Kommissar Stolberg

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    • Staffel 3, Folge 1
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      Freund und Helfer (Staffel 3, Folge 1) – © SF1

      Es ist früh am Morgen. Die heruntergekommene Wohnsiedlung mit ihren Kleinläden und Billiggeschäften wirkt noch friedlich und verschlafen. Jadwiga Riehl überquert die Fußgängerzone in Richtung ihres Zeitungsgeschäftes. Doch sie bleibt abrupt stehen. Auf einer Bank liegt ein zusammengekrümmter Mann, der scheinbar seinen Rausch ausschläft. Jadwiga schaut ihn besorgt an. Es ist der junge Alex Seyffert, an dessen Schulter sie nun rüttelt. Erst dann nimmt sie wahr, dass überall Blut ist – am Hals des jungen Mannes klafft eine große, offene Wunde, er ist tot.

      Als Hauptkommissar Stolberg den Tatort betritt, können die Polizisten nur mit Mühe die schaulustigen Anwohner zurückdrängen. Alex war erst 17 Jahre alt. Er hatte die Schule abgebrochen und verbrachte die Zeit mit seinen Freunden zumeist auf dem Platz vor den Wohnblocks. Die Clique war als Unruhestifter berüchtigt und in der Nachbarschaft gefürchtet. Die Nachricht von Alex’ Tod verbreitet sich wie ein Lauffeuer, und auch seine Kameraden Ramon, Bernie und Jessi sind sofort am Tatort. Doch die Jugendlichen zeigen nicht das geringste Interesse, den Kommissaren bei der Aufklärung des Mordes behilflich zu sein. Angestiftet vom aggressiven Rädelsführer Ramon, verweigern sie sogar jegliche Aussage. Nur die Aufforderung von Achim Lorenz, dem Polizisten aus der Nachbarschaft, stimmt Ramon und Bernie um. Tatsächlich scheint Lorenz den Respekt aller Bewohner der umliegenden Wohnblöcke zu genießen. Und er versucht, zwischen Stolberg und den renitenten Teenagern zu vermitteln. Besonders aber die junge Jessi nimmt der Polizist in Schutz. Das Mädchen war offenbar zunächst die Freundin des Ermordeten, bevor sie mit Ramon zusammenkam, was den eifersüchtigen Alex rasend machte. Aber nicht dies ist das Geheimnis, das Jessi derartig zu quälen scheint. Den Kommissaren vermittelt sie den Eindruck, allein ihren Vater Dennis Möller und Polizist Lorenz bislang eingeweiht zu haben. Doch auch diese schweigen. Dennoch erfahren Stolberg und seine Kollegen von einem heftigen Streit zwischen Ramon und Alex auf einer Party kurz vor dessen Tod. Immer weitere Hinweise belasten Ramon. Schließlich führt die Auffindung der Tatwaffe, der zerbrochene Hals einer Bierflasche, die Ramon in den Nachbarmüll entsorgt hatte, zu seiner Festnahme. Als Jessi endlich ihr Geheimnis preisgibt, überschlagen sich die Ereignisse. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 07.11.2008 ZDF
    • Staffel 3, Folge 2
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      Gespenster (Staffel 3, Folge 2) – © SF1

      Düsseldorfer Karneval: In einem Tennisclub trinken, lachen und tanzen fröhliche Karnevalisten. Ein als Gespenst verkleidetes Kind und sein Freund stehen am Flipperautomaten. Den Kindern fehlt es aber am nötigen Kleingeld. Der zehnjährige Matthias drängt sich an der ausgelassenen Gesellschaft der Narren vorbei Richtung Tür. Die ohrenbetäubende Musik hallt weit über die Hallen des Clubhauses hinaus. Aber auch andere Geräusche sind zu vernehmen, denen das kleine Gespenst auf der Suche nach seinem Vater entgegenläuft. Plötzlich bleibt Matthias stehen. Sein Blick verharrt auf einem Liebespaar in inniger Umarmung: Vater Steffen Sonnenburg und Tennistrainerin Maren Seiler. Als endlich auch Steffen seinen Sohn wahrnimmt, hat dieser bereits zuviel gesehen. Verstört läuft der Kleine davon – geradewegs in die Arme zweier betrunkener Zorros.

