Weissensee

    zurückStaffel 2, Folge 1–6weiter

    • Staffel 2, Folge 1 (50 Min.)
      Bild: Das Erste
      Der verlorene Sohn (Staffel 2, Folge 1) – © Das Erste

      Ost-Berlin, 1987. Die politischen Konflikte verschärfen sich. Sechs Jahre sind vergangen, seit Julia Hausmann wegen Landesverrats verhaftet wurde. Ihr Baby hat die damals Hochschwangere verloren und ihren Geliebten nie wieder gesehen. Martin Kupfer ist aufgrund der Beziehungen seines Vaters nicht ins Gefängnis gekommen. Der ehemalige Volkspolizist arbeitet jetzt als Tischler. Mit seiner Familie hat Martin gebrochen. Seinem Bruder Falk kann er nicht verzeihen, dass er ihn und Julia verraten hat. Martin glaubt, nachdem er von Julia einen Brief aus Hamburg erhalten hat, sie sei vom Westen freigekauft worden. Er setzt alles daran, ihr nach Westdeutschland zu folgen, nimmt Kontakt zu einer Fluchthelferin auf. In Wahrheit wird Julia noch immer im Gefängnis Hoheneck festgehalten. Falk Kupfer setzt die junge Frau als Druckmittel ein, um deren Mutter Dunja Hausmann die Tätigkeit als IM aufzuzwingen. Um ihre Tochter vor noch Schlimmerem zu bewahren, beugt sich die ehemals so kämpferische Dunja der Stasi. Sie belügt im Auftrag Falks ihre Tochter und erzählt ihr, dass Martin zu seiner Exfrau zurückgekehrt sei. Martins Vater Hans Kupfer musste sich aus der operativen Tätigkeit im MfS zurückziehen und arbeitet inzwischen an der Hochschule des MfS in Potsdam-Eiche. Während er seine Liebe zu Dunja Hausmann unterdrückt, findet seine Frau Marlene nicht die Kraft, sich von ihm zu trennen. Sie liebt ihn noch immer, auch wenn er ihre Gefühle nicht erwidert. Veras und Falks Ehe ist zerrüttet. Vera arbeitet nicht mehr als Lehrerin, sondern als Erzieherin in einem Kinderhort. Sie zweifelt zunehmend an der Richtigkeit der politischen Überzeugungen ihres Mannes. Gerade als sie ihm eröffnen will, dass sie sich scheiden lassen möchte, erhalten sie eine schlimme Nachricht. Ihr Sohn Roman, ein vielversprechender Leistungssportler, hatte bei einem Turnier einen Kreislaufzusammenbruch. Im Krankenhaus stellt sich heraus, dass seine Nieren durch Doping schwer geschädigt sind. Roman benötigt dringend eine Spenderniere, sonst wird er nicht überleben. Lediglich Martin kommt als Spender in Betracht. Aus Angst um Romans Leben gesteht Falk seinem Bruder, dass Julia nach wie vor im Gefängnis Hoheneck einsitzt und er selbst den gefälschten Brief in Auftrag gegeben hat. Martin ist fassungslos. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 17.09.2013 einsfestival
    • Staffel 2, Folge 2 (50 Min.)
      Bild: Das Erste
      Die Rückkehr (Staffel 2, Folge 2) – © Das Erste

