Quoten: Katastrophaler Start für „Lifelines“, RTL II holt Zielgruppen-Sieg

    Versöhnliches Staffelfinale von „The Orville“, „jerks.“-Rückkehr gerät zum Desaster

    09.05.2018, 09:26 Uhr – Dennis Braun

    Quoten: Katastrophaler Start für "Lifelines", RTL II holt Zielgruppen-Sieg – Versöhnliches Staffelfinale von "The Orville", "jerks."-Rückkehr gerät zum Desaster – Bild: MG RTL D/Frank Dicks
    „Lifelines“ mit Jan Hartmann (m.)

    Kapitaler Fehlstart für die neue Arztserie „Lifelines“ bei RTL: Nur 710.000 und 680.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren sahen am gestrigen Dienstagabend die ersten beiden Folgen, die Marktanteile betrugen desaströse 8,9 und 7,6 Prozent. Damit musste man sich mit RTL II, VOX, Sat.1 und ProSieben gleich einer ganzen Reihe von Sendern geschlagen geben. Zwei „Doc meets Dorf“-Wiederholungen fielen später sogar weiter auf 6,7 und 6,8 Prozent. Immerhin sicherte man sich am Vorabend mit „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ angesichts 1,30 Millionen Zuschauer und tollen 21,0 Prozent den Zielgruppensieg.

    In der Primetime lag bei den Umworbenen aber die kleine Schwester RTL II vorne, wo die Sozialdoku „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ einmal mehr für richtig starke 11,6 Prozent bei 990.000 Zuschauern sorgte. Dies verhalf auch der neuen emotionalen Doku-Soap „Die Gruppe – Schrei nach Leben!“ zu einem sehr guten Auftakt. Um 22.15 Uhr blieben noch 640.000 Menschen dran, der Marktanteil lag mit 9,4 Prozent weiterhin deutlich über dem Senderschnitt.

    Wie am Montag verzeichnete auch gestern die „Tagesschau“ im Ersten mit 4,09 Millionen Zuschauer die höchste Reichweite des Tages. Danach blieben 3,81 Millionen für den Start der neuen Staffel von „Weissensee“ dran, die guten 14,0 Prozent entsprachen. Das sommerliche Wetter sorgte allerdings dafür, dass fast eine Million weniger dabei waren als bei Staffel drei vor zweieinhalb Jahren. In der Zielgruppe wurden nur maue 6,0 Prozent erreicht. Die anschließende Dokumentation wollten noch insgesamt 2,85 Millionen Menschen sehen, der Marktanteil ging auf 11,4 Prozent zurück.

    Das ZDF konnte zunächst mit seiner Doku „Obi, Hornbach & Co. – Der große Baumarkt-Check“ aus der „ZDFzeit“-Reihe überhaupt nichts ausrichten und blieb bei 2,16 Millionen Zuschauern und 8,2 Prozent hängen. Auch bei den Jüngeren sah es mit 5,0 Prozent äußerst mager aus. Erst für das „heute journal“ ging es um 21.45 Uhr deutlich auf 3,56 Millionen nach oben – hier sammelte man augenscheinlich einige „Weissensee“-Zuschauer ein. „37 Grad“ wusste den tollen Vorlauf zu nutzen und hielt mit dem Thema „Neue Heimat Mallorca – Geplatzte Träume im Urlaubsparadies“ noch 3,32 Millionen Menschen vor dem Bildschirm, womit satte 15,5 Prozent erzielt wurden.

    Auf ProSieben liefen derweil die letzten beiden Folgen der ersten Staffel von „The Orville“ und konnten im Vergleich zu den Vorwochen etwas zulegen. Mit 8,3 und 9,2 Prozent in der Zielgruppe lief es zwar nicht überragend, aber dennoch halbwegs versöhnlich – besonders, wenn man sich den Rest des Abends anschaut. Die Rückkehr von „jerks.“ konnte ab 22.15 Uhr nämlich kaum mehr einen Hund hinterm Ofen hervorlocken, die Marktanteile der ersten beiden Folgen von Staffel zwei purzelten auf indiskutable 4,3 und 4,7 Prozent. Ein „Best of Switch Reloaded“ betrieb zu später Stunde mit 7,8 Prozent ein wenig Schadensbegrenzung.

    Schwestersender Sat.1 schickte den ersten Teil des Thrillers „Der Staatsfeind“ mit Henning Baum ins Rennen, erreichte aber auch nur 720.000 Zuschauer und 8,5 Prozent, was für einen Eventfilm definitiv zu wenig ist. „Akte“ musste sich nachfolgend mit gewohnt miesen 7,2 Prozent zufriedengeben. In beiden Fällen lag man hinter Konkurrent VOX, der zunächst mit „Sing meinen Song“ 950.000 Zuschauer generierte und starke 11,2 Prozent einfuhr. „Die Rea-Garvey-Story“ war im Anschluss mit 8,5 Prozent ebenfalls gefragt. Zufrieden sein kann auch kabel eins, wo „Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf!“ auf gute 6,5 Prozent kam und das nachfolgende „K1 Magazin“ anschob, das noch 6,0 Prozent verzeichnete.

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