„Big Brother“-Finale: Die einzige echte Realityshow verabschiedet sich – für immer?

    Jubiläumsstaffel mit starkem Cast, aber schwachen Quoten endet nach 100 Tagen

    Glenn Riedmeier – 18.05.2020, 10:30 Uhr

    Die Finalisten von „Big Brother“ 2020

    Heute Abend (18. Mai) ist es so weit: Der Sieger oder die Siegerin der 13. deutschen „Big Brother“-Staffel wird nach 100 Tagen als Letztes das Haus mit einem Gewinn von 100.000 Euro verlassen. Gina, Pat, Cedric, Rebecca, Vanessa und Philipp sind die sechs Finalisten und zogen allesamt am 10. Februar ein. Trotz dauerhaft enttäuschender Quoten hat Sat.1 an dem Format festgehalten und die Staffel nicht vorzeitig abgebrochen. Die Tatsache, dass der Sender in den vergangenen Wochen die montäglichen Live-Shows nicht mehr wie geplant um 20:15 Uhr gezeigt hat, sondern erst gegen 22 Uhr, lässt jedoch erahnen, dass der Große Bruder für Sat.1 keinen großen Stellenwert mehr besitzt. Auch das Finale beginnt erst zu später Stunde, gegen Mitternacht gehen die Lichter im Haus aus – womöglich für immer.

    20 Jahre nachdem „Big Brother“ das erste Mal in Deutschland zu sehen war, wollte Sat.1 mit der Jubiläumsstaffel für Aufwind an seinem chronisch schwachen Vorabendprogramm sorgen – nachdem dort zuvor bereits zahlreiche Genres wie Daily Soap, Quiz, Magazin oder Kuppelshow untergingen. Geklappt hat es nicht, „Big Brother“ blieb die gesamte Laufzeit über hinter den Erwartungen zurück. Der Aufhänger der Staffel, dass die Bewohner regelmäßig mit Sterne-Bewertungen und Kommentaren der Zuschauer konfrontiert werden, erwies sich als wenig zugkräftig. Auch zwischenzeitliche Konzeptveränderungen und handwerkliche Anpassungen zeigten keine Wirkung. Doch woran lag es? Schlicht zu sagen, dass das Format nicht mehr zeitgemäß sei, wäre zu einfach und auch nicht korrekt. Schließlich läuft es nach wie vor in vielen anderen Ländern erfolgreich.

    Die Finalisten: oben: Gina, Vanessa, Cedric, Rebecca; unten: Pat, Philipp Sat.1/EndemolShine/Stefan Menne

    Neben dem hart umkämpften Sendeplatz um 19 Uhr und dem insgesamt geringen Zuspruch für Sat.1 in dieser „Todeszone“ liegen die Ursachen wohl in der Entwicklung der deutschen Reality-TV-Szene. Waren „Big Brother“ und das Dschungelcamp zwischen 2000 und 2010 langfristig betrachtet die alleinigen Platzhirsche auf dem Gebiet, kamen in den vergangenen Jahren immer mehr Sendungen hinzu, die immer noch eine Schippe drauflegen wollten: Von „Der Bachelor“ (ab 2012) und „Die Bachelorette“ (ab 2014) über „Promi Big Brother“ (ab 2013), „Adam sucht Eva“ (ab 2014) und „Das Sommerhaus der Stars“ (ab 2016) bis hin zu den jüngsten Auswüchsen mit „Love Island“ (ab 2017), „Bachelor in Paradise“ (ab 2018), „Paradise Hotel“ und „Temptation Island“ (beide ab 2019) und dem Tiefpunkt „Promis unter Palmen“ (ab 2020, fernsehserien.de berichtete).

