unvollständige Episodenliste (Seite 21)

  • Happy Birthday, Felipe! Zum 50. Geburtstag des Bourbonen-Königs blickt „ZDF-History“ auf die Geschichte der spanischen Krone. Eine Zeitreise von Kolumbus bis zur Katalonien-Krise. Kriege, Skandale, Terror: Immer wieder wird die spanische Monarchie auf die Probe gestellt. Einst das mächtigste Königshaus der Welt, ist es heute das modernste. Was ist das Erfolgsgeheimnis der spanischen Royals? Die Dokumentation erinnert an die kritischen Jahre, in denen König Juan Carlos sein Land von der Diktatur in die Demokratie führte. Sein Sohn und Nachfolger Felipe muss sich in Zeiten islamistischen Terrors und des Separatismus in Katalonien großen Herausforderungen stellen. Ausgehend vom aktuellen Geschehen, blickt der Film in die Monarchie-Geschichte zurück und ergründet die historischen Zusammenhänge. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 28.01.2018 ZDF
  • 45 Min.
    PHOENIX TERRA X-HISTORY: SPEIS UND TRANK IN OST UND WEST. Der Lebensmittel Discounter Netto Scotti hat zur Zeit Suppen, nach alten DDR Rezepten im Angebot.
    Essen im geteilten Deutschland: Toast Hawaii oder Karlsbader Schnitte? Hamburger oder Grilletta? Hotdog oder Ketwurst? Wie sah es aus auf deutschen Tellern in Ost und West? In der Bundesrepublik herrschen ein Jahrzehnt nach dem Krieg Wirtschaftswunder und Überfluss: Die Deutschen im Westen schlemmen und gönnen sich wieder was. Im Osten hingegen wird „Konsumsozialismus“ propagiert. Die Banane wird zum Symbol des Mangels. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der deutschen Esskultur von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart. Es ist die Zeit großer Veränderungen: In beiden Teilen Deutschlands werden nach dem Krieg neue Foodtrends entwickelt. Technische Innovationen erobern die Küchen – aber auch Essen aus anderen Ländern wie Pizza, Soljanka und Döner verändern die Essgewohnheiten hierzulande. Amerikanische Fast-Food-Ketten erobern die westdeutschen Städte, auch im Osten wird man in Sachen Essen immer experimentierfreudiger. Das Thema Essen führt zu Hüftspeck in Ost und West. Mit Fitness und Diäten wird ab den 70ern den Fettröllchen der Kampf angesagt. Mit viel Humor und Anekdoten unternimmt die Dokumentation einen bunten, appetitanregenden Streifzug durch die deutsch-deutsche Esskultur. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 25.11.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 26.11.2023 ZDF
  • Als Helden der Geiselbefreiung von Mogadischu 1977 schrieben sie Geschichte: die Männer der GSG 9. 50 Jahre später kämpft die Spezialeinheit unvermindert gegen Terrorismus und Kriminalität. Sie riskieren ihr Leben, um andere zu retten. Sie operieren im Verborgenen und müssen unerkannt bleiben. Und doch kennt sie jeder: Deutschlands Antiterror-Einheit GSG 9. Bislang unveröffentlichtes Filmmaterial dokumentiert Übungen und Einsätze der Eliteeinheit. Fachleute schätzen die Einsatzstärke der GSG 9 auf mehrere Hundert Mann, genauere Zahlen müssen geheim bleiben – wie so vieles bei der GSG 9. Ein Job unter permanenter Anspannung, auch für die Familien. Bis heute sind vier der Elitepolizisten bei über 2000 Einsätzen ums Leben gekommen. Jeder Einzelne wird schmerzhaft vermisst. „Einen Kameraden im Einsatz zu verlieren, das vergisst man sein Leben lang nicht“, so der GSG-9-Kommandeur Jérome Fuchs im Film von Uli Weidenbach. Anders als andere deutsche Spezialeinheiten sind die Elitepolizisten der GSG 9 flexibel einsetzbar – auch ohne Bundestagsmandat, etwa bei Schiffsgeiselnahmen in internationalen Gewässern. Wie wertvoll eine solche Eingreiftruppe ist, weiß Gabriele von Lutzau, eine befreite Geisel der 1977 entführten Lufthansa-Maschine, zu schätzen: „Die Männer der GSG 9 sind natürlich Helden. Alle Menschen, die in dem Flugzeug waren, wären sonst tot.“ So viel steht fest: Wer von ihnen gerettet wurde, wird es niemals vergessen. Ein Grund mehr für die GSG 9 weiter gegen den Terror zu kämpfen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 03.09.2022 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 04.09.2022 ZDF
  • 45 Min.
    Er darf eigentlich in keinem Schrebergarten fehlen: Der Gartenzwerg.