      Der nächste Morgen ist verregnet und trüb. Hauptkommissar Stolberg lässt den Blick über die idyllische Landschaft der Aue am Rheinbogen schweifen, bevor er sich seinen Kollegen am Tatort zuwendet. Ein Jogger hatte den leblosen Körper des kleinen Matthias gefunden. Es sieht zunächst wie ein Unfall aus, doch die in seinem Gespensterkostüm eingewickelten Steine verraten, dass jemand den Jungen im Fluss versenken wollte. Matthias war vermutlich schon tot, als er ins Wasser geworfen wurde. Die tragische Nachricht trifft seine Eltern wie ein Schlag. Sie hatten Matthias erst spät nachts als vermisst gemeldet, als ihre eigene Suche aussichtslos schien. Dennoch widersprechen sich die Aussagen von Steffen und Ida Sonnenburg. Beide erklären, den Jungen gesucht zu haben, während einer zu Hause wartete. Unterdessen gerät Steffen immer mehr ins Visier der Kommissare. Sie erfahren von seiner Affäre mit Maren Seiler und von den Ereignissen in jener verhängnisvollen Nacht kurz vor Matthias’ Tod. Doch hat Steffen tatsächlich seinen Sohn ermordet, nur um zu verhindern, dass dieser das Gesehene ausplaudert? Der Obduktionsbericht verschafft schließlich Klarheit über den Tod des Jungen: Matthias ist eindeutig vergiftet worden. Er starb an einem Tabletten- und Drogencocktail. Ein Zeuge will sich zudem an zwei Jugendliche im Zorro-Kostüm erinnern, die sich Mathias vor dem Tennisclub genähert hatten. Schnell können die Kommissare deren Namen ermitteln. Doch Jens Petersen und Patrick Hahne haben für die Tatzeit ein handfestes Alibi. Kurzzeitig geraten die Ermittlungen ins Stocken. Plötzlich jedoch überschlagen sich die Ereignisse, als ein unscheinbarer Hinweis bislang ungeahnte Tatsachen ans Licht bringt … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 14.11.2008 ZDF
    • Staffel 3, Folge 3
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      Die besten Jahre (Staffel 3, Folge 3) – © ZDF

      Es ist früh am Morgen, als der Wagen von Hauptkommissar Stolberg den Torbogen zum Gelände der Universität passiert. Das imposante historische Gebäude beherbergt nach angelsächsischem Vorbild eine Elite-Akademie für Wirtschaft. Einen Mord hat es in seinen weitläufigen, traditionsreichen Hallen noch nie gegeben. Entsprechend entsetzt sind die Studenten, als einer ihrer Kommilitonen tot auf dem Boden der Sporthalle aufgefunden wird. Max Messemer wurde am Abend zuvor mit einer abgebrochenen Degenspitze erstochen.

