Quoten: „And Just Like That…“ gelingt guter Start, Basketballer punkten bei RTL

    „Jenke. Crime.“ kehrt ordentlich zurück, „Nacht der Kreativen“ beim Deutschen Fernsehpreis interessiert nicht viele

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 14.09.2022, 09:43 Uhr

    (v. l.) Miranda (Cynthia Nixon), Carrie (Sarah Jessica Parker) und Charlotte (Kristin Davis) in „And Just Like That…“ – Bild: HBO Max
    (v. l.) Miranda (Cynthia Nixon), Carrie (Sarah Jessica Parker) und Charlotte (Kristin Davis) in „And Just Like That…“

    Alle, die die „Sex and the City“-Fortsetzung „And Just Like That…“ noch nicht bei Sky im Pay-TV gesehen oder gestreamt haben, können seit dem gestrigen Dienstagabend auf VOX ausweichen, das die Free-TV-Premiere besorgt. Die Quoten für die ersten beiden Episoden fielen schon mal zufriedenstellend aus: Zunächst wurden 7,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt, danach steigerten sich Carrie (Sarah Jessica Parker) und ihre Freundinnen sogar auf sehr gute 8,4 Prozent. Auch die Gesamtreichweite legte von 780.000 auf 850.000 Zuschauer zu. Ein „Prominent! Spezial“ schaffte um 22:00 Uhr ebenso erfreuliche 7,8 Prozent.

    Bei RTL punktete indes die Basketball-Nationalmannschaft, deren EM-Viertelfinalspiel gegen Griechenland sich die Kölner kurzfristig gesichert hatten. Während die ersten beiden Viertel noch verhaltene 10,4 und 9,8 Prozent in der Zielgruppe generierten, kletterten die Marktanteile nach der Halbzeitpause auf tolle 13,7 und 18,0 Prozent – bemerkenswerte Zahlen für eine Sportart, die nicht häufig bei großen Sendern zu Gast ist. Insgesamt pendelte die Reichweite zunächst zwischen 1,36 und 1,63 Millionen, das letzte Viertel verfolgten 2,06 Millionen. Danach ging es jedoch deutlich bergab: „RTL Direkt“, das diesmal erst um kurz vor 23:00 Uhr ran durfte, holte 9,0 Prozent bei den Werberelevanten, ein „Extra Spezial“ über den richtigen Schlaf begleitete nur noch 6,8 Prozent der Jüngeren in den selbigen.

    Ganz vorn bei Jung und Alt lag aber mal wieder die „Tagesschau“, die im Ersten insgesamt 5,02 Millionen Menschen (20,1 Prozent) informierte, darunter 1,20 Millionen 14- bis 49-Jährige (22,6 Prozent). Sehr gefragt waren ab 20:15 Uhr erneut die Serien: „Die Kanzlei“ kam auf 4,84 Millionen Gesamtzuschauer (18,6 Prozent), „In aller Freundschaft“ versammelte 4,55 Millionen (18,2 Prozent) vorm Bildschirm. In der Zielgruppe standen ebenso überdurchschnittliche 9,1 und 8,5 Prozent zu Buche. „Report Mainz“ und die „Tagesthemen“ konnten im weiteren Verlauf nicht mithalten, angesichts 2,60 Millionen (11,7 Prozent) bzw. 2,03 Millionen (11,3 Prozent) lief es aber recht solide.

    Die „ZDFzeit“-Doku „Die Queen und die Macht der Bilder“ musste sich zu Beginn des Abend mit 2,61 Millionen Zuschauern ab drei Jahren und genau zehn Prozent begnügen, während es bei den Jüngeren zu guten 7,6 Prozent reichte. „frontal“ fiel im Anschluss auf 2,23 Millionen und maue 8,8 Prozent zurück, ehe das „heute journal“ wieder massiv auf 3,38 Millionen (15,0 Prozent) zulegte. Wenig Interesse herrschte hingegen um 0:50 Uhr an der „Nacht der Kreativen“ im Rahmen des Deutschen Fernsehpreises: Die Aufzeichnung sahen insgesamt nur 170.000 Menschen, die Marktanteile betrugen überschaubare 4,7 (Gesamt) und 5,3 Prozent (14–49). Die 3sat-Ausstrahlung um 22:25 Uhr tat sich angesichts 80.000 Zuschauer sowie 0,6 und 0,7 Prozent ebenfalls schwer.

    Ein in Anbetracht der Konkurrenz ordentliches Comeback legte derweil „Jenke. Crime.“ auf ProSieben hin: Zwar verfehlte die erste Folge der zweiten Staffel die Zweistelligkeit beim jungen Publikum, mit 9,0 Prozent muss man in Unterföhring aber erst einmal nicht unzufrieden sein. 770.000 Zuschauer wurden insgesamt gezählt. „Late Night Berlin“ machte der ungleich schwächere Vorlauf – vergangene Woche hatte das Staffelfinale von „Wer stiehlt mir die Show?“ noch wesentlich mehr Menschen angespült – nachfolgend zu schaffen, mehr als miese 5,1 Prozent waren nicht drin. Die Wiederholung von „TV total“ konnte um 23:35 Uhr mit 6,3 Prozent auch nichts mehr reißen.

    Eine neue Folge von „Navy CIS“ holte in Sat.1 zur besten Sendezeit reichlich durchwachsene 6,7 Prozent in der Zielgruppe, eine Wiederholung hiervon sowie der Ableger „Navy CIS: L.A.“ brachten es anschließend lediglich auf 6,1 und 6,0 Prozent. Für eine Free-TV-Premiere sowie einen Aufguss von „Bull“ ging es nach 23:00 Uhr immerhin auf 7,3 und 7,8 Prozent nach oben. Auf Augenhöhe war zunächst RTL Zwei, wo „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ überzeugende 6,8 Prozent einfuhr. Die Komödie „Klick“ kam bei Kabel Eins dagegen nicht über 3,5 Prozent hinaus.

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