    Sprach man zuvor jahrelang von Reality-TV, hielt im Zuge dieser Entwicklung der inzwischen inflationär gebrauchte Begriff des Trash-TV Einzug. Damit einher geht eine veränderte Erwartungshaltung und Bewertung der Protagonisten. Bei diversen Insel-Kuppelshows oder Formaten mit Möchtegern-Z-Promis geht es den Zuschauern vorwiegend darum, sich über das haarsträubende und teilweise primitive Sozialverhalten der Teilnehmer zu amüsieren. Dabei soll es möglichst viel Stress, Konflikte und „Konfro, Konfro, Konfro“ geben, damit die Twitter-Welt jubelt und die Zuschauer ihre niedersten Instinkte befriedigen können. Schadenfreude und Häme spielen die zentrale Rolle.

    Die Bewohner von Glas- und Blockhaus werden vereint.Sat.1

    All das hat jedoch wenig mit der Grundidee von „Big Brother“ gemein. Im Kern geht es nämlich um ein langfristiges Sozialexperiment, bei dem sich eine Gruppe von zusammengewürfelten Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensumständen über mehrere Monate isoliert von der Außenwelt organisieren muss. Die Zuschauer beobachten die Entwicklung gruppendynamischer Prozesse und werden Zeuge davon, wie sich Lieb- und Feindschaften bilden. „Big Brother“ soll, so weit es geht, das wahre Leben abbilden und wird mitunter auch von der dramatischen Realität eingeholt. So wie in der aktuellen Staffel, als die Bewohner in der Isolation zunächst nichts von der Corona-Pandemie mitbekommen haben, bis sie schließlich in einer Sondersendung darüber informiert wurden. Die sichtlich geschockten Bewohner konnten Fragen stellen und erhielten außerdem Video-Botschaften von ihren Angehörigen. Echter und wahrhaftiger war deutsches Reality-TV lange nicht mehr.

    Die Bewohner werden über die Corona-Krise informiert. Sat.1

    Die lange Laufzeit einer „Big Brother“-Staffel ist Stärke und Schwäche zugleich. Denn im Gegensatz zu anderen Formaten soll sich alles so natürlich und authentisch wie möglich entwickeln – ohne zu viel redaktionelle Einflussnahme, die bestimmte Reaktionen provoziert. Dies hat zur Folge, dass es stets länger dauert, bis man mit den Bewohnern „warm“ wird. Doch aufgrund der langen Dauer baut man auch als Zuschauer letztendlich eine viel stärkere Bindung auf, identifiziert sich mit bestimmten Bewohnern, fiebert mit ihnen mit und hat klare Sympathien und Antipathien. Deshalb verspürt man auch eine gewisse Leere, wenn eine Staffel vorbei ist und die liebgewonnenen Charaktere, die einen monatelang begleitet haben, plötzlich weg sind.

    Zahlreiche Konkurrenzformate sind heutzutage voraufgezeichnet und werden stark komprimiert auf sechs bis acht Folgen zusammengeschnitten – oder es handelt sich wie bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ oder auch „Promi Big Brother“ um möglichst schlagzeilenträchtige, zweiwöchige Eventshows. Eine enge Bindung zwischen Zuschauer und Protagonisten ist daher kaum möglich und auch gar nicht gewollt – dort geht es schließlich nur um das kurze Trash-Vergnügen. Vielleicht haben einige Zuschauer auch deshalb keine Geduld mehr zu warten, bis sich etwas entwickelt und sind nicht (mehr) bereit, sich auf eine 100-tägige Realityshow einzulassen, abgesehen vom harten „Big Brother“-Kern.

