uhr im WDR Fernsehen. Fanny Müller ist eine der ganz wenigen Frauen in Deutschland, die Satire schreibt. wird. „Keks, Frau K. und Katastrophen“ versammelt all ihre Kurzgeschichten, Glossen und Kolumnen zwischen zwei Buchdeckeln und bietet tiefe Einsichten in das Leben einer Frau, die auch dann einkaufen gehen muss, wenn sie sehr, sehr heiser ist. Die statt „Patentamt“ auch schon mal „Potenzamt“ liest und sich flugs adäquaten Träumereien hingibt. Und die es keinesfalls einfach so hinnimmt, wenn ihr die … Parfümfachverkäuferin den aufmunternden Satz entgegenflötet: „Für Sie haben wir etwas Pflegendes.“ Außerdem befasst sie sich mit Krankheiten und Tod, und das auf eine Art, die nicht nur Hypochonder ekstatisch nach Luft schnappen lässt. Auch bei dem von Jürgen von der Lippe ins Spiel gebrachten Buch handelt es sich um einen Sammelband. Harald Martenstein ist Reporter beim Berliner Tagesspiegel und schreibt für „Die Zeit“ hinreißend komische Kolumnen, die sich in „Vom Leben gezeichnet“ in konzentrierter Form wieder finden. In „Was liest Du?“ werden dem geneigten Publikum unter anderem profunde Einsichten über die mittlerweile in Verruf geratene Familientradition des Wedelns (Skifahren, kein Schweinekram) und die richtigen Momente für die Erfindung von Tiernamen (diesmal wirklich Schweinekram) offenbart. Zudem geht es um Weihnachten und Weihnachtsgeschenke, und das alles mit so viel Witz, dass sich der ein oder andere Zuschauer am liebsten wälzen würde vor Lachen. Das darf er tun, denn vor Lachen wälzen ist eine Tätigkeit, die Jürgen von der Lippe von ganzem Herzen gut heißt, ja sogar propagiert. Na denn: viel Vergnügen. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Do 01.12.2005 WDR
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      3. Sendetermine
    • Staffel 3, Folge 2 (30 Min.)

      Ernst Augustin: Schule der Nackten.

      Heinz Strunk: Fleisch ist mein Gemüse.

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 05.12.2005 WDR
      1. Reviews/Kommentare
      2. Crew
      3. Sendetermine
    • Staffel 3, Folge 3 (30 Min.)

      Santo Cilauro, Rob Sitch, Tom Gleisner: Molwanîen. Land des schadhaften Lächelns.

      Morten Feldmann: Der perfekte Mann.

      Kaum brennt die dritte Kerze des Adventskranzes, da ist es auch schon wieder Zeit für die nächste Ausgabe von ,,Was liest Du?“, der langen Buchnacht im WDR Fernsehen mit der traditionellen Gesamtlänge von exakt 30 Minuten. Unterstützt wird Gastgeber Jürgen von der Lippe diesmal von der Komödiantin Hella von Sinnen, die sich wieder einmal als begnadete und humorige Rezitatorin auszeichnet. Gemeinsam machen die beiden den Zuschauern Appetit aufs Lesen, Vorlesen und Bücherverschenken. Und sollte der ein oder andere nach dieser Sendung spontane Lust verspüren, sofort nach Osteuropa zu reisen, so ist das zwar seltsam, aber wohl nicht mehr zu ändern. Warum ausgerechnet Osteuropa? Weil dort das schöne Land Molwanîen liegt – zumindest in der Phantasie der drei Herren, die in Australien als Mitglieder der Comedy-Truppe ,,Working Dog“ ihr Geld verdienen. Mit liebenswerter Detailversessenheit verfassten sie einen ausgesprochen authentisch wirkenden und obendrein rasend komischen Reiseführer, der all die lieb gewonnenen Klischees über postkommunistische Staaten gnadenlos auf die Spitze treibt. ,,Molwanîen, Land des schadhaften Lächelns“ heißt das Werk, dessen Titel subtil auf die ausbaufähige zahnärztliche Grundversorgung der einheimischen Bevölkerung anspielt. Hella von Sinnen ist es zu verdanken, dass die Zuschauer von ,,Was liest Du?“ allerhand Wissenswertes und Erbauliches über Molwanîen erfahren werden – die Ursprungsregion des Keuchhustens und die Heimat des ältesten in Betrieb befindlichen Kernreaktors der Welt. Molwanîen ist frei erfunden, Morten Feldmann gibt es wirklich. Mit seinem Debütwerk ,,Der perfekte Mann“ widmet sich der in Hannover geborene und in den USA lebende Schriftsteller dem Phänomen des Weicheis, Frauenverstehers, Warmduschers – oder um es mit Jürgen von der Lippe zu sagen: des Waschlappens. Hella von Sinnen ist da allerdings ganz anderer Meinung: Sie findet den Filmagenten Sebastian Busch, die Hauptfigur des im Film- und Fernsehmilieu angesiedelten Romans, witzig und sympathisch und kann es gar nicht recht fassen, dass es in der freien Wildbahn tatsächlich solche Männer geben soll. Dissens in der langen Buchnacht? Nun, immerhin können sich die beiden darauf einigen, dass die Geschichte des wohltemperierten Mannes ohne Eigenschaften und seiner fremdgehenden Freundin, einer blonden ,,Kantinenschauspielerin“, ein überaus kurzweiliges Vergnügen ist. Und das dürften die Zuschauer am Ende dieser nicht minder kurzweiligen Ausgabe von ,,Was liest Du?“ genauso sehen. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 12.12.2005 WDR
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    • Staffel 3, Folge 4 (30 Min.)

