2026

Ein Großteil der Folgen wird später in 45- und/oder 30-minütigen Kurzfassungen wiederholt. Diese Fassungen haben wir bisher nur in Ausnahmefällen auch in dieser Liste erfasst.
  • Folge 354 (90 Min.)
    Ramon Babazadeh entdeckt eine Region abseits der großen Touristenströme – mit weiten Hochebenen, tief eingeschnittenen Schluchten und malerischen Seen. – Bild: WDR/​Bavaria Entertainment GmbH
    Ramon Babazadeh entdeckt eine Region abseits der großen Touristenströme – mit weiten Hochebenen, tief eingeschnittenen Schluchten und malerischen Seen.
    Zwischen Genfer See, Alpen und der französischen Grenze liegt eine der schönsten Mittelgebirgsregionen Europas: Der Schweizer Jura, der selbst unter den Eidgenossen noch als Geheimtipp gilt. Für „Wunderschön“ entdeckt Ramon Babazadeh eine Region abseits der großen Touristenströme – mit weiten Hochebenen, tief eingeschnittenen Schluchten, mit französischem Charme und schweizerischem Erfindergeist. Ramons Reise startet mit einem sportlichen Segeltörn auf dem Genfer See, einem Eldorado für Wassersportfans. In der historischen Altstadt von Lausanne spaziert er durch die Gassen und genießt die entspannte Atmosphäre. Weiter geht es ins Herz des Schweizer Jura, wo er im Tal der Uhren die filigrane Kunst der Uhrmacherei kennenlernt und wo er nach einer rasanten Downhill-Fahrt mit dem Trottinett beim Wandern ungewöhnliche Absinthbrunnen entdeckt. Der kultige Likör – auch „Grüne Fee“ genannt – hat im Schweizer Jura seinen Ursprung, genau wie der weltberühmte Käse „Tête de Moine“. Apropos Käse: Ein zünftiges Käsefondue darf in der Schweiz natürlich auch nicht fehlen … Ramon genießt es Open Air nach einer Kanutour in den Schluchten des Flusses Doubs. Als landschaftliche Höhepunkte warten obendrein das 3-Seen-Land und der „Grand Canyon der Schweiz“. Und eine ganz besondere Überraschung ist der Asphaltschinken, den es nur hier im Schweizer Jura gibt. Eine Reise mit vielen Überraschungen – zwischen französischen Charme und schweizerischer Gelassenheit. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 29.12.2025 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 04.01.2026 WDR
  • Folge 355 (90 Min.)
    Ausblick über den Canal Grande auf Punta della Dogana, rechts die Kirche La Salute.
    Prunkvolle Kostüme, geheimnisvolle Masken und magische Momente – so ist der Karneval in Venedig! Tamina Kallert entdeckt die imposante Stadt im Februar, wenn Menschen aus aller Welt herbeiströmen, um den venezianischen Karneval zu erleben. Sie erforscht die Geschichte von Giacomo Casanova, der im 18. Jahrhundert Zeuge der wildesten Zeit des venezianischen Karnevalstreibens war. Denn damals war Venedig das „Las Vegas Europas“. Tamina Kallert erfährt, welche Kostüme und Masken damals üblich waren und wie sie bis heute in perfektem Kunsthandwerk hergestellt werden. Sie erlebt die Vorbereitungen eines Maskenballs für erlesenes Publikum und als Höhepunkt die aufwendig inszenierten Darbietungen, die auf dem Wasser der alten venezianischen Werft Arsenale mit Licht und Musik die Abenteuer des berühmt-berüchtigten Frauen-Verführers Casanova aufleben lassen. Venezianischer Karneval heute Den Karneval von Venedig gab es, bis Napoleon ihn Anfang des 19. Jahrhunderts verbot. Erst Anfang