    Sat.1

    Noch stärker wäre die Bindung natürlich gewesen, wenn Sat.1 nicht auf einen Livestream verzichtet hätte – im Grunde das Herzstück von „Big Brother“. Das war eine von mehreren Fehlentscheidungen seitens des Senders, zu der auch das Fehlen von Tageszusammenfassungen am Wochenende zählte. Endemol Shine hätte den Fans gerne einen Livestream zur Verfügung gestellt, doch ausgerechnet in dieser Staffel, in der der Einfluss von sozialen Netzwerken auf unser digitalisiertes Leben beleuchtet wird, und in der es erstmals möglich war, Bewohner interaktiv per App zu bewerten, entschied sich Sat.1 dafür, zum ersten Mal eine reguläre deutsche „Big Brother“-Staffel völlig ohne Livestream zu senden. Das Versprechen, als Ersatz das „umfangreichste Digital-Paket in der Geschichte von ‚Big Brother‘“ zu bieten, entpuppte sich als heiße Luft.

    Und trotzdem: Nur bei „Big Brother“ ist es wirklich möglich, Menschen in all ihren Facetten über einen langen Zeitraum kennenzulernen, selbst wenn man lediglich auf Tageszusammenfassungen zurückgreifen kann. Als Zuschauer ertappt man sich immer wieder dabei, seine vorgefertigten Meinungen über Bord werfen und seinen ersten Eindruck über so manchen Bewohner revidieren zu müssen. In der Zusammenstellung der Bewohner bewiesen die Macher in diesem Jahr ein besonders gutes Händchen. Es handelte sich um den vielfältigsten und interessantesten Cast seit Staffel 6. Wer hätte zu Beginn der Staffel gedacht, dass sich das damals 19-jährige Küken Gina zur absoluten Staffel-Favoritin entwickeln würde? Hinter der stark überschminkten Bewohnerin verbarg sich eine reife, empathische und reflektierte Frau, die mit ihrem Charakter und ihrem selbstironischen Wortwitz die Sympathien der Zuschauer auf sich zog.

    Gina Sat.1

    Zwischen dem sensiblen und verpeilten Tim und der herrlich überdrehten und begeisterungsfähigen Rebecca entwickelte sich erst mehr als zwei Monate nach Beginn der Staffel eine tiefe Zuneigung, die echter wirkt als angebliche Liebe in künstlichen Datingshows. Abgesehen davon wären beide vermutlich durch das Casting von derlei Formaten gefallen, weil sie optisch nicht dem gleichförmigen Prototyp von Teilnehmern bei „Love Island“ und Co. (viel Bizeps und Schönheits-OPs, mangelnder Intellekt) entsprechen.

    Zwischen Tim und Rebecca hat es gefunkt. Sat.1

    Dies gilt auch für die temperamentvolle Vanessa („Cedric denkt halt manchmal auch nur von der Wand bis zur Tapete“) und den wortgewandten Pat („Ein Mann, ein Wort – eine Tunte, eine Enzyklopädie!“). Gemeinsam waren „Patessa“ die wohl liebenswertesten Tratschtanten von „Big Brother“. Und auch beim Rest des anfänglichen Casts handelte es sich größtenteils um spannende und gleichzeitig angenehm normale, sozial verträgliche Kandidaten – und eben keine übertrieben extrovertierten und aufmerksamkeitsgeilen Influencer, die schon durch zig andere Formate getingelt sind. Mit diesem Cast wollten die Macher offenbar ganz bewusst einen Gegenentwurf zum sonst üblichen Proll-Personal liefern.

    Pat und Vanessa sind „Patessa“ Sat.1

    „Big Brother“-Zuschauer sind nämlich im Kern keine Trash-TV-Fans, daher war es auch nicht überraschend, dass die Quoten nicht angestiegen sind, als Sat.1 verzweifelt Ex–„DSDS“-Sänger Menowin Fröhlich und die beiden „Bachelor in Paradise“-Kandidaten Serkan und Jade engagierte und ins Haus schickte. Der Unterschied zum ursprünglichen Cast war spürbar – den Nachzüglern ging es nicht um die Erfahrung, sondern lediglich darum, sich zu inszenieren und ihre Bekanntheit zu steigern. Dementsprechend verhielten sie sich unauthentisch und passten schlichtweg nicht zu „Big Brother“.

