Quoten: Anke Engelke zeigt „DSDS“ und Dschungelcamp die Rücklichter

    „Rosenheim-Cops“-Jubiläum schwächelt, mauer Start für „Das Begräbnis“

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 26.01.2022, 09:43 Uhr

    Anke Engelke (r.) und Conchita Wurst im Duett bei „Wer stiehlt mir die Show?“ – Bild: ProSieben/Florida TV / Anna Thut
    Anke Engelke (r.) und Conchita Wurst im Duett bei „Wer stiehlt mir die Show?“

    Nicht nur quotentechnisch, vor allem auch inhaltlich lieferte Anke Engelke am gestrigen Dienstagabend auf ProSieben eine herausragende Leistung ab. Sie präsentierte erstmals „Wer stiehlt mir die Show?“ und machte das Format zu ihrem ganz persönlichen „Eurovision Song Contest“. Der Lohn für die Unterföhringer: Satte 1,57 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren sahen zu und sorgten für herausragende 24,1 Prozent – ein neuer Bestwert. Auch insgesamt lief es mit 2,26 Millionen und 8,5 Prozent absolut rund. Unglücklicherweise färbte der Erfolg erneut nicht auf die nachfolgende Comedyserie „jerks.“ ab: Zwei neue Folgen mussten sich mit jeweils 7,4 Prozent in der Zielgruppe begnügen.

    Während sich ProSieben den Tagessieg beim jungen Publikum sicherte, litt RTL unter der starken Konkurrenz. Die zweite Folge des runderneuerten „Deutschland sucht den Superstar“ hielt sich nur knapp im zweistelligen Bereich und schaffte 10,7 Prozent bei 760.000, die Gesamtreichweite betrug 2,29 Millionen und damit 360.000 weniger als am Samstag. Für „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ging es nachfolgend deutlich auf 3,72 Millionen und 28,4 Prozent bei den Jüngeren nach oben, im Vergleich zum Montag musste man kaum Verluste hinnehmen. „RTL Direkt“ punktete dazwischen mit 25,2 Prozent und fuhr somit den bislang zweistärksten Wert ein.

    Insgesamt belegte Das Erste die Top-3-Positionen: Zunächst informierte die „Tagesschau“ 6,13 Millionen Menschen und generierte genau 20 Prozent, danach waren auch wieder die Serien gefragt. „Die Heiland: Wir sind Anwalt“ unterhielt 4,67 Millionen Zuschauer (15,2 Prozent), „In aller Freundschaft“ steigerte sich um 21:00 Uhr sogar noch auf 4,97 Millionen (16,8 Prozent). Bei den 14- bis 49-Jährigen waren 6,9 und 8,8 Prozent drin, nachdem es die Nachrichten noch auf 18,6 Prozent gebracht hatten. „Fakt“ und die „Tagesthemen“ kamen im weiteren Verlauf auf 2,79 Millionen (10,7 Prozent) bzw. 2,30 Millionen Gesamtzuschauer (10,5 Prozent). Der lineare Start der Impro-Serie „Das Begräbnis“ fand schließlich in eher kleinem Kreise statt: Die ersten beiden Episoden wollten ab 22:50 Uhr lediglich 1,28 Millionen (7,6 Prozent) und 940.000 ab drei Jahren (7,9 Prozent) sehen.

    Das ZDF punktete bereits am Vorabend mit der letzten Hauptrunden-Partie der Deutschen gegen Russland bei der Handball-EM. 3,59 Millionen Sportfans waren um 18:00 Uhr dabei und bescherten den Mainzern sehr gute 15,7 Prozent, in der Zielgruppe standen ebenfalls erfreuliche 14,3 Prozent zu Buche. Ausgerechnet die 500. Folge der „Rosenheim-Cops“ musste sich hingegen um 19:50 Uhr und damit 25 Minuten später als gewohnt mit 3,49 Millionen und 11,5 Prozent zufriedengeben. Völlig enttäuschend lief es allerdings um 20:35 Uhr für die „ZDFzeit“-Doku „Ganz normale Männer – Der ‚vergessene Holocaust‘“, die auf 1,59 Millionen und äußerst schwache 5,2 Prozent fiel. Auch „frontal“ verharrte um 21:20 Uhr bei mauen 1,82 Millionen und 6,2 Prozent.

    Gar nichts zu bestellen hatten – zumindest bei den Umworbenen – mal wieder die US-Krimis in Sat.1: Während „Navy CIS“ und „Navy CIS: L.A.“ insgesamt zwar 1,99 Millionen und 1,58 Millionen Menschen fesselten, sprangen in der Zielgruppe nur 5,6 und 4,5 Prozent heraus. Zwei Free-TV-Premieren von „Bull“ versagten danach mit jeweils 3,4 Prozent sogar völlig. Probleme hatte auch Schwestersender Kabel Eins, wo „Garfield – Der Film“ und „Garfield II – Faulheit verpflichtet!“ nicht über 4,0 und 3,4 Prozent hinauskamen.

    Ebenso ernüchternd präsentierte sich eine neue Ausgabe von „Hot oder Schrott“ bei VOX, die zur Primetime bei 4,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen hängenblieb. Eine Wiederholung konnte im Anschluss nur ein wenig Schadensbegrenzung betreiben und holte immerhin 5,3 Prozent. „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ hieß es indes wieder bei RTL Zwei, das mit einer Erstausstrahlung solide 5,0 Prozent verzeichnete. Der Aufguss von „Armes Deutschland – Deine Kinder“ tat sich nachfolgend angesichts 3,6 Prozent dafür umso schwerer.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1994) am

      Dass die 500. Folgen Rosenheimcops so schlechte Quoten hatte liegt sicher an der schlechten Beginnzeit!


      Ich hab es mir viele andere in der Mediathek angesehen.
      Der ZDF mit seinen ständigen Spezialls vergrault Leute!
      Es weiß keiner mehr wann seine Sendung beginnt, dann lieber Mediathek!
      • am

        Zitat: „Das Begräbnis“ fand schließlich in eher kleinem Kreise statt: Die ersten beiden Episoden wollten ab 22:50 Uhr lediglich 1,28 Millionen (7,6 Prozent) und 940.000 ab drei Jahren (7,9 Prozent) sehen.
        Wie viele Kinder ab 3 J. sitzen um die Zeit wohl noch vor dem TV?
        Und "jerks" hat die Zielgruppe bestimmt schon online gesehen. Da bleiben nur noch die Zuschauer wie ich,
        der nicht für etwas zahlt, um es zu sehen, wenn es später kostenlos zu sehen ist.
        • am

          Ich sag nur: Danke Anke!
          War wirklich gut und kann Joko sich eine Scheibe abschneiden.

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