      Viele seiner Freunde hatten sich am Vorabend gewundert, dass sie Max nicht auf der Diplomparty an der Universität antrafen. Niemand dachte dabei allerdings an etwas Böses. Auch Sebastian Werner, Sohn des Dekans und enger Freund des Ermordeten, nicht, der Max nach dem gemeinsamen abendlichen Fechttraining allein in der Sporthalle zurückließ. Der Student berichtet den Ermittlern über seinen während der Übung zerbrochenen Degen, doch er beteuert vehement, den Tod des Freundes nicht verschuldet zu haben. Im Gegenteil, Sebastian hatte sofort das Training beendet. Tatsächlich stoßen die Kommissare bald auf eine andere Spur, denn kurz vor Max’ gewaltsamem Tod wurde aus dem Zimmer des Studenten eine hohe Geldsumme entwendet. Max war der Sohn sehr vermögender Eltern – ganz im Gegensatz zu Kevin Schmitz, einem Stipendiaten aus ärmlichen familiären Verhältnissen. Beide waren jedoch Freunde, teilten sich sogar das Zimmer. Natürlich wusste Kevin von den 20 000 Dollar, die Max im Zimmer achtlos liegen ließ. Er weiß aber auch über einen Streit zu berichten, den eben dieses Geld zwischen Max und Eddi von Westhofen verursacht hatte. Max beschuldigte Eddi nämlich des Diebstahls. Stolberg erfährt, dass Max kurz vor seinem Tod plötzlich wie verwandelt war. Seit letztem Wochenende, das Max in seinem Elternhaus verbracht hatte, legte sich der sonst sehr beliebte Student offenbar mit jedem grundlos an. Britta Hansen, eine der begabtesten Studentinnen der Akademie, hatte sich zu diesem Zeitpunkt mit ihm zum Lernen verabredet. Ihrer Aussage zufolge sei aber nichts Außergewöhnliches passiert. Dennoch scheint es ungewöhnlich, dass die Freundin von Sebastian ihren Ex-Freund Max allein getroffen hatte. Die Recherchen der Ermittler haben zu vielen Verdachtsmomenten geführt, doch noch immer fehlen handfeste Beweise, um Max’ Mörder endgültig zu überführen. Da erhalten sie unvermittelt ein Geständnis … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 21.11.2008 ZDF
    • Staffel 3, Folge 4
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      Blutgrätsche (Staffel 3, Folge 4) – © ZDF

      Journalisten und Fotografen drängen sich auf dem Parkplatz vor dem Gebäude des lokalen Fußballvereins. Gestern noch hat die Mannschaft einen entscheidenden Sieg und den gelungenen Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gefeiert. In den frühen Morgenstunden sorgt jedoch ein großes Polizeiaufgebot für Aufregung und diverse Spekulationen: Etwas abseits des Getümmels liegt die Leiche von Mona Seeberg. Die Ehefrau eines der Spieler wurde offenbar erschlagen. Alexander Weissner, Pressesprecher des Vereins, ist bemüht, das neugierige Presseaufgebot zu beruhigen. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 28.11.2008 ZDF
    • Staffel 3, Folge 5
      Bild: ZDF
      Die zweite Chance (Staffel 3, Folge 5) – © ZDF

      Es ist noch dunkel, die Vorortstraßen von Düsseldorf sind um diese Uhrzeit völlig verlassen. Ein einsamer Radfahrer bahnt sich seinen Weg im schwachen Licht der Fahrradlampe. Plötzlich rumpelt er über etwas, gerät aus dem Gleichgewicht und stürzt zu Boden. Er richtet sich fluchend wieder auf – dabei fällt der schmale Lichtkegel der Lampe auf den Gegenstand, der ihn zu Fall brachte: Ein menschlicher Arm. Am Rand der Straße liegt der leblose Körper eines jungen Mannes … 

