1542 Folgen erfasst (Seite 54)
„Titanic“ – Expedition ins Herz des Wracks
45 Min.
Die Titanic war bei ihrer Jungfernfahrt im April 1912 das größte Schiff der Welt und sollte hinsichtlich Geschwindigkeit und Komfort neue Maßstäbe setzen.Bild: ZDF und Library of CongressDer Untergang der „Titanic“ ist die berühmteste aller Schiffskatastrophen und wurde zum Mythos. Seit mehr als 100 Jahren liegt der Ozeanriese in den eiskalten Tiefen des Nordatlantiks. Erst 1985 wurde das Wrack entdeckt und seitdem von mehreren aufwendigen Tauchexpeditionen besucht. Die letzte fand 2019 statt und lieferte spektakuläre Bilder. Vielleicht die letzten. Denn Bakterien, die Metall zersetzen, beschleunigen den Verfall der „Titanic“. Die „Titanic“ war das größte Schiff ihrer Zeit und galt als unsinkbar. Umso schockierter war die Welt, als der Ozeanriese bei seiner Jungfernfahrt im April 1912 sank und rund 1500 Menschen in den Tod riss.Das Wrack liegt etwa 3800 Meter tief in völliger Finsternis und war lange Zeit unerreichbar. Nach vielen gescheiterten Versuchen entdeckte schließlich ein Team aus amerikanischen und französischen Wissenschaftlern 1985 das Wrack. Später verfilmte der Regisseur James Cameron den Untergang in einem der größten Hollywood- Blockbuster aller Zeiten und bezog auch das Wrack mit in die Dreharbeiten ein. Seither gelang es Forschungsteams mehrfach, in die lebensfeindliche Tiefe vorzudringen, das Wrack zu vermessen und seinen Zustand zu dokumentieren. Für die jeweiligen Expeditionsleiter, darunter auch James Cameron, waren die Expeditionen die aufregendsten Projekte ihres Lebens, von denen sie in exklusiven Interviews berichten. Die Forschungsmöglichkeiten wurden über die Jahrzehnte kontinuierlich besser. Leistungsstärkere U-Boote, 3-D-Scans und mikrobiologische Untersuchungen geben heute Aufschluss über den Ablauf des Untergangs und den Zustand des Wracks. Immer wieder gelang es auch, Gegenstände zu bergen. Mehr als 5000 Objekte sind mittlerweile gerettet und konserviert. Die Fundstücke und Videoaufnahmen, die die Forscher mit an die Wasseroberfläche brachten, geben einen emotionalen Einblick in das Geschehen von 1912. Die Forschungen sind ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Wrack, das heute als UNESCO-Weltkulturerbe unter Schutz steht, zerfällt immer mehr. Es rostet nicht nur, es wird zersetzt von einer riesigen Kolonie Metall liebender Bakterien. Wie viel Zeit bleibt den Forschern, um die Rätsel des berühmtesten Schiffswracks der Welt zu lüften? Eine Geschichte, die technische Möglichkeiten, neue meeresbiologische Erkenntnisse sowie den Abenteuergeist der beteiligten Forschungsteams zu einer spannenden Dramaturgie verwebt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 30.12.2020 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Fr. 01.01.2021 ZDF „Titan“ – Todesfahrt zur „Titanic“
45 Min.13 Mal erreichte das Mini-U-Boot Titan mit Passagieren das Wrack der Titanic in 3800 Metern Tiefe.Bild: ZDF und OceanGate ExpeditionsJuni 2023: Fünf Menschen tauchen mit dem Tauchboot „Titan“ zum legendären Wrack der „Titanic“, das 3800 Meter tief liegt. Es wird eine dramatische Reise ohne Wiederkehr. US-Unternehmer Stockton Rush taucht zusammen mit vier Passagieren mit dem Tauchboot „Titan“ zum Wrack der „Titanic“. Der Kontakt bricht ab – fünf Tage später entdeckt man nur noch Trümmer. Eine Untersuchung zeigt die wahren Ursachen des Desasters. Die letzte Tauchfahrt des Tauchbootes „Titan“ beginnt am 18. Juni 2023 um 9:14 Uhr Ortszeit.Am Steuerknüppel sitzt ihr Erbauer und Chef der Betreiberfirma OceanGate, Stockton Rush. Mit an Bord sind der französische „Titanic“-Experte und Tiefseeforscher