Quoten: „WWM“-Promi-Special und „Die Bergretter“ punkten, „Usedom-Krimi“ siegt insgesamt

    Corona-Spezial schadet „The Voice of Germany“ massiv, solider Auftakt für „Berlin hinter Gittern“

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 19.11.2021, 09:46 Uhr

    „Wer wird Millionär“: (v. l.) Jürgen von der Lippe, Guido Cantz, Evi Sachenbacher-Stehle, Chris Tall, Moderator Günther Jauch – Bild: RTL/Stefan Gregorowius
    „Wer wird Millionär“: (v. l.) Jürgen von der Lippe, Guido Cantz, Evi Sachenbacher-Stehle, Chris Tall, Moderator Günther Jauch

    Zum diesjährigen „RTL-Spendenmarathon“ fand am gestrigen Donnerstagabend wieder ein neues „Wer wird Millionär?“-Prominentenspecial statt. Mit den Quoten kann man in Köln zufrieden sein: Insgesamt 3,60 Millionen Menschen quizzten mit, das entsprach sehr guten 15,2 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden mit 880.000 Zuschauern 14,8 Prozent erreicht, was für die Marktführerschaft zur Primetime reichte. Allerdings wurde die Sonderausgabe nicht nur durch mehrere Schalten zu Wolfram Kons ins Spendenstudio, sondern auch durch „RTL Direkt“ zerstückelt, das um 22:20 Uhr auf 15,1 Prozent in der Zielgruppe kam und insgesamt 3,39 Millionen informierte – ein neuerlicher Bestwert. Zu Beginn des Abends hatte es ein achtminütiges „RTL Aktuell Spezial“ zu den Corona-Beschlüssen auf 3,48 Millionen Gesamtzuseher und 13,8 Prozent bei den Werberelevanten gebracht.

    Generell war das Informationsbedürfnis hoch, denn bei der meistgesehenen Sendung des Tages handelte es sich um das „ARD extra“, das 6,16 Million Menschen vor dem Fernseher versammelte und 20,3 Prozent einfuhr. Bei den Jüngeren reichte es zu ebenfalls starken 17,4 Prozent, hier war die „Tagesschau“ zuvor mit 20,1 Prozent aber noch gefragter. Auch ein neuer „Usedom-Krimi“ setzte sich um 20:35 Uhr gegen die Konkurrenz durch und fesselte 5,70 Millionen Zuschauer, die für stolze 19,6 Prozent sorgten, während bei den 14- bis 49-Jährigen überdurchschnittliche 8,5 Prozent drin waren. „Monitor“ und die „Tagesthemen“ lagen im weiteren Verlauf bei 3,00 Millionen (12,8 Prozent) bzw. 2,15 Millionen (11,0 Prozent).

    Im ZDF kehrten derweil „Die Bergretter“ mit der 13. Staffel gewohnt erfolgreich zurück: 4,93 Millionen Zuschauer ab drei Jahren trieben den Marktanteil auf erfreuliche 16,3 Prozent, wenngleich in der Vergangenheit auch schon höhere Werte erzielt worden waren. Dafür setzte man sich in der Zielgruppe gegen die öffentlich-rechtlichen Kollegen durch und kam auf gute 9,4 Prozent. Noch besser sah es im Anschluss für das „heute journal“ aus, das mit 10,5 Prozent die Zweistelligkeit knackte und insgesamt 3,93 Millionen (14,6 Prozent) beim Sender hielt. „Maybrit Illner“ talkte schließlich noch vor 2,97 Millionen (14,5 Prozent) über die Pandemie, bei einem 45-minütiges „ZDF spezial“ hierzu wurden um 19:30 Uhr sogar 3,82 Millionen (13,9 Prozent) gezählt.

    Dass sich Corona allerdings nicht immer als Quoten-Booster eignet, musste ProSieben schmerzlich erfahren: Dort schickte man um 20:15 Uhr eine viertelstündige Spezialsendung ins Rennen, die sich gegen ARD und RTL extrem schwer tat. Lediglich 1,21 Millionen Gesamtzuschauer hatten eingeschaltet, bei den Umworbenen reichte das zu enttäuschenden 7,8 Prozent. Die eigentlich bittere Nachricht: „The Voice of Germany“ zog der maue Vorlauf mit in die Tiefe. Die Reichweite legte nur minimal auf 1,22 Millionen zu, das war mit Abstand ein neuer Tiefstwert. Auch in der Zielgruppe sah es angesichts 8,9 Prozent so schlecht aus wie nie zuvor. Die Wiederholung von „Helene Fischer – Ein Abend im Rausch“ brach um Mitternacht mit 5,4 Prozent dann völlig ein.

    Einen Leidensgenossen findet man eine Tür weiter in Sat.1, das das gleiche Corona-Spezial zur besten Sendezeit zeigte und bei insgesamt 880.000 Zuschauern sowie 5,8 Prozent bei den Jüngeren hängenblieb. Auch „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1“ verfehlte nachfolgend mit 940.000 die Millionenmarke, steigerte sich in der Zielgruppe aber auf versöhnliche 8,2 Prozent. „Berlin hinter Gittern“ hieß es indes bei Kabel Eins, die neue Doku-Soap konnte zum Start immerhin 4,7 Prozent der Zuseher zwischen 14 und 49 Jahren zum Einschalten bewegen, was bereits ein Wert über Senderschnitt ist. Für das „k1 Magazin“ ging es später noch auf sehr gute 5,6 Prozent nach oben.

    Knapp davor lag zunächst RTL Zwei, wo eine neue Folge von „Hartes Deutschland“ ordentliche 6,1 Prozent verzeichnete. „Das Messie-Team“ konnte danach nicht ganz mithalten, hielt sich aber bei soliden 5,1 Prozent. Auf zwei Fantasyfilme setzte VOX und wurde mit guten Quoten belohnt: „The Huntsman & The Ice Queen“ unterhielt zu Beginn der Primetime 7,5 Prozent der Zielgruppen-Zuschauer, ehe „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“ sogar 8,3 Prozent generierte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1976) am

      Tja Daniel Rosemann bei ProSieben/Sat1 was sagen SIE nun über die Quoten??? Sie leisten tolle Arbeit. Fast täglich ein Quotenflopp im ProSieben und Sat1 Programm. Bravo!!!

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