Quoten: „Grey’s Anatomy“ nur leicht erholt, „The Mole“ bleibt schwach

    Alter „Marie Brand“-Krimi siegt beim Gesamtpublikum, „Magnum P.I.“ erneut mies

    Dennis Braun – 18.06.2020, 09:40 Uhr

    Ellen Pompeo als Meredith Grey in der 16. Staffel von „Grey’s Anatomy“

    Vom Allzeittief der vergangenen Woche, als nur 7,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen drin waren, konnte sich „Grey’s Anatomy“ am gestrigen Mittwochabend auf ProSieben zwar ein wenig erholen – berauschend fielen die Quoten für die siebte Folge der 16. Staffel aber erneut nicht aus. Nur 1,10 Millionen Zuschauer hatten eingeschaltet, 690.000 davon kamen aus der Zielgruppe. Hier verpasste man mit 8,6 Prozent den Senderschnitt schon wieder recht deutlich. Im weiteren Verlauf sah es sogar noch wesentlich schlechter aus: „Atlanta Medical“ stürzte im Anschluss auf 5,0 Prozent, ehe zwei alte Folgen von „9–1–1 Notruf L.A.“ mit 4,8 und 5,0 Prozent ebenfalls baden gingen.

    Auch eine Tür weiter in Sat.1 lief es längst nicht nach Plan. Die Abenteuershow „The Mole – Wem kannst du trauen?“ hält sich dort seit Wochen zwar relativ konstant, aber eben auf ziemlich durchwachsenem Niveau. So sorgten in dieser Woche 540.000 junge Zuschauer für 6,9 Prozent, insgesamt waren 950.000 dabei. Sollte das Finale in der kommenden Woche nicht plötzlich massiv zulegen, dürfte es bei einer einmaligen Neuauflage von „Der Maulwurf“ bleiben. Völlig miserabel schlug sich nachfolgend die „Focus TV Reportage“ „Deutschland im Grillfieber! – Vom Freizeitspaß zum Milliardenmarkt“, die nicht mehr über 4,2 Prozent hinauskam.

    Zielgruppensieger wurde indes RTL bereits am Vorabend, wo „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit 1,30 Millionen Soapfans sehr gute 19,1 Prozent generierte. Zur Primetime setzte man auf eine Wiederholung der Rankingshow „Die 25“ mit dem sperrigen Titel „Diese Geschichten sollte Hollywood sofort verfilmen“. Unterdurchschnittliche 10,3 Prozent sprangen heraus, 1,95 Millionen Menschen ab drei Jahren sahen zu. „stern TV“ holte später mit 12,6 Prozent bei den Umworbenen immerhin einen Wert im Bereich des Senderschnitts.

    Dem Gesamtpublikum stand dagegen der Sinn einmal mehr nach Mord und Totschlag. Der alte Krimi „Marie Brand und das Verhängnis der Liebe“ mit Mariele Millowitsch und Hinnerk Schönemann in den Hauptrollen brachte es im ZDF mit 5,77 Millionen Zuschauern auf starke 20,0 Prozent, bei den Jüngeren reichte es allerdings nur zu 6,6 Prozent. Das „heute journal“ informierte anschließend insgesamt 4,80 Millionen Menschen (18,1 Prozent) und legte auch in der Zielgruppe auf gute 8,9 Prozent zu, das „auslandsjournal“ musste sich um 22:15 Uhr mit 2,99 Millionen und 13,3 Prozent begnügen.

    Das Erste brachte das Kunststück fertig, seine Reichweite innerhalb von nur 15 Minuten annähernd zu halbieren. Die „Tagesschau“ wollten um 20:00 Uhr noch genau fünf Millionen Menschen bei 18,3 Prozent sehen, für das Drama „Herzjagen“ blieben dann aber nur noch 2,68 Millionen dran. Der Marktanteil schrumpfte auf maue 9,3 Prozent, bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren ging es von 15,2 auf 5,5 Prozent bergab. Während „Plusminus“ und die „Tagesthemen“ später bei 2,27 Millionen (10,1 Prozent) und 1,91 Millionen (7,2 Prozent) hängenblieben, steigerte sich die „Sportschau“ mit den Highlights der Fußball-Bundesliga-Partien auf 2,30 Millionen und 14,0 Prozent.

    Weiterhin auf keinen grünen Zweig kommt die zweite Staffel von „Magnum P.I.“ bei VOX. Auch die gestrigen beiden Folgen erwiesen sich angesichts 5,3 und 5,9 Prozent in der Zielgruppe als Rohrkrepierer. Eine Folge aus Staffel eins versagte um kurz nach 22:00 Uhr mit 4,1 Prozent völlig. Sorgen hat auch RTL Zwei, das sich momentan mit Wiederholungen der längst eingestellten Reihe „Zuhause im Glück“ durch den Mittwochabend hangelt. Doch auch diesmal waren lediglich 4,4 und 4,8 Prozent drin. Besser machte es Kabel Eins, das zunächst mit dem Science-Fiction-Thriller „12 Monkeys“ 410.000 Werberelevante ansprach und solide 5,3 Prozent verzeichnete. Auch „Outbreak: Lautlose Killer“ war danach mit 5,6 Prozent noch gefragt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Sieht einfach so aus, als würde kaum jemand mehr Fernsehen schauen...naja bei dem Wetter derzeit nachvollziehbar und der Rest schaur wohl Netflix oder ähnliches

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