Paul-Henri Nargeolet, der britische Geschäftsmann Hamish Harding sowie Shahzada Dawood, ein pakistanisch-britischer Geschäftsmann, mit seinem 19-jährigen Sohn Suleman. Ihr Ziel ist das legendäre Wrack der „Titanic“, das in 3800 Metern Tiefe vor der Küste Neufundlands liegt. Um die 25-mal ist die „Titan“ schon im Nordatlantik zu Tauchgängen zum Wrack der „Titanic“ aufgebrochen, aber sie hat die Überreste des Oceanliners nur 13-mal erreicht. In der Saison 2023 ist bis zum Juni noch kein einziger Tauchgang erfolgreich gewesen. Nach zwei Stunden soll die „Titan“ das Wrack am Meeresgrund erreichen, doch nach 105 Minuten verliert das Begleitschiff den Kontakt zu dem Tauchboot. Die „Titan“ ist verschollen. Die US-Küstenwache beginnt gemeinsam mit kanadischen Einsatzkräften eine groß angelegte Suche, an der schon bald rund um den Globus Millionen Menschen Anteil nehmen, denn die Zeit ist knapp: Der Sauerstoffvorrat an Bord der „Titan“ reicht nur für 96 Stunden. Und selbst wenn das Tauchboot irgendwo auftauchen sollte, ist die Gefahr noch nicht gebannt: Die Insassen können die Druckzelle nicht selbst von innen öffnen. Nach fünf Tagen intensiver Suche dann die traurige Gewissheit: Ein eigens herbeigeschaffter Tauchroboter entdeckt Trümmerteile am Meeresgrund, nur 500 Meter vom Wrack der „Titanic“ entfernt. Offenbar ist die „Titan“ bereits beim Abtauchen implodiert. Die Passagiere müssen sofort tot gewesen sein. Stockton Rush, der Erfinder der „Titan“, versteht sich als visionärer Entdecker. Als Kind träumt er davon, Astronaut zu werden. Er macht einen Flugschein, studiert Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitet als Flugtestingenieur. Sein Traum vom Weltall platzt wegen einer Sehschwäche. Doch Unbekanntes erforschen will er weiterhin, besonders die Tiefsee: „All die coolen Dinge, die ich da draußen vermutet habe, sind in Wirklichkeit unter Wasser. Wir haben bessere Karten vom Mond als vom Grund des Ozeans.“ Doch um in die Tiefsee abzutauchen, braucht er ein Gefährt. Er beginnt, seinen eigenen Prototyp zu konstruieren. Die Druckzelle von Tauchbooten wird üblicherweise aus Stahl oder Titan gefertigt. Stockton Rush entscheidet sich jedoch anders: Er baut sein Tauchboot aus günstigerer und leichterer Kohlefaser. Unorthodox will er sein, Innovation erschaffen, Regeln brechen. In seinem ersten Tauchboot aus Kohlefaser klafft 2019 nach nur wenigen Tauchgängen ein Riss, es muss verschrottet werden. Doch Stockton Rush glaubt an das Material und fertigt auch die Druckzelle des Nachfolgemodells wieder aus Kohlefaser. Die Warnungen aus der Industrie ignoriert er. Die Aussicht, in einem Tauchboot zur „Titanic“ abzutauchen, bringt ihm außerdem genügend zahlende Interessenten ein: „Es ist zwar schon immer eine Herausforderung gewesen, Leuten zu erklären, warum sie in einem U-Boot mitfahren sollten, weil sie normalerweise nervös sind, wenn sie da einsteigen. Aber wenn man sagt, dass man zur „Titanic“ taucht, ist es ihnen egal. Sie haben die Bilder und den Film gesehen und wollen unbedingt die „Titanic“ sehen. Aus geschäftlicher Sicht war das also sehr verlockend.