Was liest du?

    zurückStaffel 10, Folge 1–4weiter

    • Staffel 10, Folge 1 (45 Min.)

      Christine Kruttschnitt: Strange! Allein unter Amerikanern.

      Felix Anschütz, Nico Degenkolb, Krischan Dietmaier, Thomas Neumann: Entschuldigung, sind Sie die Wurst?

      Alan Bennett: Handauflegen.

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 21.11.2009 WDR
    • Staffel 10, Folge 2 (45 Min.)

      Axel Marquardt: Was bisher geschah.

      Ben Redelings: Ein Tor würde dem Spiel gut tun.

      Paul Robert Smith: Gespräch mit Igel.

      Wenige Stunden vor dem ersten Advent meldet sich Jürgen von der Lippe mit einer weiteren Ausgabe von „Was liest Du?“ zu Wort. Dieses Mal zu Gast: Uwe Lyko, den Freunden des Kabaretts besser bekannt als Herbert Knebel. Gemeinsam zelebrieren die beiden die lange, garantiert 45-minütige Lesenacht im WDR Fernsehen und stellen ihre „komischen“ Lieblingsbücher vor. Erwartete Nebenwirkungen beim Publikum: gesteigerte Lust aufs Vorlesen und die Ergänzung des weihnachtlichen Wunschzettels um höchstwahrscheinlich drei Buchtitel. Los geht“s mit „Was bisher geschah“, den – so der Untertitel – „Mach-, Lach- und Meisterwerken“ des in Hamburg lebenden Schriftstellers Axel Marquardt. In diesem ganz und gar erstaunlichen Band, der auch mit Exkursen über moderne Ästhetik und Unterweisungen zum rechten Essen und Trinken nicht hinter den Berg hält, geht es unter anderem um das tragische Scheitern der unbegabtesten Gattenmörderin Westdeutschlands. Weiter um sprechende Lauchstangen und den Showdown zwischen dem Kätnerssohn Markus Stavenhagen aus Quedlinburg und seiner Lieblingskuh Helga. Auch nicht uninteressant: das unglaubliche Schicksal des Herrn Mildenberger, der trotz eines Bankraubs, eines Auftragsmords und eines Dreieinhalb-Millionen-Lottogewinns beinahe doch noch eine Anstellung im Zahnlabor Hauschild GmbH & Co KG in Soest gefunden hätte. Nicht weniger Merkwürdiges geschieht in Paul Robert Smiths Roman „Gespräch mit Igel“ – und das hat unbedingt etwas mit der Hauptfigur Benton Kirby zu tun. Dem Englischlehrer, Ex-Philosophiestudenten und Ex-Wächter bei Madame Tussaud’s stoßen beharrlich die absurdesten und verrücktesten Dinge zu. Die Verlobte? Stürzt vom Dach und erfriert. Der Schwiegervater? Wird im Auto von einem Zug angefahren. Fluffy, die Katze? Springt aus dem Fenster. Und so sitzt Benton eines Nachts im Park mit einem Igel auf einem Baum und denkt über das Leben und die Frauen nach. Zur „Klolektüre“ empfohlen: „Ein Tor würde dem Spiel gut tun“, Ben Redelings Sammlung der unbestreitbarsten Fußballwahrheiten aller Zeiten. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 28.11.2009 WDR
    • Staffel 10, Folge 3 (45 Min.)

      Sophie Andresky: Echte Männer. Was Frauen wirklich wollen.

      Bob Fenster: Die Katze in der Mikrowelle.

      Morten Ramsland: Hundsköpfe.

