„Star Wars“: Lucasfilm stellt neues Projekt von „Spider-Man“-Regisseur vor

    Weitere Details zu den Serien „Andor“, „The Acolyte“ und mehr

    Vera Tidona – 19.05.2022, 11:51 Uhr

    „Star Wars: Obi-Wan Kenobi“ mit Ewan McGregor startet in Kürze – Bild: Disney+
    „Star Wars: Obi-Wan Kenobi“ mit Ewan McGregor startet in Kürze

    Lucasfilm hat im Vorfeld des anstehenden großen Fan-Events „Star Wars Celebration 2022“ (vom 26. bis 29. Mai) bereits einige neue Details zu den kommenden „Star Wars“-Serien bei Disney+ in einer großen Titelstory für Vanity Fair bekannt gegeben. Neben weiteren Details etwa zur Handlung und Besetzung von „Obi-Wan Kenobi“ (ab 27. Mai bei Disney+), „Andor“ (2022) und „The Acolyte“ (2023) wird gleichzeitig ein weiteres Serienprojekt namens „Star Wars: Skeleton Crew“ (vormals unter dem Arbeitstitel „Grammar Rodeo“ bekannt) von „Spider-Man“-Regisseur Jon Watts angekündigt.

    Skeleton Crew

    Das neue Projekt aus einer Galaxie weit, weit entfernt von Regisseur Jon Watts und Drehbuchautor Chris Ford ist laut der Ankündigung zeitlich nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ angesiedelt und spielt nach dem Fall des Empire – etwa zeitgleich wie der Serienhit „The Mandalorian“, der Ende des Jahres mit einer dritten Staffel fortgesetzt wird (fernsehserien.de berichtete).

    Der genannte Arbeitstitel „Grammar Rodeo“ nimmt laut den Machern Bezug auf eine „Die Simpsons“-Episode, in der sich Bart und Milhouse mit einem Mietwagen auf eine Reise begeben. Ähnlich soll auch die Handlung der neuen „Star Wars“-Serie aussehen, die als Coming-of-Age Geschichte im klassischen 1980er Stil der Amblin Entertainment-Filme (von Steven Spielberg und der jetzigen Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy) beschrieben wird, etwa wie die Filmklassiker „E.T. – Der Außerirdische“, „Gremlins – Kleine Monster“ oder „Die Goonies“. Gesucht werden demnach aktuell junge Darsteller im Alter von elf oder zwölf Jahren. Somit könnte die neue Serie erstmals ein deutlich jüngeres Zielpublikum im Auge haben, das sonst eher von den Animationsserien bedient wird – viel mehr wird dazu aber noch nicht verraten (fernsehserien.de berichtete).

    Andor

    Diego Luna als Cassian Andor im Film „Rogue One“ Lucasfilm

    Im Artikel der Vanity Fair kommt auch Drehbuchautor Tony Gilroy zu der von ihm entworfenen Serie „Andor“ zu Wort, die die Vorgeschichte seines Kinofilms „Rogue One“ erneut mit Diego Luna als Cassian Andor erzählt.

    Die Handlung beschreibt Gilroy als eine Flüchtlingsgeschichte, in der der Titelheld eine Transformation zum selbstlosen Rebellen vollzieht: Dieser Typ hat sein Leben für die Galaxis gegeben, richtig? Ich meine, er hat sich bewusst, nüchtern und ohne Eitelkeit oder Anerkennung geopfert. Wer tut sowas? Davon wird die erste Staffel handeln. Es geht darum, wie er der Revolution [in jungen Jahren] sehr abgeneigt ist. Er ist zynisch, verloren und durcheinander… Als dann jedoch Andors Heimat zerstört wird, musste er erwachsen werden und realisiert, dass er nicht auf ewig davonrennen kann, ergänzt Gilroy. Seine neue Heimat wird die Grundlage der gesamten ersten Staffel darstellen und wir werden sehen, wie dieser Ort radikalisiert wird – das Imperium breitet sich schnell aus und löscht dabei jeden aus, der sich ihm in den Weg stellt.

    Darüber hinaus bestätigt er noch einmal ein Wiedersehen mit der aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ bekannten Rebellenanführerin Mon Mothma (erneut gespielt von „Rogue One“-Star Genevieve O’Reilly), die in der Serie einen wichtigen Part einnehmen wird (fernsehserien.de berichtete).

    The Acolyte

    Die Jedi-Ritter auf dem Buchcover von „Star Wars: The High Republic“Lucasfilm Publishing

    Im Gegensatz zu den bisherigen Serienprojekten oder Filmen ergründet die neue Serie „The Acolyte“ eine völlig neue Ära in einer Galaxis weit, weit entfernt. Showrunnerin Leslye Headland (Macherin der Netflix-Serie „Matrjoschka“) widmet sich einem neuen Kapitel im „Star Wars“-Universum, das etwa 100 Jahre vor dem Prequel-Film „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ spielt und in der sogenannten Ära der Hohen Republik („Star Wars: The High Republic“) angesiedelt ist. Vorlage für die neuen Geschichten und Charaktere liefert eine neue, umfangreiche Buch- und Comic-Reihe von Lucas Press, die seit 2021 veröffentlicht wird.

    Die Serienmacherin Headland bestätigt im Rahmen der Titelstory von Vanity Fair, dass die Arbeiten am Drehbuch nun fast abgeschlossen seien und man bereits mit der Suche nach der Besetzung der Serie „The Acolyte“ begonnen habe. Bislang wurde noch nicht viel über die Handlung oder die einzelnen neuen Charaktere verraten – außer, dass „Die Tribute von Panem“-Star Amandla Stenberg die Titelrolle einnehmen wird (fernsehserien.de berichtete).