“ Der Erfolg scheint Stockton Rush zunächst recht zu geben. Bis Ende 2021 erreicht die „Titan“ insgesamt sechsmal das Wrack der „Titanic“. Auch 2022 gehen die Expeditionen in die Tiefsee weiter. Im Juli 2022 erleben die Passagiere der „Titan“ dann eine beängstigende Situation: Beim Auftauchen ist ein immenser Knall zu hören – „als würde das Boot auseinanderbrechen“, beschreibt es Passagier Alfred Hagen. Stockton Rush versichert den Fahrgästen und der Besatzung jedoch, dass es keinen Grund zur Sorge gäbe. Die Tauchgänge gehen unverändert weiter. Jedes Mal lastet ein kaum vorstellbarer Druck auf dem Tauchboot – über 400 Kilogramm wirken auf jeden Quadratzentimeter des Druckkörpers ein. Über den Winter wird die „Titan“ in Neufundland im Freien gelagert – Eis und Schnee ausgesetzt. In die Mikrorisse dringt Wasser ein und dehnt sich aus. Im Frühjahr beginnen die Tiefsee-Expeditionen der „Titan“ aufs Neue. Am 18. Juni 2023 – beim ersten Tieftauchgang der Saison – geschieht dann die Katastrophe: Eine massive und tödliche Implosion, bei der alle fünf Insassen des Tauchbootes ums Leben kommen. Bereits nach wenigen Tagen beginnt die Aufarbeitung des tödlichen Tauchgangs. Sorgfältig werden aus dem Grab in der Tiefe alle noch auffindbaren Überreste der „Titan“ geborgen – die US-Küstenwache erhofft sich von ihnen wichtige Informationen zur Ursache des Unglücks. Dabei sind die zentralen Fragen: Was genau hatte die Implosion des Tauchbootes ausgelöst? Warum hatte die Betreiberfirma OceanGate die „Titan“ nie bei den Behörden registrieren und von unabhängiger Seite auf Sicherheit überprüfen lassen? Und war das Tauchboot wirklich nach den Tauchgängen in der Tiefsee ordnungsgemäß gewartet worden? Schritt für Schritt enthüllt die Dokumentation die Hintergründe über die wahren Ursachen des Unglücks. Eine Geschichte zwischen Technikfaszination und Hybris, eine moderne Legende eines Ikarus, der nicht zur Sonne wollte, sondern auf den Grund des Meeres, und alle Warnungen in den Wind schlug – mit fatalen Folgen, nicht nur für sich selbst. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 18.06.2025 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 22.06.2025 ZDF Tod am Keltenhof – Der Fürst vom Glauberg
45 Min.Im Schatten des Glaubergs, am Ostrand der hessischen Wetterau, ragt aus der Ebene ein gewaltiger Erdhügel empor. Die einzigartige Anlage mit langer Prozessionsstraße und ausgetüfteltem Kalenderbauwerk errichteten die Kelten vor rund 2500 Jahren als Grabmal für ihren Herrscher, den sie wie einen Gottkönig verehrten. Der Fürst vom Glauberg regierte einst über eine fruchtbare Region, durch die ein dichtes Netz von Handelsstraßen führte und Tausende von Siedlern anlockte. Der Im- und Export von Waren aus aller Herren Länder bescherte ihm nicht nur großen Reichtum, sondern stärkte auch sein Ansehen. Schon seit langem vermuten Forscher, dass der hessische Regent zu den mächtigsten Machthabern im Keltenreich gehörte. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 26.09.2010 ZDF Tod im Senat – Attentat auf Julius Cäsar
Tod im Tunnel – Die Akte Diana
Tödliche Anmut – Killerquallen
Das Tor des Drachen – Chinas langer Aufbruch
45 Min.„Terra X“ ist das Urgestein und die Keimzelle der „ZDF Expedition“ am Sonntagabend. Im Anschluss an das 25-jährige Jubiläum der erfolgreichen Dokumentarreihe wird diese jetzt zur Dachmarke. Ab 13. Juli 2008 finden die ZDF-Zuschauer sonntags um 19:30 Uhr unter „Terra X“ Kulturdokumentationen und international nachgefragte Hochglanzproduktionen aus Geschichte und Archäologie, aus Wissenschaft und Forschung. Zum Start stehen mit Blick auf die Olympischen Spiele in Peking vier große Dokumentationen über das historische China auf dem Programm – über die Geschichte des Reichs der Mitte, die „Verbotene Stadt“ und den Boxeraufstand.ZDF-Kulturchef Peter Arens: „’Terra X’ ist ein Klassiker und hat seit seiner Erfindung 1982 fast im Alleingang das Genre der hochwertigen Kulturdokumentation begründet. Es ist also nur folgerichtig, dass wir jetzt den ganzen Sendeplatz nach unserer Erfolgsmarke benennen.“ Im Winter 2007/2008 strahlte das ZDF die Jubiläumsstaffel zu 25 Jahre „Terra X“ aus. Nach 88 Dokumentationen, die in 16 Staffeln und zuletzt im Zweijahresrhythmus ausgestrahlt wurden, sind ab 13. Juli an jedem Sonntagabend im ZDF unter „Terra X“ spannende und unterhaltsame Kultur- und Wissenschaftsdokus zu sehen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 13.07.2008 ZDF Tornadojäger