der 1980er-Jahre wurde er öffentlichkeitswirksam wiedererweckt. Zu den Höhepunkten der Festtage zählt die Bootsparade auf dem Canale Grande, die an der Rialto-Brücke spektakulär endet. Gruppen aus vielen Ländern der Erde treffen sich in ihren Kostümen, um sich fotografieren zu lassen und Kontakte zu Gleichgesinnten zu machen. Der Mittelpunkt des Treibens ist der berühmte Markusplatz. Doch helfen soziale Medien heute, sich auch an anderen Orten der Stadt zu treffen. Ruhe und Entspannung hingegen bieten die nahegelegene Strandinsel Lido, aber auch andere abgelegene Plätze in der Stadt. Stadt in der Lagune Eine Stadt auf Stelzen gebaut, in einer Lage mitten in einer Lagune! Das ist heute, vor allem in Zeiten des Klimawandels, bedrohlich. Venedig sinkt immer weiter ab, während gleichzeitig der Meeresspiegel steigt. Hochwasser sind häufiger als früher, das umstrittene Milliardenprojekt MO.S.E., das zum Schutz der Stadt gebaut wurde, ist immer häufiger in Betrieb. Stadt der Künste und Handwerker Die Lagunenstadt steht bis heute für Kunst und Kultur – traditionelle, aber auch moderne. Zeitgenössische Kunst findet man zum Beispiel im Stadtteil Dorsoduro, wo zahlreiche Galerien die berühmte Murano-Glaskunst zeigen. Ebenfalls dort befindet sich die Sammlung der Amerikanerin Peggy Guggenheim, die nach dem 2. Weltkrieg nach Venedig zog und dort eine faszinierende Sammlung avantgardistischer Kunst schuf. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 07.02.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 WDR
  • Folge 356 (90 Min.)
    Tamina Kallert zu Besuch in der Bäckerei Sonnemans in Burgh Haamsteede. Sie probiert die zeelänische Spezialität Zeeuwse Bolus und hilft beim Backen. – v.l.n.r. Amber, Romy, Rolf Sonnemans, Tamina Kallert
    Lange Sandstrände, hübsche Hafenstädte und frische Muscheln – das ist Zeeland! Tamina Kallert erlebt die beliebte Provinz im Süden der Niederlande in der Vorsaison, wenn noch nicht so viel los ist. Viele Familien aus Deutschland machen seit Generationen dort Urlaub. Die Moderatorin radelt mit dem „Fiets“, also dem Fahrrad, von Westkapelle nach Domburg. In Zoutelande feuert sie Reiter an, die auf ihren Kaltblütern beim spannenden Wettkampf, dem „Ringreiten“, gegeneinander antreten. Mit einem Plattbodensegelschiff schippert Tamina Kallert in den Nationalpark Oosterschelde und entdeckt dort Robben. In der Provinzhauptstadt Middelburg trifft sie den Glockenspieler, der einmal in der Woche ein Life-Konzert gibt – hoch oben auf dem Abteiturm „De Lange Jan“. Segeltour zu den Robben im Nationalpark Oosterschelde Die Scaldis ist ein historisches Plattbodensegelschiff, von denen es früher viele in Zeeland gab. Von der Hafenstadt Zierikzee aus startet Tamina Kallert mit dem Skipper Jaap Klok zu einer abenteuerlichen Segeltour. An Bord packt die Moderatorin mit an. Es geht in den Nationalpark Oosterschelde, der mit einer Fläche von 37.000 Hektar zu den Größten der Niederlande zählt. Die Mischung aus Süß- und Salzwasser ist ideal für viele Meeresbewohner. Auf ihrem Segelturn hat Tamina Kallert richtig Glück und erlebt gleich ein paar Dutzend Seehunde, die sich auf einer Sandbank tummeln. Glockenspiel in Middelburg und Ringreiten in Zoutelande Der Abteiturm „De Lange Jan“ ist