Quoten: „Schlag den Besten“ meldet sich mit Allzeittief zurück, „DSDS“ dominiert

    ARD-Serien insgesamt vorn, Auschwitz-Doku vor allem bei Jüngeren gefragt

    Dennis Braun – 29.01.2020, 09:37 Uhr

    Robin Schmidt ist der bislang ungeschlagene Titelverteidiger von „Schlag den Besten“

    Zum fünften Mal hat sich Lehramtsstudent Robin Schmidt bei „Schlag den Besten“ auf ProSieben durchgesetzt und somit bereits 250.000 Euro gewonnen. Viele Zuschauer waren allerdings nicht dabei, die Spielshow meldete sich auf dem neuen Sendeplatz am Dienstagabend überraschend mit einem Allzeittief zurück. Gerade mal 560.000 14- bis 49-Jährige hatten eingeschaltet, das entsprach enttäuschenden 7,0 Prozent. Der bisherige Tiefstwert hatte 2,8 Punkte höher gelegen. Kein gutes Omen für die kommenden Wochen, zumal die Konkurrenz um einiges stärker war als bei der ersten Staffel, die im vergangenen August noch am Donnerstag zu sehen war.

    „Deutschland sucht den Superstar“ konnte das ProSieben-Format jedenfalls überhaupt nichts anhaben, die RTL-Castingshow sicherte sich mit 1,61 Millionen jungen Zuschauern und hervorragenden 19,2 Prozent den haushohen Zielgruppensieg. 3,51 Millionen (11,9 Prozent) ließen sich insgesamt unterhalten, damit kam man sogar vorm ZDF durchs Ziel. „Absolut Xavier Naidoo“ konnte nachfolgend nicht ganz mithalten, verzeichnete aber immer noch sehr gute 15,9 Prozent bei 760.000 Werberelevanten.

    Den Gesamtsieg fuhren derweil mal wieder die ARD-Serien ein. „Um Himmels Willen“ fesselte zur besten Sendezeit 4,87 Millionen Zuschauer, bei „In aller Freundschaft“ stieg die Reichweite im Anschluss sogar noch auf 4,92 Millionen. Die Marktanteile betrugen tolle 15,6 und 15,9 Prozent, in der Zielgruppe reichte es zu 6,1 und 6,7 Prozent. „Report Mainz“ war um 21:45 Uhr bei weitem nicht mehr so gefragt, wenngleich sich das Magazin angesichts 10,2 Prozent bei insgesamt 2,82 Millionen Zusehern immerhin knapp in der Zweistelligkeit hielt.

    Das ZDF zeigte zunächst die 90-minütige Dokumentation „Ein Tag in Auschwitz“, konnte damit aber nur bedingt punkten. Zwar lag man mit 3,19 Millionen Zuschauern und 10,2 Prozent etwas über dem, was auf diesem Sendeplatz für gewöhnlich „ZDFzeit“ erreicht, wirklich zufriedenstellend sind diese Werte aber nicht. Bei den Jüngeren sah es dagegen überraschend gut aus, hier kamen weit überdurchschnittliche 11,5 Prozent zustande. Das „heute journal“ konnte sich nachfolgend um 500.000 Zuseher steigern und erzielte 13,2 Prozent. Richtig stark präsentierten sich am Vorabend „Die Rosenheim-Cops“, die mit 4,53 Millionen Krimifans nicht weit weg von den Primetime-Serien des Ersten waren und 16,0 Prozent holten.

    Einen zweiten Frühling erlebt derweil die US-Krimiserie „Navy CIS“ in Sat.1. Auch in dieser Woche war wieder ein zweistelliger Marktanteil drin, genauer gesagt sorgten 930.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren für 10,5 Prozent. Auch „Navy CIS: L.A.“ lag danach mit 8,2 Prozent noch über dem Senderschnitt, ehe das mit neuen Folgen angetretene „Hawaii Five-0“ etwas die Puste ausging und mit 6,6 Prozent vorliebnehmen musste. Zu diesem Zeitpunkt musste man auch VOX den Vortritt lassen, wo „Hot oder Schrott: Die Allestester“ trotz Wiederholung für 7,7 Prozent gut war. Eine neue Folge kam zuvor allerdings nicht über maue 6,0 Prozent hinaus, nur 520.000 Zuschauer waren dabei.

    Durchgehend erfolgreich schlugen sich die Sozialdokus bei RTL Zwei. „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ kehrte dort mit 620.000 Zielgruppen-Zuschauern zurück und generierte 7,2 Prozent. „Hartz und herzlich“ steigerte sich mit einer alten Folge anschließend sogar auf 8,0 Prozent. Kabel Eins war auf niedrigerer Flughöhe unterwegs und verbuchte mit der Actionkomödie „Der Diamantencop“ lediglich 4,9 Prozent. Die Wiederholung von „Eraser“ näherte sich später angesichts 5,2 Prozent auch nur leicht dem Senderschnitt.

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