Tornadosaison – Wirbelstürme in den USA
Totentanz im Wilden Westen
1876 töteten die Krieger Sitting Bulls 260 Soldaten der 7. Kavallerie unter General George A. Custer. Für die „Bleichgesichter“ war es der Beginn einer unendlichen Märtyrer-Saga, die allein von Hollywood über 50 Mal verklärt wurde. Für die „Rothäute“ aber markiert ihr triumphaler Sieg gleichzeitig das Ende ihrer Nomadenkultur. Kaum ein Amerikaner weiß, dass in Custers Regiment 107 deutsche Rekruten dienten, von denen 31 ihr Leben für die neue Heimat ließen. Wie konnte es im 100. Geburtsjahr der Vereinigten Staaten zu so einer demütigenden Niederlage kommen? Erzählt werden Hintergründe und Ablauf des gnadenlosen Kampfes von dem Deutschen Karl Windolph, der dem preußischen Militärdienst entfliehen wollte und in der Neuen Welt plötzlich gegen „schreckliche Wilde“ kämpfen musste.Der Sioux Wooden Leg, dessen Urgroßvater an der Schlacht teilnahm, beschreibt das dramatische Ereignis aus Sicht der Ureinwohner Amerikas. Archäologen untersuchen systematisch das Schlachtfeld und berichtigen so manche Legende, indem sie die Kampfhandlungen anhand zahlreicher Funde exakt rekonstruieren. (Text: Phoenix) Traumhaus im All – Die Karriere der „Mir“
Traumwälder – Glücksritter in Französisch-Guyana
Treibsand – Schlund der Erde
Troja ist überall: 1. Rivalen im Mayareich
45 Min.Die Archäologie, von Johann Joachim Winckelmann im 18. Jahrhundert begründet, von Heinrich Schliemann 100 Jahre später quasi per Urknall ins öffentliche Bewusstsein katapultiert und schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Entdeckungen in Ägypten und Südamerika endgültig in die wissenschaftlichen Königsdisziplinen aufgenommen, ist ihrer Natur nach eigentlich völlig ungeeignet, Aufmerksamkeit oder gar Aufregung zu erzielen und einen Platz im Populären zu finden. Die unscheinbare Altertumswissenschaft, auf Ruinen und Trümmer gegründet, hat aber durch ihre Fähigkeit, Träume zu produzieren und Triumphe zu ermöglichen, ihr Aschenputtel-Dasein schnell hinter sich gelassen und einen unnachahmlichen Siegeszug angetreten. Mit einem Dreiteiler zum Auftakt einer auf Fortsetzung angelegten Dokumentarreihe möchte das ZDF wichtige Stationen dieses Siegeszuges nachzeichnen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 04.11.2007 ZDF Troja ist überall: 2. Auferstehung am Vesuv
45 Min.Die Katastrophe dauerte rund 20 Stunden, danach hatte der Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 nach Christus die Städte Herculaneum und Pompeji unter einer 20 Meter hohen Asche- und Lavaschicht begraben. Es war eine der großen Tragödien der Menschheit – und ein Glücksfall für die Wissenschaft: der Untergang von Herculaneum und Pompeji. Vor rund 300 Jahren sind die verschütteten Städte am Vesuv entdeckt worden, zwei der wichtigsten Schatzkammern aus der Antike, die noch immer erforscht werden, inzwischen mit den modernsten Methoden. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 11.11.2007 ZDF Troja ist überall: 3. Das Versteck der Pharaonen
45 Min.In der Mitte des 19. Jahrhundert waren es vor allem Abenteurer, die auszogen, um das Gold und die Kunstschätze des Alten Ägypten zu rauben. Sie sprengten sich ihren Weg in die Gräber der Pharaonen mit Dynamit frei und verließen das Nilland mit reich gefüllten Schatzkisten. Bis aus den intellektuellen Zentren Europas ein neuer Geist Ägypten erreichte, und mit ihm die Methoden einer neuen Generation von Forschern, für die der wissenschaftliche Schatz weit bedeutender war als das Gold der Pharaonen. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 18.11.2007 ZDF Troja ist überall: 4. Das Rätsel von Machu Picchu
