Quoten: Top-Comeback von „Wer stiehlt mir die Show?“, „Der Palast“ bleibt äußerst gefragt

    ARD-Serien mit großen Verlusten, US-Krimis kehren mau zurück

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 05.01.2022, 09:40 Uhr

    „Wer stiehlt mit die Show?“: (v. l.) Mark Forster, Joko Winterscheidt, Riccardo Simonetti und Anke Engelke – Bild: ProSieben/Florida TV/Anna Thut
    „Wer stiehlt mit die Show?“: (v. l.) Mark Forster, Joko Winterscheidt, Riccardo Simonetti und Anke Engelke

    Mit bärenstarken Quoten hat sich am gestrigen Dienstagabend „Wer stiehlt mir die Show?“ auf ProSieben zurückgemeldet – die dritte Staffel startete sogar so gut wie nie zuvor. Satte 19,3 Prozent wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt, 1,34 Millionen hatten eingeschaltet. Das reichte obendrein für den unumstrittenen Spitzenplatz zur Primetime. Auch die Gesamtreichweite in Höhe von 1,78 Millionen kann sich sehen lassen. Vom tollen Vorlauf konnte der Auftakt der vierten Staffel von „jerks.“ im Anschluss jedoch nicht profitieren: Die ersten beiden Folgen fielen auf enttäuschende 6,6 und 4,5 Prozent in der Zielgruppe zurück.

    Im ZDF konnte derweil der zweite Teil von „Der Palast“ das hohe Niveau der ersten Folge annähernd halten. Zwar kamen insgesamt 320.000 Zuschauer abhanden, mit 6,02 Millionen und hervorragenden 19,6 Prozent sicherte man sich aber erneut den Tagessieg. Beim jungen Publikum standen wieder solide 7,2 Prozent zu Buche. Das „heute journal“ brachte es nachfolgend auf 4,95 Millionen und 18,0 Prozent, ehe „Markus Lanz – Amerika ungeschminkt“ noch 2,88 Millionen interessierte. Der Marktanteil betrug um 22:15 Uhr gute 13,8 Prozent, bei den Jüngeren kamen zudem erfreuliche 10,5 Prozent zustande.

    Die ungleich härtere Konkurrenz – sonst haben die Mainzer mit „ZDFzeit“ ja nicht viel zu melden – bekamen vor allem die Serien im Ersten zu spüren. Zwei Wochen nach dem Staffelrekord fiel „Die Heiland: Wir sind Anwalt“ nun auf ein Allzeittief und unterhielt nur 3,61 Millionen Menschen, die durchwachsenen 11,6 Prozent entsprachen. Auch für den Dauerbrenner „In aller Freundschaft“ lief es um 21:00 Uhr deutlich schwächer als zuletzt: 3,48 Millionen bei 11,5 Prozent blieben dran. In der Zielgruppe wurden jeweils 6,9 Prozent gemessen, hier hielt man sich zumindest so gut wie schadlos. Die Komödie „Der beste Papa der Welt“ wollten um 21:45 Uhr noch 2,69 Millionen ab drei Jahren (11,5 Prozent) sehen.

    Nicht viel ausrichten gegen Joko Winterscheidt und seine Kandidaten konnte derweil Günther Jauch mit „Wer wird Millionär?“ bei RTL. Die zweite Ausgabe der 3-Millionen-Euro-Woche schaffte es nur auf allenfalls ordentliche 11,5 Prozent bei 790.000 werberelevanten Zusehern. Insgesamt spielte die Quizshow aber natürlich in einer anderen Liga und fesselte 3,43 Millionen (12,5 Prozent), womit man nicht weit hinter der ARD durchs Ziel kam. „RTL Direkt“ überzeugte in der Pause um 22:15 Uhr angesichts 3,12 Millionen ebenfalls, bei den 14- bis 49-Jährigen waren dagegen lediglich 10,5 Prozent drin. Besser erging es der Doku „Das Phänomen WWM – Zwischen Pech und Glück“, die sich eine Stunde später auf gute 13,5 Prozent steigerte.

    In Sat.1 kehrten indes gleich drei US-Krimis mit neuen Folgen zurück – erfolgreich war aber keiner von ihnen unterwegs. Am besten kam noch die 19. Staffel von „Navy CIS“ aus dem Startblock, die zunächst unspektakuläre 7,0 Prozent in der Zielgruppe verzeichnete und insgesamt immerhin auf 1,88 Millionen Zuschauer kam. „Navy CIS: L.A.“ sackte anschließend aber bereits auf 5,6 Prozent ab, zwei Free-TV-Premieren von „Bull“ gingen im weiteren Verlauf mit 4,8 und 5,9 Prozent baden. Zu diesem Zeitpunkt lag man auf gleicher Flughöhe wie Schwestersender Kabel Eins, wo „Mein Name ist Nobody“ zufriedenstellende 5,6 Prozent generierte. Zur besten Sendezeit hatte das „Spiel ohne Regeln“ sogar 6,3 Prozent geholt.

    RTL Zwei schickte die neue Staffel von „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“ ins Rennen und kann sich über 5,8 Prozent bei den Umworbenen freuen. Für „Armes Deutschland – Deine Kinder“ ging es danach trotz Wiederholung noch auf 6,5 Prozent nach oben. Bevor es ab der kommenden Woche neue Ausgaben von „Die Hitwisser“ gibt, zeigte VOX nun noch einmal eine Folge aus dem vergangenen Sommer, wurde für diese Entscheidung angesichts 4,5 Prozent aber abgestraft.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1976) am

      Warum zeigt man in Sat1 immer dienstags oder donnerstags Serien. An den Tagen zeigt ProSieben immer Shows die gute Quoten haben.
      • (geb. 1954) am

        Weil die halt so bescheuert sind, sich gegenseitig die Zuschauer zu nehmen.
        Irgendwer wollte da doch mal was im System ändern .....
        Na ja, ich zeichne mir die Serien auf und schaue sie dann anderen Tags mit Überzippung der Werbung. Vielleicht wollen die es ja sogar so .......

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