    Was haben Albert Einstein, Friedrich Ebert und der Gartenzwerg gemeinsam? Den Schrebergarten! Inbegriff deutscher Spießigkeit und doch auch ein Stück Stadtgrün mit bewegter Vergangenheit. Seit gut 150 Jahren gibt es die Kleingärten, und seitdem verändern sie sich: vom Armengarten bis zum Versteck in der Nazizeit, vom Spießeridyll mit Kleingartengesetz im Westen, der Selbstversorger-Parzelle der DDR bis hin zum grünen Hipsterparadies von heute. Dabei hat der Namensgeber, der Leipziger Orthopäde Moritz Schreber, bei den Schrebergärten eigentlich zunächst nur die Gesundheit von Kindern im Sinn. Auf Spiel- und Tummelplätzen sollen sie sich an der frischen Luft bewegen und in kleinen abgesteckten Beeten Gemüse kultivieren. Doch das macht auch den Eltern Spaß, die bald Parzellen pachten und die ersten Schrebergartenvereine gründen. In der Zeit des Naziterrors dienen Kleingärten manchmal als Versteck: Showmaster Hans Rosenthal, Schauspieler Michael Degen und die Berliner Jüdin Ruth Winkelmann überleben versteckt in Gartenlauben. Die DDR-Bürger nutzen die Gärten zur Selbstversorgung, doch bald schon erkennt auch Erich Honecker das volkswirtschaftliche Potenzial der Parzellen. Die Kleingärtner müssen ihr mühsam kultiviertes Obst und Gemüse zu Aufkaufstellen bringen und füllen damit die leeren Regale in den „Konsums“ der gesamten DDR. Im Westen der 1970er-Jahre sind eher Ziergärten im Trend. Doch Rhododendron hin oder her: Ein Drittel muss Nutzgarten sein, so will es das Bundeskleingartengesetz. Keineswegs kleingärtnerischer Konsens ist dabei übrigens der Gartenzwerg. Heute ist er die Verkörperung des typisch Deutschen. Dabei kommen die Herren mit den Zipfelmützen ursprünglich gar nicht aus Deutschland. Der Film spürt dem sehr deutschen Phänomen des Schrebergartens nach. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 19.06.2022 ZDF
  • 45 Min.
    Die Angriffe sind inzwischen nicht mehr nur propagandistisch, sondern stellen auch eine reale Bedrohung dar.
    Putins Geheimdienste haben Deutschland im Visier, führen längst einen hybriden Krieg gegen den Westen – meist im Schatten, oft nur von wenigen Wachsamen bemerkt. Brandsätze in Frachtzentren, zerrissene Unterseekabel, Anschlagspläne auf einen Rüstungsmanager, Drohnenflüge über Militäranlagen, aber auch Fake News auf gefälschten Nachrichtenseiten im Internet sind Anzeichen für die Offensive im Geheimen. Jahrzehntelang herrschte nach dem Fall der Mauer eine Euphorie über die deutsch-russische Annäherung: Aus Feinden waren jetzt endlich Freunde geworden – so glaubten viele hierzulande. Gemeinsam in die Zukunft in einem freien und friedlichen Europa. Preiswertes russisches Gas sorgte für warme Wohnzimmer und eine florierende deutsche Industrie. In Russland öffneten sich neue Märkte für deutsche Produkte. Die Mächtigen beider Länder verbanden schnell Männerfreundschaften mit Saunagängen und Schlittenfahrten. Dass Präsident Putin zunehmend autokratisch regierte und seine Nachbarn mit Krieg überzog, erschien lange Zeit als hinnehmbar. Das änderte sich mit seinem Überfall auf die Ukraine Anfang 2022. Der Konflikt mit Russland trat offen zutage. Um Europa und insbesondere Deutschland zu verunsichern, entfesselte der Kreml nun seine Propagandamaschinerie. Bruchstellen und Konflikte in der deutschen Gesellschaft boten Ansatzpunkte – zunächst für bewusst lancierte Fake News. Die Propaganda ging bald über in Maßnahmen der hybriden Kriegsführung: unerklärliche Vorfälle, Spionage, Sabotage. Oft führen die Spuren nach Russland und zu seinen Geheimdiensten. Seit Jahrzehnten hat man hier Erfahrung im Schattenkrieg, kennt sich aus mit der Zersetzung gegnerischer Gesellschaften. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 06.04.2025 ZDF
  • 45 Min.
    Sie war die Elitetruppe des Naziregimes – zugleich aber auch Inbegriff des Terrors. Als Vollstreckerin des Holocaust verantwortlich für millionenfachen Mord: die SS. Keine andere Organisation in Hitlers Reich steht so sehr für den tödlichen Rassenwahn des Regimes. Gleichzeitig war die sogenannte Schutzstaffel aber auch ein gefährliches und effektives Machtinstrument innerhalb der NS-Diktatur und Hitler bedingungslos ergeben. SS – zwei Buchstaben in Runenschrift und der Totenkopf sind ihr Symbol. Am Anfang nur eine Art Partei-Security und Teil der SA, der „Sturmabteilung“, empfinden sich die SS-Leute bald schon als „Schwarzer Orden“, als die rassische Speerspitze des Nationalsozialismus. Wer waren die Männer, die sich im Schatten der braunen SA-Kolonnen zu einer elitären Parteitruppe formen ließen – bereit, notfalls auch gegen die eigenen Kameraden zu marschieren? Wie wurden aus oft ganz normalen Deutschen Massenmörder in Uniform? „Terra X History: Die SS – Macht und Mythos“ zeigt den Aufstieg der SS von einer unbedeutenden Wachtruppe hin zu Hitlers willigen Vollstreckern. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 09.09.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 10.09.2023 ZDF
  • Schild in polnischer Sprache an Eisenbahnlinie: „Kein Zutritt“.
    Josef Stalin gehört zu den schlimmsten Verbrechern der Geschichte, seine Gewaltherrschaft fordert Millionen Opfer. Doch wie wurde aus dem jungen Revolutionär ein gefürchteter Diktator? „ZDF-History“ zeigt den Aufstieg von Josef Stalin zur absoluten Macht: vom Revolutionär zum Tyrannen, vom Gejagten zum Jäger. Kaum eine Familie in der Sowjetunion bleibt von Stalins Terror verschont. Trotzdem verehren ihn viele Russen bis heute. In der Dokumentation berichten Weggefährten und Zeitzeugen von Stalins wachsendem Verfolgungswahn und vom alltäglichen Wahnsinn seiner Terrorherrschaft. Zu Stalins Werkzeugen der Macht gehören Säuberungen, Deportationen und das Straflagersystem Gulag, in dem Millionen umkommen. Heute jedoch sieht jeder zweite Russe Stalins Herrschaft positiv: Er habe Russland zur Weltmacht geführt. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 03.09.2017 ZDF
  • 45 Min.