    Die „Bachelor in Paradise“-Kandidaten Jade und Serkan sollten für Quotenaufschwung sorgen – was nicht geklappt hat. Sat.1

    Schon im Vorfeld enstand nicht unbedingt der Eindruck, dass Sat.1 für „Big Brother“ so richtig die Werbetrommel gerührt hat. Vor allem angesichts der Tatsache, dass immerhin die Mutter aller Realityshows zurückgekehrt ist, wirkte es stets so, als würde Sat.1 mit angezogener Handbremse fahren und dem Format nur geringe Priorität einzuräumen. Diverse handwerkliche Mängel und Fehlentscheidungen (kein Livestream etc.), die Missachtung der Wünsche der Fans und eine offensichtlich falsche Erwartungshaltung des Senders dürften Schuld an der Misere sein. Für anspruchsvolleres Reality-TV, in dem nicht alles auf Teufel komm raus auf Krawall gebürstet ist, sind allem Anschein nach auch viele Zuschauer kaum noch empfänglich. Diese schmerzhafte Erfahrung musste Ende 2019 auch VOX mit dem gescheiterten Comeback der Abenteuer-Realityshow „Survivor“ machen. Lobenswert ist, dass sich die Redaktion von den enttäuschenden Quoten jedoch nicht entmutigen ließ und gerade in der zweiten Staffelhälfte einige kreative Ideen für Wochenaufgaben und Matches umgesetzt hat – auch der Schnitt und die Produktion der Tageszusammenfassung wurden professioneller. Es war zu spüren, dass die Macher selbst Spaß an der Sendung und die Bewohner liebgewonnen hatten.

    Sat.1

    Die Zukunftsaussichten für „Big Brother“ sind alles andere als rosig. Ein genauer Blick auf die Quoten offenbart, dass die vergangene Staffel im Schnitt zwischen 800.000 und einer Million Zuschauer verfolgt haben. Verglichen mit den späteren Staffeln bei RTL Zwei fällt der Unterschied gar nicht mal so eklatant aus. Schon zwischen 2007 und 2011 bestand der harte Kern der deutschen „Big Brother“-Community aus vergleichbaren Reichweiten. Problematisch war allerdings die Tatsache, dass gerade junge Zuschauer in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen dem Format fernblieben und die Marktanteile in dieser Altersklasse ungenügend waren. Nun ist Sat.1 allerdings auch kein Sender, der beim jungen Publikum ein sonderlich hohes Standing hat, das zeitgleich seit vielen Jahren verlässlich mit Daily Soaps bei RTL und RTL Zwei versorgt wird. Dennoch dürfte eine weitere Staffel nach dieser Erfahrung bei Sat.1 in weite Ferne gerückt sein. Tot ist das Format allerdings nicht. Irgendwo auf der Welt wird es immer heißen: Big Brother is watching you.

    Die Finalisten von „Big Brother“ 2020 Sat.1/EndemolShine/Stefan Menne

    Über den Autor

    Glenn Riedmeier ist Jahrgang ’85 und gehört zu der Generation, die in ihrer Kindheit am Wochenende früh aufgestanden ist, um stundenlang die Cartoonblöcke der Privatsender zu gucken. „Bim Bam Bino“, „Vampy“ und der „Li-La-Launebär“ waren ständige Begleiter zwischen den „Schlümpfen“, „Familie Feuerstein“ und „Bugs Bunny“. Die Leidenschaft für animierte Serien ist bis heute erhalten geblieben, zusätzlich begeistert er sich für Gameshows wie z.B. „Ruck Zuck“ oder „Kaum zu glauben!“. Auch für Realityshows wie den Klassiker „Big Brother“ hat er eine Ader, doch am meisten schlägt sein Herz für Comedyformate wie „Die Harald Schmidt Show“ und „PussyTerror TV“, hält diesbezüglich aber auch die Augen in Österreich, Großbritannien und den Vereinigten Staaten offen. Im Serienbereich begeistern ihn Sitcomklassiker wie „Eine schrecklich nette Familie“ und „Roseanne“, aber auch schräge Mysteryserien wie „Twin Peaks“ und „Orphan Black“. Seit Anfang 2013 ist er bei fernsehserien.de vorrangig für den nationalen Bereich zuständig und schreibt News und TV-Kritiken, führt Interviews und veröffentlicht Specials.

