Ein Herz und eine Seele
    Deutsche Erstausstrahlung: 15.01.1973 wdr - Westdeutsches Fernsehen

    Alfred Tetzlaff (Heinz Schubert) lebt zusammen mit seiner Frau Else (Elisabeth Wiedemann), Tochter Rita (Hildegard Krekel) und Schwiegersohn Michael (Dieter Krebs) in einem Reihenhaus einer Arbeitersiedlung. Ob Sozis, Langhaarige, Gastarbeiter etc., an allem hat der alte Querulant Alfred etwas auszusetzen.

    Obwohl sich Heinz Schubert von seinem Ekel-Alfred Image lösen wollte, ließ sich der vielseitige Schauspieler 1976 noch einmal von Autor Wolfgang Menge überreden, für weitere 4 Folgen in seine Paraderolle zu schlüpfen. Von der Urbesetzung war neben Heinz Schubert nur noch Hildegard Krekel dabei. Ehefrau Else wurde von Helga Feddersen und Schwiegersohn Michael von Klaus Dahlen gespielt. (Text: Claus Salewski)

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    So
    22.10.14:45–15:30WDR91.09Erntedankfest
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    19.11.22:45–23:25WDR61.06Hausverkauf
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    Ein Herz und eine Seele – Community

    Hausgraus (geb. 1971) am 31.03.2017 12:23: Hallo!

    Das war von Wolfgang durchaus beabsichtigt.
    Die Idee zu dieser Serie hat Menge sich ja von einer britischen Serie abgeguckt.
    Hausgraus (geb. 1971) am 31.03.2017 12:13: Hallo!

    Alfred arbeite als Lagerarbeiter im Lager der Firma "Blumenhagen & Söhne" in Essen, zusammen mit einem türkischen Kollegen namens Jusuf. Von dem hat er allerdings keine gute Meinung.
    Hausgraus (geb. 1971) am 31.03.2017 12:08: Hallo!

    Das ist die Episode "Der Sittenstrolch" , von der es in der Serie zwei Episoden gibt. Eine in Schwarzweiß und eine in Farbe.
    Hausgraus (geb. 1971) am 30.03.2017 14:48: Hallo!

    Nein da täusch du dich. Alfred schneidet sich nicht nur in "Der Sittenstrolch am Esstisch die Fußnägel, sondern auch in Episoden "Der Silvesterpunsch".
    Beide Episoden sind in Farbe. "Der Sittenstrolch" wurde 1973 in der ARD über den WDR gesendet und "Der Silvesterpunsch" 1974 in der ARD ebenfalls übern den WDR.
    User 1135603 am 25.02.2017 11:47: zu Stefan_G vom 22.02.16
    Vielleicht auch nur vertippt...?! Taste T - Z (nebeneinander)
    (nicht böse sein)

    Ein Herz und eine Seele – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    25-tlg. dt. Sitcom von Wolfgang Menge. Regie: Jürgen Preen (in zwei Folgen der zweiten Staffel: Jürgen Flimm).

    Der körperlich nicht gerade mit Überlänge gesegnete Alfred Tetzlaff (Heinz Schubert) aus Bochum ist ein Griesgram und ewiger Nörgler, dem nichts recht zu machen ist. Oder mal ehrlich: er ist ein verlogener, reaktionärer Spießer. Er mag keine Ausländer, niemanden aus der „Ostzone“, schon gar nicht die rote Regierung und nichts, was neu ist („Pizza! Weiß doch kein Mensch, woraus die besteht. Da wird so ein Stück Kuhfladen ausgerollt, dann kommt ein Klecks Tomatensoße drauf und das Ganze kostet dann fünf Mark. Und schmecken tut’s wie toter Frisör.“). Seinen Schwiegersohn Michael Graf (Diether Krebs; ab Folge 22: Klaus Dahlen) mag er auch nicht, denn der ist SPD-Anhänger, und seine Frau Else (Elisabeth Wiedemann; ab Folge 22: Helga Feddersen) ist eine „dusselige Kuh“, die in die Küche gehört, wie Frauen im Allgemeinen. Seine Wut lässt er ferner an seiner Tochter und Michaels Frau, Rita (Hildegard Krekel), aus.

