Babylon 5
    • Babylon 5

      Deutsche Erstausstrahlung: 03.08.1995 ProSieben
      Original-Erstausstrahlung: 22.02.1993 Syndication (Englisch)

      Sinclair übernimmt das Kommando über die neue Raumstation Babylon 5, auf der unterschiedlichste Völker dank der Neutralität der Station gemeinsam leben können. Doch an jeder Ecke lauern Gefahren und Mysterien wie die geheimnisvollen Vorlonen. Schafft es Sinclair, das Projekt Babylon diesmal zum Erfolg zu führen? Es ist die vielleicht letzte Hoffnung auf Frieden in der Galaxie … (Text: Alexander)

      Spin-Off: Crusade

      Babylon 5 auf DVD

      Babylon 5 – Streams

      Babylon 5 – Community

      mad_k am 25.12.2017 19:13: Das ist vermutlich das Problem: hoher intellektueller Anspruch. Damit ist bei Durchschnittsglotzer/innen kein Blumentopf zu holen. Da die Filme/ Serien auch "nur" die Pausen zwischen der Werbung füllen, die ja das Geld für das Profitunternehmen Privatfernsehen einspielt (da kann man sich beim nächsten Gemaule über die Rundfunkgebühren mal Gedanken machen und sich ansehen, was in den Öffentlich Rechtlichen geboten wird - wozu ja auch ARTE und 3SAT gehören!), ist vermutlich kaum damit zu rechenen, dass Babylon eine Wiedergeburt erleben wird. Beliebter ist da schon der allgemeine Dumpfbackenschleim mit eingespieltem Gelächter, weil das Durchschnittspublikum ja nicht einmal versteht, wann ein Joke gezündet wird (und das geistig höher gestellte Publikum, das sich vielleicht in eine solche Sendung verirrt hat, den gedachten "Joke" gar nicht als solchen identifizieren kann), der die Hirnwindungen vollends verklebt. Einmal abgesehen von Mord-, Totschlag- oder testosterongesteuerten Wettfahrtinhalten, die das gemeine Zuschauer trotz besseren Wissen (müssens) für bare nachzuahmende Realität hält. Traurig aber wahr (Zitat Georg Danzer). R.I.P Babylon 5 - und ich bin bestürzt, wie viele Darsteller aus dieser Serie bereits zu den Ahnen und Geistern gegangen sind. Muss ich mir da jetzt Gedanken machen?
      serieone am 17.10.2016 18:56: Was die Darsteller angeht, sieht es leider sehr traurig aus: Richard Biggs (Dr. Franklin) starb bereits 2004, Andreas Katsulas (G´Kar) 2006, Jeff Conaway (Zack Allen) 2011, Michael O´Hare (Commander Sinclair) 2012 und Jerry Doyle (Garibaldi) in diesem Sommer.
      serieone am 17.10.2016 18:54: Was ist eigentlich aus dem «Babylon5»-Kinofilm geworden? Und warum gab es nie weitere DVDs mit diesen Anthologie-Folgen? Wird vielleicht sonst eine neue Serie kommen? Leben die alten Darsteller noch alle?

      Ob «Babylon 5»-Chef J. Michael Straczynski, der ja für Netflix an «Sense8» beteiligt ist, jemals wieder ein B5-Projekt ins Kino oder TV bringen wird, ist absolut unklar. Es gab auch durch ihn persönlich kommuniziert oft Pläne, Ideen und angebliche Planungen - leider wurde aber bisher nie etwas daraus. Das letzte Lebenszeichen war die Anthologie-Serie «The Lost Tales» im Jahr 2007, die Direct-to-DVD produziert wurde, aber nach einer Ausgabe mit zwei kurzen und schwachen Episoden wieder eingestampft wurde. Hier fehlte es neben der Qualität auch an wirtschaftlichem Erfolg.
      Alex2 am 28.08.2016 06:27: Babylon 5 wurde (bis auf den Pilotfilm) mit Filmkameras aufgenommen - also mit einer Bildweiderholrate von 24 Bildern pro Sekunde. Die europäische Fernsehnorm (PAL) hat aber 25 Bilder/s. D.h., damit Bewegungen flüssig wirken, muss Alles um 5% beschleunigt werden. Anderenfalls müsste man 1 Bild in jeder Sekunde doppelt anzeigen, was zu stockend wirkenden Bewegungsabläufen führen würde. Aus diesem Grund klingen auch die Stimmen der Darsteller etwas höher als im Original.
      kritisch-konstruktiv (geb. 1978) am 24.02.2013: Jubiläum: Babylon 5 ist 20 Jahre alt! Vorgestern, am 22.02.1993 ist die 1. Folge in den USA auf Sendung gegangen.
      Die Kombination aus guter Unterhaltung hohem intellektuellem Anspruch und Gesellschaftskritik, die heute aktueller ist als beim Start der Serie, fasziniert einfach.
      Dieses Ereignis war mir daher ganz klar einen Blog-Eintrag wert:

      kritisch-konstruktiv.over-blog.de/article-20-jahre
      -babylon-5-115598415.html

      Schade, dass dieses Jubiläum im deutschsprachigen Raum so gut wie gar nicht begangen wird. Vielleicht macht ja fernsehserien.de noch eine kleines Special :-)

      Babylon 5 – News

      Cast & Crew

      Dies und das

      Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

      111-tlg. US-Science-Fiction-Serie von J. Michael Straczynski („Babylon 5“; 1993–1998).

