Special, Seite 1

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      „Es waren Tage, Wochen, in denen niemand wusste, wie es weitergehen sollte. Die einen hatten Angst vor einem totalen Zusammenbruch, die anderen träumten von goldenen Zeiten. Nichts war mehr gewiss ÷“, erinnert sich „Weissensee“-Darsteller Uwe Kockisch. Zwischen Januar und September 1990 – einer Zeit radikaler Zäsuren in der Noch-DDR – entfaltet die vierte Staffel „Weissensee“ die Dramen, Schicksalsschläge und Konflikte ihrer Figuren. Für die Begleitdoku holen wir die Darsteller aus ihren Serienrollen heraus und stellen ihre persönliche Zeitzeugenschaft in den Mittelpunkt. So ist Claudia Mehnert, die in der Serie die Nicole spielt, gerade 17 Jahre jung und macht sich auf, um per Interrail die „neue“ Welt zu entdecken.
      Die Darstellerin der linientreuen SED-Genossin Marlene Kupfer – Ruth Reinecke – ist in der in der realen Wendezeit 35, steht am Maxim-Gorki-Theater auf der Bühne und kann vom Fenster ihrer Wohnung am Bahnhof Friedrichstrasse aus beobachten, wie ihre Mitbürger mit Einkaufstüten bepackt aus Westberlin zurückkommen. Am 18. März entscheidet sich die Zukunft der DDR. Es ist der Wahltag für die erste frei gewählte Volkskammer. Von nun an geht es Schlag auf Schlag. Die Ereignisse und Zäsuren werden chronologisch aufgerufen. Daneben markieren ausgedehnte Archiv-Sequenzen die historische Bühne. Dabei werden die Protagonisten von „Weissensee“ immer wieder als „Zeitgeister“ eingebunden, aber nicht nur sie. Auch weitere Protagonisten, die 1990 an den unterschiedlichsten Brennpunkten involviert waren, kommen zu Wort.
      Die historischen Dimensionen und Details, die in der Fiktion nur angedeutet werden können, bekommen so Tiefenschärfe. Individuelle Geschichten erzählen Geschichte. (Text: ARD)
      Deutsche TV-PremiereDi 08.05.2018Das Erste

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