      Romans Operation ist geglückt. Er reagiert positiv auf Martins Niere. Falk sorgt dafür, dass Julia aus der Haft entlassen wird. Während die Kupfers dankbar Romans Genesung feiern, wartet Martin sehnsüchtig darauf, Julia endlich wiederzusehen. Als Julia aus dem Gefängnis entlassen wird, trifft sie auf ihre – aus Verzweiflung und Scham alkoholabhängige – Mutter. Beide sind innerlich ausgezehrt und können nur schwer mit der Situation umgehen. Die Jahre im Gefängnis, das verlorene Kind, die Ungewissheit, die Lügen über Martin und die traumatischen Erlebnisse der Haft belasten Julia schwer. Auch Martin muss das erkennen. Er will Julia aber nicht noch einmal verlieren und um ihre gemeinsame Liebe kämpfen. Auch Vera und Falk unternehmen einen Versuch, ihre Beziehung zu retten. Falk lässt sich auf den Besuch bei einer Eheberaterin ein. Als er jedoch merkt, dass die Psychologin seine Frau in ihren Zweifeln eher bestärkt, anstatt seine Ehe zu stabilisieren, setzt er sie mit belastenden Informationen aus ihrer Vergangenheit unter Druck. Über ihre Freundin Nicole lernt Vera deren Bruder Robert Wolff kennen. Sie ist fasziniert von der Lebensfreude, die er und Nicoles Freunde ausstrahlen. Als sie jedoch erfährt, dass Robert Pfarrer der Kreuzkirchengemeinde ist, steigt Panik in ihr auf. Als Frau eines Stasi-Offiziers ist es für sie undenkbar, sich in derartigen Kreisen zu bewegen. Dennoch nimmt sie eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung mit Punk-Konzert im Gemeindehaus an, bei der sie sich seit langem wieder lebendig fühlt. Als ihr Robert von den verheerenden Umweltsünden in Bitterfeld erzählt, und dass giftige Chemieabfälle die Ursache für die Behinderung von Nicoles Sohn Thomas sind, ist sie schockiert und kann das zunächst nicht glauben. Während Robert mit Vera flirtet und ihr vertraut, regt sich bei einem seiner Freunde Misstrauen. Frank Luchnik fürchtet, Vera könne ein Spitzel sein. Seine Bedenken sind durchaus angebracht, denn die Kreuzkirche steht seit einiger Zeit unter Beobachtung des MfS. So entdeckt Falks MfS-Kollege Geifel bei der Auswertung eines operativen Einsatzes gegen die Kreuzkirche ein Foto, auf dem er Vera unter den Gemeindemitgliedern erkennt. Auf einen solchen Trumpf gegen seinen Konkurrenten Falk Kupfer hätte Geifel nie zu hoffen gewagt. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 24.09.2013 einsfestival
    • Staffel 2, Folge 3 (50 Min.)
      Bild: Das Erste
      Julia (Staffel 2, Folge 3) – © Das Erste

      Julia und Martin wagen einen Neuanfang und ziehen in die Datsche von Martins ehemaligem Kollegen Görlitz. Zaghaft versuchen die beiden, ein gemeinsames Leben in Normalität zu führen. Doch Julia lässt ein Gedanke nicht los: Im Krankenhaus der Haftanstalt hatte man ihr gesagt, dass ihre Tochter Anna noch am Tag der Geburt gestorben sei. Martin aber wurde mitgeteilt, das Baby sei erst sechs Tage danach verstorben. Was steckt hinter diesen Widersprüchen? Ohne Falks Wissen präsentiert Geifel derweil bei einer Konferenz eine Reihe von Fotos, auf denen Vera Kupfer mit Pastor Robert Wolff und dessen Schwester Nicole zu sehen ist. Falk reagiert mit einer geschickten Lüge: Er erklärt seinem Vorgesetzten, dass er seine Frau als IM in die oppositionelle Gruppe eingeschleust habe, nachdem Vera ihm von den staatsfeindlichen Äußerungen ihrer Kollegin Nicole berichtet hat. Die Beziehung zwischen Dunja und ihrer Tochter Julia bleibt angespannt. Julia hat das Vertrauen zu ihrer Mutter verloren und Dunja kann noch immer nicht akzeptieren, dass ihre Tochter mit Martin zusammen ist. Hans Kupfer nimmt den Widerspruch zwischen den Idealen des Sozialismus und den realen Zuständen im Land immer schmerzhafter wahr. Er sehnt sich nach einem Mann wie Gorbatschow an der Spitze der DDR. Als einige seiner Studenten in Verdacht geraten, im Besitz staatsfeindlicher Schriften zu sein, stellt er sich schützend vor sie. Falk gelingt es mit Hilfe der Eheberaterin, die er unter Druck gesetzt hat, Vera davon zu überzeugen, ein Kind zu adoptieren. Er glaubt, dass er auf diese Weise seine Ehe retten kann. Das geeignete Kind, die fünfjährige Sonja, hat er bereits im Kinderheim gefunden. Julia ist überzeugt, dass ihre Tochter nicht tot ist. Seit ihrer Haftentlassung arbeitet sie in einer Wäscherei. Dort erkennt sie in einer Kundin die Ärztin Dr. Maiwald wieder, die bei der Geburt anwesend war, und versucht, mit ihr zu sprechen. Vor Dr. Maiwalds Wohnung taucht Falk plötzlich auf und verlangt von Julia, den Tod ihres Kindes endlich zu akzeptieren. Falls nicht, droht er ihr mit der Einweisung in die Psychiatrie. Falks vehementes Eingreifen sieht Julia als Bestätigung ihres Verdachts. Sie reißt sich von ihm los, rennt auf die Straße und wird von einem Lastwagen erfasst. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 01.10.2013 einsfestival
    • Staffel 2, Folge 4 (50 Min.)
      Bild: Das Erste
      Liebe ist stärker als der Tod (Staffel 2, Folge 4) – © Das Erste

