Folge 88
Staffel 12, Folge 3 (45 Min.)
Stress und ungesunde Ernährung haben ihn krank gemacht: Uwe B. greift abends regelmäßig in die „Lieblingsschublade“ mit den Süßigkeiten. Und tagsüber isst er am liebsten Brot.Bild: NDR/Moritz SchwarzIn dieser neuen Folge kommt Uwe B. an Bord des Hausboots. Er sucht dringend Hilfe, denn seit einem traumatischen Arbeitsunfall geht es mit seiner Gesundheit bergab. Das Erlebnis hat ihn dick und krank gemacht: Er leidet unter Bluthochdruck, Sodbrennen, Kopfschmerzen und vor allem einer stark verfetteten Leber. Ernährungs-Doc Matthias Riedl zeigt dem 59-Jährigen, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist: mehr als 60 Prozent seiner Leberzellen sind verfettet, bis zu fünf Prozent wären normal. Uwe ist dabei, in ein metabolisches Syndrom abzurutschen, ein gefährliches Zusammenspiel aus zu viel Bauchfett, erhöhten Blutfett- und Blutzuckerwerten und Bluthochdruck.Sein Alltag ist geprägt von Stress und ungesunder Ernährung: tagsüber Wurst, Weißmehl und Snacks, abends geht es an die Schublade mit Naschereien. Matthias Riedl rät Uwe B. aus dem niedersächsischen Wardenburg zum „Kaiser-König-Bettelmann“-Prinzip: morgens reichhaltig, mittags moderat, abends leicht und eiweißbetont. Nun kommen Hafer, Hülsenfrüchte, Gemüse und gute Öle auf den Tisch. Ein Qigong-Kurs soll außerdem helfen, Uwes Stresspegel zu senken. Wird er es schaffen, die Leber zu entlasten und sich aus der Spirale aus Stress und Ängsten zu befreien? Jenny S. erlebt seit Jahren etwas, das kaum vorstellbar ist: eine Stuhlentleerung nur alle vier bis sechs Wochen. Die 46-Jährige leidet unter extremer Verstopfung, begleitet von massiven Bauchschmerzen, Krämpfen, Schwindel und völliger Erschöpfung. Für ihren geliebten Motorradrennsport fehlt ihr längst die Konzentration. Nichts hat geholfen: Trockenpflaumen, Öle, Einläufe, Abführmittel oder Kräutermischungen – ihr Darm bleibt wie blockiert. Ernährungs-Doc Viola Andresen erklärt das Ausmaß des Problems: rund zwölf Liter stauen sich im Darm, eine gefährliche Durchblutungsstörung droht, im schlimmsten Fall ein Darmriss. Statt der vielen Weißmehl-, Milchprodukte und Snacks, die Jennys Darm träge machen, soll sie künftig auf ballaststoffreiche Ernährung wie Haferflocken, viel Gemüse, Hülsenfrüchte und sogenannte FOS-reiche Lebensmittel (mit Fructo-Oligosacchariden) wie Topinambur setzen. Dazu feste Essensrhythmen und regelmäßige Bewegung nach den Mahlzeiten. Wird Jenny es schaffen, ihren Darm wieder in Bewegung zu bringen – und sich endlich ein Stück Leichtigkeit und Lebensqualität zurückzuerobern? Mandy P. kämpft seit Jahren mit ihrer Haut mit Rosazea und Akne, zuletzt kam auch noch Haarausfall hinzu. Die 34-Jährige ist völlig verzweifelt, in den schlimmen Phasen traut sie sich kaum mehr aus dem Haus: „Ich wusste irgendwann gar nicht mehr, wo ich ansetzen soll.“ Durch eine Vielzahl von Hautcremes und Nahrungsergänzungsmitteln, gepaart mit Tipps aus dem Internet, wurde alles nur schlimmer. Jörn Klasen analysiert den Lebensstil der Wahlhamburgerin genauer und benennt die Probleme: zu viel Zucker und fruchtzuckerhaltige Snacks, außerdem entdeckt er bei ihr eine Sorbitintoleranz. Gemeinsam mit dem Dermatologen Philipp Marcel Buck legt der Ernährungs-Doc die Strategie fest: Entzündungshemmend soll Mandy nun essen, sorbitfrei, zuckerarm und deutlich mehr Gemüse in allen Regenbogenfarben. Wird sie mit der Umstellung ihre Haut zur Ruhe bringen und endlich wieder Hoffnung schöpfen auf ein gesundes Leben? (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mo. 09.02.2026 NDR Folge 89