45 Min.Der Morgen des 24. Juli 1911: Nebel verschlechtert die Sicht, und nur wenig Licht scheint durch das dichte Gewächs. Ein junger Amerikaner kämpft sich einen unwegsamen Andenpass hinauf. Immer wieder rutscht der Mann ab, Blattwerk peitscht ihm ins Gesicht, Gestrüpp auf dem Boden fesselt ihn. Seine Gesichtszüge sind verzerrt, vor Anstrengung und Schmerz. Als er endlich oben ankommt, macht er die spektakulärste Entdeckung in der Geschichte der Inkaforschung. Vergessen im nahezu unzugänglichen Gebirge Perus und dem dichten Nebel des Regenwaldes thront die atemberaubende Festung Machu Picchu, auf einem Felssporn hoch über dem Urubambatal. Es soll der wichtigste Tag im Leben des amerikanischen Forschers Hiram Bingham werden. Er selbst misst dem Fund zunächst allerdings nur wenig Bedeutung bei, da er in den Schriften spanischer Chronisten keinen Hinweis auf den Ort findet. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 18.05.2008 ZDF Troja ist überall: 5. Der falsche Schatz des Priamos
45 Min.Die berühmteste Grabung deutscher Archäologen: Ein Hügel im Nordwesten der Türkei, nur wenige Kilometer von der Meerenge der Dardanellen entfernt, gelegen an der Grenze zwischen Europa und Asien. Die Anhöhe trägt den Namen Hissarlik (türkisch: „mit Burg versehen“) und war über drei Jahrtausende bevölkert. Wie eine Zwiebel Schicht für Schicht, Siedlung um Siedlung war er in die Höhe gewachsen. In das Zentrum der Weltöffentlichkeit rückt der Ort am 5. August 1873 durch eine Nachricht in der Augsburger Allgemeinen Zeitung: Heinrich Schliemann findet nach jahrelanger Suche auf dem Hissarlik einen Goldschatz, den er König Priamos zuschreibt und der somit die Existenz der legendären Stadt Troja beweise. Doch die Thesen, die Schliemann berühmt machen, entsprechen nicht der wahren Geschichte. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 25.05.2008 ZDF Troja ist überall: 6. Das Wunder am Indus
45 Min.London, 20. September 1924: An diesem Tag erfährt die Öffentlichkeit von der Entdeckung einer versunkenen Zivilisation, nach der niemand gesucht hatte und für die es bis dahin in keinem antiken Text auch nur das kleinste Indiz gegeben hat. Die Illustrated London News berichtet über eine vergessene, versunkene Zivilisation am Indus, eine bronzezeitliche Hochkultur auf dem indischen Subkontinent. Das Glück, dieses Wunder, diese spektakuläre Entdeckung wird einem britischen Forscher zuteil, der heute gerne als Sherlock Holmes der Archäologie bezeichnet wird: John Hubert Marshall. Jahrelang hatte er zunächst unscheinbare Fundstücke analysiert, rätselhafte Werkzeuge, Figuren und Siegel, die entlang des großen Flusses Indus aufgetaucht waren.Bis er plötzlich verstand, dass sie alle zusammenhingen, dass sie von einer großen, bisher nicht bekannten Zivilisation stammen mussten. Vom Meisterdetektiv unterscheidet er sich kaum in der Methode, wohl aber in der ihm eigenen Bescheidenheit, die dazu geführt haben mag, dass von Marshall keine umfassende Biografie existiert. „Troja ist überall“ ist die erste Sendereihe, die seiner dramatischen Indizienjagd eine Prime-Time-Dokumentation widmet. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 01.06.2008 ZDF Das Trojanische Pferd: Auf der Spur eines Mythos
