20 Jahre „In aller Freundschaft“: Die Sachsenklinik feiert Geburtstag

    Zahlen und Fakten rund um die Erfolgsgeschichte

    20 Jahre "In aller Freundschaft": Die Sachsenklinik feiert Geburtstag – Zahlen und Fakten rund um die Erfolgsgeschichte – Bild: ARD/Saxonia Media/Markus Nass
    Der „In aller Freundschaft“-Cast feiert 20. Geburtstag

    „In aller Freundschaft“ ist eine der erfolgreichsten Serien Deutschlands. Seit 20 Jahren ist die Krankenhausserie rund um die Sachsenklinik ein verlässlicher Quotenbringer. Die erste Folge lief am 26. Oktober 1998 – und genau heute, am 26. Oktober 2018, strahlt die ARD zum 20. Jubiläum ein neues Special in Spielfilmlänge aus. Ausnahmsweise am Freitagabend um 20.15 Uhr wird der 90-Minüter „In aller Freundschaft – Zwei Herzen“ gezeigt.

    Die Erfolgsgeschichte
    „In aller Freundschaft“ ist ein echtes Phänomen und trifft seit 20 Jahren den Nerv der Zuschauer. Sie erzählt vom Alltag der Ärzte und Patienten in der fiktiven Sachsenklinik. Gedreht wird die Serie seit 2001 in den Studios der Media City Leipzig. Drei Folgen werden jeweils als Block in drei Wochen gedreht. Die ersten 124 Folgen wurden noch in einer Halle auf der Alten Messe produziert, die zum Studio umgebaut wurde. Zu Beginn der Serie drehten sich die Geschichten vor allem um die drei befreundeten Ärzte Dr. Heilmann (Thomas Rühmann), Dr. Dietz (Ina Rudolph) und Dr. Kreutzer (anfangs Joachim Kretzer, später Holger Daemgen und Johannes Steck). Mit der Zeit wurde die Handlung auf mehr Charaktere ausgeweitet.

    Mit regelmäßig mehr als fünf Millionen Zuschauern zählt „In aller Freundschaft“ zu den absoluten Spitzenreitern im deutschen Fernsehen. Auch in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen fährt die Serie überdurchschnittliche Quoten ein. Ein Ende ist nicht abzusehen, der aktuelle Vertrag läuft bis 2020 und die Dreharbeiten zur im Januar startenden 22. Staffel laufen bereits auf Hochtouren. Mittlerweile hat sich um „In aller Freundschaft“ ein ganzes Serienuniversum gebildet. Seit 2015 ist zusätzlich der Vorabend-Ableger „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ zu sehen, von dem mittlerweile bereits 161 Folgen in vier Staffeln produziert wurden. Kommende Woche gesellt sich ab dem 1. November das zweite Spin-Off „In aller Freundschaft – Die Krankenschwestern“ hinzu (fernsehserien.de berichtete). Darüber hinaus entstand die humorvolle Webserie „In aller Freundschaft – Nachts in der Sachsenklinik“.

    „Wir erzählen die Geschichten rund um die ‚Sachsenklinik‘ mit viel Liebe zu unseren Figuren. Dabei gehen wir auf ihre kleinen wie großen Sorgen ein. Wir lassen die Zuschauerinnen und Zuschauer dramatische und spannende, aber auch romantische und humorvolle Momente erleben“, erläutert MDR-Fernsehfilmchefin Jana Brandt das Erfolgsrezept der Serie, die sie seit 19 Jahren verantwortet. „Lebensnähe und Menschlichkeit – das macht ‚In aller Freundschaft‘ aus und das berührt unser Publikum. Mit dem aufregenden Alltag in der Sachsenklinik, den berührenden Patientenfällen und dem Privatleben der Protagonisten nach Dienstschluss werden die Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihren eigenen Sorgen und Ängsten konfrontiert, woraus sich ein unendliches Potenzial an dramatischen und emotionalen Geschichten ergibt.“

    Zahlen und Fakten rund um „In aller Freundschaft“

    Die Verwaltungschefin und „ihre“ Männer haben sich in Schale geworfen

    Steve Windolf, Matthias Koeberlin, Alissa Jung und Cornelia Gröschel starteten ihre TV-Karrieren in der Sachsenklinik. Schauspiellegende Johannes Heesters spielte zum 100. Geburtstag seine letzte große TV-Rolle in Folge 204. Auch Elisabeth Volkmann, Brigitte Mira, Hans Clarin, Günter Pfitzmann, Fred Delmare, Horst Drinda, Hendrikje Fitz und Dieter Bellmann hatten in der Serie ihre letzten Fernsehrollen.