      Bald erhellt das flackernde Licht der Polizeiautos die Umgebung. Hauptkommissar Stolberg und seine Kollegen inspizieren den Tatort nach ersten Hinweisen und Indizien. Boris Pahlke wurde offensichtlich erstochen. Vor Ort finden sich jedoch keine Spuren eines Kampfes. Wahrscheinlich wurde die Leiche an dieser Stelle einfach abgelegt. Pahlke hatte trotz seiner jungen Jahre eine äußerst bewegte Vergangenheit. Mehrmals wurde er wegen Diebstahls und Gewaltdelikten verur-teilt, erst vor zehn Tagen wurde er aus einer zweijährigen Haft entlassen. Der erste Weg der Kommissare führt zunächst zu Pahlkes Bewährungshelfer Michael Büntig. Dessen Gesicht ist jedoch sichtlich gezeichnet durch eine handfeste Auseinandersetzung mit Pahlke am Abend zuvor. Büntig ist auf seinen Schützling besonders schlecht zu sprechen, trotzdem wehrt er sich vehement gegen jeden Verdacht, er könnte Boris ermordet haben. Er selbst traut Judith Führmann, der Freundin des Toten, eine derartige Tat sofort zu. Diese war bei mehreren Einbrüchen von Pahlke beteiligt, wurde aber in den letzten zwei Jahren nicht weiter auffällig. Ohne den negativen Einfluss ihres Freundes hat sie sich ein neues Leben aufgebaut. Judith arbeitet in einem kleinen Restaurant, das Dagmar Palmieri gehört. In ihr und deren stummer Tochter Chiara hat die junge Frau eine neue Familie gefunden. Pahlke war jedoch nach seiner Haftentlassung nicht bereit, Judith frei zu geben. Sie sollte ihn weiterhin bei seinen kriminellen Machenschaften unterstützen. Hatte die junge Frau also ihren Freund, der ihr intaktes Leben wieder zu zerstören drohte, tatsächlich ermordet? Alle drei Frauen haben für die Tatzeit Alibis, dennoch ergeben sich bei der Befragung immer mehr Unstimmigkeiten. Aber auch die Tatsache, dass die Leiche des jungen Mannes in unmittelbarer Nähe des Hauses von Michael Büntig gefunden wurde, und dessen unkonventionelle Methoden bei der Erziehung seiner Schützlinge bringen den Bewährungshelfer immer stärker ins Visier der Kommissare. Stolberg und seinen Kollegen fehlen allerdings weiterhin handfeste Beweise. Da liefert die Obduktion des Toten ein bislang unbeachtetes Indiz, das dem Fall rasch eine unerwartete, dramatische Wendung verleiht. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 06.03.2009 ZDF
    • Staffel 3, Folge 6
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      Die falsche Frau (Staffel 3, Folge 6) – © ZDF

      Es ist spät am Abend, und die Straßen von Düsseldorf füllen sich allmählich mit Menschen, die in heiterer Stimmung, lachend und plaudernd, aus den Theatern und Restaurants der Stadt strömen. Für Kathrin Seegers und Barbara Maybach ist der Abend längst nicht vorbei. Nach einem anstrengenden und arbeitsreichen Tag wartet auf beide Frauen ein gemeinsames Abendessen. Angeregt besprechen sie noch auf dem Weg die eben veranstaltete Lesung im Salon der Buchhandlung, die Kathrin und Barbara zusammen betreiben. Dabei bemerken sie nicht die dunkle Gestalt, die sich ihnen in schnellen Schritten von hinten nähert. Plötzlich dreht sich Barbara um und blickt in den Lauf einer Pistole, die der maskierte Mann ihr unsicher, aber zu allem entschlossen, entgegenhält. Dann peitschen Schüsse durch die Nacht.