    Lieblingsserien: Twin Peaks, Roseanne, Gargoyles – Auf den Schwingen der Gerechtigkeit

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1971) am melden

      Sagen wir es so, noch so eine Drecksstaffel braucht SAT1 ohnehin nicht mehr machen! Das wiill kein Mensch (BB Fan) sehen. Sieht man ja auch an den Quoten. Entweder SAT1 macht das wie es sich gehört mit Live-Kanal, und allem anderen richtigen drum und dran, oder man lässt es eben. Mit dem Kopf durch die Wand und das (BB) Rad mit muss neu erfinden hat und wird nicht funktionieren.
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      • (geb. 1958) am melden

        Ich würde BB mit "Normalos" auch weiterhin sehr gerne sehen. Allerdings haben mir am Wochenende die Folgen schon gefehlt bzw. eben am Sonntag eine Zusammenfassung. Live-stream habe ich noch nie gesehen, also auch nicht vermisst. Bin eben ein klassischer Fernsehgucker, im Internet interessiert mich das eher weniger
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          Ich war diesmal angenehm überrascht, dass seitens des Senders/Redaktion nicht soviel in Richtung Trash manipuliert wurde, obwohl es am Anfang anscheinend mit den Hungerwochen so schien als ging es in Richtung Konfliktinszenierung. Habe viele Staffeln verfolgt, tlw. auch im Tagebuch.
          Hat mir gut gefallen, diese Staffel. Schade, wenn es keine Neuauflage geben sollte.
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          • (geb. 1977) am melden

            Ich bin auch ein Fan der ersten Stunde von BB. Ich habe aber nicht alle Staffeln gesehen. Das Sat.1 praktisch keine Live-Stream bot, fand ich unverständlich. Nicht mal einen Geländegrundriss gab es. Das es außerdem nicht für jeden Tag eine Zusammenfassung gab habe ich auch nicht verstanden. Die Bewohner fand ich auch gut. Gina fand ich zum Anfang auch nicht so gut, doch sie konnte mich im Laufe der Staffel auch überzeugen. Ich fände es schön, wenn sie gewinnen würde. Pat wäre mir als Gewinner aber auch lieb. Vielleicht überlegt sich ja ein anderer Sender, das Format zu übernehmen. Bei Sat.1 war die Sendung nicht gut aufgehoben. Vielleicht sollte sich ein kleinerer Sender der Sendung annehmen, für den den die knappe Million Zuschauer gut wären. Tele 5 wäre ein möglicher Kandidat dafür.
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              Ja Tüss
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                Dem, was die Wunschliste hier geschrieben hat, stimme ich voll zu. Ich zähle mich auch zum harten "Big Brother"-Kern und habe in den zwanzig Jahren kaum eine Folge verpasst.

                Obwohl ich nie für oder gegen einen Bewohner angerufen habe, hatte ich immer ein paar Lieblinge, denen ich besonders die Daumen gedrückt habe. Oft konnte ich nicht nachvollziehen, dass ein bestimmter Bewohner herausgewählt wurde, der mir ans Herz gewachsen war, so wie in dieser Staffel Michelle. Warum die Zuschauer das Liebespaar Tim und Rebecca getrennt haben, verstehe ich genau so wenig.

                Auch wenn man mit den Bewohnern täglich mitfiebert und sie schon quasi als Familienmitglieder ansieht, geraten sie aber nach ihrem Auszug schnell in Vergessenheit. Das habe ich bemerkt, als in der BB-Show bei Sixx kürzlich vier ehemalige Bewohner interviewt wurden, von denen mir drei total unbekannt vorkamen. Ich fände es deshalb sehr interessant, mir alte Staffeln wenigstens teilweise noch einmal anzusehen.