Staffel 12, Folge 4 (45 Min.)Kartoffelpuffer selbst gemacht: Susi und Daniel K. testen das Rezept von Profikoch Thomas Sampl mit nur einer kleinen Kartoffel und dafür ganz viel Gemüse. Ob es ihnen schmeckt?Bild: NDR/Moritz SchwarzIn dieser neuen Folge kommt Daniel K. an Bord des Ernährungs-Docs-Hausboots. Er befindet sich in einem gesundheitlichen Ausnahmezustand: Immer wieder wird er von heftigen Gichtanfällen attackiert. Die Schmerzen treffen ihn oft aus dem nichts. Und jedes Mal wächst die Angst, dass seine Gelenke dauerhaft Schaden nehmen. Sein Harnsäurewert liegt mit 8,4 deutlich über der Norm. Und der 39-Jährige aus dem niedersächsischen Oldenburg weiß: bleibt das so, drohen schwere Folgen, von Nierenproblemen bis Herzerkrankungen. Dabei führt Daniel ein aktives Leben, verbringt viel Zeit mit seiner Familie, trainiert die Fußballmannschaft seines Sohnes und ist Schiedsrichter beim American Football.Doch Ernährungsmediziner Matthias Riedl erkennt sofort: Daniels Essverhalten befördert die Gicht: große Portionen, häufig Fleisch, viel Zucker und fruktosereiche Lebensmittel. „Erst wenn der zweite oder dritte Teller leer ist, empfindet er Sättigung“, sagt seine Frau Susi. Der Doc rät ihm zu einer purinarmen Ernährung: flexitarisch, mit viel Gemüse, Vollkorn, Nüssen und etwas Hülsenfrüchten. Außerdem soll Daniel lernen, achtsam zu essen und kleinere Portionen. Und um seine Gelenke zu entlasten und gleichzeitig den Stoffwechsel zu pushen, schickt Matthias Riedl ihn zum Schwimmtraining. Kann Daniel die Ernährungsstrategie langfristig umsetzen und seine Gesundheit damit nachhaltig stärken? Folke H. kämpft schon seit 15 Jahren gegen eine Krankheit, die ihr Leben unberechenbar macht: schubförmige Multiple Sklerose. Immer wieder leidet sie unter Sehstörungen und einer lähmenden Fatigue, kompletter Ermüdung, die sie oft völlig aus der Bahn wirft. Ihre größte Sorge: eines Tages ganz die Kontrolle über ihren Körper zu verlieren, irgendwann auf den Rollstuhl angewiesen zu sein. Ernährungs-Doc Silja Schäfer analysiert die Ernährung der 34-Jährigen: viele Kuhmilchprodukte, regelmäßig Weizen und süße Snacks, die die Entzündungen in den Nervenbahnen befeuern. Außerdem ist das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren mit 17,9:1 in einer ungesunden Balance, es sollte möglichst bei 2,5:1 liegen. Als Personalratsvorsitzende trägt die Kielerin viel Verantwortung, arbeitet häufig bis spät in den Abend. Zu Hause hilft ihr Mann Ole, wo er kann, übernimmt das Kochen und organisiert den Familienalltag. Silja Schäfer schlägt eine Ernährungsweise nach nordischer Art vor: regional und nachhaltig, mit vielen Lebensmitteln vom Feld, aus dem Wald, Fluss oder Meer, reich an präbiotischen Ballaststoffen und heilsamen Antioxidantien. Dazu Omega-3-haltige Öle sowie in Maßen probiotischer Joghurt und Quark. Nach wenigen Wochen erhält Folke eine Nachricht, die vieles verändert; sie ist schwanger, erwartet ihr drittes Kind. Wird sie es trotz ihres beruflichen Stresses, Familienalltag und der Schwangerschaft schaffen, die neue Ernährung zu etablieren? (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mo. 16.02.2026 NDR Folge 90
