Quoten: Starker Auftakt von „Wer stiehlt mir die Show?“ bringt „DSDS“ in Bedrängnis

    „Schwarzwaldkrimi“ bleibt top, Nachrichtenformate sehr gefragt

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 06.01.2021, 09:28 Uhr

    Joko Winterscheidt moderiert (zumindest die ersten beiden Ausgaben von) „Wer stiehlt mir die Show?“ – Bild: ProSieben/Claudius Pflug
    Joko Winterscheidt moderiert (zumindest die ersten beiden Ausgaben von) „Wer stiehlt mir die Show?“

    Im Vorfeld des neuen ProSieben-Formats „Wer stiehlt mir die Show?“, das (zumindest in den ersten beiden Ausgaben) von Joko Winterscheidt moderiert wird, wurde kräftig die Werbetrommel gerührt. Der Aufwand scheint sich ausgezahlt zu haben: 1,32 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren sahen den Auftakt am Dienstagabend und bescherten dem Sender tolle 14,2 Prozent – damit war man nicht weit von „Deutschland sucht den Superstar“ entfernt. Insgesamt saßen 1,87 Millionen vorm Bildschirm. Sollten sich die Quoten auf diesem Niveau einpendeln, wird man in Unterföhring wohl hochzufrieden sein.

    Die ungewohnt stärkere Konkurrenz setzte wie erwähnt dem Staffelstart von „DSDS“ bei RTL zu, der auf niedrigerer Flughöhe als in den vergangenen Jahren unterwegs war. 1,38 Millionen Zielgruppen-Zuschauer sorgten zwar für sehr gute 16,0 Prozent, das war aber gleichzeitig ein neues Allzeittief für den Auftakt der Castingshow. Die Gesamtreichweite belief sich auf 3,25 Millionen (10,7 Prozent). Noch etwas gefragter war zuvor das 15-minütige „RTL Aktuell Spezial“, das insgesamt 3,60 Millionen auf den neuesten Stand brachte und bei den Jüngeren 1,59 Millionen (15,8 Prozent) informierte. „Absolut Mike Singer“ kam zu später Stunde dagegen nur noch auf durchwachsene 11,5 Prozent in der Zielgruppe.

    Angesichts der Pressekonferenz der Bundeskanzlerin waren Nachrichten- und Infoformate aber wenig überraschend am erfolgreichsten. Die Hauptausgabe der „Tagesschau“ wollten allein im Ersten 7,41 Millionen Menschen sehen, die 21,1 Prozent und sogar 25,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen entsprachen. Den zweiten Platz in den Tagescharts belegte in dieser Altersgruppe das anschließende „ARD extra“ mit 21,1 Prozent, insgesamt blieben 6,86 Millionen (19,2 Prozent) dran. Zwar ging das Interesse dann bei einer Doppelfolge von „In aller Freundschaft“ etwas zurück, dafür lief es mit 4,47 Millionen (13,0 Prozent) und 4,51 Millionen (13,6 Prozent) wieder besser als zuletzt. Bei den jungen Zuschauern reichte es zu 7,6 und 7,8 Prozent.

    Im ZDF punktete unterdessen auch der zweite Teil von „Waldgericht – Ein Schwarzwaldkrimi“. 6,87 Millionen Zuschauer trieben den Marktanteil auf famose 20,3 Prozent, in der Zielgruppe ging es dagegen von 9,3 auf dennoch solide 7,6 Prozent nach unten. Das „heute journal“ war danach mit 5,32 Millionen (18,8 Prozent) ebenfalls stark frequentiert, noch mehr Zuseher hatte aber bereits die „heute“-Sendung um 19:00 Uhr (5,88 Millionen, 19,6 Prozent). Auch ein „ZDF spezial“ hielt sich um 19:25 Uhr noch bei 4,95 Millionen und 16,1 Prozent.

    Ziemlich mau präsentierte sich Sat.1 mit deutscher Filmware. „Das Pubertier - Der Film“ brachte zur besten Sendezeit nur 620.000 Werberelevante zum Lachen, mehr als 6,5 Prozent waren nicht drin. „Keinohrhasen“ konnte sich anschließend auch nur leicht auf 6,7 Prozent steigern. Zu später Stunde musste man sich gar hinter VOX einordnen, wo eine Wiederholung von „Hot oder Schrott: Die Allestester“ mit 8,7 Prozent überzeugte, nachdem sich eine neue und eine alte Folge zuvor angesichts 5,0 und 6,5 Prozent deutlich schwerer getan hatten.

    Ein überraschend schwaches Comeback feierte die Sozialdoku „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ bei RTL Zwei. Mit lediglich 4,8 Prozent bei 460.000 Zielgruppen-Zuschauern musste man der Konkurrenz Tribut zollen. Ein Aufguss von „Hartz und herzlich“ knackte später immerhin die 5-Prozent-Marke und verzeichnete 5,3 Prozent. Völlig baden ging derweil Kabel Eins, wo die familienfreundlichen Tierkomödien „Ein Hund namens Beethoven“ und „Eine Familie namens Beethoven“ mit 3,0 und 2,8 Prozent versagten.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen