• Staffel 15, Folge 5 (45 Min.)
    Lidl gehört zu den größten Discountern der Welt und lockt mit einem Versprechen, das viele Menschen derzeit besonders anspricht: Lidl lohnt sich! Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise achten viele Verbraucherinnen und Verbraucher genauer darauf, was im Einkaufswagen landet. Doch hält der Discounter, was er verspricht? Lidl-Eigenmarken im Test: günstiger – aber auch gut? Eigenmarken kosten oft deutlich weniger als bekannte Markenprodukte, sollen aber vergleichbare Qualität bieten. Beispiel Waschmittel: Hier fällt der Preisunterschied besonders auf. Das Lidl-Produkt ist im Vergleich deutlich günstiger. Aber auch genauso gut? In einem Test an der Hochschule Niederrhein wird untersucht, wie gründlich das günstige Waschmittel tatsächlich reinigt. Wer steckt hinter den Lidl-Produkten? Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich: Kommen Eigenmarken vielleicht aus denselben Fabriken wie Markenprodukte? Die Recherche zeigt: Lidl-Eigenmarken werden oft von Herstellern produziert, die auch bekannte Marken beliefern. Für Kundinnen und Kunden ist das jedoch oft schwer zu erkennen. Auf Verpackungen stehen häufig nur Vertriebsadressen oder verschlüsselte Hinweise. Wer wissen will, welcher Hersteller tatsächlich hinter einem Produkt steckt, muss genau recherchieren. Lidl-Plus-App: sparen gegen Daten? Die Lidl-App wirbt mit Coupons, Sonderpreisen und personalisierten Rabatten. Für viele klingt das attraktiv: Wer ohnehin einkauft, möchte zusätzlich sparen. Doch wer die Lidl-Plus-App nutzt, gibt Daten preis. Für den Handel sind diese Informationen wertvoll, weil sie helfen können, Werbung und Preise gezielter auszuspielen. In Zeiten, in denen Supermärkte und Discounter verstärkt auf Apps, Kundenkonten und personalisierte Angebote setzen, wird der Einkauf digitaler – aber nicht unbedingt transparenter. Jo Hiller und das Redaktionsteam gehen der Frage nach: lohnt sich der Einkauf bei Lidl wirklich? (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 31.08.2026 NDR
  • Staffel 15, Folge 6 (45 Min.)
    Köchin Elli Neubert und Jo Hiller
    Ohne Zucker und Salz geht in der Küche wenig beim Kochen. Doch wer regelmäßig zu große Mengen davon zu sich nimmt, riskiert gesundheitliche Probleme. Zu viel Salz im Körper fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu viel Zucker kann zu Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Zahnproblemen führen. Doch in verarbeiteten Lebensmitteln steckt häufig viel mehr Zucker und Salz, als Verbraucher annehmen. Jo Hiller schaut auf die Tricks der Lebensmittelindustrie mit Zucker und Salz. Über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland sind übergewichtig. Hiervon ist etwa ein Viertel, 16 Millionen Menschen, adipös, also fettleibig. Mit enormen Folgekosten: Geschätzt 113 Milliarden Euro Kosten entstehen volkswirtschaftlich durch Behandlungen, Arbeitsausfallzeiten und Frühverrentungen. Beim Besuch einer Adipositas-Klinik am UKE in Hamburg wird deutlich: Die Betroffenen leiden und es ist schwer für sie, industriell verarbeitete Lebensmittel zu finden, in denen wenig oder kein Zucker enthalten ist. Für den Leiter des Adipositas-Zentrums steht fest: Die Hersteller packen bewusst große Mengen Zucker in ihre Produkte, nicht nur wegen des süßen Geschmacks. Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Berlin empfindet die Deklarationspflicht in den geschickt platzierten Zutatenlisten als nicht ausreichend. Zumal es über 20 verschiedene Arten von Süßungsmittel mit unterschiedlichen Namen gibt, die ganz ähnlich wie Zucker wirken. Britta Schautz fordert, dass auf der Vorderseite der Verpackung prominent der Zuckergehalt des Inhalts angegeben werden soll. Um den Zuckerkonsum zu reduzieren, wird derzeit die Einführung einer Zuckersteuer auf stark gesüßte Getränke in Deutschland vorbereitet. Schon im Jahr 2018 wurde eine solche Zuckersteuer in Großbritannien eingeführt. Jo Hiller reist nach London, um sich ein eigenes Bild zu machen. Was hat die Einführung der Zuckersteuer in Großbritannien bewirkt? Auffällig: in den Shops der Londoner Innenstadt werden zuckerreduzierte Getränke prominent platziert. Nach Getränken mit dem früheren Zuckergehalt muss Jo tief unten im Regal suchen. Doch wie schmecken die zuckerreduzierten Limonaden? Er nimmt eine Auswahl mit nach Deutschland und verkostet sie mit zufällig ausgewählten Passanten. Mit überraschendem Ergebnis! Jo Hiller präsentiert auch dem Ernährungsberater und Diabetologen Robin Steinfurth die Limonaden aus Großbritannien. Für ihn sind sie ein Schritt in die richtige Richtung, um adipöse Menschen an einen Lebensstil mit weniger Zuckerkonsum heranzuführen. Doch auch die alternativ eingesetzten Süßstoffe stehen in der Kritik: Was sagt der Diabetologe zur aktuellen Studienlage? Verbraucher stellen sich auch beim Thema Salz die Frage, wie schnell die von der WHO empfohlene Tageshöchstdosis erreicht ist. Zum Frühstück Brot, Käse, Wurst. Mittags eine Pizza. Schon ist die Menge von fünf bis sechs Gramm Salz täglich erreicht. Der Körper braucht zwar die im Salz enthaltenen Mineralstoffe, doch zu viel Salz über einen längeren Zeitraum macht den Körper krank. Dadurch verkalken die Arterien und es entsteht Bluthochdruck. Vom regelmäßigen Verzehr industriell verarbeiteter Lebensmittel und Fertiggerichte raten Ernährungsberater deshalb ab. Ein besonderer Hype entstand in den letzten Jahren um besonders vermarktete Edelsalze, zum Beispiel Meersalz, handgeschöpftes Fleur de Sel oder Salt Flakes. Hier wird die Natürlichkeit der Produkte hervorgehoben und es werden stolze Preise von bis zu 80 Euro pro Kilogramm aufgerufen. Doch für welche Gerichte eignen sich solche Edelsalze überhaupt? Das zeigt Köchin Elli Neubert Jo Hiller. Eine zweite Charge der Meersalze schickt Jo ins Labor. Wie sieht es um den Reinheitsgehalt der Meersalze aus? Schließlich sind die Weltmeere alles andere als sauber. Die Analyseergebnisse lassen aufhorchen. (Text: NDR)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 07.09.2026 NDR

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