Mit dem Zug … Staffel 19, Folge 1: … durch Yucatán
Staffel 19, Folge 1
126. … durch Yucatán
Staffel 19, Folge 1 (42 Min.)
Sonnenuntergang am Meer in Célestun im Nordwesten der Halbinsel Yucatán am Golf von Mexiko. Das kleine Fischerdorf blieb bisher vom Massentourismus verschont, könnte durch Tren Maya aber bald von entdeckungsfreudigen Gästen überlaufen werden.
Bild: SWR/Alexander Schweitzer
Traumhafte Strände, verwunschene Ausgrabungsstätten und mystische Cenoten – die mexikanische Halbinsel Yucatán bieten von allem etwas. Künftig dürften noch mehr Menschen in den Genuss dieser bezaubernden Region kommen. Grund dafür ist der Tren Maya, der Maya-Zug. Mit ihm ist erstmals eine Bahnfahrt von San Francisco de Campeche am vom Golf von Mexiko nach Cancún und weiter an der Riviera Maya, der Karibikküste Yucatáns, möglich – eine einzigartige Entdeckungsreise durch den Regenwald auf Spuren der Mayas. Im Dezember 2023 wurde ein Teil der insgesamt 1.500 Kilometer lange Strecke eröffnet.
Die Halbinsel Yucatán lässt sich damit erstmals mit einem Zug auf eine angenehme und bequeme Art entdecken. Die meisten Sehenswürdigkeiten wie die Karnevalshochburg Mérida oder die Maya-Tempel von
Chichén Itzá können dank der Bahn schnell und praktisch erreicht werden. Darüber hinaus soll die Bahnlinie der ärmsten Region Mexikos Wohlstand bringt. Die von Anfang umstrittene Eisenbahn wurde als Projekt der nationalen Sicherheit eingestuft und teilweise unter dem Schutz des Militärs gebaut.
Gegner hatten immer wieder die Rodung von Teilen des Regenwaldes und die Zerstörung zahlreicher Cenoten angemahnt und die Bauarbeiten gestört. Offiziell soll der Zug durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze die Abwanderung von der ärmlichen Halbinsel eindämmen und dadurch den Indigenen mehr „Würde und soziale Gerechtigkeit“ bringen. Inwieweit die Bahnlinie der ärmsten Region Mexikos Wohlstand bringen wird, ist allerdings unklar, – und auch, ob die befürchteten ökologischen Schäden eintreffen werden. (Text: arte)