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Supertalent Mensch: 1. Körperbeherrscher
Vier Menschen gehen ans Limit des körperlich Leistbaren. Herbert Nitsch ist der erfolgreichste Apnoetaucher aller Zeiten. Der Österreicher hat 31 Weltrekorde aufgestellt: Niemand kann unter Wasser länger die Luft anhalten, und keiner taucht tiefer als er. 214 Meter hat Herbert Nitsch geschafft, mit nur einem Atemzug. Nach einem schweren Unfall kämpft er sich zurück ins Leben – doch die Tiefe lässt ihn nicht los. Wim Hof meditiert im Eis und geht halb nackt in der Arktis spazieren. Kälte scheint ihm nichts auszumachen. „Der Eismann“ – so nennt er sich selbst.Ines Papert ist viermalige Weltmeisterin im Eisklettern. Gipfel ziehen sie magisch an. Scheinen sie unbezwingbar – umso besser. „Terra X“ begleitet sie bei einem besonderen Projekt: einer Erstbegehung in den Dolomiten. Daniel Kish verlor sein Augenlicht kurz nach der Geburt. Er ist blind, und doch lebt er heute beinahe wie ein Sehender. Er reist durch die Welt, wandert und fährt Fahrrad. Dabei hilft ihm eine verborgene Fähigkeit unseres Körpers. Daniel Kish sieht mit den Ohren – fast wie eine Fledermaus. Sie alle beherrschen ihren Körper in außergewöhnlicher Weise. „Terra X“ porträtiert diese „Supertalente“ – und fragt nach den Hintergründen: Welche wissenschaftlichen Erklärungen gibt es für die außerordentlichen Leistungen? Und was können wir alle tun, um unsere verborgenen Kräfte zu mobilisieren? Denn auch die Supertalente sind – eigentlich – ganz normale Menschen. Sie zeigen das erstaunliche Potential, das in uns allen steckt. Was ist uns in die Wiege gelegt, was können wir erlernen? Und wo liegen die Grenzen unseres Körpers? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Sa. 06.12.2014 ZDFneo Supertalent Mensch: 2. Geistesgiganten
Sechs Menschen beweisen höchst außergewöhnliche Sinnes- und Geistesfähigkeiten: In schwindelerregender Höhe balanciert Lukas Irmler über dem Abgrund. Auf der Slackline, einem schwankenden Seil, gehört er zu den Besten der Welt. Doch wie überwindet er seine Höhenangst? Im Alter von fünf Jahren trat Shi Yan Yao in das Shaolinkloster ein. Sein ganzes Leben hat er der Meditation und der Kampfkunst gewidmet. Seine Körperbeherrschung scheint keine Grenzen zu kennen. Gert Mittring und Rüdiger Gamm sind so etwas wie menschliche Taschenrechner. Egal ob Wurzeln oder Potenzen – die kompliziertesten Aufgaben lösen sie in Rekordzeit ohne jedes Hilfsmittel.Derek Paravicini ist ein Savant. Er zeigt uns, wozu das menschliche Gehirn in der Lage ist: Musik ist seine Welt. Wenn er ein Lied nur einmal hört, spielt er es auf dem Klavier nach. 12 000 Musikstücke kann er auswendig. Der Umgang mit anderen Menschen dagegen bringt ihn an seine Grenzen. Emotionen und soziale Regeln sind dem Autisten fremd. Ganz anders Jan Becker: Er liest in seinen Mitmenschen wie in einem Buch. Jan Becker bezeichnet sich selbst als menschlichen Lügendetektor. Wie macht er das – und kann er wirklich Gedanken lesen? „Terra X“ porträtiert diese „Supertalente“ – und sucht nach den Hintergründen der außerordentlichen Leistungen. Wie kann sich unser Hirn Zahlen mit 200 Stellen hinter dem Komma merken, und welche Kräfte werden frei, wenn wir meditieren? Wissenschaftler versuchen, die Geheimnisse der Geistesgiganten zu entschlüsseln – und helfen uns so dabei, unsere eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Denn: Die Geistesgiganten sind Supertalente, und im Übrigen ganz normale Menschen. Sie zeigen das erstaunliche Potential, das vielleicht in uns allen steckt. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Sa. 06.12.2014 ZDFneo Supertalent Mensch II: 1. Die Grenzgänger