                Von mir aus könnten sämtliche hier von der Wunschliste genannten Trash-Formate samt dem Dschungelcamp eingestampft werden und stattdessen "Big Brother" endlos weitergesendet werden!
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                  "Schlicht zu sagen, dass das Format nicht mehr zeitgemäß sei, wäre zu einfach und auch nicht korrekt." 
                  Ähm doch?Normalo BB läuft in DE einfach nicht mehr, genauso wenig wie nie "Survivor" ein Erfolg in DE war und werden wird. Oder diverse Serien die in ihrem Heimatland ein Erfolg sind, aber nie in DE Fuß fassen konnten.Oder die Gameshows und Soaps vornehmlich aus den USA die da seit 60 Jahren laufen und bei uns liefen sie höchstens für ein paar Jahre aufgrund mangelnden Erfolges.Auch wenn man es als BB Fan natürlich nicht zugeben will de facto ist es aber so dass Normalo BB in DE keine Zukunft mehr hat, die Zeit vom normalen BB in DE war vor 10 Jahren vorbei, das hat auch RTL II gemerkt und es abgesetzt.Schon 2015 hat man ja gesehen dass ein Normalo BB in DE nicht mehr gut läuft, aber jetzt ist es ja wohl endgültig und für immer bewiesen.
                  Oben genannte Realityshows laufen auch neben dem normalen BB noch hervorragend. Das BB in DE nicht läuft hat, wie bereits gesagt, nichts damit zu tun dass es inzwischen viele Realityshows gibt, nein Normalo BB läuft nicht mehr in DE und wird auch nie mehr gut laufen. Ist einfach so!
                  Jeder andere Sender der einen erneuten Versuch wagt ist schlicht und ergreifend blöd.
                  sixx hatte ja alles was angekreidet wurde und am Schluss floppte es auch für die niedrigen sixx Verhältnisse hart.
                  Ein letztes mal: Ein Livestream und div. angekreidete fehlende Funktionen hätten BB 2020 zu keinem Erfolg gemacht. Normalo BB ist seit dem 12.09.2011 in DE tot und tote werden auch kein Erfolg mehr. 
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                    Kann es vielleicht daran liegen, das die Zuschauer von irgendwelchen prolligen Nobodies die Nase voll haben?

                    Snake
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                      Snake Plissken schrieb:
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                      > Kann es vielleicht daran liegen, das die Zuschauer
                      > von irgendwelchen prolligen Nobodies die Nase voll
                      > haben?

                      Dann müßten diverse andere (Scripted-)Reality-Formate ähnlich schlecht laufen.
                    • am via tvforen.demelden

                      Snake Plissken schrieb:
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                      > Kann es vielleicht daran liegen, das die Zuschauer
                      > von irgendwelchen prolligen Nobodies die Nase voll
                      > haben?
                      >
                      > Snake



                      Was ist heutzutage ein Nobody und ein Prominenter? Das hat man
                      bei Masked Singer und Didi Hallervorden gesehen. Ausserdem ist das nicht Promi Big Brother.


                      Das Konzept hat sich einfach überholt. Im Jahr 2000 waren Jürgen und Zlatko beim
                      Englisch Lernen noch interessant.
                      Bei Promis unter Palmen hat man dann mehr Streit.
                      Allgemein sinkt durch Alternativen die Fernsehnutzung.


                      Nobodys, die gehen halt darein,
                      um bekannt zu werden, viele Follower bei Instagramm,
                      um Zahnbleeching Produkte und sowas zu verkaufen.

                      Da gucke ich the Mole und stelle fest,
                      jeder hat ein Instagramm Konto und eine, ich glaub Paula, über
                      400 000 Follower.