ein Wahrzeichen von Middelburg und bietet Besuchern einen tollen Ausblick über die Stadt. Was nur wenige wissen: Einmal in der Woche ertönt aus dem Glockenturm Life-Musik. Tamina Kallert trifft Janno den Engelsman. Er ist Beiaardier von Middelburg und steigt jeden Donnerstag über 200 Stufen hoch ins Turmzimmer. Dort spielt er mit Fäusten und Füßen auf einem Stockklavier, das mit den Glocken verbunden ist. Glockenspiele gibt es seit dem 15. Jahrhundert in den Niederlanden. Auch das Ringreiten ist eine alte Tradition. Es wird sogar als Nationalsport betrieben. Beim Ringreiten sitzt der Reiter auf einem Kaltblüter und versucht im Galopp mit einer langen Lanze einen kleinen Ring zu treffen. Tamina Kallert lernt das Team von Zoutelande kennen und fiebert mit beim großen Wettkampf. Strandwanderung mit Alpakas Alpakas am Meer? Klingt recht ungewöhnlich. Doch am Strand bei Domburg kann man das tatsächlich erleben. Mara Houmes-Vlaander betreibt die Organisation Alpacas Zeelandia, einen Rettungshof für Alpakas und Lamas in Aagtekerke. Die meisten der insgesamt 65 Tiere kommen aus schlechter Haltung und haben hier ein neues Zuhause gefunden, erfährt Tamina Kallert bei ihrem Besuch. Um den Hof zu finanzieren, werden verschiedene Aktionen mit den Tieren angeboten. Tamina Kallert macht bei einer Teezeremonie mit, bei der Besucher die intelligenten und sehr neugierigen Alpakas hautnah kennenlernen dürfen. Das Highlight des Tages aber ist der Spaziergang mit Alpakas am Meer. Für die Moderatorin eines der schönsten und unvergesslichen Erlebnisse ihrer Zeeland-Reise. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 21.03.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 22.03.2026 WDR
  • Folge 357
    Für „Wunderschön“ erkundet Ramon Babazadeh „Spaniens Wilde Küste“, die weit mehr zu bieten hat als nur Badeurlaub – mit zerklüfteten Buchten, verträumten Fischerdörfern, katalanischem Lebensgefühl und einer außergewöhnlichen Tradition.
    Im Nordosten Spaniens liegt die Costa Brava, eine Küstenlandschaft des Mittelmeers, die mit ihrer wilden Schönheit und kultureller Vielfalt begeistert. Moderator Ramon Babazadeh erkundet „Spaniens wilde Küste“, zerklüftete Buchten, verträumte Fischerdörfer, katalanisches Lebensgefühl und eine außergewöhnlichen Tradition. Die Costa Brava liegt zwischen der Metropole Barcelona und den Gipfeln der Pyrenäen. Ramons Reise beginnt auf dem Wasser – viele der traumhaft schönen Buchten sind nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar – die Felsenlandschaft hat er in der Nebensaison fast für sich allein. Mit dem Mountainbike geht es in die Korkeichenwälder des Hinterlands. Das mittelalterliche Städtchen Pals ist für Reisanbau bekannt. In Cadaqués wandelt Ramon auf den Spuren des Malers Salvador Dalís, bei einer Kajaktour erkundet er das Cap de Creus. Sein Highlight: Ramons Teilnahme an den „Castells“ – den spektakulären Menschentürmen, die in Katalonien mit viel Stolz auf Festen aufgeführt werden. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 03.04.2026 SWR
  • Folge 358 (90 Min.)
    Moderator André Gatzke begibt sich auf einen Roadtrip durch den Süden: zwischen schroffen Bergen, azurblauer Riviera und einem der letzten Wildflüsse Europas. Dies mit Auto und Dachzelt.
