Quoten: „The Voice of Germany“ mit tollem Comeback, aber schwächstem Staffelstart aller Zeiten

    „Lena Lorenz“ schlägt „Babylon Berlin“, neuer Tiefstwert für „Instinct“ in Sat.1

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 19.10.2018, 09:24 Uhr

    „The Voice of Germany“: Die Coaches der achten Staffel – Bild: Sat.1/André Kowalski
    „The Voice of Germany“: Die Coaches der achten Staffel

    Am gestrigen Donnerstagabend fiel auf ProSieben der Startschuss für die mittlerweile achte Staffel der Castingshow „The Voice of Germany“. Mit den Quoten kann man in Unterföhring sehr zufrieden sein: 3,23 Millionen Zuschauer saßen vorm Bildschirm, 1,88 Millionen davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. Der Marktanteil betrug hier starke 20,4 Prozent, womit natürlich der unangefochtene Tagessieg einherging. Zur Wahrheit gehört aber auch: Bislang hatte jeder Staffelstart höhere Werte erzielen können (im letzten Jahr beispielsweise knapp 25 Prozent), und auch die Gesamtreichweite lag 2017 um eine halbe Million höher.

    Im Anschluss durfte Klaas Heufer-Umlauf mit seiner Show „Late Night Berlin“ erstmals auch am Donnerstag ran. Angesichts des Vorlaufs wirken die erreichten 10,6 Prozent in der Zielgruppe recht ernüchternd, trotzdem lag man über dem Senderschnitt. Insgesamt zählte man mit 1,07 Millionen sogar so viele Zuschauer wie noch nie. „red.“ kam im weiteren Verlauf nicht mehr über einen einstelligen Marktanteil von 9,4 Prozent hinaus.

    Gesamtsieger wurde derweil das ZDF mit der neuen „Lena Lorenz“-Schmonzette „Zwei Väter“, die von 5,02 Millionen Zuschauern gesehen wurde. Sehr gute 16,5 Prozent standen beim Gesamtpublikum zu Buche, in der Zielgruppe waren es immerhin 7,5 Prozent. Das „heute journal“ fiel danach zwar recht deutlich auf insgesamt 3,77 Millionen, war mit 13,9 Prozent aber trotzdem erfolgreich. „Maybrit Illner“ talkte schließlich noch vor 2,42 Millionen Menschen, was zur fortgeschrittenen Uhrzeit immerhin 12,1 Prozent entsprach.

    Im Ersten ist die Prestige-Serie „Babylon Berlin“ nach wie vor auf deutlich niedrigerer Flughöhe als zum Start unterwegs, scheint ihr Publikum aber mittlerweile gefunden zu haben. 4,13 Millionen bzw. 4,14 Millionen Zuschauer schalteten die beiden neuen Folgen ein, womit jeweils 13,6 Prozent erzielt wurden. Zudem waren überdurchschnittlich viele Jüngere dabei, hier sah es mit 9,4 und 9,7 Prozent nämlich deutlich besser aus als zeitgleich bei der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz. Das Magazin „Panorama“ musste sich anschließend mit nur noch 10,7 Prozent bei 2,88 Millionen Gesamtzusehern zufriedengeben.

    Größter ProSieben-Verfolger beim jungen Publikum war indes RTL, das mit einer neuen Folge von „Alarm für Cobra 11“ 1,27 Millionen Zuschauer ansprach, die für gute 13,3 Prozent sorgten. Eine weitere Langfolge hielt sich später noch bei ordentlichen 12,2 Prozent. Keinen Stich landete hingegen Sat.1 mit seinen Serien. „Criminal Minds“ startete bereits mit nur 590.000 Werberelevanten und schwachen 6,2 Prozent in den Abend, ehe „Instinct“ einen neuen Tiefstwert einfuhr und ebenfalls völlig unbefriedigende 6,8 Prozent erzielte. Der anschließende Wiederholungsreigen von „Criminal Minds“ begann sogar mit lediglich 5,5 Prozent, erst nach Mitternacht näherte man sich langsam wieder dem Senderschnitt an.

    Schwestersender kabel eins tat sich ebenfalls schwer und generierte mit „Urlaub für Anfänger – Unsere erste Auslandsreise“ gerade mal 3,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Das „K1 Magazin“ steigerte sich nachfolgend zumindest etwas auf 4,9 Prozent. Bei RTL II starteten die neuen Folgen der Reportage-Reihe „Reeperbahn privat!“ mit guten 7,1 Prozent bei 670.000 Zuschauern, bevor es für „Zombies – Auf den Spuren der Untoten“ aus der Reihe „Echtzeit“ auf nur noch 4,7 Prozent bergab ging. Größter unter den Kleinen war VOX, wo sich schon „Battleship“ zur Primetime mit 7,7 Prozent gegen die Konkurrenz behaupten konnte. „S.W.A.T. – Die Spezialeinheit“ überzeugte danach mit 9,1 Prozent auf ganzer Linie.

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