      Nach ihrem schweren Verkehrsunfall wird Julia mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Martin muss hilflos abwarten, während die Ärzte vergeblich um Julias Leben kämpfen. Hans überbringt Dunja die Nachricht vom Tod ihrer Tochter. Als ihr allmählich bewusst wird, was passiert ist, wird sie von schweren Schuldgefühlen heimgesucht. Sie und Julia sind im Streit auseinandergegangen. Eine Versöhnung wird es nie mehr geben. Auf Julias Beerdigung hält Martin eine bewegende Abschiedsrede. Dunja singt Julias Lieblingslied. Auch Hans ist zur Beerdigung gekommen. Nach der Beerdigung verbringen Dunja und Hans eine Nacht miteinander. Als Hans ihr vorwirft, dass Julias Tod nur ein Vorwand für sie sei, sich zu Tode zu trinken, wirft Dunja ihn raus. Auch das Verhältnis von Hans zu Marlene ist äußerst angespannt. Die Nacht, die er nicht zu Hause verbracht hat, steht wie eine unausgesprochene Anklage zwischen ihnen. Falk fürchtet wegen Veras Kontakt zu den Bürgerrechtlern in der Kreuzkirche um seine Karriere beim MfS. Er konfrontiert sie mit den belastenden Fotos. Mit der Drohung, sie könnte durch ihre Verhalten die Zukunft ihres Sohnes Roman und die der ganzen Familie gefährden, bedrängt er Vera, als IM für die Stasi zu arbeiten. Er verlangt von ihr, Pfarrer Robert Wolff und die anderen Mitglieder der oppositionellen Gäste zu bespitzeln. Ohne es mit Vera abzustimmen, verkündet Falk, dass er am nächsten Tag den Adoptionsantrag für die kleine Sonja unterschreiben wird. Vera fühlt sich übergangen. Sie entscheidet sich, mit Robert und Nicole an einer nicht genehmigten Demonstration für eine sauberere Umwelt teilzunehmen. Während der Demonstration wird Vera von Stasi-Mitarbeitern bedrängt. Durch Roberts Eingreifen kann sie sich der Verhaftung entziehen. Dunja steht inzwischen am Abgrund, erst als sie kurz davor ist, sich im Alkoholrausch etwas anzutun, findet sie die Kraft, gegen ihre Sucht zu kämpfen. Hans unterstützt sie dabei. Währenddessen zieht sich Martin in die Datsche zurück, um Abschied von Julia und dem Traum von einem gemeinsamen Leben zu nehmen. Er übergießt Julias Sachen und den Tisch, der noch genauso ist, wie bei ihrem letzten gemeinsamen Frühstück, mit Benzin und steckt alles in Brand. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 08.10.2013 einsfestival
    • Staffel 2, Folge 5 (50 Min.)
      Bild: rbb/Julia Terjung
      rbb Fernsehen WEISSENSEE II. STAFFEL FOLGE 11, "Der Überfall", am Samstag (22.11.14) um 20:15 Uhr. Falk (Jörg Hartmann, r.) wird von seinem Vorgesetzten unter Druck gesetzt, dem Treiben der Bürgerrechtler der Umweltbibliothek endlich ein Ende zu setzen. – © rbb/Julia Terjung