    Albanien – das sind traumhafte Küsten, wilde Landschaften und osmanisch geprägte Städte. Dazu unzählige Bunker als Zeugen eines ehemals abgeschotteten Landes. Voller Gegensätze, geprägt von bewegter Geschichte, atemberaubender Natur und einer spürbaren Aufbruchsstimmung. Nicht umsonst zieht es immer mehr Menschen in das Balkanland. Moderator André Gatzke begibt sich auf einen Roadtrip durch den Süden: zwischen schroffen Bergen, azurblauer Riviera und einem der letzten Wildflüsse Europas. Seine Reise führt ihn in abgelegene Buchten, zum Wildwasser-Rafting auf der Vjosa, in die „Stadt der Steine“ nach Gjirokaster und weiter bis in die pulsierende Hauptstadt Tirana. Albanische Riviera – wilde Küste am Ionischen Meer Die Albanische Riviera erstreckt sich etwa hundert Kilometer vom Llogara-Pass bis zu den archäologischen Stätten des 3000 Jahre alten Butrint , ganz im Süden kurz vor der griechischen Grenze. Steile Berge am Ionischen Meer , versteckte Buchten und ursprüngliche Dörfer säumen die Küstenstraße. Moderator André Gatzke erlebt den Küstenabschnitt aus immer neuen Perspektiven – beim Paragliden über der spektakulären Landschaft, beim Stand-Up-Paddling zum abgelegenen Gjipe Strand und beim Bummel durch ursprüngliche Dörfer wie Vuno. Überall spürt er echte Gastfreundschaft: im Dorfladen, wo er sich für seinen Roadtrip mit lokalen Produkten eindeckt oder beim spontanen Besuch im Barbershop. In Ksamil entsteht echtes Karibik-Feeling mit türkisblauem Wasser und kleinen Inseln vor der Küste. Nur wenige Kilometer weiter liegt Butrint – ein UNESCO-Welterbe im Nationalpark am Butrintsee, wo antike Ruinen inmitten von Lagunen liegen. Gjirokaster – Stadt der Steine und die Hauptstadt Tirana Unser Roadtrip führt auch ins Landesinnere, in die mittelalterliche Stadt Gjirokaster, die aus Stein gebaut ist. Andre Gatzke besucht eines der typischen Turmhäuser, die für die UNESCO-geschützte Altstadt berühmt sind. Er schlendert durch die Gassen des alten Basars und trifft eine Gruppe, die den typischen albanischen Polyphonie-Gesang anstimmt . Bei einem Kochkurs bereitet er typische albanische Gerichte zu. Tirana ist eine Stadt mit einer faszinierenden Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart: Rund um den zentralen Skanderbeg-Platz treffen moderne Hochhäuser, eine Moschee und Relikte aus kommunistischer Zeit aufeinander – ein Stadtbild, das den Umbruch des Landes sichtbar macht. Im Bunk’Art-Museum taucht Andre Gatzke tief in die Geschichte der Diktatur ein und erhält zugleich einen seltenen Einblick in das für lange Zeit abgeschirmte Wohnhaus des ehemaligen Diktators Enver Hoxha . Wildwasser-Rafting auf der Vjosa Die Vjosa gilt als letzter großer Wildfluss Europas. Auf einer gesamten Länge von rund 270 Kilometern – von den Bergen Griechenlands bis zur Mündung in die albanische Adria – fließt sie komplett frei und ungestaut. 2023 wurde die Vjosa deshalb zum ersten Wildfluss-Nationalpark des Kontinents erklärt. Genau hier stürzt sich André Gatzke ins Abenteuer: Wildwasser-Rafting auf einem der letzten ungezähmten Flüsse Europas. Teamgeist und Nerven sind gefragt, um das Boot durch die Stromschnellen zu navigieren. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 06.06.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 07.06.2026 WDR
  • Folge 359 (90 Min.)
    Abendstimmung an den Cliffs of Moher, County Clare.
