US-Quoten: Neue Serien von Kevin James und Kristen Bell starten ordentlich

    „The Big Bang Theory“ geht überraschend schwach in die zehnte Staffel

    US-Quoten: Neue Serien von Kevin James und Kristen Bell starten ordentlich – "The Big Bang Theory" geht überraschend schwach in die zehnte Staffel – Bild: Dave Giesbrecht/CBS
    Erinn Hayes mit Serien-Ehemann Kevin James in der neuen Sitcom „Kevin can Wait“

    Am Montag ist in den USA die neue Season gestartet. Anlass, für einige Zeit den US-Quoten einen genaueren Blick zu gönnen, um zu berichten, welche Serien gut ins neue Serienjahr gestartet sind, und welche bereits um ihr Überleben kämpfen.

    Bei CBS eröffnete „The Big Bang Theory“ die neue Season am Montagabend um 20.00 Uhr. Insgesamt schalteten laut TVByTheNumbers 15,82 Millionen Zuschauer ein, in der für das amerikanische Fernsehen werberelevanten Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen wurde ein Rating von 3.8 erreicht – das bedeutet, dass 3,8 Prozent aller US-Zuschauer zwischen 18 und 49, die über einen Fernsehanschluss verfügen, am Montag CBS und den Auftakt der zehnten Staffel von „The Big Bang Theory“ verfolgten (beziehungsweise im Verlauf des Abends eine Aufzeichnung der Folge sahen). Die in der deutschen Fernsehwirtschaft nicht ausgewertete Maßzahl des Ratings hat den Vorteil, dass man über die Jahre besser Vergleichswerte betrachten kann, als das beim Marktanteil üblich ist – dem Anteil der Zuschauer eines Senders an allen Zuschauern, die zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Sendung eingeschaltet hatten.

    Für CBS lag das TBBT-Rating knapp 20 Prozent unter dem Vorjahreswert (4.7). Das brachte dem Launch der neuen Serie vom ehemaligen „King of Queens“, Kevin James, nur eine mäßige Startrampe: „Kevin Can Wait“ erreichte 11,08 Millionen Zuschauer und ein Rating von 2.6 – was im Vorjahr einem Serienstart im „oberen Drittel“ entsprochen hätte. Zu bedenken gilt, dass viele Zuschauer eine neue Serie antesten und danach nicht dran bleiben: In der zweiten Woche betragen die Zuschauerverluste in der Regel zwischen 10 und 30 Prozent.

    Bei CBS schloss sich der über zwei Stunden gehende zweite und letzte Teil der True-Crime-Serie „The Case Of: JonBenet Ramsey“ an, der bis 23.00 Uhr 8,24 Millionen Zuschauer erreichte und ein Rating von 1.8 einfuhr – Teil eins hatte am Sonntag gegen die Emmys und Football noch ein Rating von 2.1 erreicht.

    Für NBC lief es ein bisschen schlechter. Den Abend eröffnete eine zweistündige Ausgabe von „The Voice“ vor 12,00 Millionen Zuschauern und einem Rating von 3.3 – etwas unter dem Niveau des Vorjahresstarts (3.5). Im Anschluss ließ der Sender ab 22.00 Uhr die neue Sitcom „The Good Place“ mit Kristen Bell und Ted Danson vom Stapel – ausnahmsweise am Montag und hinter „The Voice“, um der neuen Serie einen guten Start zu geben, bevor sie sich dann am Donnerstagabend wird bewähren müssen (wunschliste.de berichtete). 8,04 Millionen Zuschauer bei einem Rating von 2.3 schalteten ein – deutlich weniger als „Blindspot“ im Vorjahr (Rating 3.1). Da hätte es durchaus deutlich besser laufen können.

    Bei FOX hielten sich „Gotham“ (3,90 Millionen Zuschauer; Rating: 1.3) um 20.00 Uhr und „Lucifer“ (4,36 Millionen; 1.3) um 21.00 Uhr in den Regionen auf, in denen auch die Vor-Staffeln endeten. Das Network hat ab 22.00 Uhr kein landesweites Programm.

    Für ABC ging „Dancing with the Stars“ um 20.00 Uhr an den Start. Zwar schalteten noch ordentliche 10,71 Millionen Zuschauer den Tanzwettbewerb ein, der bereits vor einer Woche in die neue Staffel gestartet war, bei den jungen Zuschauern sprang aber nur ein Rating von 1.7 heraus, was die Augenhöhe ist, auf der sich das Tanzformat aktuell bewegt. Um 22.00 Uhr hatte ABC statt eines Serienneustarts die Spielshow „Match Game“ programmiert, die 4,40 Millionen Zuschauer und ein Rating von 0.9 erreichte. Die neue Serie „Conviction“ geht auf dem Sendeplatz am 3. Oktober an den Start.

    Bei The CW beginnt die neue Season erst in zwei Wochen, am 4. Oktober (wunschliste.de berichtete). Der Sender zeigte am Montag zwei Wiederholungen von „Supergirl“ (20.00 Uhr: 820.000 Zuschauer; Rating 0.2; 21.00 Uhr: 890.000 Zuschauer, Rating 0.2).

    Der erste Tag der neuen Season brachte also kaum Schlagzeilen machende Überraschungen. „The Big Bang Theory“ hat zum Auftakt etwas an Zugkraft eingebüßt, trotz einer Folge, die mit zahlreichen Gaststars aufwarten konnte. „Kevin Can Wait“ ist ordentlich von der Startrampe gekommen. Die Zahlen für „The Good Place“ hingegen waren ein bisschen mau.

    Zur Auffrischung: Die Trailer zu den Neustarts.

    Trailer zu „Kevin Can Wait“
    Der Polizist Kevin (James) geht nach 20 Dienstjahren in den Ruhestand. Er glaubt, dass damit nun das süße Nichtstun beginnt. Doch familiäre Entwicklungen führen dazu, dass er diesen Traum noch aufschieben muss.

    The Good Place
    Eleanor (Kristen Bell) ist tot. Doch das ist in Ordnung, denn sie ist nun auf der Existenzebene gelandet, die man „der gute Ort“ nennt. Allerdings stellt sie schnell fest, dass sie hier gar nicht hin gehört – eine Verwechslung liegt vor. Nach einem kurzen Einblick in den „schlechten Ort“ ist ihr klar: Sie muss alles unternehmen, um hier zu blieben.

    21.09.2016, 09:59 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

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