      Wenig später schon flackert das Blaulicht der Polizeifahrzeuge. Nur mit Mühe können die Beamten die zahlreichen Passanten und Schaulustigen vom Tatort zurückdrängen. Die Schüsse haben Barbara tödlich getroffen, ihre Freundin Kathrin wird am Bein verletzt. Die geschockte Kathrin kann Hauptkommissar Stolberg nur wenig über das Geschehene aussagen. Sie hat den Täter nicht erkennen können, auch ist ihr ein mögliches Mordmotiv völlig unerklärlich. Führt die letzte Mitteilung auf dem Anrufbeantworter der Toten Stolberg auf eine neue Fährte? Sie stammt von Staranwalt Dr. Viktor Seegers, dem verhassten Exmann von Kathrin. Victor Seegers ist allerdings nirgends auffindbar. Kathrin hatte ihn vor wenigen Monaten verlassen und lebt seither mit dem Arzt Theo Eberstein und dessen Tochter Alissa zusammen. Hauptstreitpunkt der Eheleute scheint das Gebäude zu sein, in dem sich die Buchhandlung der Frauen befindet. Der durch seinen ausschweifenden Lebensstil in finanzielle Notlage geratene Anwalt bedrängt Kathrin, ihren Anteil daran zu verkaufen. Dabei ist ihm offenbar jedes Mittel recht. Die Kommissare recherchieren, dass schon in der Vergangenheit ein Privatdetektiv im Auftrag von Seegers Kathrin zu terrorisieren versuchte. Nunmehr scheint ein Unbekannter diese Aufgabe übernommen zu haben. Doch warum musste ausgerechnet Barbara sterben? Immer mehr Indizien sprechen für eine Verwechslung der beiden Frauen. Als der Staranwalt schließlich wieder in seiner Kanzlei erscheint, haben Stolberg und seine Kollegen ausreichend Beweise, um Seegers mit dem schwerwiegenden Verdacht, einen Mord in Auftrag gegeben zu haben, festzunehmen. Auch für den Tod des jungen Mannes, der die tödlichen Schüsse auf Barbara abgegeben hatte und der nun selbst ermordet in seiner Wohnung aufgefunden wurde, muss sich Seegers rechtfertigen. Der Anwalt streitet aber vehement jegliche Schuld ab. Und auch den Kommissaren fehlt der entscheidende Hinweis, bis der wahre Täter plötzlich einen verhängnisvollen Fehler begeht … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 13.03.2009 ZDF
    • Staffel 3, Folge 7
      Bild: ZDF
      Die Nacht vor der Hochzeit (Staffel 3, Folge 7) – © ZDF

      Es regnet in Strömen. Und dennoch bleibt Ralf Reger regungslos stehen. Sein Blick scheint auf das Polizeipräsidium gerichtet, doch seine Gedanken überkommen Bilder aus der Vergangenheit. Erst als Kommissarin Sofia Lechner auf das eigenartige Verhalten des Mannes aufmerksam wird, nimmt dieser allen Mut zusammen: Ralf Reger will ein Geständnis ablegen. Überrascht hören Hauptkommissar Stolberg und seine Kollegen, was der offenbar angetrunkene Mann zu berichten hat. Reger hat vor acht Jahren eine junge Frau erschlagen. Sie war erst fünfzehn. Die grausame Tat geschah am Abend seiner Hochzeit, als er und ein Freund betrunken einen Junggesellenabend gefeiert hatten.

      Trotz Bedenken bezüglich der Glaubwürdigkeit der Behauptungen von Ralf Reger nehmen die Kommissare der Kripo Düsseldorf sofort die Ermittlungen auf. Es gab niemals Anlass zu einem Verdacht gegen Reger. Auch wurde damals nie die Leiche eines fünfzehnjährigen Mädchens entdeckt. Ralf Reger wird nach einer selbst zugefügten Verletzung nunmehr im Krankenhaus behandelt. Dort sind die Ärzte durchaus von einer momentanen Unzurechnungsfähigkeit des Mannes überzeugt. Seine Ehefrau Anne führt die geistige Verwirrung Regers auf eine schwerwiegende Nachricht zurück, die dieser am Tag zuvor erhalten hatte: Er ist offenbar unheilbar erkrankt. Vehement glaubt auch sein Schwager Michael Lensky an die Unschuld Regers. Jegliche Behauptungen seien allein der Fantasie eines todkranken Menschen entsprungen, zumal dieser bislang kaum eine genaue Beschreibung des Tathergangs, ja nicht einmal des Tatortes liefern konnte. Und in der Tat zieht Reger bald sein Geständnis wieder zurück. Doch Hauptkommissar Stolberg und seine Kollegen sind mittlerweile misstrauisch. Bei ihren Recherchen sind die Ermittler auf eine Meldung über ein vermisstes Mädchen gestoßen, dessen Aussehen und Alter den vagen Beschreibungen von Reger entsprechen könnte. Kann es sein, dass Reger zwar zugeschlagen, die junge Frau jedoch nicht getötet hatte? Und wer war jener Freund, dessen Name Ralf Reger weiterhin verschweigt? Um das wahre Geschehen aufdecken zu können, fehlen den Kommissaren noch entscheidende Hinweise. Da erkennen sie in einem verlassenen Gebäude jene zwielichtige Bar, die Reger ihnen als Tatort vage beschrieben hatte. Vor acht Jahren gehörte diese Monika Strecker, Lenskys Freundin. Plötzlich offenbart sich Stolberg und seinen Kollegen ein unglaubliches Netz von Verstrickun-gen, Lügen und Intrigen … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 20.03.2009 ZDF
    • Staffel 3, Folge 8
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      Die Tote vom Fluss (Staffel 3, Folge 8) – © ZDF