    Spektakuläre Klippen, irische Mythen, jede Menge Folkmusik und eine lebendige Pubkultur – all das verbindet der Wild Atlantic Way, Irlands berühmte Küstenstraße. Sie schlängelt sich auf insgesamt 2.500 Kilometern an der Westküste entlang. Für Tamina Kallert wird es ein aufregender Roadtrip – und das nicht nur, weil auf der „Grünen Insel“ Linksverkehr gilt. Die Reise beginnt an den Cliffs of Moher. Dort lässt sie sich von der rauen Natur und spannenden Sagen fesseln, die die gewaltigen Steinklippen im Atlantik seit je her umwehen. In den Straßen und Pubs des kleinen Fischerdorfs Doolin und in der quirligen Stadt Galway erlebt die Moderatorin eine fröhliche Musikszene und kostet den Irish Whiskey. In der Wildnis des Connemara entdeckt sie Traumstrände und bewundert die zauberhaften Gärten von Kylemore Abbey. Die Tour endet auf Achill Island, Irlands größter vorgelagerter Insel. Unterwegs auf dem Wild Atlantic Way begegnet Tamina Kallert unzähligen Schafen, riesigen Wolfshunden, hilfsbereiten Iren, lernt Fiddle spielen und den irischen Tanz. Cliffs of Moher und das Dorf Doolin bedeuten. Kylemore Abbey und Killary Fjord in der Region Connemara Inmitten der wilden Landschaft Connemaras steht ein prächtiges Schloss. Die Geschichte von Kylemore Abbey beginnt romantisch. Ein reicher Industrieller aus London ließ seiner Frau das Anwesen am See bauen. Später wurde daraus eine Benediktinerabtei. Ein viktorianischer Mauergarten gehört dazu. Tamina Kallert lässt sich von Chefgärtnerin Anja Gohlke durch das Blütenmeer führen. Die Gartenanlage wurde ausschließlich mit viktorianischen Pflanzensorten bestückt. Tiefblau ist der Killary Fjord. Vom Atlantik führt er in die Bergwelt Connemaras. An seinem Ufer beginnt der „Famine Trail“. Ein Wanderweg, der an die größte Tragödie in der Geschichte Irlands erinnert. „The Great Famine“, die große Hungersnot. Musik und Tanz in der Stadt Galway Galway ist die größte Stadt an der Westküste Irlands und ein Viertel der Einwohner sind Studenten. Viele sagen: Galway sei das Herz der irischen Kultur und der Musik. Im Sommer erlebt man an fast jeder Ecke ein Livekonzert. Auch die Zwillingsbrüder Luke & Jamie spielen hier oft Songs mit ihren Gitarren. Ihr größtes Vorbild ist Ed Sheeran, der in Galway auch mal klein angefangen hat. Tamina Kallert schlendert durch das beliebte Latin Quarter und besucht die Tanzschule von Siobhían Manson. Sie war lange Haupttänzerin bei Riverdance und bringt jetzt Touristen die richtigen Schritte bei. Auch Tamina Kallert versucht sich unter anderem im Brush Dance, einem Besentanz, der oft auf irischen Hochzeiten aufs Parkett gelegt wird. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 11.07.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 WDR
    • Alternativtitel: André Gatzke
    Folge 360 (90 Min.)
    Moderator André Gatzke auf Menorca, der Baleareninsel zum Runterkommen. Motto: „Poc a poc“ – übersetzt „Schritt für Schritt“ und immer mit der Ruhe …
    Die Baleareninsel Menorca steckt voller Überraschungen. Der Camí de Cavalls (Pferdeweg) war früher ein Kontrollpfad für die spanischen Soldaten, heute ist er einer der spektakulärsten Küstenwanderwege Europas. André Gatzke entdeckt Steinbrüche, die sich zu atemberaubenden Kunst-Labyrinthen verwandelt haben. Er macht sich auf die Suche nach traumhaften Badebuchten – die liegen fast alle versteckt am Camí de Cavalls. In der Mitte der Insel thront der höchste Berg, der Monte Toro, und die Hauptstadt Mahón im Osten und das schöne Ciutadella im Westen könnten kaum unterschiedlicher sein. Es gibt Steineschleuderer, eine Felsendisco – und natürlich den Stolz der Insel: die eigene Pferderasse. Die können sogar auf zwei Beinen gehen – und zeigen das an besonderen Feiertagen. Der größte Naturhafen Europas Der Hafen von Mahón ist riesig. Fünfeinhalb Kilometer zieht er sich vom Südosten hinein in die Bucht, und am Ende liegt Mahón, die Hauptstadt der Insel. Sie wurde vor 300 Jahren von den damaligen britischen Besatzer aus strategischen Gründen zur neuen Hauptstadt gemacht. Im riesigen Hafen konnte ihre Mittelmeerflotte bequem