Quoten: RTL II trumpft mit „Armes Deutschland“ auf, Rütters „Hundejahr“ enttäuscht

    „Wer wird Millionär?“-Weihnachtsspecial stark, Sat.1-Serienmontag schwach

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 19.12.2017, 10:36 Uhr

    Quoten: RTL II trumpft mit "Armes Deutschland" auf, Rütters "Hundejahr" enttäuscht – "Wer wird Millionär?"-Weihnachtsspecial stark, Sat.1-Serienmontag schwach – Bild: RTL II

    Große vorweihnachtliche Freude bei RTL II: Am Montagabend konnte der Münchner Sender weit überdurchschnittliche Quoten erzielen. Mit der Doku „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ über sozial Benachteiligte hat RTL II einen Nerv getroffen, insgesamt schauten 1,80 Millionen Menschen zu. Mit satten 12,3 Prozent Marktanteil in der jungen Zielgruppe zog RTL II an ProSieben, Sat.1 und VOX vorbei. Nur „Wer wird Millionär?“ bei RTL war beim jungen Publikum erfolgreicher. Für eine Wiederholung der thematisch passenden Sendung „Hartz und herzlich“ blieben um 22:15 Uhr noch 1,01 Millionen Zuschauer dran, der Marktanteil hielt sich auf starken 11,8 Prozent.

    Der Tagessieg beim Gesamtpublikum ging an das ZDF. Die Weihnachtskomödie „Tief durchatmen, die Familie kommt“ wurde von starken 5,90 Millionen Menschen gesehen. Dies entsprach 18,4 Prozent Marktanteil bei allen und ebenfalls tollen 9,8 Prozent in der jungen Zielgruppe. Nach dem „heute journal“ (3,71 Mio.) wiederholte das ZDF den James-Bond-Film „Stirb an einem anderen Tag“, für den 2,75 Millionen Zuschauer bei 15,3 Prozent dran blieben. Als Erfolgsformel hat sich erneut die Programmierung bei ZDFneo erwiesen: Weil weder im Ersten noch im ZDF ein Krimi lief, wurden die Zuschauer bei ZDFneo fündig: 2,13 Millionen Zuschauer bei starken 6,6 Prozent sahen eine Wiederholung von „Inspector Barnaby“ und katapultierten den Spartensender auf Rang 5 der Quotenhitliste.

    Eher mau verlief dagegen der Abend im Ersten. Tim Mälzers „Lebensmittel-Check“ interessierte um 20:15 Uhr 2,78 Millionen Zuschauer bei 8,7 Prozent Gesamtmarktanteil. Für die letzte Ausgabe von „Hart aber fair“ in diesem Jahr blieben anschließend 2,66 Millionen Menschen bei 8,6 Prozent dran. Deulich erfolgreicher war die ARD am Vorabend, wo das Quiz „Wer weiß denn sowas?“ um 18:00 Uhr mit einer Reichweite von 3,68 Millionen und 17,5 Prozent seine Stärke bewies – es war die zweiterfolgreichste Sendung im Ersten nach der „Tagesschau“, die um 20:00 Uhr von 4,96 Millionen Menschen gesehen wurde.

    Das Weihnachtsspecial von „Wer wird Millionär?“ sahen insgesamt 4,60 Millionen Menschen bei einem Marktanteil von 14,7 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden solide 13,0 Prozent erzielt. Deutlich weniger gefragt war hingegen Martin Rütters Jahresrückblick bei VOX. Für „Mein Hundejahr“ entschieden sich lediglich 1,16 Millionen Zuschauer – davon 470.000 aus der jungen Zielgruppe, die nur für magere 5,0 Prozent Marktanteil reichten. Noch schlechter lief es für kabel eins, wo der Fimklassiker „Running Man“ nicht über 870.000 Zuschauer sowie 3,9 Prozent hinaus kam.

    Einstellig blieb auch der Crime-Montag bei Sat.1. „Navy CIS“ eröffnete den Serienabend vor 2,25 Millionen Zuschauern bei 9,1 Prozent in der jungen Zielgruppe. „Bull“ fiel im Anschluss auf 1,66 Millionen und 8,0 Prozent, „Hawaii Five-0“ auf 1,42 Millionen und ebenfalls 8,0 Prozent. „Scorpion“ konnte sich um 23:15 Uhr vor 1,05 Millionen Zuschauern wieder auf 8,9 Prozent steigern.

    ProSieben setzte wie üblich auf „The Big Bang Theory“, doch um 20:15 Uhr waren zunächst nur 7,9 Prozent in der Zielgruppe drin. Erst mit der vierten Folge um 21:40 Uhr gelang der Sitcom ein zweistelliger Marktanteil von 10,2 Prozent. „2 Broke Girls“ konnte das Quoten-Niveau mit 10,1 und 9,9 Prozent anschließend halten, doch um 23:10 Uhr fiel „Mom“ auf 7,7 und 7,9 Prozent zurück. Erst die dritte Episode der Comedyserie holte um Mitternacht wieder zufriedenstellende 9,7 Prozent.

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