    Was vor 80 Jahren mit der Kapitulation der 6. Armee endete, war einer der großen Wendepunkte des Zweiten Weltkrieges. Die langen Schatten der Schlacht von Stalingrad reichen bis in die Gegenwart. „ZDF-History“ geht auf Spurensuche.
    Am 2. Februar 1943 kapituliert die 6. Armee in Stalingrad. Es ist einer der großen Wendepunkte des Zweiten Weltkrieges. Der lange Schatten von Stalingrad reicht bis in die Gegenwart. Die Erinnerung an die verlustreiche Schlacht prägte eine ganze Generation auf deutscher und russischer Seite. Wie wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus dem Sterben an der Wolga ein Mythos? „ZDF-History“ geht auf Spurensuche. Stalingrad – für viele Deutsche steht es für den Anfang vom Ende des deutschen Vernichtungskrieges im Osten. Nur 6000 deutsche Soldaten überlebten Kessel und Gefangenschaft. Für sie blieb die Schlacht an der Wolga unvergessen – ein Leben lang. Die grausamen Kämpfe hinterließen tiefe Wunden. Bei manchem Überlebenden sollten sie nie mehr heilen. Für Russland, das in Stalingrad mehr als eine halbe Million Tote zu beklagen hatte, spielt der Sieg noch heute eine zentrale Rolle im nationalen Selbstverständnis. Welche Folgen hat eine der bedeutendsten Schlachten des Krieges noch in der Gegenwart? Was sagen uns die Erinnerungen der Stalingradkämpfer, die Hunderte von Briefen und Tagebüchern hinterlassen haben? Welche Botschaft geht von schriftlichen Quellen aus und von den Fotografien, die ihnen beiliegen? Renommierte Historikerinnen und Historiker erklären die Schlacht. Originalquellen lassen das Geschehen nacherleben. So zeigt die Dokumentation ein multiperspektivisches Gesamtbild eines welthistorischen Ereignisses – von der Vorgeschichte über den Verlauf der Schlacht und den Nachwirkungen bis in die Gegenwart. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 28.01.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 29.01.2023 ZDF
  • Es war eine Sensation mitten im Kalten Krieg: 1967 floh die Tochter Josef Stalins in die USA. Aus dem Schatten ihres Vaters zu treten, gelang Swetlana Allilujewa auch in der Fremde nicht. Für die Sowjets bedeutete die Flucht einen schweren Ansehensverlust. Offenbar gab es sogar Überlegungen im Kreml, die berühmte Überläuferin zu töten. In den USA wurde Swetlana bald zum gefeierten Medienstar. Ihre Bücher machten sie reich, aber nicht glücklich. „ZDF-History“ zeigt das ambivalente Vater-Tochter-Verhältnis, Stalins Grausamkeiten, die vor der eigenen Familie nicht Halt machten und Swetlanas verzweifelte Suche nach privatem Glück. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 04.10.2015 ZDF
  • Sie prägen unsere Welt bis heute: die großen Eroberer, Strategen oder Genies der Mittelmeer-Antike. So ernten Alexander der Große, Kleopatra oder Archimedes für ihre Taten ewigen Ruhm. Während umgekehrt Nero als Sinnbild für Tyrannenwahn unsterblich geworden ist. Andere haben zwar ebenfalls Großes vollbracht, sind aber in Vergessenheit geraten – wie etwa der erste Marathonläufer. „ZDF-History“ erzählt die wahren Geschichten der antiken Stars. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 30.11.2014 ZDF
  • Wunderkind, Weltranglistenerste, Weltstar: Steffi Graf hat dank ihrer eisernen Disziplin Tennisgeschichte geschrieben und private Krisen überstanden. Bis heute ist Steffi Graf für viele Deutsche ein Vorbild, während und auch nach ihrer Karriere. Skandalfrei stand sie über Jahrzehnte im Blitzlichtgewitter der Weltöffentlichkeit. Doch der Star aus der badischen Provinz hat auch die Schattenseiten des Erfolgs erlebt. Zu Steffi Grafs 50. Geburtstag blickt „ZDF-History“ zurück auf eine einzigartige Sportlerkarriere: 1969 wird Stefanie Maria Graf in Mannheim geboren. Ihr Vater schenkt ihr mit vier den ersten Schläger. Schnell ist klar: Steffi Graf ist ein Jahrhunderttalent. Im Laufe ihrer Karriere gewinnt sie alles, was man nur gewinnen kann. 1988 sogar den Golden Slam – die vier großen Grand-Slam-Turniere in Folge und dazu die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul: fünf Siege für die Ewigkeit. Die Sportwelt ist von der stillen Effizienz der Deutschen begeistert. Doch bald lernt Steffi Graf auch die dunklen Seiten des Ruhms kennen. Bei einem Turnier in Hamburg sticht 1993 ein fanatischer Graf-Fan Monica Seles nieder, damals ihre härteste Konkurrentin. Ein Anschlag, der die Tenniswelt verändert. Schlagzeilen machen auch die Skandale um ihren Vater. Die Steueraffäre geht an ihr nicht spurlos vorüber. Seit diesen Tagen schützt sie ihr Privatleben, so gut es geht. Auch die Gesundheit macht ihr zu schaffen. Trotzdem gewinnt sie 1999 noch einmal die French Open, kurz darauf gibt sie ihren Rücktritt bekannt. Ihre sportlichen Siege haben Steffi Graf unsterblich gemacht. Ihr schönster Erfolg aber ist ihr privates Glück. Mit ihrem Mann Andre Agassi und den beiden Kindern lebt sie heute in Las Vegas. Angeblich „streiten“ die Eheleute allenfalls über die Handhabung von Zahnpastatuben und verknotete Ladekabel. Den Tennisschläger nimmt sie nur noch selten in die Hand. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 05.05.2019 ZDF