Staffel 12, Folge 5 (45 Min.)Essen als Medizin: Staffel 12 des erfolgreichen Coachingformats! Die „Docs“ Viola Andresen, Matthias Riedl, Jörn Klasen und Silja Schäfer helfen Menschen, die an ihren massiven Gesundheitsproblemen fast verzweifeln. Ihr Ziel: mit speziellen Ernährungsstrategien Symptome deutlich verbessern und manche Krankheiten sogar heilen. In dieser Folge kommt Silvana K. an Bord des Hausboots. Die 48-jährige Pflegefachkraft hat einen wahren Albtraum hinter sich: Brustkrebs. Die Diagnose stellte anderthalb Jahre zuvor ihr Leben auf den Kopf.Nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung mit OP, Bestrahlung und Antihormontherapie fürchtet die Pinnebergerin nun, wieder zuzunehmen. Denn: Schon seit Kindheitstagen kämpft sie mit ihrem Gewicht. Sie wog nach erfolglosen Diäten bis zu 130 Kilogramm, erst eine Magen-OP brachte ihr 50 Kilogramm Gewichtsverlust. Doch nun zeigt die Waage wieder mehr an, Tendenz steigend: „Ich habe riesige Angst, in alte Muster zurückzufallen.“ Ernährungs-Doc Matthias Riedl macht ihr klar, was falsch läuft: Silvana isst unregelmäßig, snackt viel Süßes und nimmt zu wenig sättigende Nährstoffe auf. Das befeuert ihren Heißhunger und ihr Bauchfett sowie der Prädiabetes erhöhen sogar das Rückfallrisiko für Krebs. Eine richtige Ernährungstherapie muss her: ballaststoffreich essen, feste Mahlzeiten, weniger Zucker, dafür mehr Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Schafft Silvana es, ihre Ernährung neu aufzustellen, um den Süßhunger zu zähmen, die Kilos purzeln zu lassen – und damit ihre Gesundheit langfristig zu schützen? Frank D. kämpft seit Jahren mit massiven Verdauungsproblemen: Blähungen, Durchfälle oder auch Verstopfung. Der 48-Jährige hat unzählige Arztbesuche hinter sich. Ohne Diagnose. „Ich krieg jedes technische Problem in den Griff, nur meinen eigenen Körper nicht“, sagt der IT-Spezialist frustriert. Nach fast jeder Mahlzeit wölbt sich sein Bauch schmerzhaft nach vorne, eine Toilette muss ständig in Reichweite sein. Magen-Darm-Spezialistin Viola Andresen findet die Ursache: eine ausgeprägte Motilitätsstörung. Magen und Darm arbeiten viel zu langsam. Dadurch entstehen ungewöhnlich viele Gase. Die Strategie dagegen ist komplex: Medikamente sollen den Magen-Darm-Transport ankurbeln, zusätzlich soll Frank eine Zeit lang seine Ernährungsweise auf püriertes, leicht verdauliches Essen umstellen, nur kleine Portionen zu sich nehmen und auf FODMAP, das sind bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate, verzichten. Dafür muss der Hamburger seine Essroutinen komplett umstellen. Wird er so seine Beschwerden in den Griff bekommen? Ina B. leidet an Bluthochdruck. Doch das weiß sie erst seit einem lebensbedrohlichen Vorfall 2023: Mitten in der Nacht weckt ihre Smartwatch sie wegen eines extrem hohen Pulses; in der Klinik stellt sich heraus, dass die 60-Jährige Vorhofflimmern hat, es hatte sich bereits ein Blutgerinnsel gebildet. Seitdem weiß Ina: Sie muss dringend ihr Gewicht reduzieren. 30 Kilo hat sie schon abgenommen, doch plötzlich geht nichts mehr, im Gegenteil, die Pfunde kommen zurück. „Ich streng mich so an und es passiert einfach nichts“, sagt sie frustriert. Ernährungs-Doc Jörn Klasen stellt etwas fest, was sich für die Bäckereifachverkäuferin aus der Nähe von Bremerhaven zunächst paradox anhört: Sie isst zu wenig. Mit nur rund 1300 Kalorien am Tag schaltet ihr Körper in den Energiesparmodus, Fettabbau ist so kaum möglich. Die Devise lautet: mehr essen, um abzunehmen! Mehr Kalorien, mehr Gemüse, Eiweiß und Vollkornprodukte – orientiert an der Mittelmeerküche. Dazu ein flexibles 14:10-Intervallfasten, das zu Inas Schichtdienst passt. Kann sie mit der neuen Ernährung ihren Stoffwechsel wieder aktivieren und so nicht nur abnehmen, sondern auch ihren Blutdruck langfristig stabilisieren? (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mo. 23.02.2026 NDR Folge 91