    Ein Herz und eine Seele lief zunächst im WDR und später in einigen anderen Dritten Programmen. Bundesweite Premiere in der ARD war am 31. Dezember 1973 mit der zwölften Folge, „Silvesterpunsch“. Die Episode ist inzwischen ebenso fester Bestandteil jedes Silvesterprogramms wie Dinner for one. Seitdem wurde in Farbe produziert.

    Basis für Wolfgang Menges Serie war die britische Comedy „Till Death Do Us Part“ von Johnny Speight, von der Menge sogar die Rollennamen übernahm. Alf, Else, Rita und Mike hießen die Charaktere des Originals, das von 1966 bis 1975 erfolgreich bei der BBC lief und 1971 bereits als „All In The Family“ vom US-Sender CBS adaptiert wurde. Auch die deutsche Fassung wurde innerhalb nur eines einzigen Jahres bundesweiter Ausstrahlung ein Riesenerfolg und Hauptdarsteller Heinz Schubert als „Ekel Alfred“ zum Star.

    Ihren Erfolg verdankte die Serie ihrem Gesprächswert. Jeder sprach über das Ekel, viele empörte Zuschauer schrieben Protestbriefe, nicht nur wegen des Inhalts, sondern auch weil Schubert als Ekel Alfred Worte wie „Scheiße“ oder „Arschloch“ in den Mund nahm – damals eine Ungeheuerlichkeit. In vielen Folgen ließ sich Alfred über tagesaktuelle Ereignisse aus. Autor Menge konnte sie kurzfristig in die Drehbücher einflechten, da die einzelnen Episoden erst am Tag ihrer Ausstrahlung vor Live-Publikum aufgezeichnet wurden. Als 21. und eigentlich letzte Folge lief im November 1974 eine Farbfassung der Episode „Der Sittenstrolch“, die bereits ein Jahr zuvor im WDR in Schwarz-Weiß gelaufen war. Zuvor waren bereits drei andere Schwarz-Weiß-Folgen in Farbe neu gedreht und zum Teil inhaltlich etwas aktualisiert worden.

    Sieben Wochen nach der vermeintlich letzten Folge würdigte das Fernsehen die Serie am 27. Dezember 1974 zum Abschied mit dem Special „Requiem für ein Ekel“, in dem Politiker, Sozialwissenschaftler und Literaten todernst, hinter enormen Rauchschwaden ihrer Zigaretten versteckt, über die Bedeutung von Ekel Alfred für die Gesellschaft diskutierten.

    18 Monate später ging es dann doch noch einmal weiter. In diesen letzten vier Folgen der Serie spielte Klaus Dahlen anstelle von Diether Krebs die Rolle des Michael. Krebs war ausgestiegen, weil der WDR begonnen hatte, die Drehbücher auf Wunsch der SPD zu entschärfen. Als Else wurde Elisabeth Wiedemann durch Helga Feddersen ersetzt. Eine spätere Neuauflage scheiterte ebenfalls aus politischen Gründen. Der WDR wollte nicht vor einer Bundestagswahl mit der Ausstrahlung neuer Folgen beginnen, da wollte Menge gar nicht mehr.

    Primetime-Wiederholungen im Jahr 1996, die eigentlich nur kurzfristig als Lückenfüller gesendet wurden, wurden überraschend von mehr als sechs Millionen Zuschauern gesehen. Die über 20 Jahre alte Serie versammelte damit mehr Zuschauer als die meisten Erstausstrahlungen neuer Serien und war sogar in den 90er-Jahren noch einer der größten Erfolge des deutschen Fernsehens.

    Sendeplatz war im Dritten wie im Ersten Programm etwa einmal im Monat montags um 20.15 Uhr. Jede Episode war 45 Minuten lang. 21 Folgen sind auf DVD erschienen.

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