    Insgesamt standen laut Senderangaben in den bislang 829 Folgen 2473 Schauspieler in Episodenrollen vor der Kamera, darunter Marianne Sägebrecht, Dieter Hallervorden, Michael Mendl, Wayne Carpendale, Tom Wlaschiha, Jürgen von der Lippe, Pierre Brice und Klausjürgen Wussow. Auch zahlreiche Sänger und Musiker spielten bereits mit, wie etwa Heinz Rudolf Kunze, Guildo Horn, Maite Kelly, Stefan Mross, Frank Schöbel, Luci van Org, Bernhard Brink, Hugo Egon Balder, Wolfgang Lippert, Gunther Emmerlich, Volker Lechtenbrink, Björn Casapietra und Patrick Lindner.

    Insgesamt wurden 1580 Krankheitsbilder behandelt. Das Team um Dr. Heilmann führte 1295 Operationen durch. 44 Patienten starben den Serientod. Dabei wurden 13.280 OP-Masken verbraucht und 460 Liter Kunstblut eingesetzt. Darüber hinaus wurden 130 Kinderrollen besetzt und 39.000 Komparsen kamen zum Einsatz. 36 verschiedene Regisseure inszenierten die Folgen, die Drehbücher wurden von 81 Autoren geschrieben und von medizinischen Beratern geprüft. Auch die Schauspieler werden während der Dreharbeiten von einer medizinischen Fachberatung betreut. Insgesamt 37.518 Sendeminuten „In aller Freundschaft“ wurden bislang ausgestrahlt, das sind ca. 625 Stunden. Wenn jemand beispielsweise acht Stunden am Tag „In aller Freundschaft“ gucken würde, wäre er in 78 Tagen mit der Serie durch.

    Im Kostümfundus hängen 20.500 Teile – Ärztekittel, OP-Kleidung, Hosen, Hemden, Blusen, Röcke, Kleider, Krawatten, Mützen, Sonnenbrillen und noch viel mehr. Von der Requisite wurden bisher ca. 7000 Flaschen neu etikettiert, damit keine Produktnamen und Logos zu sehen sind.

    Es gab bereits mehrere Crossover, in denen Charaktere aus „In aller Freundschaft“ auf Figuren anderer Serie stießen, darunter „Marienhof“, „Verbotene Liebe“, „Lindenstraße“, „Tierärztin Dr. Mertens“, „Akte Ex“ und „Schloss Einstein“.

    Die Serie wurde 2008 mit der „Goldenen Henne“, 2014 mit einem „Bambi“ sowie 2018 beim „Deutschen Hörfilmpreis“ jeweils mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

    Der Jubiläumsfilm „Zwei Herzen“

    Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) und Roland Heilmann (Thomas Rühmann) bleiben unerwartet in der ländlichen Region Krabi stecken

    „Zwei Herzen“ ist der dritte Fernsehfilm zur langjährigen ARD-Krankenhausserie. Sachsenklinik-Direktor Roland Heilmann, Verwaltungschefin Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) und Pfleger Kris Haas (Jascha Rust) bleiben auf ihrer Reise zu einem Ärztekongress in Bangkok unerwartet in der ländlichen Region Krabi stecken. Sarah und Kris nutzen die Zwangspause zu Ausflügen in die exotische Natur, Roland versucht hingegen mit allen Mitteln, nach Leipzig zu gelangen. Doch auf einer abenteuerlichen Busfahrt kommt es zu einem Unfall, bei dem die drei auseinandergerissen werden.

    Roland, Kris und die schwedische Ärztin Dr. Helen Larsson (Petra van de Voort) leisten einem Verletzten erste Hilfe, doch der Bus fährt mit Sarah einfach weiter. Notgedrungen muss Roland nun Kris folgen, der sich einen Weg durch den Dschungel bahnt. Nach diesen Strapazen landen sie in einem abgelegenen Dorf, in dem Helen Larsson eine Krankenstation leitet. Sarah ist inzwischen wieder in Krabi und erfährt, dass Rolands Sohn Jakob in der Sachsenklinik in akuter Lebensgefahr schwebt. Sie versucht verzweifelt, Roland mit Hilfe des Polizeipräsidenten (Frank Richartz) und des Honorarkonsuls (Michael Gwisdek) zu finden. Plötzlich taucht Roland wieder auf, landet aber gleich im Gefängnis …

    Der Film wurde in Leipzig und Thailand gedreht. Franziska Hörisch inszenierte ihn nach einem Drehbuch von Hagen Moscherosch. Als Firma steht wie gewohnt die Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft mbh im Auftrag des MDR und der ARD Degeto hinter der Produktion. Produzenten sind Britta Hansen und Sven Sund.