  • Die szenische Dokumentation zeichnet anhand ausgewählter Einzelschicksale französischer und deutscher Soldaten ein sehr persönliches Bild der verheerenden Kämpfe um Verdun 1916. Sie ahnten nicht, dass ihnen eine der schrecklichsten Materialschlachten der Menschheit bevorsteht: Der Film stützt sich auf Briefe und Tagebücher französischer und deutscher Soldaten. Sie vermitteln ein Bild des Infernos „von unten“. Der Berufsoffizier Kurt Hopffer aus München war 22 Jahre alt, als der Krieg ausbrach. Er wollte seinem Familiennamen Ehre machen und dass seine Eltern stolz auf ihn sind. Charles Delvert, Geschichtslehrer aus Paris, war ein fürsorglicher Kompaniechef, der den Sinn militärischer Befehle immer wieder in Frage stellte. Sylvain Eugène Raynal war ein fronterfahrener Berufsoffizier, der nach einer Verwundung zum Kommandanten des heftig umkämpften Fort Vaux ernannt wurde. „Man stirbt, aber man ergibt sich nicht“, ermahnte er seine Soldaten. Der Münchner Jurist Karl Rosner war Ende 20, als er einberufen wurde. Er fühlte sich wegen seiner Zweifel an der Kriegsführung von seinen Kameraden oft unverstanden. Das Inferno von Verdun wurde zum Inbegriff für das Grauen der modernen „Materialschlachten“. Über 700 000 Menschen, Deutsche und Franzosen, starben, wurden verwundet oder blieben vermisst, ohne dass sich der Frontverlauf wesentlich änderte. Die Historiker Gerd Krumeich und Antoine Prost gehen der Frage nach, was die Schlacht um Verdun für den Verlauf des Ersten Weltkrieges bedeutete und wie sie zum Symbol wurde für die Sinnlosigkeit des mörderischen Stellungskrieges. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 29.05.2016 ZDF
  • Mal kam man mit ein paar Schillingen davon, mal kostete es den eigenen Kopf. „ZDF-History“ zeigt, wie sich das Verständnis von Schuld und Sühne im Laufe der Jahrhunderte radikal veränderte. Statt Hängen, Köpfen oder Rädern setzt die Justiz heute auf humanen Strafvollzug und Resozialisierung. Wie eine Gesellschaft mit ihren Straftätern umgeht, sagt viel über sie selbst aus. Wie hat sich das Strafen verändert? „ZDF-History“ geht auf Spurensuche. Für die Dokumentation begibt sich „ZDF-History“ an Schauplätze historischer Kriminalfälle, alte und neue Stätten der Justiz. Wie bei Allensbach am Bodensee. Dort machten Archäologen im Zuge von Straßenbauarbeiten einen spektakulären Fund: eine ehemalige Richtstätte, an der zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert Urteile vollstreckt wurden. Die Forscher entdeckten ein Skelett mit besonderen Auffälligkeiten: Ein Verurteilter, erst gerädert, dann wurde sein Kopf aufgespießt. Wofür musste der Mann derart grausam büßen? Drastische Strafen wie diese wurden damals jedoch seltener vollstreckt, als man heute gemeinhin annimmt. Gerädert wurden meist nur männliche Schwerstverbrecher. Doch Reiche und Angesehene hatten auch bei schlimmen Vergehen mitunter Glück und kamen mit einer sogenannten Sühnezahlung davon. Wie unterschiedlich damals und heute Recht gesprochen wurde und wie drastisch sich der Strafkatalog im Laufe der Jahrhunderte änderte, zeigt „ZDF-History“ anhand von spannenden Kriminalfällen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 22.11.2020 ZDF
  • Zwei Männer, wie sie gegensätzlicher kaum sein konnten: Kaiser Wilhelm II. und der Sozialdemokrat Friedrich Ebert. In ihren Biografien spiegeln sich die Konflikte des Kaiserreichs.
    Zwei Männer, wie sie gegensätzlicher kaum sein konnten: Kaiser Wilhelm II. und der Sattler Friedrich Ebert. In ihren Biografien spiegeln sich die Konflikte des Kaiserreichs. Am Ende beerbte der eine den anderen: Als Kaiser regierte Wilhelm II. das Deutsche Reich 30 Jahre lang und führte es in den Ersten Weltkrieg. Nach seiner Abdankung übernahm Friedrich Ebert die Macht, wurde das erste demokratische Staatsoberhaupt der Deutschen. Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles das deutsche Kaiserreich proklamiert. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte leben die Deutschen vereint in einem Nationalstaat. Der Hohenzoller Wilhelm II. war damals 12 Jahre alt. Zwei Wochen nach dem Gründungstag wurde in Heidelberg der Schneidersohn Friedrich Ebert geboren. Beide Männer sollten das Kaiserreich auf sehr verschiedene Weise prägen, der eine als Monarch, der andere als ein Mann aus dem Volke und führender Kopf der Sozialdemokraten. Wilhelm II. wuchs im Selbstverständnis königlichen Gottesgnadentums auf, verstand so auch seine Rolle, als er 1888 Deutscher Kaiser wurde. Er wollte möglichst uneingeschränkt über die Geschicke des Reiches bestimmen. Friedrich Ebert, hineingeboren ins Milieu der Handwerker, Arbeiter und Tagelöhner, absolvierte eine Sattlerlehre, schloss sich der Gewerkschaft an und baute die Sozialdemokratie mit auf. 1912 zog er als Abgeordneter in den Reichstag. Als die Revolution von 1918/​19 im Angesicht der Kriegsniederlage den Untergang des kaiserlichen Obrigkeitsstaates besiegelte, entstand eine Konstellation, die zuvor kaum denkbar erschien. Der ehemalige Sattlergeselle Ebert übernahm als führender Sozialdemokrat die Regierungsgeschäfte und gestaltete den Übergang von der Revolution in die Republik. Als erstes demokratisches Staatsoberhaupt in Deutschland galt sein ganzer Einsatz dem Schutz des jungen Staates bis zu seinem frühen Tod 1925. Der letzte deutsche Kaiser betrat nach seiner Flucht in die Niederlande nie mehr deutschen Boden. Bis zum Lebensende 1941 überwand Wilhelm II. den Verlust der Krone nicht – wie auch die Tatsache, dass ausgerechnet ein Sattler ihn als Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches abgelöst hatte. Der Film zeigt anhand der Hauptakteure die grundlegenden Gegensätze, die das Kaiserreich ausmachten – zwischen Tradition und Aufbruch, Frieden und Krieg. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 12.12.2021 ZDF