ankern. Der britische Einfluss dieser Zeit ist bis heute zu spüren: Menorca hat seinen eigenen Gin, und die Häuser in Mahón erinnern mit ihren buntglasigen Erkern und Schiebefenstern gerne mal an britische Großstädte. Die Franzosen haben hier übrigens auch mal geherrscht – so ist in Mahón ein wirklich wunderbarer Stilmix zu bewundern. Die Insel der sieben Leuchttürme Sieben Türme, sieben Charaktere: abweisend, einladend, charmant, sehnsüchtig, geheim, wild, unwirklich schön. Und jeder hat seine eigene Geschichte: So wurde der Turm am Punta Nati gebaut, nachdem ein Schiff mit 130 Passagieren an Bord an der Felsküste im Nordwesten zerschellt war, während der Far d’Artrutx mit seinem Partyrestaurant bis heute hinaus ins Meer ruft: Kommt vorbei! Von hier aus kann man bei gutem Wetter sogar die Ostspitze Mallorcas entdecken. Der Camí de Cavalls führt an sechs der sieben Türme vorbei. Der siebte am Hafeneingang von Mahón steht im militärischen Sperrgebiet. Der Stein der Insel gebaut werden. Ein heller, manchmal ockerfarbener Stein, der bis 1994 auch im Steinbruch Pedreres de s’Hostal nahe Ciutadella abgebaut wurde. Nach Schließung des Bruchs blieben riesige, fast surreale Krater im Boden zurück. Aus diesen Löchern ist inzwischen ein einzigartiger Mix aus Labyrinthen, Gartenlandschaften, Felsräumen und Bildhauerateliers geworden. André Gatzke erkundet die Anlage mit Gründerin Laetitia Lara, entdeckt die Schönheit von Fräskanten – und verläuft sich hoffentlich nicht zu sehr im steinernen Irrgarten. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 25.07.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere So. 26.07.2026 WDR
  • Folge 361 (90 Min.)
    Abendstimmung im Ytre-Hvaler-Nationalpark.
    Urlaub rund um Norwegens wichtigster Wasserstraße! André Gatzke beginnt seine Reise an der Mündung des Oslofjords in die Nordsee, fährt zu traumhaften, kleinen Inseln und erlebt zugleich die hochmoderne, norwegische Kultur, die untrennbar mit der Naturliebe dieser Nation verbunden ist. Im idyllischen Ferienort Åsgårdstrand besucht er das Sommerhaus des berühmtesten, norwegischen Malers Edvard Munch, dem in Oslo ein gigantisches Museum gewidmet ist. In der ältesten Stadt Norwegens, in Tønsberg, erlebt André Gatzke ein Wikingerfestival und macht eine aufregende Wanderung durch eine 40 Meter hohe Schlucht in der Nähe der Stadt Drammen. Urlaub in den Schären des Oslofjordes Der Ytre Hvaler Nationalpark, gegründet 2009, umfasst vier Vogelschutzgebiete. Über 90 Prozent des Schutzgebietes liegt allerdings unter Wasser, wo es viele Kaltwasserkorallenriffe gibt. Die kleine Insel Nordre Sandøy hat ein großes Wegenetz, um spazieren zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. In die belebten Altstadt Fredrikstad ist alles auf Freizeitvergnügen angelegt. Ein besonderer Spaß, nicht nur bei Regentagen, ist das Modelleisenbahnmuseum. Lebendige Wikinger Die Vorfahren der Norweger, die auf der Grenze zwischen alter Naturreligion und Christentum ihre Blütezeit hatten, sind bis heute ein wichtiger Teil der norwegischen Identität. Das merkt man auf dem Wikingerfest in Tønsberg, zu dem Norweger im August aus allem Landesteilen anreisen, um dort mitzuwirken. Auch im Freiluftmuseum in Borre wird das Wikingerleben durch Laiendarsteller immer wieder lebendig. Die großartigen Wikingerschiffe werden seit langem geborgen, intensiv erforscht und sogar nachgebaut. Der norwegische Schiffsbau Auf der Halbinsel Isegran wird das ehemalige Segelschulschiff Najaden aufwendig restauriert. Bis 1938 lernten junge Männer hier für eine Laufbahn in der Handelsmarine. Die Pflege der Schiffsbautradition hat einen hohen Stellenwert in Norwegen. André Gatzke hilft mit auf einer Werft, in der alte Fähren und Handelsschiffe restauriert und wieder fit gemacht werden. Seefahrt und Abenteurersinn hat immer schon Höchstleistungen hervorgebracht. Im Roald-Amundsen-Museum bei Fredrikstad kann man die lebensgefährliche Eroberung des Südpols 1911 durch den Norweger Amundsen nachvollziehen. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 06.08.2026 WDR
  • Folge 362 (90 Min.)