    Im Anschluss an den Jubiläumsfilm spendiert das Erste allen Fans noch eine lange „In aller Freundschaft“-Nacht, in der ausgewählte Episoden sowie das Spin-Off „Nachts in der Sachsenklinik“ gezeigt werden:

    23.40 Uhr Folge 410 „Wie Fremde“
    00.25 Uhr Folge 525 „Tierliebe“
    01.10 Uhr „Nachts in der Sachsenklinik“ (Folge 1–5)
    01.30 Uhr Folge 416 „Tragende Rolle“
    02.15 Uhr Folge 668 „Mit einem Paukenschlag“
    03.00 Uhr „Nachts in der Sachsenklinik“ (Folge 6–10)
    03.20 Uhr „Zwei Herzen“ (Wiederholung des Jubiläumsfilms)

    26.10.2018, 11:45 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Über den Autor

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier ist Jahrgang '85 und gehört zu der Generation, die in ihrer Kindheit am Wochenende früh aufgestanden ist, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. "Bim Bam Bino", "Vampy" und der "Li-La-Launebär" waren ständige Begleiter zwischen den "Schlümpfen", "Familie Feuerstein" und "Bugs Bunny". Die Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben, zusätzlich begeistert er sich für Gameshows wie z.B. "Ruck Zuck" oder "Kaum zu glauben!". Auch für Realityshows wie den Klassiker "Big Brother" hat er eine Ader, doch am meisten schlägt sein Herz für Comedyformate wie "Die Harald Schmidt Show" und "PussyTerror TV", hält diesbezüglich aber auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten offen. Im Serienbereich begeistern ihn Sitcomklassiker wie "Eine schrecklich nette Familie" und "Roseanne", aber auch schräge Mysteryserien wie "Twin Peaks" und "Orphan Black". Seit Anfang 2013 ist er bei fernsehserien.de vorrangig für den nationalen Bereich zuständig und schreibt News und TV-Kritiken, führt Interviews und veröffentlicht Specials.

    Lieblingsserien: Twin Peaks, Roseanne, Gargoyles – Auf den Schwingen der Gerechtigkeit

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • U56 am 28.10.2018 11:17 via tvforen.de

      Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Auch wenn ich die Serie nur gesehen habe, als sie mit der "Lindenstraße" verwoben war. Ziel dieser Aktion war natürlich, die Fans der einen Serie zur anderen zu holen. Bei mir ist das aber misslungen.
      • Nachdenker am 27.10.2018 21:14 via tvforen.de

        Boahhhhhhh was für ein langweiliger Mist.
        • tiramisusi am 28.10.2018 09:12 via tvforen.de

          ...und dass man die sonst so eloquente und weltgewandte Verwaltungs Sarah Marquardt so dermassen als bräsiger, unwissender und breitärschiger Trampel von deutscher Touristin dargestellt wird, also das hat sie einfach nicht verdient .. auch wenn es der Schauspielerin bestimmt riesigen Spass gemacht hat. Dass es dann in einem verdösten urwalddorf nen Polizeichef gibt, der fliessend deutsch spricht und nur agieren will, wenn die Marquardt ihn erhört und ihn dominamässig züchtigt ... vor dem Geständnis mit ihr noch bei Sonnenuntergang Champagner am Strand schürft ....und das, obwohl der Doc Roland Heilmann seit 24 Std verschollen ist ... das erinnerte denn doch irgendwie an "Traumklinik unter Palmen! ... absolutes Highlight in der Folge war aber der versoffene Honorarkonsul mit weissem Panamahut und hellbeigen , verknittertem Tropenanzug ... dem grossartigen Schauspieler Michael Gwisdek merkte man bei jeder Szene an, welchen saumässigen Spass er hatte :-)
      • tiramisusi am 27.10.2018 09:26 via tvforen.de

        na mit der Thailand Episode haben sich die IAF Leute aber keinen Gefallen getan, da wurden ja wirklich alle blöden Klischees bedienz, die nir möglich sind .. vom überaktiven deutschen Arzt, der gleich zig Thais rettet oder auch nicht, der trampeligen, saublöden deutschen Touristin, den blonden Ärztinnen, die im Busch ne eigene Krankenstation haben bis hin zum versoffenen Honorarkonsul ... so schlimm war ja selbst die Schwarzwaldklinik nicht in ihren schlimmsten Zeiten

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