Quoten: „Einstein“ und „Sankt Maik“ nehmen sich gegenseitig die Zuschauer weg

    Das Erste dominiert mit „Um Himmels Willen“ und Olympia, „Ewige Helden“ überzeugen bei VOX

    Quoten: "Einstein" und "Sankt Maik" nehmen sich gegenseitig die Zuschauer weg – Das Erste dominiert mit "Um Himmels Willen" und Olympia, "Ewige Helden" überzeugen bei VOX – Bild: Sat.1/Wolfgang Ennenbach
    „Einstein“: Annika Ernst und Tom Beck

    Lange Jahre sah es im Bereich der deutschen Serien mehr als mau aus, mittlerweile sind die Sender aber wieder auf den Geschmack gekommen. Und so kam es am Dienstag zum direkten Aufeinandertreffen des Staffelauftakts von „Einstein“ in Sat.1 mit der RTL-Serie „Sankt Maik“. Erstgenannte zog knapp den Kürzeren und fuhr gleichzeitig neue Tiefstwerte ein. 960.000 und eine Million 14- bis 49-Jährige sahen die ersten beiden Folgen der zweiten Staffel mit Tom Beck und Annika Ernst, was zwar überdurchschnittlichen, aber keineswegs überragenden 9,2 und 10,1 Prozent entsprach. Auch insgesamt sah es mit 1,94 Millionen und 1,97 Millionen Zuschauern so schwach aus wie noch nie. Die ausstehenden acht Folgen haben somit noch deutlich Steigerungsbedarf.

    Die Serienkonkurrenz sorgte allerdings auch bei den RTL-Serien für weitere Verluste. „Sankt Maik“ sprach nur noch 1,14 Millionen Werberelevante an, der Marktanteil ging auf unbefriedigende 10,9 Prozent zurück. Beim Gesamtpublikum wurde mit 1,97 Millionen erstmals die 2-Millionen-Marke nach unten durchbrochen. „Beck is back!“ sorgte nachfolgend mit gerade mal noch 9,6 Prozent für den Tiefpunkt des Abends, ehe eine weitere Folge den Marktanteil zumindest wieder auf halbwegs ordentliche 12,0 Prozent klettern ließ. „Doctor’s Diary – Männer sind die beste Medizin“ beendete den Abend schließlich mit 11,1 Prozent. Dass sowohl RTL als auch Sat.1 nun den Dienstagabend mit deutscher Fiction bespielen, bekommt vorerst also beiden Sendern nicht gut.

    Das Erste dominierte derweil beim Gesamtpublikum über weite Strecken das Feld. Tagsüber punktete man bereits mit den Olympischen Winterspielen, am erfolgreichsten war hierbei die Übertragung des Rodelwettbewerbs der Damen, der zur Mittagszeit 4,13 Millionen Zuschauer (32,4 Prozent) vor dem Fernseher versammelte. Zur Primetime sicherte man sich dann mit „Um Himmels Willen“ den Tagessieg, hier hatten 5,35 Millionen Menschen (16,1 Prozent) eingeschaltet. Ungewöhnlicherweise lief der Dauerbrenner „In aller Freundschaft“ nachfolgend sogar etwas schwächer, hielt sich mit 5,05 Millionen (15,4 Prozent) aber dennoch auf einem prächtigen Niveau. In der Zielgruppe standen dagegen nur durchwachsene 6,0 und 6,4 Prozent zu Buche.

    Im ZDF lief die erfolgreichste Sendung mal wieder am Vorabend und hieß „Die Rosenheim-Cops“, die 4,87 Millionen Zuschauer (16,1 Prozent) anlockten. Um 20.15 Uhr interessierten sich dagegen lediglich drei Millionen für „Die Tricks der Lebensmittelindustrie“ zum Thema „Backwaren, Fruchtsäfte & Co.“, womit schwache 9,0 Prozent erzielt wurden. Bei den Jüngeren sah es mit 6,7 Prozent auch nicht gerade berauschend aus. Das „heute journal“ konnte sich anschließend auf 3,45 Millionen Gesamtzuschauer und 12,1 Prozent steigern.

    Wenig zu lachen hatte indes ProSieben mit seinen Zeichentrickserien, die allesamt einstellig blieben. Eine neue Folge der „Simpsons“ brachte es zum Start in den Abend auf eine Reichweite von 900.000 Zuschauer, die für unbefriedigende 8,6 Prozent in der Zielgruppe sorgten. Auch drei alte Folgen kamen nicht über Werte zwischen 8,4 und 9,4 Prozent hinaus. Für „Family Guy“ sah es später zwar ein wenig besser aus als in den Vorwochen, mit 8,0 und 8,5 Prozent war man dennoch recht deutlich von einem Erfolg entfernt. Zu nachtschlafender Zeit kam „The Mick“ übrigens noch auf 7,6 und 9,6 Prozent, ehe „Superstore“ mit 7,2 und 5,9 Prozent versagte.

    Unter den kleineren Privatsendern konnte sich VOX mit seinen „Ewigen Helden“ durchsetzen, die diesmal 860.000 Jüngere ansprachen. Mit 8,5 Prozent ist man zwar nach wie vor ein gutes Stück von den richtig tollen Werten der zweiten Staffel entfernt, ein solider Quotenbringer ist der sportliche Wettkampf für die Kölner aber allemal. Derweil hat bei RTL II „Zuhause im Glück“ ausgerechnet zum Staffelfinale wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Mit 730.000 Zuschauern wurden sehr gute 7,1 Prozent erreicht, bevor „Die Bauretter“ sogar noch auf richtig starke 8,6 Prozent zulegten. Weiterhin schwer tut sich dagegen „Rosins Restaurants“ bei kabel eins, das in dieser Woche erneut nur 4,8 Prozent einfahren konnte. Das „K1 Magazin“ fiel im Anschluss sogar noch minimal auf unterdurchschnittliche 4,7 Prozent.

    14.02.2018, 09:32 Uhr – Dennis Braun/fernsehserien.de

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