      Als Hans bei der brennenden Datsche eintrifft, wankt Martin aus der Tür. Er ist wütend und macht den Staat, die Familie und sich selbst dafür verantwortlich, was mit Julia und seiner Tochter Anna passiert ist. Hans fordert Martin auf, alles zu unternehmen, um herauszufinden, ob Anna noch lebt und bietet ihm seine Hilfe an. Martin sucht fieberhaft nach Antworten. Doch Dr. Maiwald ist verschwunden. Und Generalleutnant Gaucke zieht alle Register, damit sie auch weiterhin unauffindbar bleibt. Hans wird vom Minister auf seine alte Position beim MfS zurückgeholt. Er nutzt seine wiedererlangte Position, um den Arzt ausfindig zu machen, der Annas Totenschein ausgestellt hat. Als Hans Dr. Schmolke aufsucht, merkt er, dass dieser etwas zu verbergen hat. Er will Dr. Schmolkes Führungsoffizier beim MfS ausfindig machen und baut eine inzwischen inaktive Wanze aus Dunjas Telefon aus, um den Arzt damit abzuhören. Obwohl Hans’ gemäßigter Kurs von einigen Parteioberen unterstützt wird, will sein Vorgesetzter Gaucke weiter erbarmungslos gegen jeden „Staatsfeind“ vorgehen. Gaucke setzt Falk unter Druck, dem Treiben der Bürgerrechtler der Umweltbibliothek endlich ein Ende zu setzen. Diese sind inzwischen zu einem wichtigen Zentrum der oppositionellen Bewegung geworden, zu der auch Pfarrer Robert gehört. Falk verlangt von Vera, endlich Informationen über die oppositionelle Gruppe zu liefern, und stürzt sie damit in einen schweren Gewissenskonflikt. Vera hat sich nicht nur in Robert verliebt, sondern beginnt auch dessen politische Ansichten zu teilen. Sie fühlt sich aber auch Falk und ihrer Familie verpflichtet. Sie kann sich deshalb nicht entschließen, Falk zu verlassen, und stimmt der Adoption der kleinen Sonja zu. Vera kann es aber mit ihrer Überzeugung nicht vereinbaren, Falk Informationen zu liefern, und berichtet ihm deshalb nur Belangloses über die Umweltbibliothek. Doch Falk reicht dieses Wissen, um von Nicoles behindertem Sohn Angaben über die nächste illegale Aktion, das Drucken einer regimekritischen Zeitung, zu erpressen. Als beim Zugriff in der Kirche weder Robert noch Nicole anwesend sind, ordnet Falk an, auch die Wohnung des Pfarrers zu durchsuchen, um diesen dort festzusetzen. Mit Erfolg. Zu seiner Überraschung trifft Falk in dessen Schlafzimmer auch auf Vera. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 15.10.2013 einsfestival
    • Staffel 2, Folge 6 (50 Min.)
      Bild: ARD
      ARD WEISSENSEE, II. Staffel (6 neue Folgen), Folge 12 "Morgenluft", am Dienstag (22.10.13) um 20.15 Uhr im Ersten. Geifel (Sven Lehmann, l.) sieht mit Genugtuung, dass sich für Falk (Jörg Hartmann, r.) die Situation beim MfS immer mehr zuspitzt. Seine Karriere scheint beendet zu sein. – © ARD

      Nach der Stürmung der Umweltbibliothek lässt Falk Robert und die Teilnehmer der illegalen Druckaktion verhaften. Im Verhör versucht er, die Häftlinge gekonnt gegeneinander auszuspielen. Robert legt er Veras Verpflichtungserklärung als IM vor. Vera beichtet Nicole ihre Tätigkeit als IM. Nicole ist fassungslos. Sie glaubt Vera nicht, dass sie nur unwichtige Informationen weitergegeben hat. Vera wird klar, dass sie so nicht weiterleben will. Falk hat ihr alles genommen: ihr Leben, ihre Freunde, ihren Stolz. Endlich findet sie den Mut, ihn zu verlassen. Hans erfährt durch seine Abhöraktion, dass Martins Tochter noch am Leben ist. Er muss erkennen, dass Falk für Annas Entführung verantwortlich ist. Er vertraut sich Marlene an, die mit so einer Lüge nicht leben will. Doch Hans weiß, dass Martin imstande wäre, seinen Bruder dafür umzubringen und verschweigt ihm deshalb die Wahrheit. Von Falk verlangt er, ihm zu sagen, wo Anna jetzt lebt. Dunja, die ihren Alkoholismus inzwischen besiegen konnte, bietet den Umweltaktivisten ihre Unterstützung an. Bei einer Mahnwache in der Kirche zur Freilassung der Inhaftierten singt sie eines ihrer verbotenen Lieder und ruft dazu auf, sich zu engagieren und gegen die Inhaftierung zu protestieren. Die kämpferische Dunja ist zurück. Parallel spitzt sich für Falk die Situation auch im MfS weiter zu. Nach den Verhaftungen der Mitglieder der Umweltbibliothek finden überall im Land Protestaktionen statt und die westdeutschen Medien berichten ausführlich darüber. Honecker persönlich gibt deshalb den Befehl, die Inhaftierten freizulassen. Falk wird von Gauke für die misslungene Aktion verantwortlich gemacht. Seine Karriere scheint beendet zu sein. Nicole und Thomas sind indes überglücklich, Robert wieder zu Hause zu haben, der von den Strapazen der Haft sichtlich gezeichnet ist. Vor allem quält ihn die Frage, ob Vera tatsächlich die Verräterin ist. Unter Tränen gesteht Thomas schließlich, dass er sie verraten hat, aus Angst um die beiden. Zwischen Robert und Vera kommt es zur Aussprache. Sie umarmen sich. Martin erfährt, dass Anna bei einer Familie in Weißensee lebt. Er beobachtet sie heimlich und sieht, wie liebevoll die Adoptiveltern mit der Kleinen umgehen. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 22.10.2013 einsfestival

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