Quoten: „Charité“ im Ersten mit bestem Serienstart seit Jahren

    VOX punktet mit „Ewige Helden“, kabel eins mit „Rosins Restaurants“

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 22.03.2017, 09:55 Uhr

    „Charité“ – Bild: ARD/Nik Konietzny
    „Charité“

    Mit diesen Quoten wird man bei der ARD wohl nicht in den kühnsten Träumen gerechnet haben: Die neue Miniserie „Charité“ erzielte am Dienstag mit den ersten beiden Folgen eine Gesamtreichweite von fabelhaften 8,32 Millionen Zuschauern und einen herausragenden Marktanteil von 25,2 Prozent. Damit lag man schon zum Start auf einem Niveau, das sonst für gewöhnlich nur der „Tatort“ erreicht, und machte gleichzeitig das Quoten-Desaster „Frau Temme sucht das Glück“ vergessen. Kein anderer Serienstart der vergangenen Jahre kam im Ersten auf ähnlich hohe Quoten. Beim Gesamtpublikum fuhr man damit selbstverständlich den ungefährdeten Tagessieg ein. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen musste man sich mit 1,54 Millionen Zuschauern und 14,4 Prozent lediglich dem Dauerbrenner „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ knapp geschlagen geben, lag zur Primetime aber vor der gesamten Konkurrenz.

    Als gute Entscheidung stellte sich zudem heraus, im Anschluss die thematisch passende Doku „Charité – Geschichten von Leben und Tod“ zu zeigen. Mit insgesamt 6,55 Millionen Zuschauern und 23,8 Prozent lief es ebenfalls außergewöhlich erfolgreich; noch dazu blieben auch 1,26 Millionen Zielgruppen-Zuschauer dran, die für ebenfalls weit überdurchschnittliche 13,2 Prozent sorgten. Bei den „Tagesthemen“ informierten sich im Anschluss noch 3,54 Millionen Zuschauer, der Marktanteil betrug starke 18,0 Prozent. Am Vorabend stellte zudem „Gefragt – Gejagt“ mit 2,99 Millionen Zuschauern und 14,9 Prozent einen neuen Marktanteilsrekord auf.

    Das ZDF hatte dagegen nichts zu melden und blieb zur Primetime einstellig. Mehr als 2,84 Millionen Zuschauer und 8,8 Prozent waren für die „ZDFzeit“-Doku „No-Name oder Marke?“ nicht drin. Bei den Jüngeren sah es mit 7,3 Prozent allerdings gar nicht so schlecht aus. Das „heute journal“ steigerte sich nachfolgend immerhin auf insgesamt 3,16 Millionen Zuschauer, womit dennoch recht dürftige 10,6 Prozent auf der Uhr standen. Dafür kann man sich mal wieder über tolle Quoten am Vorabend freuen. Schon „SOKO Köln“ kam um 18.00 Uhr auf 3,61 Millionen Zuschauer und 17,3 Prozent, ehe sich „Die Rosenheim-Cops“ nach den „heute“-Nachrichten mit 4,74 Millionen Zuschauern und 16,3 Prozent einmal mehr als Prunkstück erwiesen.

    Als größter „Charité“-Verfolger in der Zielgruppe ging indes RTL hervor, das mit zwei Wiederholungen von „Bones – Die Knochenjägerin“ dennoch nicht über 1,28 Millionen und 1,17 Millionen Zuschauer sowie durchwachsene 12,1 und 10,9 Prozent hinauskam. Noch ein wenig schwächer präsentierte sich „CSI: Vegas“, das um 22.15 Uhr sogar nur 10,6 Prozent erzielte. Für Sat.1 lief es mit dem neuen „FilmFilm“ „Bodycheck – Mit Herz durch die Wand“ angesichts 1,03 Millionen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und 9,7 Prozent zwar ganz ordentlich, etwas mehr wird man sich angesichts einer TV-Premiere aber dennoch erhofft haben. „Akte“ blieb im Anschluss mit 7,0 Prozent mal wieder reichlich blass, lief aber zumindest nicht ganz so desaströs wie in den vergangenen Wochen.

    Auf ProSieben starteten am Dienstag die neuen Folgen der „Simpsons“. Die 13. Folge der 27. Staffel interessierte zur besten Sendezeit allerdings nur 1,04 Millionen Zuschauer, was überschaubaren 10,2 Prozent entsprach. Doch im Verlauf des Abends sollte es noch wesentlich dicker kommen: Drei Wiederholungen der Zeichentrickserie fielen anschließend bereits auf miese Marktanteile zwischen 6,2 und 7,8 Prozent, ehe es für „Circus HalliGalli“ mit 9,1 Prozent wieder etwas nach oben ging.

    Den Tiefpunkt markierten schließlich die beiden letzten Folgen der ersten Staffel von „jerks.“, die sich mit je nur 6,8 Prozent zufriedengeben mussten. Sowohl hinsichtlich der Marktanteile als auch der Reichweiten von mickrigen 340.000 und 270.000 jungen Zuschauern lief es für die Comedyserie mit Christian Ulmen und Fahri Yardım bislang nie schlechter – trotz eines überraschenden Aufschwungs vor zwei Wochen sieht die Zukunft der Produktion zumindest im Hinblick auf eine Ausstrahlung auf ProSieben wohl eher düster aus.

    Auf einen rundum gelungenen Abend kann dagegen kabel eins zurückblicken, wo sich „Rosins Restaurants“ mit neuen Folgen zurückmeldete. Insgesamt 1,38 Millionen Zuschauer hatten eingeschaltet, in der Zielgruppe standen starke 7,3 Prozent zu Buche. Auch das „K1 Magazin“ konnte vom guten Vorlauf profitieren und kam diesmal ebenfalls auf überdurchschnittliche 7,2 Prozent.

    Noch ein wenig mehr Zuschauer, genauer gesagt 1,58 Millionen, hatte VOX mit seinen „Ewigen Helden“, die auch in dieser Woche mit 8,7 Prozent ein tolles Ergebnis erzielten. „Goodbye Deutschland!“ sackte nachfolgend jedoch auf unbefriedigende 6,2 Prozent ab. Über derartige Quoten würde sich RTL II mit Sicherheit nicht beklagen, kam am Dienstagabend mit „All Inclusive – Mit Kind und Koffer zur neuen Liebe“ jedoch nicht ansatzweise in die Nähe. Nur 530.000 junge Zuschauer hatten eingeschaltet, der Marktanteil lag mit 3,9 Prozent so niedrig wie noch nie. Die anschließende Ausgabe der „Pop Giganten“, in der es diesmal um „One Hit Wonder“ ging, legte zumindest auf solide 5,4 Prozent zu.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      habe mir sogar in der Mediathek "vorab" Folge 3 angesehen, also ich bin wirklich begeistert. Und froh, dass ich in der heutigen Zeit als Krankenschwester arbeiten darf ;)
      Die "Hilfswärterinnen" waren ja Sklavinnen.
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        Ich habe mir auch die ersten 2 Folgen angeschaut; gute Bilder und Kameraführung, so wie Ausstattungen des Zeitalters.(* Nein, so alt bin ich noch nicht.*)

        Nur eine kleine, negative Kritik von mir dazu: Es wurden zu viele Hauptcharaktere zu schnell eingeführt; es waren zu viele Namen zur gleichen Zeit für mich. Damit hätten man sich mehr Zeit nehmen können.

        Ich bin bei den nächsten Folgen dabei.

        Aber jetzt schon drei Threads dazu; und ich musste mich für einen entscheiden. Da war ich schon leicht überfordert. (*grins diebisch*)

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