  • Vor einem Jahr dringen gewaltbereite Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Trump in den US-Kongress ein. Sie wollen den Machtwechsel zu Biden verhindern. Fünf Menschen sterben. Der historisch einmalige Sturm auf das Parlament der USA beschäftigt nun die Gerichte. Schon bei der Fahndung nach den „Rioters“ haben die Live-Videos geholfen, die sie selbst über Social Media verbreitet haben. Jetzt dienen die Filme als Beweismaterial. „ZDF-History“ zeichnet die Ereignisse vom 6. Januar 2021 nach und spricht mit Beteiligten: Was haben Abgeordnete und ihre Beschäftigten erleiden müssen? Wie war die Lage bei den Wachleuten und Polizisten? Schließlich: Was hat die Trump-Anhänger bewogen, das Parlamentsgebäude zu erstürmen? Experten haben das Geschehen analysiert und schildern die Hintergründe der Eskalation. Aufgestachelt werden die „Rioters“ damals von Präsident Trump persönlich: In einer Rede zweifelt er Bidens Wahlsieg an und ruft zum Widerstand auf. Das hat ein Nachspiel: Wegen „Anstiftung zum Aufruhr“ soll er noch kurz vor seinem regulären Ausscheiden des Amtes enthoben werden. Der Antrag findet aber nicht die nötige Zweidrittelmehrheit im Senat. Folge: Donald Trump dürfte noch einmal bei der Präsidentschaftswahl antreten – trotz seines folgenreichen Aufrufs, zum Kapitol zu ziehen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 09.01.2022 ZDF
  • Hamburg im Februar 1962: Das Tief „Vincinette“ verursacht in Norddeutschland die folgenreichste Sturmflut der Bundesrepublik. In Hamburg brechen Deiche, allein dort sterben 315 Menschen, mehr als 70 000 werden obdachlos. Die Flut verursacht in der Hansestadt einen Schaden von rund 873 Millionen Mark. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Do. 16.02.2012 ZDFinfo
  • Er war der mächtigste Sultan des Osmanischen Reiches. Er eroberte fremde Imperien, verliebte sich unsterblich in eine Sklavin und ließ seinen besten Freund und den eigenen Sohn ermorden. 1566 stirbt Süleyman bei einem Feldzug in Ungarn. Sein Tod wird geheim gehalten, sein Herz heimlich unter seinem Zelt vergraben. Am Todesort entsteht eine Pilgerstätte, die ungarische Archäologen jetzt offenbar wiederentdeckt haben – eine Sensation. „ZDF-History“ zeigt das Leben eines der berühmtesten Herrscher der Geschichte und zugleich die spannende Suche nach seinem verlorenen Grab. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 17.04.2016 ZDF
  • 27 Jahre lang saß Nelson Mandela in Haft, dann gelang ihm das friedliche Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika. Macht ihn das zum „Superhelden der Geschichte“? „ZDF-History“ nimmt seine Biografie und die anderer sogenannter „Superhelden“ unter die Lupe.
    Sie kämpfen gegen Ungeheuer und Terror, führen Armeen in Schlachten, riskieren ihr Leben für andere und wachsen über sich selbst hinaus: die „Superhelden der Geschichte“. In jeder Kultur, in jeder Epoche gibt es sie – Menschen, die etwas Außergewöhnliches vollbringen, ihren „Fußabdruck“ in der Geschichte hinterlassen oder selbst Geschichte schreiben. Ob im Krieg, Sport, in der Literatur oder im Film – Helden sind kaum wegzudenken. Auch in unserer Zeit ist das Bedürfnis nach Menschen, die Heldentaten vollbringen, nach wie vor groß. Nicht selten wirken sie identifikationsstiftend. Doch so mancher Held wird auch für „böse Zwecke“ missbraucht, umgedeutet und missverstanden. Dabei unterscheiden sich moderne Helden kaum von denen der Antike. Odysseus als „Ur-Held“, der sich auf einer „Heldenreise“ bewähren muss, gilt als Blaupause für so manchen Helden auf der Leinwand, der Theaterbühne oder im Roman. Doch was macht einen Helden zum Helden? Ist es immer der Sieg – oder manchmal gar die Niederlage, die einen Menschen vom „Normalo“ zum Heroen werden lässt? Müssen Helden am Ende immer sterben – oder dürfen sie wie jeder andere altern, Falten bekommen und am Krückstock gehen? Und wie ändert sich der Blick auf sie im Lauf der Jahrzehnte oder Jahrhunderte? Werden aus einstigen Superhelden in der Rückschau gar Superschurken? „ZDF-History“ nimmt die Biografien der „Superhelden der Geschichte“ unter die Lupe, darunter Arminius der Cherusker, Jeanne D’Arc, Nelson Mandela und Sophie Scholl. Welche Taten haben sie vollbracht, und warum werden sie bis heute verehrt? (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.12.2019 ZDF
  • 45 Min.
