Upfronts 2019: Die verlängerten und eingestellten ABC-Serien

    Sind kosmetische Korrekturen genug für die Zukunft?

    15.05.2019, 10:58 Uhr – Bernd Krannich

    Upfronts 2019: Die verlängerten und eingestellten ABC-Serien – Sind kosmetische Korrekturen genug für die Zukunft? – Bild: ABC
    Wurden bei ABC verlängert: „Grey’s Anatomy“, „The Rookie“ und „The Conners“

    ABC ist in den USA ein Network, bei dem es schon länger nicht mehr rund läuft – ein „Weiter so“ ist da nicht angezeigt, zumal es im vergangenen Winter einen Personalwechsel an der Spitze gab (fernsehserien.de berichtete). Trotzdem überrascht man damit, dass man insgesamt nur sechs neue Serien bestellt hat und entsprechend mit einem Großteil der bisherigen Serien weitermacht. Ein großer „Programmwechsel“ scheint aber in den kommenden Jahren unumgänglich: Viele langlebige Formate stehen am Ende ihrer Laufzeit.

    Verlängert: „American Housewife“ (für Staffel 4), „Black-ish“ (für Staffel 6), „Bless This Mess“ (für Staffel 2), „Die Conners“ (für Staffel 2), „Fresh Off the Boat“ (für Staffel 6), „Die Goldbergs“ (für Staffel 7), „The Good Doctor“ (für Staffel 3), „Grey’s Anatomy“ (verlängert für zwei Staffeln, 16. und 17.), „How to Get Away with Murder“ (für Staffel 6), „Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“ (für Staffel 7 im Sommer 2020), „Modern Family“ (für abschließende 11. Staffel), „The Rookie“ (für Staffel 2), „Schooled“ (für Staffel 2), „Seattle Firefighters“ aka „Station 19“ (für Staffel 3), „Single Parents“ (für Staffel 2)

    Die Verlängerungen bei ABC haben zwei Problemfelder: Einerseits, dass diverse Serien wie das letztmalig verlängerte „Modern Family“, aber auch „Grey’s Anatomy“ eben sehr alt sind und der Sender langsam mal wieder einen neuen, wirklichen Hit benötigt – hier tut die Tatsache besonders weh, dass Roseanne Barr „Roseanne“ ins Abseits manövriert hatte. Dann die Tatsache, dass von den jungen verlängerten Serien die meisten bereits Wackelkandidaten waren, etwa „The Rookie“ und „Single Parents“.

    Abgesetzt: „The Fix“ (nach Staffel 1), „For The People“ (nach Staffel 2), „The Kids Are Alright“ (nach Staffel 1), „Speechless“ (nach Staffel 3), „Splitting Up Together“ (nach Staffel 2) und „Whiskey Cavalier“ (nach Staffel 1)

    Der Blick auf die Absetzungen zeigt schon ein bisschen das oben angesprochene Problem der fortgesetzten, schwachen Serien an: Zwei Serien in ähnlicher Situation wurden dieses Jahr dann abgesetzt, keine Serie in der vergleichbaren Situation konnte sich festigen. Anhand von „zwei“ Beispielen kann man natürlich nur schwerlich statistische Vorhersagen wagen, aber es ruft in Erinnerung, dass es für eine Serie in der zweiten Staffel schwer ist, sich gegenüber der Auftaktstaffel zu verbessern, wenn es nicht besondere Umstände gibt (Boost durch Präsenz bei einem Streaming-Dienst oder größere innere Veränderungen).

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Fernsehschauer am 15.05.2019 14:48

      Nicht Roseanne Barr hat die Serie ins Abseits manövriert sondern einzig allein ABC und Channing Dunney. Das er/sie jetzt so einen Scherbenhaufen, ohne wirklichen Hit, hat da kann er sich der/die neue Senderchef/in bei Channing Dunney bedanken. 
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