Quoten: „Der Bachelor“ startet schwächer als vor einem Jahr

    Sat.1-Tauschexperiment mit holprigem Auftakt, „Marie Brand“ siegt im ZDF haushoch

    Quoten: "Der Bachelor" startet schwächer als vor einem Jahr – Sat.1-Tauschexperiment mit holprigem Auftakt, "Marie Brand" siegt im ZDF haushoch – Bild: MG RTL D / Arya Shirazi
    Andrej Mangold ist „Der Bachelor“ 2019

    Am gestrigen Mittwochabend startete „Der Bachelor“ bei RTL in die neunte Staffel. Mit den Quoten kann man in Köln zufrieden sein, wenngleich es doch um einiges schwächer lief als beim Staffelstart im Vorjahr. Statt 3,32 Millionen saßen diesmal 2,77 Millionen Zuschauer vorm Fernseher, aus der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kamen 1,59 Millionen (2018: 1,94 Millionen). Der Marktanteil betrug hier fast vier Prozentpunkte weniger, fiel mit 16,0 Prozent aber trotzdem sehr gut aus. Interessant wird sein, welchen Verlauf die Doku-Soap in den kommenden Wochen nimmt.

    „stern TV“ profitierte vom erfolgreichen Vorlauf und kam anschließend noch auf 14,4 Prozent. Der Tagessieg beim jungen Publikum ging übrigens wie so oft an „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, das am Vorabend mit 1,79 Millionen Zuschauern starke 21,2 Prozent holte.

    Einen haushohen Gesamtsieg verbuchte derweil das ZDF, das den neuen Krimi „Marie Brand und der Reiz der Gewalt“ auf Sendung schickte. 7,56 Millionen Menschen ließen sich unterhalten, damit wurden fantastische 23,0 Prozent erreicht. Auch bei den Jüngeren konnte man angesichts überdurchschnittlicher 9,9 Prozent punkten. Beim nachfolgenden „heute journal“ informierten sich 5,07 Millionen (17,1 Prozent), ehe der erste Teil der Dokumentation „Die neue Seidenstraße“ noch 3,61 Millionen (15,2 Prozent) interessierte.

    Für Das Erste war es dagegen ein Abend zum Vergessen. Das Drama „Bist du glücklich?“ schmierte mit nur 7,7 Prozent bei 2,52 Millionen Zusehern ab und war auch bei den 14- bis 49-Jährigen mit 4,5 Prozent weit von zufriedenstellenden Werten entfernt. Das hatte auch Auswirkungen auf das Folgeprogramm: Die „Tagesthemen“ blieben insgesamt bei schwachen 6,8 Prozent hängen, für den Rerun von „Babylon Berlin“ waren sogar lediglich 5,4 Prozent drin.

    Sat.1 startete indes die neuen Folgen von „Plötzlich arm, plötzlich reich“, kam allerdings nur auf 8,2 Prozent in der Zielgruppe und damit den Tiefstwert, der am Ende der ersten Staffel aufgestellt worden war. 810.000 junge Zuschauer wurden gezählt. Die „SAT.1 Reportage“ „Stolz und Stütze – Endstation Notunterkunft?“ hatte es danach sogar noch schwerer und fiel auf miese 6,8 Prozent zurück. Schwestersender ProSieben zeigte seinen Doku-Dienstag aufgrund des Feiertags ausnahmsweise am Mittwoch, blieb allerdings weitgehend blass. „Galileo Big Pictures“ erzielte nach den guten Quoten der letzten Ausgaben diesmal nur 7,5 Prozent, bevor „Uncovered“ auf ordentliche 9,1 Prozent zulegte. Für „10 Fakten“ ging es dann allerdings schon wieder leicht auf 8,9 Prozent bergab.

    Sehr stark präsentierten sich bei RTL II mal wieder „Die Wollnys“, die mit 860.000 Zielgruppen-Zuschauern tolle 8,6 Prozent generierten. Eine Wiederholung der Doku-Soap „Wir bekommen dein Baby“ war danach noch für immerhin 6,1 Prozent gut. Erfolgreich begann der Abend auch für kabel eins, wo „Die Geistervilla“ hervorragende 7,1 Prozent einfuhr. Der Sprung von der Gruselkomödie zum Horrorfilm „Poltergeist“ war dann aber vielen augenscheinlich zu groß, der Marktanteil sank auf unbefriedigende 4,7 Prozent.

    Schwächster unter den kleineren Privatsendern war unterdessen VOX, wo schon „Die Croods“ zur Primetime mit nur 5,4 Prozent versagten. Richtig desaströs sah es im Anschluss aber für die schon bei der Erstausstrahlung böse gefloppte Serie „Ransom“ aus, die auch diesmal mit 3,8 Prozent ein sehr kleines Publikum ansprach.

    03.01.2019, 09:45 Uhr – Dennis Braun/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Roy Kabel am 04.01.2019 07:43 via tvforen.de

      Kein Wunder, Bachelor läuft ja auch immer gleich ab:
      Smarter Typ empfängt Models in einem Luxushaus im Süden.. es steigt ihm zu Kopfe, dass er unter so vielen Traummädels eine aussuchen kann.. auf mindestens 2/3 der Kandidatinnen ist er übelst spitz und deswegen geht er bei den Dates so weit wie er kann...
      ...am Ende kriegt er eine, mit der er einen Monat lang zusammen ist (d.h. bis sie im Fernsehen gesehen hat, was er mit den anderen Mädels angestellt hat)

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