    DDR-Punks wie Kim Pickenhain aus der damaligen Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) gerieten wegen ihres „negativ-dekadenten Verhaltens“ immer wieder ins Visier der Staatssicherheit und landeten häufig hinter Gittern.
    Die DDR sei „ein sauberer Staat“, so Staatschef Erich Honecker. Was nicht in dieses offizielle Bild passte, wurde totgeschwiegen – wie Prostitution, Alkoholismus und Drogenmissbrauch. So prangerte man Prostitution als Problem kapitalistischer Gesellschaften an, das im Sozialismus überwunden sei. Alkohol und Drogen galten ebenso als auszurottende „Überbleibsel des Kapitalismus“. Tatsächlich aber wurde in der DDR ordentlich gesoffen. Auch das „älteste Gewerbe der Welt“ florierte – in Interhotels in Rostock und Ost-Berlin, vor allem aber zu Messezeiten in Leipzig. Hier mischte sogar die Staatssicherheit als Zuhälter der käuflichen Liebe mit, um die Gäste aus dem Westen abzuschöpfen. Fortschrittlich gab sich die DDR dagegen beim Thema Homosexualität. Der Paragraf 175, der Liebe unter Männern unter Strafe stellte, wurde in der DDR bereits 1968 abgeschafft – im Westen verschwand er erst 1994. Doch die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben existierte nur auf dem Papier. Sie passten nicht ins offizielle Bild des „sozialistischen Menschen“, ebenso wenig wie Punks, die es ab Anfang der 1980er-Jahre auch in der DDR gab. Ihre No-Future-Attitüde konterkarierte das offizielle Bild einer strahlenden sozialistischen Zukunft. Sie mussten mit Zwangsmaßnahmen des Staates rechnen. Seit seiner Gründung stand der Arbeiter- und Bauernstaat auch Religionen kritisch gegenüber. Der Handlungsspielraum der Kirchen wurde immer weiter eingeschränkt. Mitte der 1980er-Jahre konnte dann ausgerechnet die in den USA beheimatete Religionsgemeinschaft der Mormonen in der DDR Fuß fassen und einen Tempel errichten, den ersten in einem sozialistischen Land. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 01.02.2025 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 02.02.2025 ZDF
  • Im Fernsehen überführen Rechtsmediziner jeden Täter, in der Realität haben sie es deutlich schwerer. Gemeinsam mit dem Kriminalbiologen Mark Benecke untersucht ZDF-History Höhen und Tiefen in der Geschichte der Forensik. Zum Beispiel den Fall Richard Buckland: 1986 gesteht der Brite die Ermordung einer jungen Frau, den Mord an einer anderen Frau leugnet er. Zum ersten Mal kommt die neue Methode der DNA-Analyse zum Einsatz. Mit einem überraschenden Ergebnis: Buckland ist unschuldig. Der wahre Täter heißt Colin Pitchfork. 1987 wird er überführt. Er ist der erste Täter, der aufgrund der DNA-Analyse belangt werden kann. ZDF-History zeigt anhand von spannenden Fällen, was die Forensik wirklich geleistet hat und leistet – vom ersten Fingerabdruck bis heute. (Text: Phoenix)
    Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2015 ZDF
  • 90 Min.
    „Rettungsinsel“: Oliver Grieß aus Insul überlebt die Katastrophe, nachdem ihn zuvor die Flutmassen aus seiner Wohnung gespült und in die Ahr geschleudert hatten. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich auf dem Rest einer Brücke, die wie durch ein Wunder dem reißenden Strom widerstanden hat.
    Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal rekonstruiert die Dokumentation die entscheidenden Stunden und Ereignisse vom 14. auf den 15. Juli 20121 aus der Sicht der Betroffenen. Weder Bilder noch Berichte können vermitteln, was die Flutopfer vor Ort tatsächlich erlitten. Zigtausende Menschen wurden völlig überrascht, viele gerieten in Lebensgefahr, wurden Zeugen, wie ihre Häuser und Wohnungen zerstört wurden, Nachbarn ihr Leben verloren. Das Naturinferno brach über die Region mit ungeheurer Zerstörungskraft herein. Die Fluten setzten Dörfer und Städte unter Wasser, verwüsteten Häuser und Straßenzüge, rissen Brücken und Wege mit sich. Erdrutsche und Schlammlawinen schnitten Ortschaften von der Außenwelt ab. 135 Menschen starben allein im Ahrtal. Ein Opfer dort wurde nie gefunden. Die szenische Dokumentation stellt das persönliche Erleben und Überleben in den Vordergrund. Viele Menschen verloren ihre Existenzgrundlagen, sind heute noch auf Unterstützung angewiesen, erleben eine lange und schwierige Zeit des Wiederaufbaus, versuchen, ihre traumatischen Erlebnisse zu bewältigen. Die Dokumentation will kein Protokoll der Ereignisse liefern, sondern anhand von einzelnen Schicksalen an verschiedenen Schauplätzen zeigen, mit welcher Wucht und Gewalt die Katastrophe hereinbrach: In einem Wechsel aus archivarischem Material, Stimmen Überlebender, dramatischen Amateur- und Polizeiaufnahmen, aufwendigen Computer-Animationen, Zeitzeugeninterviews und Expertenkommentaren entsteht ein eindringliches Szenario der folgenreichen 24 Stunden. Dabei stehen auch heute noch drängende Fragen im Vordergrund: Wie konnte es sein, dass ein Flüsschen wie die Ahr, die an manchen Stellen nur eine Normaltiefe von weniger als einem Meter aufweist, bis zu zehn Metern Pegel ansteigt? Wieso kam das Wasser so schnell, wie konnte es eine solche Zerstörungskraft entfalten? Warum gab es keinen besseren