      Der Dezember hat begonnen, die Lesenächte werden länger und länger, nur eine Nacht bleibt immer gleich lang: die lange Lesenacht im WDR Fernsehen – exakt 45 Minuten. Jürgen von der Lippe und die Schauspielerin Diana Staehly – bekannt unter anderem als Tanja aus der Kultserie „Stromberg“ – nutzen die Zeit auf vortrefflichste Weise und stellen zwei ihrer „komischen“ Lieblingsbücher vor. Dass dabei eine Lanze für das gute alte Vorlesen gebrochen wird, können treue Zuschauer bestätigen. Wobei man einschränkend hinzufügen sollte, dass man das dritte empfohlene Buch durchaus auch alleine lesen kann, vielleicht sogar sollte: Laut Jürgen von der Lippe und Diana Staehly handelt es sich dabei nämlich um 1A „Klolektüre“. Nicht unbedingt vorweihnachtlich, aber durchaus erhellend geht es in dieser Ausgabe von „Was liest Du?“ zu, wenn Gast und Gastgeber zu Sophie Andreskys „Echte Männer: Was Frauen wirklich wollen“ greifen. Die Autorin gilt als Deutschlands führende Kolumnistin in Sachen Erotik. Wer sie liest, hat mehr Spaß – möglicherweise sogar im Bett, auf jeden Fall aber im Lesesessel. So rät sie den Männern: „Wenn ihr der Meinung seid, eure Freundin liegt beim Sex da wie ein überfahrener Waschbär auf der Autobahn, dann teilt ihr das mit (vielleicht nicht in diesem Wortlaut).“ Da auch die übrigen Tipps nicht nur hilfreich, sondern ebenso hübsch formuliert sind, darf man gespannt sein, was beim Publikum überwiegt: lautes Lachen oder ein erstauntes „Ach so“. Nicht ganz so erotisch aufgeladen, aber nicht minder komisch ist Morten Ramslands Familienroman „Hundsköpfe“. Als Großmutter Bjørk ein letztes Mal die in alle Winde verstreuten Verwandten um sich versammeln möchte, kehrt auch ihr Enkel Asger Eriksson nach Dänemark zurück. Doch besonders wohl fühlt er sich nicht dabei: Wäre es nicht möglich, dass unter der Kellertreppe noch immer der Hundskopf haust, das Ungeheuer, das nie jemand gesehen hat? Als durchaus problematisch stellen sich allerdings auch die anderen Geister der Vergangenheit dar, die allesamt noch gebannt werden müssen … Nicht fürs Klo, aber bestens als „Klolektüre“ geeignet ist Bob Fensters „Die Katze in der Mikrowelle“, eine Sammlung wahrer Geschichten, die einen fassungslos in die Abgründe menschlicher Dummheit blicken lassen. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 05.12.2009 WDR
    • Staffel 10, Folge 4 (45 Min.)

      Stefan Schwarz: Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut.

      Volker Wieprecht, Robert Skuppin: Das Lexikon der verschwundenen Dinge.

      Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Chroniken.

      Zum letzten Mal im Jahr 2009 führt Jürgen von der Lippe durch die lange Büchernacht im WDR Fernsehen. Ihm zur Seite sitzt dieses Mal der Journalist, Schriftsteller, Radio- und Fernsehmoderator Jörg Thadeusz. Gemeinsam präsentieren die beiden ausgesuchte Passagen aus ihren „komischen“ Lieblingsbüchern und geben Anregungen für angemessene Aktivitäten an langen Winterabenden und für das heimische WC: vorlesen und lesen. Was denn sonst? Marc-Uwe Kling hat einen neuen Nachbarn: ein kommunistisch gesinntes Känguru. Mensch und Beuteltier freunden sich an, und es dauert nicht lange, bis sich das Känguru in der Wohnung seines neuen Kumpels einnistet. Dass es erstens rotzfrech und zweitens sehr vorlaut ist, verkompliziert die Sache ein bisschen (mehrfach landen die beiden hinter Gittern), macht das Ganze aber noch lustiger. „Die Känguru-Chroniken“ ist bissig, ironisch und selbstverständlich völlig absurd und stammt aus der Feder des Poetry-Slam- und Lesebühnen-Wizards Marc-Uwe Kling. Ein Buch wie für „Was liest Du?“ gemacht. Lesetipp Nummer Zwei trägt den schönen Titel „Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut“ und stammt von dem in Leipzig lebenden Journalisten, Kolumnisten und Schriftsteller Stefan Schwarz. Sollten die Einblicke in sein Familienleben annähernd authentisch sein, dürfte er eines nicht kennen: Langeweile. Der Tochter gelingt in der Küche die Erstbesteigung der Abzugshaube, die verdammte Ossi-Katze hat immer was zu jammern, der irrlichternde Alt-Vater gerät mit rutschender Hose beinahe in eine Pressekonferenz mit Angela Merkel. Und dass die SMS „Erwarte Dich auf dem Maträtzchen, Schätzchen“ nicht bei der Liebsten, sondern bei der Kollegin landet, passt durchaus stimmig ins Bild … Für die einsamen Minuten und eventuell auch Stunden auf dem stillen Örtchen empfiehlt Jürgen von der Lippe dieses Mal als „Klolektüre“ das „Lexikon der verschwundenen Dinge“, ein Kompendium der Alltagskulturstücke, die uns seit den 80er Jahren verlassen haben. Ob Käse-Igel, Einkaufsnetze, Klosteine (!) oder Ado-Gardinen mit Goldrand: Die beiden Kultmoderatoren des Berliner Senders RadioEins, Volker Wieprecht und Robert Skuppin, retten einst lieb gewordene Gegenstände vor dem finalen Vergessen. Gut so. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 12.12.2009 WDR

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