Der menschliche Körper ist zu verblüffenden Leistungen fähig. „Terra X“ zeigt ungewöhnliche Menschen, die ans Limit gehen und fragt, ob solche Talente in jedem von uns schlummern. Sie fliegen wie Vögel durch die Lüfte, surfen auf 20 Meter hohen Wellen, werden steinalt oder vertragen Strom. Es scheint fast so, als mobilisierten Supertalente schier unerklärliche Kräfte. Doch hinter jeder Leistung steckt eine wissenschaftliche Erklärung. Wenn Halvor Angvik die Berge hochsteigt, hat er kaum einen Blick für die Aussicht. Denn er will eigentlich nur hinunterspringen. Halvor Angvik ist Wingsuit-Jumper.In einer Art Fledermaus-Anzug gleitet er durch die Lüfte und wird dabei 200 km/h schnell. Ein kleiner Fehler könnte ihn das Leben kosten. Nicht weniger wagemutig ist der Nürnberger Sebastian Steudtner. Vor 20 Meter hohen Brechern kennt er keine Angst. Steudtner ist Big-Wave-Surfer und reitet Wellen, die sich zu Wassermonstern auftürmen. Er ist der einzige Deutsche, der es in die Welt-Elite geschafft hat. Zwei Mal gewann er schon den Surf-Oscar für die höchste Welle des Jahres. Doch um Preise geht es ihm nicht. Sein Ziel ist, die größte Welle der Welt zu reiten. Etwas ruhiger gehen es die Bewohner einer Bergregion auf Sardinien an. Trotzdem brechen sie sämtliche Rekorde: Das sardische Bergvolk wird steinalt. 100-Jährige sind in der Provinz Nuoro keine Seltenheit. Doch warum überschreiten sie alle Altersgrenzen? Wissenschaftler suchen seit Jahren nach dem Geheimnis des langen Lebens auf Sardinien und kommen ihm Schritt für Schritt auf die Spur. Was andere tötet, macht Biba Struja nichts aus. Der Serbe ist immun gegen Strom. Seit 30 Jahren experimentiert er mit bloßen Händen mit der tödlichen Gefahr und hat bis heute keinen einzigen Kratzer. Doch wie macht er das? Ein Trick oder eine seltene Begabung? (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 27.12.2015 ZDF Supertalent Mensch II: 2. Die Superhirne
45 Min.Das menschliche Gehirn kann verblüffende Anforderungen meistern. „Terra X“ zeigt Menschen, die geistige Höchstleistungen bringen und fragt, ob solche Talente in jedem von uns schlummern. Sie sprechen weit über 20 Sprachen, lösen Zauberwürfel innerhalb von Sekunden, spielen Blindschach oder können nach einem Unfall plötzlich perfekt Klavierspielen. Die Supertalente zeigen, dass unser Gehirn zu viel mehr fähig ist, als wir heute erahnen. Die Zwillinge Michael und Matthew Youlden sind echte Multisprachler. Beide beherrschen mehr als 20 Sprachen, die meisten davon fließend.Darunter auch seltene Sprachen wie Kornish, Katalanisch oder Papiamentu. Und lernen sie in atemberaubender Zeit. Sieben Tage brauchen sie, um in einer neuen Sprache im Alltag durchzukommen. „Terra X“ schickt die Zwillinge auf Sprachreise und zeigt, wie jeder ganz einfach eine neue Sprache lernen kann. Sebastian und Philipp Weyer sind auch Zwillinge und halten gleich mehrere Rekorde. Ihre Spezialität ist der legendäre Zauberwürfel. Die Zwillinge brauchen kaum mehr als sechs Sekunden, um die bunten Farben des Rubik’s Cube richtig zu ordnen. Doch welche Leistung steckt dahinter? Sind sie einfach nur Mathegenies oder aber ist es ein anderes Talent, das sie zu wahren Meistern in dieser Disziplin macht? Elisabeth Sulsers Leben ist ebenfalls sehr bunt. Wenn sie Töne hört, sieht sie Farben. Ein G ist blau, das C rot, ein D ist gelb. Gleichzeitig kann sie die Musik schmecken – salzig, sauer, süß und bitter. Die Schweizerin ist eine so genannte Synästhetin und