Schutz für die Bevölkerung? Unklare Zuständigkeiten, widersprüchliche Einschätzungen, verspätete und unterbliebene Warnungen zählen sicher zu den Ursachen. Viele Verantwortliche nennen das ungeheure Ausmaß der Katastrophe als eigentlichen Hauptgrund für ihre völlige Überforderung in den Stunden des Infernos. Was hat diese Nacht mit den Betroffenen gemacht, und wie ging ihr Leben danach weiter? Was gibt Hoffnung? Auch darauf nimmt der Film Bezug, zeigt, wie groß die Solidarität vor Ort war, wie Helferinnen und Helfer von nah und fern in Scharen anreisten, um in den Tagen und Wochen nach der Flut Schlamm und Trümmer wegzuräumen, zu trösten und zu spenden. Bewegende Zeugnisse führen vor Augen, wie die Opfer der Katastrophe versuchen, wieder ins Leben zurückzufinden. Dabei ist ihnen die Dankbarkeit für ihre Rettung und die Unterstützung eine Hilfe. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Di. 19.05.2026 ZDF
  • „Der Politbüro-Skandal“ heißt diese Folge des ZDF-Dreiteilers „Ein Tag in der DDR“, der anlässlich des 70. Jahrestages des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 produziert wurde. Die Dokumentation zeigt die Absetzung eines populären Spitzengenossen, des Politbüro-Mitglieds Konrad Naumann, der durch Eskapaden immer wieder aus der Rolle fiel. Sein Fall gewährt Einblicke in einen Machtapparat, der den DDR-Bürgern seinerzeit verschlossen blieb. Der Film berichtet über die unehrenhafte Entlassung des Politbüro-Mitglieds Konrad Naumann. Das Machtzentrum der Staatspartei SED war für DDR-Bürger eine Art „Black Box“. Die „führenden Genossen“ im Politbüro waren zwar in den DDR-Medien präsent, schotteten sich jedoch als Herrschaftsapparat und im Privatleben gegenüber dem Volk ab. Auch räumlich – sie lebten in der streng abgeschirmten „Waldsiedlung“ Wandlitz vor den Toren Berlins. So blühten Spekulationen – auch über Konrad Naumann, den Berliner SED-Chef. Nicht nur bei Auftritten mit seiner Ehefrau Vera Oelschlegel, einer bekannten Schauspielerin und Sängerin, hob er sich ab von den blassen Apparatschiks im obersten Machtzirkel. Der joviale Kumpeltyp war beliebt an der Basis. Er drohte Erich Honecker die Schau zu stehlen und stilisierte sich zum geborenen Nachfolger des Generalsekretärs. Im November 1985 sollte ihm sein unsteter Lebenswandel zum Verhängnis werden und den Vorwand zu seinem Rauswurf liefern. Der Film liefert Einblicke in die Mechanismen der politischen Entscheidungen im Machtzentrum der DDR. Es war eine Zeit des Misstrauens zwischen Bürgern und Staat, eines Misstrauens, das über die Wiedervereinigung hinaus fortwirkte. Zu Wort kommt das damals jüngste Politbüro-Mitglied, Egon Krenz. Er zählt zu den wenigen, die noch Auskunft geben können über Interna aus dem Gremium. Er berichtet vom tiefen Fall des Konrad Naumann, über den Erich Honecker trotz aller Eskapaden bis zuletzt seine schützende Hand gehalten hatte. Warum musste Naumann dann doch gehen? Seine Absetzung war ein tiefer Einschnitt, den Erich Honecker später, nach dem Ende der DDR, bereute. Drei Folgen „Ein Tag in der DDR“ werden ausgestrahlt. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 17.06.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 25.06.2023 ZDF
  • „Der Trabi-Krimi“ heißt diese Folge des ZDF-Dreiteilers „Ein Tag in der DDR“, der anlässlich des 70. Jahrestages des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 produziert wurde. Die Dokumentation dreht sich um einen spektakulären Autoklau durch einen Trabi-Werksangehörigen in einem Volkseigenen Betrieb. Der Dieb war Teil des Milieus, wollte aber ein Leben mit mehr Luxus, die Bilder vom Wohlstand im Westen vor Augen. Der Film „Ein Tag in der DDR – Der Trabi-Krimi“ konstruiert anhand der Prozessakten und Aussagen von Kollegen minutiös den Ablauf des 25. und letzten Diebstahls eines Trabanten aus dem Werk des VEB Sachsenrings in Zwickau am 31. März 1988. In den Verhörprotokollen hat der Dieb Thomas B. seine Handlungen und Motive den Ermittlern detailliert geschildert: Er habe „ohne Mühe zu Geld kommen“ wollen, um seinen Eltern zu zeigen, dass er zu wirtschaften verstehe. Außerdem sei die Gefahr, erwischt zu werden, gering gewesen. Tatsächlich stiehlt Thomas B. acht Jahre lang ein Auto nach dem anderen, bevor seine Taten auffliegen. Es ist der größte Autoklau der DDR-Geschichte. Der Protagonist landet im Gefängnis, nach der Wende wird seine Haftstrafe reduziert, auf Bewährung kommt er frei. Sein Raubgut, der Trabant, bleibt ein Kultobjekt des Lebensgefühls Ost. Noch heute ist der Trabi-Kult überaus lebendig, unendlich viele Geschichten ranken sich um ihn. Nahezu jeder Autofahrer aus der früheren DDR kann dabei mitreden. Das Auto ist ein zentrales Symbol ostdeutscher Identität, steht für ein ganzes Industriemilieu: die Welt der Volkseigenen Großbetriebe und ihrer Belegschaften. So ist der Film mehr als eine Kriminalgeschichte, er ist zugleich das Eintauchen in die Lebenswelt des real existierenden Sozialismus in der DDR. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 17.06.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Di. 27.06.2023 ZDF
  • 45 Min.