    Showrunnerin Leslye Headland beschreibt die Serie als einen Mysterythriller in einer scheinbar friedlichen und florierenden Epoche, die den Weg ihres eigenen Untergangs ebnet: Viele der [bekannten] Figuren waren damals noch nicht mal geboren. Wir blicken auf die politischen, persönlichen und spirituellen Dinge, die in dieser Zeit, über die wir noch nicht viel wissen, auftraten. Meine Frage, während ich ‚Die dunkle Bedrohung‘ geschaut habe, war: ‚Wie konnte es dazu kommen?‘ Wie kam es dazu, dass ein Sith-Lord den Senat infiltrieren konnte und keiner der Jedi es bemerkt hat? Was ist da schiefgelaufen?

    Zudem verrät sie, dass die Jedi zu diesem Zeitpunkt noch in einer goldenen Ära leben – im Gegensatz zu ihrer späteren Darstellung als asketische Mönche, die mutig und selbstlos leben: Die (üblichen) Jedi-Uniformen sind gold und weiß, als ob sie niemals dreckig werden würden. Die Idee dahinter ist, dass sie diese Uniformen haben, weil sie so selten in Auseinandersetzungen geraten.

    Für „The Acolyte“ ist noch kein Starttermin genannt worden, man darf jedoch in Anbetracht der Fülle an neuen Produktionen frühestens mit einem Start Ende 2023/​Anfang 2024 bei Disney+ rechnen.

    Update: Eine Übersicht der anstehenden „Star Wars“-Serien bei Disney+:

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1994) am

      Irgendwie versteh nicht so ganz mit den Terminen man hätte Obi Wan ruhig am selben Tag wie die letzte Moonknight Folge zeigen können jetzt hat geht Ms. Marvel kurz Kenobi an den Start und da dies wohl die meisterwarteste Star Wars Serie ist  werden Ms. Marvel Klickzahlen nicht so gut sein, klar kann man andere gleichzeitig mit Highlights bringen , nur versteh nicht, dass das fast Zeitgleich kommt und zwischen Moonknight und Kenobi ist fast ein Monat nix!




      Ob Watts Spiderman 4 macht ist fraglich, es gibt Gerüchte, dass Favreu einem Mcu Spiderman Film umsetzen wird, kann der 4 mit Holland sein!


      Und es heißt Ramis Chancen auf 4. Teil mit Tobey sind ganz gut! 
      Nur soll dieser genau wie Hollands Filme eine Co-Arbeit mit Marvel sein ( für Sony würde Rami wsl eh nimmer arbeiten wollen! ( Garfield hat sofort nein gesagt als er Sonys Spiderman werden sollte)! 
       
      Ich würde  auf Tobey als 2. Spiderman freuen, geil wäre ja eine Disney Serie mit ihm er von Spiderman 3- No Way Home erlebt hat, nur würde das wohl an den Rechten scheitern!
      • (geb. 1974) am

        "Irgendwie versteh nicht so ganz mit den Terminen man hätte Obi Wan ruhig am selben Tag wie die letzte Moonknight Folge zeigen können jetzt hat geht Ms. Marvel kurz Kenobi an den Start und da dies wohl die meisterwarteste Star Wars Serie ist werden Ms. Marvel Klickzahlen nicht so gut sein, klar kann man andere gleichzeitig mit Highlights bringen"

        Es gibt Branchenbeobachter, die davon ausgehen, dass wenn ein Nutzer erstmal eine Streaming-App geöffnet hat (etwa um Obi-Wan Kenobi zu schauen) dann die wahrscheinlichkeit größer ist, dass er da noch was weiteres schaut, vs. "einfach nur so reingehen". Wenn Ms. Marvel ohne Schützenhilfe an den Start gehen würde, könnte das also geringere Abrufzahlen bringen. So zumindest eine Theorie.

        Was den Termin für Obi-Wan angeht: Ich denke stark, da hat Lucasfilm einfach auf seine hauseigene Con Rücksicht genommen, die Star Wars Celebration, die nach Corona-Ausfall erstmalig wieder stattfindet. Ursprünglich war der Starttermin für Obi-Wan ja Mittwoch, 25. Mai - was der 45. Jahrestag des Kinostarts von "Star Wars" war. Sicher man hätte auch am "May the 4th" starten können, aber anscheinend erschienen andere Überlegungen sinnvoller.
      • (geb. 1994) am

        Danke, dass mit der Schützenhilfe klingt sinnvoll...
    • (geb. 1994) am

      Interessante Liste freu mich sehr auf Kenobi! Mich wundert, dass  Mandolorian Staffel 3 noch Ende 2022 kommen soll( Freut mich, aber dachte eher an 2023!
      • (geb. 1974) am

        Ich kenne Fans, die davon ausgehen, dass Staffel 3 von The Mandalorian dann wieder in den letzten Tagen von 2022 kommt, wie Book of Boba Fett 2021.
      • (geb. 1994) am

        Kann gut sein! 
        Dachte nur eher Ahsoka kommt früher da immer Gerüchte laut wurden es kommt später wegen Pascals wollen Termin-Plan!
    • am

      Ähm, „Spider-Man: Homecoming“-Regisseur Jon Watts.. OK, aber das er auch den erfolgreichsten Spider-Man Film No Way Home gedreht hat, wird im Bericht unterschlagen oder was? Jon Watss hat übrigens bisher alle MCU Spider-Man Filme gedreht und eigentlich nennt man immer den Film, den ein Regisseur als letztes gemacht hat. Für die Star Wars Serie lässt er Marvel erstmal liegen, da er auch Fantastic 4 drehen sollte, wird aber für einen vierten Spider-Man wieder zurück kommen. Das hat er selber schon bestätigt.

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