      Auf dem Düsseldorfer Südfriedhof ist Gerd Wilms in seinem grünen Arbeitskittel und den Gummistiefeln bereits früh bei der Arbeit. Wie gewöhnlich jätet der Gärtner Unkraut zwischen den Gräbern. Vor der rostigen Eisentür einer alten, verwitterten Familiengruft bleibt Wilms jedoch stutzig stehen. Sie ist offen. Um das wilhelminische Mausoleum kümmert sich seit langer Zeit niemand mehr. Innen wuchert das Unkraut. Wilms überlegt einen Moment, dann zieht der Gärtner die quietschende Tür weiter auf. Als Wilms aber in die dunkle kleine Kammer tritt, erwartet ihn ein grausamer Anblick: Auf dem Grabstein liegt die Leiche einer jungen Frau.

      Zwölf Tage galt Gesine Thomalla als vermisst. Noch am Flughafen schrieb sie ihrem kleinen Sohn eine SMS, in der sie ihre baldige Rückkehr aus Düsseldorf angekündigte – doch sie kam nie zu Hause an. Gesine wurde vor ihrem gewaltsamen Tod offenbar missbraucht, was womöglich die Tat eines der Polizei noch unbekannten Triebtäters war. Hauptkommissar Stolberg nimmt sofort die Ermittlungen auf, denn jederzeit könnte sich dieser ein neues Opfer suchen. Gesine Thomalla hatte für die Fahrt zum Flughafen ein Taxi genommen, dessen Fahrer zunächst nicht auszumachen ist. Kopfschmerzen bereitet den Ermittlern zudem die Tatsache, dass die Frau auf keinem der Überwachungsbänder sämtlicher Kameras am Flughafen zu sehen ist. Wurde die SMS von einem anderen Ort aus gesendet? Immer noch haben die Kommissare keinen eindeutigen Hinweis auf das tatsächlich Geschehene an jenem verhängnisvollen Tag, da werden sie zu einem neuen Tatort gerufen. Wieder wurde eine junge Frau in ähnlicher Weise wie Gesine Thomalla missbraucht und erdrosselt. Zur selben Zeit taucht im Polizeipräsidium ein Mann auf, der Hauptkommissar Stolberg persönlich sprechen will: Andreas Bendler ist ebenfalls Hauptkommissar, zuständig für interne Ermittlungen. Anscheinend soll ein alter, bereits abgeschlossener Fall erneut aufgerollt werden. Es haben sich Unklarheiten ergeben, die Stolberg, damals noch Oberkommissar, bei den Ermittlungen gegen eine deutsch-kroatische Mafiabande angeblich zu verantworten hat. Unheilvolle Erinnerungen an einen katastrophal endenden Zugriff und eine unglückliche Liebe werden wach, und die Reise in die Vergangenheit wird für Stolberg zunehmend zu einer Belastung. Doch auf seine Kollegen Florian Glade und Sofia Lechner kann sich der Hauptkommissar verlassen. Und tatsächlich ermitteln beide einen Augenzeugen, der offenbar gesehen hat, wie auch das zweite Opfer kurz vor der Mordtat in ein Taxi gestiegen ist … (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 27.03.2009 ZDF
      ZDFneo
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      16:25 Uhr

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