45 Min.„Terra X – Das Trojanische Pferd – Auf der Spur eines Mythos“ betrachtet in eindrucksvollen Bildern neueste Fakten und Interpretationen rund um die berühmte Sage.Bild: Gruppe 5 / Scope VFXDie Geschichte des Trojanischen Pferdes gehört zu den berühmtesten Mythen. Aber hat es sich so zugetragen? Oder muss die Geschichte des Pferdes umgeschrieben werden? Davon ist der italienische Unterwasserarchäologe Francesco Tiboni überzeugt. Der aufwendig gedrehte Film begleitet Tiboni auf seiner Spurensuche. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen betrachten neueste Fakten und Interpretationen rund um das Trojanische Pferd. Der griechische Dichter Homer ist es, der die Geschichte des Trojanischen Krieges aufschreibt.Ein zermürbender Krieg, der zehn Jahre dauert. Griechen kämpfen gegen Trojaner. Die mächtige Stadt Troja bleibt standhaft, ihre Mauern scheinen undurchdringlich. Bis eine List den Trojanischen Krieg beendet: Ein gigantisches Holzpferd wird den Trojanern als Geschenk präsentiert. Doch im Bauch des Holzpferdes sitzen die besten Krieger der Griechen. Nichts ahnend ziehen die Trojaner das Pferd in ihre Stadt. Im Schutz der Dunkelheit schlüpfen die Griechen aus dem Pferd und öffnen ihren Kameraden die Tore. Das mächtige Troja geht in Flammen auf. Homers Epos über den Fall Trojas ist erst viele Jahrhunderte nach dem tatsächlichen Untergang der Stadt geschrieben worden. Die Frage, welche Rolle der Autor bei der ursprünglichen Interpretation und Entstehung des Mythos hat, ist also zulässig. Wann ist die Idee vom Trojanischen Pferd als Symbol für den griechischen Sieg tatsächlich entstanden? Handelt es sich hier um Fantasie, Verwechslung oder gar um antike Geschichtsfälschung? Francesco Tiboni bringt archäologische Erkenntnisse zutage, die dabei helfen könnten, das 3000 Jahre alte Rätsel zu lösen. Die historischen Funde und Darstellungen sind ihm zu uneinheitlich, um zueinander zu passen. Tiboni bereist archäologische Schauplätze, beleuchtet konkurrierende Theorien über die Kriegslist der Griechen und das berühmt gewordene Ende des Trojanischen Krieges. Die Filmemacher tauchen mit ihm in die Tiefen des Mittelmeeres, wo er schließlich Hinweise findet, die ihn veranlassen, den 3000 Jahre alten Mythos neu zu deuten. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 24.03.2021 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 28.03.2021 ZDF Tropenfieber: 1. Die Eroberung des Amazonas
45 Min.Deutsche TV-Premiere So. 07.09.2003 ZDF Tropenfieber: 2. Mission Südland
45 Min.Als Louis-Antoine de Bougainville 1766 von Nantes in Frankreich mit dem Expeditionsschiff „La Boudeuse“ aufbrach, hatte der gelernte Mathematiker und Diplomat den festen Vorsatz, als einer der ersten Menschen die Welt zu umsegeln. Noch immer war nicht überall akzeptiert, dass die Welt eine Kugel sei. Als Bougainville am 5. April 1768 Tahiti entdeckte, war dies die Rettung vor dem sicheren Tod. Und für den schöngeistigen Bougainville ein Wendepunkt in seinem Denken. Tahiti war für Bougainville und seine ausgehungerten Männer nichts weniger als das wieder entdeckte Paradies auf Erden.Das Schlaraffenland von Tahiti und Freizügigkeit der Sexualität im immerwährenden Sommer der Südsee verdrehte dem Franzosen den Kopf. Erst als der Häuptling der Tahitianer den Gästen verständlich machte, dass seine Gastfreundschaft nicht auf Dauer gelte, kehrte Bougainville zu europäischem Pflichtbewusstsein zurück. Die Weiterreise durch die völlig unbekannten Atolle, Riffe und Untiefen der Südsee freilich schickte Bougainville und seine Mannschaft erneut in höchste Gefahren. Unter gleißender Sonne quälten Hunger und Skorbut die Franzosen. Und stündlich mussten sie auf den unberechenbaren, gänzlich unbekannten Korallenriffs mit dem Leckschlagen ihres Schiffes rechnen. Am Great Barrier Reef