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Nach dem Tode ihres Vaters flieht die 20-jährige, technikbegeisterte Lena Berkow im Nachkriegsdeutschland der 50er Jahre mit ihrer Mutter Hilde und ihrer jüngeren Schwester Betty aus dem zerbombten Berlin auf einen fränkischen Bauernhof. Dort verliebt sie sich in den „schweigsamen Bauernsohn Walter Juskowiak“, mit dem sie gemeinsam von einer Zukunft im fernen Amerika träumt. Doch als ihre Mutter erkrankt, muss Lena eine Stelle beim Radiofabrikanten Sattler in der Stadt antreten, um Geld zu verdienen. Dort lernt sie den Sohn des Unternehmers, Hans Sattler, kennen, der gerade aus den USA zurückgekehrt ist und seinen Vater zur Produktion von Fernsehgeräten bewegen will. Vater Sattler hält das für ein Hirngespinst. Doch Lena ist begeistert, denn ihr eigener Vater war an der Entwicklung des ersten Fernsehers in der berühmt-berüchtigten Hakeburg in der Nähe von Potsdam beteiligt …
Ein Dreiteiler mit treffendem Zeitkolorit, dramatischen Entwicklungen und einer überzeugenden Alexandra Neldel. Zeitweise nahe an einer Seifenoper, ist der Plot doch sehenswert mit starken Rückblicken und Szenen wie z.B. Lena bei einer Engelmacherin. Auch Kamera und Schnitt überzeugen, zeitgenössische Schlager unterstreichen die Zeiten des 'Wirtschaftswunders' der aufstrebenden Bundesrepublik. Der Cast passt bis in die Nebenrollen (sehr cool: Anna Fischer als Lenas Schwester singt den thematisch die drei Teile umfassenden Titel 'Flieger, grüß mir die Sonne', die 'Capri-Fischer' u.a. 😊). Der Plot des Dreiteilers und der Unterhaltungswert ist m.E. mit der (späteren) KuDamm-Serie vergleichbar. Die Rolle der Lena zeigt eine selbstbewusste Frau in den Fünfzigern, die als solche allerdings in der Zeit eher eine Ausnahme war. Das amerikanische Ende wirkt ein bisschen zu plakativ und märchenhaft.