      Dumm gelaufen. Eigentlich sind die Außerirdischen vom Planeten Minbar friedliche Gesellen. Sie wollten den Erdbewohnern nur ihre Waffen zeigen, wie es bei ihnen Tradition ist. Die Menschen haben dies natürlich missverstanden und angegriffen, worauf die Minbari auch keinen Spaß mehr verstanden und die Erde fast zerstörten. Hinterher war man sich einig, dass man mehr miteinander reden sollte, um solche Missverständnisse in Zukunft auf ein Minimum zu reduzieren. Deshalb entstand die gewaltige Raumstation Babylon 5 – ihre vier Vorgänger konnten nie ihren Dienst antreten. 250 000 Menschen und Außerirdische leben und arbeiten hier miteinander. Es ist ein neutraler Ort, an dem Diplomatie und Handel betrieben wird. Der Frieden ist aber äußerst zerbrechlich. Er wird nicht nur durch Spannungen zwischen den fünf Völkern bedroht und durch die üblichen dunklen Gestalten, die so ein Ort anzieht, sondern vor allem durch die übermächtigen „Schatten“.

      Im Jahr 2258 ist Jeffrey Sinclair (Michael O’Hare) Commander von Babylon 5 und Vertreter der Erde. Auch die vier anderen größeren Sonnensysteme sind mit Botschaftern vertreten, die leicht voneinander zu unterscheiden sind: Die männlichen Centauri tragen eine Art Pfauenkranz als Haar, der umso größer ist, je wichtiger seine Träger sind. Um den Kopf der Minbari wachsen Knochen, die Narn sind reptilienartig, und die Vorlonen verbergen ihre Körper unter rätselhaften Schutzanzügen. Ihre jeweiligen Botschafter an Bord sind die Centauri Londo Mollari (Peter Jurasik), ein Spieler und Frauenheld, und sein Assistent Vir Cotto (Stephen Furst), die Minbari Delenn (Mira Furlan), die in einem Kokon überwintert hat und immer humanoider wird, und ihr Assistent Lennier (Bill Mumy), die Narn G’Kar (Andreas Katsulas) und seine Assistentin Na’Toth (Julie Caitlin Brown; ab der zweiten Staffel: Mary Kay Adams) sowie der Vorlone Kosh (Ardwright Chamberlain).

      Zu Sinclairs Stab gehören die strenge, ehrgeizige Lieutenant Commander Susan Ivanova (Claudia Christian), der Sicherheitschef Michael Garibaldi (Jerry Doyle), der Stationsarzt Dr. Stephen Franklin (Richard Biggs) und anfangs die Telepathin Talia Winters (Andrea Thompson), deren Nachfolgerin Lyta Alexander (Patricia Tallman) wird. In der zweiten Staffel löst der Kriegsheld John Sheridan (Bruce Boxleitner) Sinclair als Chef von Babylon 5 ab. Im Lauf der Jahre brechen verschiedene Kriege aus, so zwischen den Narn und den Centauri, zwischen der Erde und dem Mars und zwischen Babylon und den mysteriösen „Schatten“. In diesem Krieg stirbt Kosh. Sheridan und Delenn verlieben sich und heiraten später. Sheridan fällt im Kampf gegen die „Schatten“, wird aber vom fast unsterblichen Lorien (Wayne Alexander) für 20 Jahre wiederbelebt. Er wird Präsident der Interstellaren Allianz, Captain Elizabeth Lochley (Tracy Scoggins) übernimmt von ihm das Kommando auf Babylon 5. In der letzten Folge versammelt Sheridan am Ende der 20 Jahre Lebensverlängerung seine alte Crew auf Minbar noch einmal um sich, um von ihr Abschied zu nehmen.

      Babylon 5 war eine lange, komplexe Fortsetzungsgeschichte mit aufeinander aufbauenden Folgen. Sie entwickelte sich nicht allmählich – J. Michael Straczynski hatte sie von vornherein auf fünf Jahre angelegt und die Dramaturgie entsprechend geplant. Allerdings wurde die letzte Episode schon vorzeitig produziert: Für den Fall, dass keine fünfte Staffel mehr in Auftrag gegeben würde, sollte sie schon nach der vierten gezeigt werden können. Straczynskis ehrgeiziges Projekt wurde dann aber doch wie geplant vollendet. Sein Epos war inspiriert durch Tolkiens „Herr der Ringe“. Mit den leicht konsumierbaren Geschichten von Raumschiff Enterprise hatte diese Serie nichts gemein, die sich auch auf hervorragende Schauspieler und beeindruckende Special Effects verlassen konnte. Für Diskussionen am Rande sorgte die Beziehung zwischen den Frauen Susan Ivanova und Talia Winters, in der man, wenn man wollte, eine erstaunlich deutlich gezeigte lesbische Verbindung sehen konnte.

      Nach einem Pilotfilm am Donnerstag liefen die einstündigen Folgen nachmittags am Wochenende. Von Januar 2001 bis September 2002 liefen noch vier Babylon 5-Fernsehfilme auf Pro Sieben und RTL 2 (teils unter dem Titel Spacecenter Babylon 5), von denen „Waffenbrüder“ zugleich der Pilotfilm für die neue Spin-off-Serie „Babylon 5 – Crusade“ war, die bisher nicht in Deutschland zu sehen war, jedoch zum Teil in deutscher Sprache auf Video erschienen ist. Babylon 5 ist auf DVD erhältlich.

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