                      Für mich sind Influencer an sich keine Promis, da ich die nicht kenne,
                      für jüngere schon.
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                      Snake Plissken schrieb:
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                      > Kann es vielleicht daran liegen, das die Zuschauer
                      > von irgendwelchen prolligen Nobodies die Nase voll
                      > haben?
                      >
                      > Snake

                      Ich sehe es ehrlich gesagt genau andersrum.

                      BB ist ebend kein "Haudrauf" - format.

                      Man muss sich halt täglich damit beschäftigen ( am besten natürlich mit Live - Stream ) und bekommt so die ganzen Entwicklungen der Charaktere mit.

                      Und sich ebend nicht nur 1x die Woche über Prolls und Modepüpchen lustig zu machen wie hohl die doch sind ( sicherlich nicht immer, aber vermutlich häufig genug kann das auch durch das Schneiden von Beiträgen so entstehen ).

                      Ich zähle mich auch zu der treuen Fanbase. Man sicherlich sagen es sind nur 800 k - 1 mio.
                      Ich sage es sind immerhin 800 k - 1 mio.

                      Wer BB gefühlt richtig verstanden hat, kommt davon normalerweise nicht mehr weg.

                      Aber diese Basis hat sich von 2000 - 2011 gebildet.

                      Heute kommen wg. Insta und Co. ( andere Formate Are you the one jetzt z.B. ) sicherlich schwer noch welche zu BB.

                      Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich das doch nicht totgelaufen hat.

                      Bis dahin sagt der Slymer
                    • am via tvforen.demelden

                      VT 5081 schrieb:
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                      > Snake Plissken schrieb:
                      > --------------------------------------------------
                      > -----
                      > > Kann es vielleicht daran liegen, das die
                      > Zuschauer
                      > > von irgendwelchen prolligen Nobodies die Nase
                      > voll
                      > > haben?
                      >
                      > Dann müßten diverse andere
                      > (Scripted-)Reality-Formate ähnlich schlecht
                      > laufen.

                      Kenne mich in dem TV - Dschungel nicht so 100 pro aus, aber diese Formate laufen ja auch in der Regel zur Primetime 20:15 oder 22:00 Uhr.

                      Der 19 Uhr Spot ist halt der meist umkämpfte. Da von anderen Formaten Zuschauer abzugewinnen, ist mehr als schwierig.

                      Und wenn man das Format nicht verfolgt, warum sollte man dann die Live - Show gucken. ( Die ja zur Primetime läuft )

                      Bis dahin sagt der Slymer
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                    Ich mochte diese Staffel und vor allem sind/waren die Bewohner toll...sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich finds jetzt schon schade, wenn ich sie nicht mehr täglich sehe - es wird was fehlen. Ich fand es leider auch extrem doof, dass es am Wochenende keine Tageszusammenfassung gab und dann somit 3 Tage in nicht einmal 1 Stunde am Montag gepackt wurden - da ging einfach viel verloren. Die später beginnende Live-Show war mir egal bzw. war es für mich dann sogar sehr passend da vor ein paar Wochen in Ö (ORF 1) Grey's Anatomy gestartet wurde und das zeitliche Ende auf ORF genau mit dem Live-Show-Start zusammen passte :D
                    Ich danke Sat1 jedenfalls, dass sie überhaupt eine BB-Normalostaffel gemacht haben und das mit so tollen Bewohnern...ich werde sie vermissen.

                    PS: Ich hoffe trotz der Quotenprobleme, dass es auch zukünftige wieder Staffeln geben wird und dann wieder mit Wochenendausstrahlungen.
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                    • (geb. 1967) am melden

                      Nein, kann ich mir nicht vorstellen, aber, ich glaube, dass es zumindest in den kommenden, mindestens 5 Jahren keine "normalo" Staffel geben wird!!
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                      • (geb. 1984) am melden

                        Dank Sat.1 tippe ich stark leider für immer
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