drehte Bougainville entnervt nach Norden ab – er wäre sonst als Entdecker Australiens in die Geschichte eingegangen. So aber blieb Bougainville nur der sanfte Nachruhm, einer der beliebtesten Blumen, den Boungainvilleen, seinen Namen gegeben zu haben. Im Jahr 2003 verdient der Franzose Teva Sylvain, geboren in Papeete, der geschäftigen Hauptstadt von Tahiti, sein Geld mit Fotos von halbnackten Insulanerinnen vor Postkartenkulisse. Sylvains Fotos sind überall, an jedem Kiosk und auf jedem Zuckerwürfel im Café. Seit die französischen Truppen aus Polynesien weitgehend abgezogen sind, gehen die Geschäfte mit den harmlosen Fotos im Evakostüm nicht mehr so gut, aber das Leben im Paradies ist Sylvain geblieben. Auf der Insel Bougainville, die nach dem Entdecker benannt ist und die Papua-Neuguinea gehört, herrschte dagegen mehr als zehn Jahre Bürgerkrieg. Noch immer ist der Ausnahmezustand verhängt. Der Streit um die gigantische Gold- und Kupfermine Panguna hat die Zentralregierung, einheimische Landbesitzer, Tagelöhner und die ausländischen Minen-Betreiber in eine blutige Auseinandersetzung getrieben, bei der mindestens 10000 Menschen getötet wurden – zehn Prozent der Inselbevölkerung. Viele Tausende mussten fliehen. So auch Surei Stevenson. Die Kamera begleitet sie bei ihrer Rückkehr in die einstige Kolonie Bougainville, die nach 15 Jahren des wirtschaftlichen Stillstands fast überall in einen paradiesischen Zustand zurückversetzt scheint. Außer dort, wo die Guerillas ihr Territorium zäh verteidigen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 14.09.2003 ZDF Tropenfieber: 3. Im Land der Kopfjäger
45 Min.Deutsche TV-Premiere So. 21.09.2003 ZDF Tropenfieber: 4. Logbuch Bounty – Das Rätsel der Meuterei
45 Min.1787 startet die „HMS Bounty“ auf eine Reise, die bis heute zu den berühmtesten in der Geschichte der Seefahrt zählt. Captain William Bligh, 33 Jahre alt, hat sich zuvor als Navigator unter dem berühmten Entdecker James Cook einen Namen gemacht. Sein jetziger Auftrag klingt zunächst wenig aufregend: Die Bounty soll auf Tahiti Brotfruchtpflanzen sammeln und in die Karibik befördern. Die britische Krone will die Pflanze als billiges Nahrungsmittel für die dortigen Sklaven einsetzen. Tatsächlich erfüllt die Mannschaft der Bounty ihre Aufgabe zunächst reibungslos, der monatelange Aufenthalt auf Tahiti hat für die Matrosen fast paradiesische Züge.Doch auf der Weiterfahrt kommt es am 28. April 1789 zur Katastrophe. Unter Führung Fletcher Christians meutert die Mannschaft und setzt den Kapitän mit wenigen Getreuen in einem Beiboot aus. In einer nie da gewesenen nautischen Meisterleistung navigiert der Kapitän die Schaluppe über 5800 Kilometer nach Timor im heutigen Indonesien. Einen Großteil der Meuterer verschlägt es nach einer Irrfahrt auf die Insel Pitcairn, wo sie das Schiff versenken. Ihre Nachfahren leben noch heute dort. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 09.09.2007 ZDF Tropenfieber: 5. Vorstoß am Orinoco – Humboldts Entdeckungen in Südamerika
45 Min.1799 startet der junge Alexander von Humboldt zu einer Reise ins Ungewisse. Von Humboldt will gemeinsam mit seinem französischen Freund Aimé Bonpland den Orinoco im damals noch fast unerforschten Regenwald von Südamerika bereisen und nachweisen, dass es eine Verbindung zwischen dem Orinoco und dem Amazonassystem gibt. Die Genehmigung dazu holt er sich von der spanischen Krone. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 16.09.2007 ZDF
zurückweiter
Erhalte Neuigkeiten zu Terra X direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu Terra X und weiteren Serien
deiner Liste findest du in deinem
persönlichen Feed.