    Hier geht die Sonne am schönsten unter: Tamina am Strand von Föhr
    Sand! Sommer! Sonne! So wünscht man sich die Nordseeküste im Urlaub. Tamina Kallert fährt auf dem Nordseeküstenradweg bis kurz vor die dänische Grenze und entdeckt zudem viel Interessantes, das das Leben an diesem Küstenabschnitt über Jahrhunderte geprägt hat. Sie besucht Europas größtes Kohlanbaugebiet rund um Wesselburen, die Stadt Friedrichstadt, die mitten in Deutschland mit ihren Grachten und Gebäuden immer noch wie ein Stück Holland aussieht. Tamina Kallert hat eine poetische Begegnung in Husum, der Stadt des Dichters Theodor Storm. Und über allem schwebt die Schönheit und brutale Macht der Nordsee, die immer schon und auch heute noch das Land frisst und die Menschen gefährdet. Rungholt und der Fluch der Sturmflut „Heut bin ich über Rungholt gefahren, die Stadt ging unter vor fünfhundert Jahren“, schrieb 1883 der Dichter Liliencron. Lange wusste man nicht, ob der Untergang der „gottlosen“ Stadt Rungholt Wahrheit oder Mythos ist. Von der Halbinsel Nordstrand aus macht Tamina Kallert mit einer Archäologin eine Wattwanderung und erfährt, dass die neuere Forschung die Existenz der untergangenen Stadt nun endgültig bewiesen hat. Über die Gefahr von Sturmfluten schreibt auch Theodor Storm in seiner berühmten Novelle „Der Schimmelreiter“, in der der Held den Deichbau neu erfindet und trotzdem selbst tragisch endet. In seinem Heimatort Husum folgt Tamina Kallert den Spuren Storms. Die moderne Antwort auf die Gefahren des Meeres sind nicht nur Deiche, sondern auch Schutzbauwerke wie das Eidersperrwerk, das seit 1973 einen großen Landstrich vor dem Wasser schützt. Die größte Sandkiste Deutschlands Auf der Halbinsel Eiderstedt, in Sankt Peter Ording, lädt der bis zu zwei Kilometer Strand seit Generationen Familien zum Sommerurlaub ein. Markenzeichen: die fünf ikonischen Pfahlbauten-Restaurants an der Meereskante. Tamina Kallert besucht die Strandbar 54, die in 2025 neu eröffnet worden ist. Auch wer nicht kitesurfen oder Sandburgen bauen möchte, hat auf Eiderstedt einiges zu entdecken: Der Krämerladen Haus Peters von 1820 ist eine tolle Mischung aus Museum und Souvenir-Shop. Im Multimar Wattforum steht man Aug in Aug mit großen und kleinen Meerestieren. Nordseefantasien wieder in technischer Spitzenqualität Die Reportage entlang des Nordseeküstenradweg ist wieder ein Rausch für Augen und Ohren. Denn auch sie wurde in Ultra High Definition (UHD) im Kinolook gefilmt und zur Musik des Komponisten Andy Miles komplett in 360-Grad-Dolby Atmos abgemischt. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere So. 09.08.2026 WDR

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