      Tommy Jaud: Vollidiot.

      Robert Gernhardt: Reim & Zeit.

      Pünktlich zum vierten Adventssonntag bittet Jürgen von der Lippe zum großen Finale der vorweihnachtlichen ,,Was liest Du?“-Staffel. Satte 30 Minuten dauert die lange Buchnacht im WDR Fernsehen, eine halbe Stunde, die diesmal ganz im Zeichen zwischengeschlechtlicher Katastrophen, aber auch besinnlicher Gedanken steht. Erneut geht es Jürgen von der Lippe darum, den Zuschauern ,,komische“ Lieblingsbücher ans Herz zu legen und die gute alte Tradition des Vorlesens wiederaufblühen zu lassen. Und natürlich konnte er auch dieses Mal wieder einen beliebten Comedian als Komplizen gewinnen: Hape Kerkeling, in Recklinghausen geborener Entertainer, der mit seinem Frühwerk ,,Hannilein & Co“ einstmals selbst nur knapp am Literaturnobelpreis vorbeischrammte. In ,,Was liest Du?“ stellt er ,,Vollidiot“ vor, das Erstlingswerk des Kölner Comedy-Autors Tommy Jaud. Obwohl Hape Kerkeling keinen Hehl daraus macht, dass er die Hauptfigur nicht hundertprozentig sympathisch findet (,,Er ist ein Arschloch“), hat es ihm dieses Buch doch sehr angetan. Kein Wunder, bergen die vergeblichen Kontaktaufnahmen des sexuell ausgehungerten Singles Simon doch jede Menge humoristisches Potenzial. Da endet – nach eindeutigem Alkoholmissbrauch – selbst der Bordell-Besuch in einem mittelschweren Fiasko oder genauer gesagt im Separee einer mehr als mittelschweren Dame, der für allerlei Balzsportarten auserkorene Fitness-Club erweist sich als Anlaufstelle für gleichgeschlechtlich orientierte Herren, und auch sonst geht so ziemlich alles schief, was nur schief gehen kann. Ein gefundenes Fressen also für Menschen, die eine gewisse Vorliebe für Schadenfreude nicht verhehlen können. Und wer kann das schon? Der besinnlichen Atmosphäre dieser Tage angemessen, wenn auch nicht immer ganz kirchenkonform, geht es im zweiten Teil der Sendung zu. Mit Robert Gernhardt huldigt Jürgen von der Lippe einem der bedeutendsten Lyriker unserer Tage, ohne den die ,,komische“ Literatur nicht das wäre, was sie heute ist. 1937 geboren, arbeitete Gernhardt zunächst als Redakteur der Satirezeitschrift ,,Pardon“, gründete dort die ,,Welt im Spiegel“ mit und entschloss sich 1964, fortan als freier Maler, Zeichner, Karikaturist, Schriftsteller und eben Lyriker durchs Leben zu gehen. Jürgen von der Lippe und Hape Kerkeling lesen in der langen Buchnacht des WDR Fernsehens einige der schönsten Werke aus dem Reclam-Band ,,Reim & Zeit“ vor. Tiefsinniger wird die Vorweihnachtszeit 2005 vielleicht nicht mehr. Man sollte diese Augenblicke also auf jeden Fall genießen. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 19.12.2005 WDR
      1. Reviews/Kommentare
      2. Crew
      3. Sendetermine

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