    „Flucht mit der Raupe“ heißt diese Folge des ZDF-Dreiteilers „Ein Tag in der DDR“, der anlässlich des 70. Jahrestages des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 produziert wurde. Der Film handelt von der unglaublichen und gefährlichen Flucht dreier Freunde mit einer Raupe über die innerdeutsche Grenze. Eher aus einer Bierlaune heraus trafen sie die Entscheidung, der DDR den Rücken zu kehren. Die Dokumentation „Die Flucht mit der Raupe“ nimmt Bezug auf eine Grundtatsache des Lebens in der DDR: das Bewusstsein, eingeschlossen zu sein. Die innerdeutschen Sperranlagen waren in der Wahrnehmung der Menschen stets präsent. Die einen arrangierten sich damit oder wollten die Gedanken daran verdrängen, andere suchten nach Wegen, auszureisen oder die Grenze zu überwinden. Genau das wollte der Staat mithilfe eines gigantischen Grenzregimes verhindern, ließ den „Eisernen Vorhang“ mit großem Aufwand sichern. Bis zu 40.000 Mann dienten in den DDR-Grenztruppen. Geschätzt starben rund 1000 Menschen bei dem Versuch, die DDR illegal zu verlassen. Drei Wagemutige aus einem kleinen Dorf bei Magdeburg riskierten es trotzdem: Wolfgang Hilgert und die Brüder Hans-Joachim und Jürgen Zorn lebten eigentlich ganz zufrieden in der DDR. Die drei Tüftler hatten ein lukratives Hobby. Durch das Schrauben und Schweißen an Autos konnten sie Tauschgeschäfte betreiben, kamen so an heiß begehrte Luxusartikel. Trotzdem wuchs der Frust über den Sozialismus, und das Westfernsehen verhieß mit verlockenden Bildern ein Eldorado jenseits der Grenze. Die drei hatten die Nase voll von Mangelwirtschaft, Bevormundung und Restriktionen. Aus einer Bierlaune heraus planten die jungen Männer schließlich die lebensgefährliche Flucht über den Todeszaun. Mit einem äußerst ungewöhnlichen Fluchtfahrzeug: einer klapprigen und schwerfälligen Planierraupe. Die Männer riskierten alles, um im Westen ein freies Leben zu führen. Der Coup mit der Raupe glückte. Ihre Familien jedoch blieben in der DDR zurück, litten unter den Schikanen der Stasi. War es das wert? Sieben Jahre später fiel die Mauer. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Sa. 17.06.2023 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Di. 04.07.2023 ZDF
  • 45 Min.
    Der Vatikan – ein Ort des Glaubens und dunkler Geheimnisse. Ein mysteriöser Mehrfachmord, ein beinahe tödliches Attentat und eine erpresserische Entführung werfen noch immer Fragen auf.
    Der Vatikan – ein Ort des Glaubens und dunkler Geheimnisse. Ein mysteriöser Mehrfachmord, ein beinahe tödliches Attentat und eine erpresserische Entführung werfen noch immer Fragen auf. Wer steckt hinter den Verbrechen? Die Geheimdienste, die Mafia oder gar der Klerus selbst? Ist es Intransparenz, die Spekulationen befördert, oder hat der Vatikan tatsächlich etwas zu vertuschen? Die Angehörigen der Opfer fordern Gewissheit. 4. Mai 1998. Gegen 21:00 Uhr findet ein Schweizer Gardist drei Leichen in der Dienstwohnung seines Kommandanten. Die Opfer: Alois Estermann, der Kommandant der päpstlichen Elite-Truppe, dessen Ehefrau Gladys und der junge Gardist Cédric Tornay. Alle drei starben durch Pistolenschüsse, doch niemand der Nachbarn hat diese gehört. Die genauen Umstände des Mehrfachmords sind bis heute ungeklärt, auch wenn der Vatikan den Fall nach neun Monaten als Wahnsinnstat von Cédric Tornay zu den Akten legt. Die Mutter des vermeintlichen Mörders, Muguette Baudat, glaubt fest an die Unschuld ihres Sohnes. Tatsächlich legt eine zweite unabhängige Obduktion der Leiche ihres Sohnes den Verdacht nahe, dass die offizielle Version des Tathergangs so nicht stimmen kann. Manches erinnert an einen anderen Kriminalfall, der den Vatikan einige Jahre zuvor erschüttert hat: die Entführung von Emanuela Orlandi, der damals 15-jährigen Tochter eines Vatikanangestellten. Bis heute ist ihr Schicksal ungewiss. Immer wieder gibt es neue Spuren. Ali Ağca, der Papst-Attentäter von 1981, behauptete, dass Emanuela noch lebe. Die Ex-Geliebte eines Mafiabosses sagte aus, an der Entführung des Mädchens beteiligt gewesen zu sein. Ging es etwa um schmutzige Geschäfte der Vatikanbank? Schon der rätselhafte Tod von Papst Johannes Paul I. nach nur 33 Tagen im Amt wird mit den mafiösen Machenschaften des Finanzinstituts in Verbindung gebracht. Hängen die Fälle möglicherweise zusammen, wie Pietro Orlandi, der Bruder Emanuelas, glaubt? Die Familien der Opfer kämpfen weiter für Wahrheit und Gerechtigkeit. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere So. 29.03.2026 ZDF

zurückweiter

Erhalte Neuigkeiten zu Terra X History direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu Terra X History und weiteren Serien deiner Liste findest du in deinem persönlichen Feed.

Erinnerungs-Service per E-Mail

TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn Terra X History online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.

Auch interessant…

Hol dir jetzt die fernsehserien.de App