Quoten: „Promis unter Palmen“ drehen auf, ProSieben-Serien gehen baden

    „Mario Barth deckt auf!“ kehrt mit Tiefstwert zurück, „SOKO Wismar“ insgesamt weit vorn

    Dennis Braun – 09.04.2020, 09:46 Uhr

    Heiß her geht’s für Désirée Nick (l.) bei „Promis unter Palmen“

    Das Reality-Trash-Format „Promis unter Palmen“ in Sat.1 schickt sich an, in ähnliche Quotensphären vorzudringen wie die vergangene Staffel vom „Sommerhaus der Stars“ bei RTL. Am gestrigen Mittwochabend wurden schon wieder neue Bestwerte aufgestellt: Mit 1,86 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren wurde gar die 20-Prozent-Marke geknackt, 20,1 Prozent waren es ganz genau. Den Zielgruppensieg gab es frei Haus. Insgesamt ließen sich 3,36 Millionen und damit noch einmal 100.000 mehr als vor sieben Tagen berieseln. Das Ende der Fahnenstange scheint wohl immer noch nicht erreicht zu sein. „Ranking the Stars“ verbuchte im Anschluss mit 920.000 jungen Zuschauern und sehr guten 13,3 Prozent ebenfalls einen neuen Rekord.

    Die Kölner Konkurrenz in Gestalt von RTL deklassierte man förmlich, hier kehrte „Mario Barth deckt auf!“ nämlich mit neuen Tiefstwerten zurück. Lediglich 1,05 Millionen Werberelevante sahen die erste von zwei neuen Folgen, damit kam man nicht über durchwachsene 11,3 Prozent hinaus. „stern TV“ tat sich nachfolgend angesichts 10,9 Prozent noch etwas schwerer. Besser lief es am Vorabend, wo „RTL Aktuell“ mit 19,1 Prozent überzeugen konnte, ehe es „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit 1,16 Millionen noch auf 15,0 Prozent brachte – die Daily Soap liegt schon seit einigen Wochen ein paar Punkte unter Normalniveau.

    Einen völligen Einbruch nach ohnehin schon schwachem Start erlebten derweil die eigenproduzierten ProSieben-Serien. „Frau Jordan stellt gleich“ enttäuschte zunächst mit 5,3 Prozent bei 490.000 Zielgruppen-Zuschauern, bevor „Check Check“ bei ähnlich miesen 510.000 und 5,4 Prozent hängenblieb. Es scheint also keine gute Idee zu sein, Formate, die ab Herbst letzten Jahres monatelang kostenlos bei Joyn verfügbar waren, noch einmal im linearen Hauptabendprogramm zu zeigen. Der Thriller „Who Am I – Kein System ist sicher“ steigerte sich zu später Stunde zwar leicht, verpasste mit 6,1 Prozent den Senderschnitt aber auch deutlich.

    Beim Gesamtpublikum zog das ZDF mit seiner Krimiserie „SOKO Wismar“ einsam seine Kreise. Die 90-minütige Folge „Nach der Ebbe kommt der Tod“ fesselte zur Primetime 7,02 Millionen Zuschauer, die satten 20,9 Prozent entsprachen – beides neue Rekordwerte. Bei den 14- bis 49-Jährigen musste man sich dagegen mit unterdurchschnittlichen 5,7 Prozent begnügen. Das „heute journal“ informierte im Anschluss insgesamt 5,59 Millionen Menschen (19,6 Prozent), ehe auch ein „auslandsjournal spezial“ mit 3,62 Millionen und 15,9 Prozent punkten konnte.

    Im Ersten informierte die „Tagesschau“ zunächst 6,76 Millionen Zuseher (21,3 Prozent), ein weiteres „ARD extra“ dann 6,05 Millionen (18,4 Prozent). Der erste Teil des Kriegsdramas „Der Überläufer“ konnte nachfolgend immerhin 4,68 Millionen Zuschauer halten, damit kam man auf gute 13,9 Prozent. In der Zielgruppe standen zudem erfreuliche 7,5 Prozent zu Buche. „Plusminus“ und die „Tagesthemen“ ließen die Gesamtreichweiten im weiteren Verlauf allerdings auf 2,53 Millionen bzw. 2,09 Millionen schrumpfen.

    In die erste Senderliga schaffte es Kabel Eins mit Bud Spencer und Terence Hill. Die Klassiker „Die rechte und die linke Hand des Teufels“ und „Zwei außer Rand und Band“ verzeichneten hervorragende 10,5 und 10,4 Prozent bei den Werberelevanten, 950.000 und 460.000 hatten eingeschaltet. „Die Troublemaker“ steigerten sich weit nach Mitternacht sogar noch weiter auf 12,6 Prozent. Doch auch für RTL Zwei ließ sich der Abend gut an, „Daniela Katzenberger – Familienglück auf Mallorca“ konnte dort das gute Niveau der vergangenen Wochen bestätigen und holte 7,5 Prozent. „Traumhochzeit zum Schnäppchenpreis“ fiel später jedoch auf maue 4,0 Prozent zurück. Völlig katastrophal schlug sich das kurzfristig zurückgeholte „Magnum P.I.“ bei VOX. Die Wiederholungen der ersten beiden Folgen gingen mit jeweils 2,0 Prozent sang- und klanglos unter.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Da haben die sich bei Promis unter Palmen die unterhaltsamsten Reality TV Darsteller herausgesucht, die so in den letzten 10, 15 Jahren bei solchen Formaten mitgemacht haben. Natürlich Desiree Nick, dann Claudia Obert und dazu Matthias Mangapiane, das sorgt für genug Stimmung. Dazu noch andere wie der Schill und wie die alle heissen. Eigentlich sollten die Langweiler jede Woche rausfliegen und nicht wie jetzt die Nick.
      • am via tvforen.demelden

        BejaminBlümchen schrieb:
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        > Da haben die sich bei Promis unter Palmen die
        > unterhaltsamsten Reality TV Darsteller
        > herausgesucht, die so in den letzten 10, 15 Jahren
        > bei solchen Formaten mitgemacht haben. Natürlich
        > Desiree Nick, dann Claudia Obert und dazu Matthias
        > Mangapiane, das sorgt für genug Stimmung. Dazu
        > noch andere wie der Schill und wie die alle
        > heissen. Eigentlich sollten die Langweiler jede
        > Woche rausfliegen und nicht wie jetzt die Nick.


        Sehr richtig. Und damit, dass Frau Nick von den Langweilern rausgeschmissen wurde, hat die Sendung für mich ihren Unterhaltungswert verloren. Die Mäuschen interessieren mich nicht und das Anabolikaopfer finde ich gruselig.
    • (geb. 1969) am melden

      Check Check und Frau Jordan hätte ich trotz der schwachen ersten Folgen letzte Woche gerne noch eine Chance gegeben, wollte aber die Wiederholung ansehen, die mal wieder geändert/aus dem Programm genommen wurde - seit Wochen ändern RTL, Pro7 etcetc. lustig die Programme und wundern sich dann, dass keiner mehr einschaltet - und dann gibt es bald nur noch Streaming - zum K..tzen. Auch superschade mit Desiree Nick (mit allem was sie sagte, hatte sie Recht, auch mit den hässlichen Puschen und Carinas Watschelgang darin) - jetzt gehen die Quoten womöglich wieder runter, die Lücke kann wirklich nicht gefüllt werden, v.a. nicht durch notgeile Opas und (von der Ausstrahlung her) blasse, narzisstische Tussis.
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        Herrlich, diese tollen Quoten seit 3 Wochen für Vox.
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