weltweit ein ganz besonderer Fall. Sie ist die einzig bekannte Person mit diesen Formen der Doppelwahrnehmung. Der Pianist Derek Amato sieht auch, was andere nicht wahrnehmen. Permanent kreisen in seinem Kopf schwarze und weiße Kästchen voll von verschiedenen Tönen und Instrumenten. Sie sagen ihm, was er auf dem Klavier spielen soll. Dabei hatte der Amerikaner mit Musik nie viel am Hut. Erst nach einem Unfall mit einer schweren Gehirnerschütterung konnte er plötzlich perfekt Klavier spielen. Vincent Keymer und Marc Lang sind Schachexperten der besonderen Sorte. Vincent Keymer ist erst elf Jahre alt, spielt aber schon Schach wie die Großen. Im Alter von fünf Jahren fegt er seine Eltern vom Brett, mit neun Jahren schlägt er zum ersten Mal einen ukrainischen Großmeister und mit zehn wird er mit der deutschen Jugendnationalmannschaft Europameister. Marc Lang hat gegen Vincent keine Chance, obwohl er 35 Jahre mehr Schacherfahrung auf dem Buckel hat. Führend ist er aber in einer ganz besonderen Form des Spiels: Blindsimultanschach. Das heißt: Er muss das Spielbrett gar nicht sehen, um den Gegner schachmatt zu setzen. Er spielt aus dem Gedächtnis heraus und am liebsten gegen mehrere Spieler. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 03.01.2016 ZDF Supertiere: 01. Die Starken
45 Min.Lassie und Flipper, Ratatouille oder Happy Feet – in der Welt der Kinderfilme gibt es keine Hürde, die für Tiere zu hoch ist. Aber ist das alles nur Fiktion? Tatsächlich wimmelt es im Tierreich von ungewöhnlichen Fähigkeiten. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 31.10.2010 ZDF Supertiere: 02. Die Cleveren
45 Min.Deutsche TV-Premiere So. 07.11.2010 ZDF Supertiere: 03. Wilde Liebe
45 Min.In der ersten Folge des neuen Zweiteilers von „Terra X – Supertiere“ ist Moderator Dirk Steffens in Sachen Liebe unterwegs – im Tierreich. Wie die verschiedensten Fell- und Federträger ihre Dates arrangieren und beim anderen Geschlecht punkten, das ist Gegenstand des ersten Teils „Wilde Liebe“. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 22.01.2012 ZDF Supertiere: 04. Wilder Kindergarten
45 Min.Auch im zweiten Teil der neuen Staffel von „Terra X – Supertiere“ wagt Moderator Dirk Steffens indiskrete Blicke ins Familienleben der Tiere. Diesmal nimmt er sich die Eltern und ihren Nachwuchs vor. Welche Mühen viele Tiere auf sich nehmen, welche Tricks und Methoden sie anwenden, um ihren Nachwuchs aufzuziehen, das ist Thema in der Folge „Wilder Kindergarten“. Dabei erinnert so manches an menschliche Verhältnisse. (Text: ZDF)Deutsche TV-Premiere So. 29.01.2012 ZDF Supertiere: 05. Dicke Freunde
45 Min.Wir Menschen tummeln uns gern in Gesellschaft. Auch im Tierreich gibt es Partnerschaften und Wohngemeinschaften, die nicht nur der Fortpflanzung der eigenen Spezies dienen. Wenn Vögel sich zusammentun, dann rauschen sie schon mal als Millionengeschwader durch die Lüfte. Denn: Wo der Einzelne mit Pauken und Trompeten untergehen würde, schafft die Gemeinschaft schier Übertierisches. Es gibt aber auch Bedingungen, unter denen sich die seltsamsten Duos zusammentun und sogar aus Feinden die besten Freunde werden können.Es ist überraschend, welch spannende Beziehungen, kuriose Wohngemeinschaften oder liebevolle Hingabe bei Tieren zu finden ist. Kommunikation ist die Grundvoraussetzung, um miteinander zu agieren. Denn erst dann kann die Macht der Gemeinschaft richtig zum Tragen kommen, und die ist beim Tier wie beim Menschen überlebenswichtig. Affendame Sina ist der Stargast im nächtlichen Senckenberg Museum. Schimpansen sind dem Menschen im