Staffel 12, Folge 6 (45 Min.)Bild: ndrIn dieser Folge kommen Yvonne und Stephan W. an Bord des Hausboots. Das Paar von der Insel Sylt möchte endlich seine Rheuma-Schmerzen in den Griff bekommen und Gewicht verlieren. Beide leiden an chronischen Entzündungen: Yvonne kämpft mit Schmerzen in Händen, Hüftgelenken und Knien, Stephan mit starken Rückenschmerzen. Medikamente gehören für beide längst zum Alltag. „Das ist der Tritt in den Hintern, den wir uns hier abholen wollen“, sagt der 48-Jährige zu Matthias Riedl. Der Ernährungsmediziner erkennt die entscheidenden Stellschrauben: zu viel Süßes, Weißmehl und Fast Food, täglich Fleisch, all das fördert Entzündungen im Körper. Die Folge: ungesundes Bauchfett, Fettleber und Prädiabetes. Höchste Zeit für einen Neustart.Doc Riedls Plan: zunächst drei Tage Haferkur, um alte Ernährungsmuster zu durchbrechen, anschließend eine antientzündliche Ernährung. Auf den Teller sollen dann viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und ausreichend Eiweiß, damit der Heißhunger zwischendurch keine Chance mehr hat, außerdem gesundes Oliven-, Lein- und Algenöl. Kochbuchautor Alex Flohr zeigt den passionierten Fleischessern in einem Kurs, wie vielseitig die Gemüseküche sein kann: Erbsen-Walnuss-Creme, Kichererbsen-Pancakes oder eine Drilling-Kohlrabi-Pfanne. Die beiden stellen fest: Es muss nicht immer Fleisch auf den Teller, Gemüse kann auch Spaß machen. Schaffen Yvonne und Stephan es, sich gegenseitig zu motivieren und als Team langfristig dranzubleiben? Enie und ihre Mutter Jil wenden sich verzweifelt an die Ernährungs-Docs, denn die zwölfjährige Enie kämpft seit ihrem vierten Lebensjahr mit starker Schuppenflechte. Mittlerweile breiten sich die geröteten Hautstellen fast über den ganzen Körper aus, auch im Gesicht. „Manchmal hab ich mein Gesicht in der Schule zugehalten, weil es mir so peinlich war“, sagt Enie. Die Autoimmunerkrankung sorgt dafür, dass ihre Haut sich siebenmal schneller erneuert als bei gesunden Menschen. Die Folge: schuppende Stellen, die stark jucken. Schwimmen geht sie kaum noch, zu groß ist die Sorge vor Blicken und Kommentaren. Beim Fußball dagegen blüht sie auf, denn dort kann sie den Stress für einen Moment vergessen. Auch Mutter Jil leidet mit: Sie kennt die Krankheit selbst aus der Kindheit. Enie hat unzählige Cremes ausprobiert, zuletzt sogar Spritzen, doch nichts stoppt die Ausbreitung. „Man cremt und cremt, aber es wird einfach nicht besser“, beschreibt die Mutter aus Heiligenhafen die Hilflosigkeit. Silja Schäfer überprüft das Ernährungsprotokoll der Schülerin und findet darin potenzielle Auslöser: viel Weißmehl, Zucker und verarbeitetes Fleisch, alles entzündungsfördernd. Damit soll nun Schluss sein. Eine kindgerechte, stufenweise Ernährungsänderung soll Enies Haut, Darm und Muskeln stärken. Mehr trinken, deutlich mehr Gemüse, ausreichend Eiweiß, jede Phase wird als kleine Challenge mit Medaillen als Belohnung verpackt. Und weil Enie keinen Fisch mag, soll Algenöl die wichtigen Omega-3-Fettsäuren liefern. Beim Hausbesuch bringt Silja Schäfer Ideen für Frühstück, Schul-Snacks und selbst gemachte Eistees mit, die der Haut guttun. Und dann gibt es noch eine Überraschung von Enies Lieblingsfußballer Thomas Müller. Wird es ihr gelingen, die Ernährung umzustellen und sich damit Schritt für Schritt die Leichtigkeit zurückzuholen, die ihr wegen der Erkrankung so oft gefehlt hat? (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mo. 02.03.2026 NDR
