Quoten: ZDF-Krimiwiederholung schlägt starkes WM-Special von „Wer wird Millionär?“

    Tiefstwert zum Abschied für „Promis auf Hartz IV“, VOX mit Doku-Soaps erfolgreich

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 05.06.2018, 09:33 Uhr

    „Wer wird Millionär? – Das große Special zur Fußball-WM“: Günther Jauch mit seinen Kandidaten – Bild: MG RTL D/Frank Hempel
    „Wer wird Millionär? – Das große Special zur Fußball-WM“: Günther Jauch mit seinen Kandidaten

    Am gestrigen Montagabend zeigte RTL mal wieder ein neues Special seines Quiz-Dauerbrenners „Wer wird Millionär?“, diesmal drehte sich alles um die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft. Den Quoten verschaffte diese Entscheidung einen deutlichen Aufschwung. Mit insgesamt 4,39 Millionen Zuschauern und einem starken Marktanteil von 16,2 Prozent wird man in Köln sicherlich sehr zufrieden sein. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag man noch dazu mit tollen 15,6 Prozent zur Primetime deutlich in Front. Zudem sichert sich „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ am Vorabend den Tagessieg bei den Umworbenen. Die Daily-Soap verzeichnete diesmal erneut hervorragende 22,5 Prozent.

    Noch mehr Zuschauer als RTL zählte allerdings das ZDF, das sich trotz einer Wiederholung der Krimireihe „Unter anderen Umständen“ mit 4,69 Millionen Zuschauern und 17,1 Prozent an die Spitze der Quotencharts setzte. Auch bei den Jüngeren lief es angesichts 8,4 Prozent rund. Für das „heute journal“ blieben im Anschluss noch 3,48 Millionen Menschen dran, die 13,1 Prozent entsprachen. Der Spionagethriller „Spooks – Verräter in den eigenen Reihen“ fiel um 22.15 Uhr wieder auf 2,22 Millionen Zuseher und 12,5 Prozent zurück.

    Nur wenig Interesse bestand hingegen an der ARD-Doku „Das Mädchen und der Flüchtling“ aus der Reihe „Was Deutschland bewegt“, die es auf lediglich 1,84 Millionen Zuschauer und miese 6,9 Prozent brachte und in der Zielgruppe mit 5,0 Prozent ebenfalls kein Erfolg war. Auch „Hart aber fair“ war nachfolgend trotz des Reizthemas „Flüchtlinge und Kriminalität – Die Diskussion!“ auf geringerer Flughöhe als zuletzt unterwegs, steigerte sich aber zumindest leicht auf 8,6 Prozent bei nun 2,37 Millionen Zuschauern.

    Zufriedenstellend begann der Abend für ProSieben: Eine alte Folge von „The Big Bang Theory“ und eine neue von „The Middle“ lagen ab 20.15 Uhr mit jeweils 11,5 Prozent bei den Werberelevanten deutlich über dem Senderschnitt. Ein weiterer Viererpack „Big Bang“ kam anschließend auch noch auf 9,9 bis 13,9 Prozent. Einzig „Late Night Berlin“ tat sich einmal mehr schwer und sorgte nach 23.00 Uhr mit nur noch 8,0 Prozent für den Tiefpunkt des Abends.

    Für Schwestersender Sat.1 lief es indes recht durchwachsen. „Lethal Weapon“ musste sich nach zwischenzeitlichem Aufschwung in dieser Woche mit lediglich 700.000 jungen Zuschauern und 8,4 Prozent begnügen, „Navy CIS: L.A.“ steigerte sich danach immerhin auf 780.000 und 8,9 Prozent, ehe es für „Hawaii Five-0“ wieder auf ernüchternde 7,3 Prozent bergab ging. kabel eins hatte zur besten Sendezeit gar mit noch größeren Problemen zu kämpfen und kam mit dem 22 Jahre alten Actionfilm „Operation Broken Arrow“ nicht über schwache 3,8 Prozent hinaus. „Blade“ machte dafür im Anschluss das Beste aus der Situation und hievte den Marktanteil auf gute 5,5 Prozent.

    Schöne Erfolge feierte hingegen VOX mit seinen Doku-Soaps: „Goodbye Deutschland!“ generierte zunächst mit 750.000 Zielgruppen-Zuschauern genau 9,0 Prozent, eine Stunde später war mit 10,0 Prozent sogar ein zweistelliger Wert drin. Auch „Hubert & Matthias – Die Hochzeit“ bewegte sich nach 22.00 Uhr deutlich über dem Senderschnitt und erreichte noch 9,0 Prozent. RTL II zeigte derweil die vorerst letzte Folge von „Promis auf Hartz IV“, die mit 5,8 Prozent zwar ordentlich lief, gleichzeitig aber einen neuen Tiefstwert markierte. Alles in allem dürfte einer Fortsetzung in Anbetracht der guten Quoten gerade in den ersten Wochen aber nichts im Wege stehen. Eine Wiederholung von „Lecker Schmecker Wollny“ rutschte nachfolgend allerdings mit 5,2 Prozent leicht unter den Senderschnitt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Was mich ja bei solchen Specials nervt: warum macht man wenn man da schon alles auf Fußball trimmt dann nicht auch komplett einfach die Fragen rund um das Thema "Fußball"? Ich mein zu sagen "Ihr habt EINE Fußballfrage pro Frageleiter" ist ja lächerlich dafür. Das hat man ja normalerweise auch. Außer dass da jetzt alles groß dekoriert und aufgemotzt war, hatte das ja mit nem wirklichen Special wenig zu tun, sondern war dann ja doch wie ne normale Sendung.
      Dass man es jetzt nicht zu so spezielleren Themen wie Winnetou damals oder dem Dschungelcamp macht, kann ich ja irgendwo nachvollziehen, sooo viel gibt das ja nicht her und interessiert dann wohl auch zu wenige Leute.
      Aber Fußball hätte da ja Potenzial genug. Und wenn ich mich recht erinnere, war das ja bei dem Special zur WM 2006, bei dem u.a. Horst Schlämmer dabei war, dann so, dass da auch wirklich nur Fußball-Fragen gestellt wurden.
      So wie das gestern war, finde ich das irgendwie dann halt nichts Halbes und nichts Ganzes.
      • am via tvforen.demelden

        jeanyfan schrieb:
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        > Was mich ja bei solchen Specials nervt: warum
        > macht man wenn man da schon alles auf Fußball
        > trimmt dann nicht auch komplett einfach die Fragen
        > rund um das Thema "Fußball"?

        Ich hätte mir auch ein paar Fußballfragen mehr gewünscht. Zwei Kandidaten hatten sich leider überschätzt und schieden aus, bevor ihnen die Fußballfrage gestellt wurde. Und die beiden anderen haben sich ziemlich blöd angestellt bei den Fußballfragen. Das war schon enttäuschend. Mit einem bisschen mehr Nachdenken hätten sicher beide ihre Frage beantworten können.

        Bei der einen Frage wurde nach der geringsten Punktzahl gefragt, mit der man in der Bundesliga Meister werden kann. Da gehörte auch etwas mathematisches Wissen dazu. Nur mit Fußballwissen war die Frage natürlich nicht zu beantworten. Aber der Kandidat hat sich nicht mal die Mühe gegeben, intensiver über den Lösungsweg nachzudenken. Dabei ist es doch logisch, dass die geringste Punktzahl für den Meister dann erreicht wird, wenn alle Spiele unentschieden enden. Man musste dann nur noch wissen, wie viele Spiele jede Mannschaft in der Bundesliga austragen muss.

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