Sozialverhalten sehr ähnlich. Sie kommunizieren untereinander und haben Laute und Namen für Artgenossen und Nahrung. Per Sprachcomputer oder Zeichensprache schaffen es manche Affen, über 1000 Worte zu erlernen. Und Verstehen können sie sogar deutlich mehr. Viele Tiere haben noch ausgefeiltere Arten der Kommunikation, wie etwa die Sepien. Ihre Sprache funktioniert rein optisch. Mit ihrer Haut können sie binnen Bruchteilen von Sekunden komplexe Farbmuster abspielen. Meist wird nur die dem anderen zugewandte Seite gefärbt. Selbst geflirtet wird einseitig. Das Farbspiel funktioniert über Melanophoren, Farbzellen in der Haut, die sich ausdehnen oder zusammenziehen können. Und die hochentwickelten Augen des Gegenübers verstehen die Botschaft sofort. Meist sind es ganz handfeste Gründe, die die Tiere zueinanderfinden lassen: Essen oder Sex. Oder steckt doch noch etwas anderes dahinter? Freundschaft vielleicht? Ein Gefühl, zu dem Tiere nach Ansicht vieler Wissenschaftler nicht fähig sind. Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer wird da etwas ganz anderes erzählen. (Text: ZDFneo) Deutsche TV-Premiere So. 13.01.2013 ZDF Supertiere: 06. Die Scharfsinnigen
45 Min.Hören, Sehen, Riechen, Tasten und Schmecken: Wir Menschen schlagen uns mit unseren fünf Sinnen ganz gut durchs Leben. Manche Tiere haben aber weit mehr drauf. Mit dem fünften oder sechsten Sinn ist bei ihnen die Fahnenstange längst nicht erreicht. Sie verfügen über Sinnesorgane, die uns gänzlich fehlen. Sie können damit eine Welt erfassen, die außerhalb unserer Wahrnehmung liegt. So können sich einige Schlangen mit ihrem Grubenorgan, das ähnlich wie eine Wärmebildkamera funktioniert, auch im Dunklen perfekt zurechtfinden.Elefanten kommunizieren mit ihren Füßen über Infraschall und das Chamäleon hat mit seinen Augen einen fantastischen Rundumblick von über 280 Grad. Was in den gemeinsamen Fokus der Augen gerät, hat praktisch keine Chance zu entkommen. Mit ihren Super-Sinnen sind die Tiere zu Höchstleistungen fähig. Die zweite Folge erzählt auch von der abenteuerlichen Reise einer Walmutter mit ihrem neugeborenen Kind. Über Tausende von Kilometern navigiert die Riesin ihr Junges zielsicher durch die Weiten der Meere. Die Überflieger der Lüfte sind die Kraniche – dank ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten überwinden sie im Schwarm das höchste Gebirge der Welt – den Himalaya. Auch Gustav, der Storch, der Moderator Dirk Steffens bei dieser Supertier-Staffel im Senckenbergmuseum besucht, ist ein Meister der Orientierung. Während sich die menschlichen Zweibeiner mit Karten und Navi quälen, trägt er wie auch die anderen Zugvögel seinen Routenplaner praktisch im Schnabel. Der dritte Teil von „Supertiere 3“, „Meine Lieblinge“, wird am Sonntag, 3. Februar, 19:30 Uhr, zu sehen sein. (Text: ZDFneo) Deutsche TV-Premiere Sa. 26.01.2013 ZDFneo Supertiere: 07. Meine Lieblinge
45 Min.In dieser Folge stellt Dirk Steffens in der nächtlichen Kulisse des Senckenberg-Museums in Frankfurt seine liebsten Szenen der ersten zwei Staffeln der „Supertiere“ vor. Die schönsten Tieraufnahmen erzählen die Geschichte der Rekordhalter im Tierreich. Da gibt es Echsen, die übers Wasser gehen, Kraken, die logische Meisterleistungen vollbringen und Affen, die mit ihrem Kurzzeitgedächtnis ihre menschlichen Vettern abhängen. Auch in Liebes- und Familienangelegenheiten geht es um den innersten Kern der Evolution, um die Idee des Lebens. Und um das, was die Arten im Laufe der Jahrmillionen so alles angestellt und entwickelt haben, um die eigenen Gene an die nächste Generation weiterzugeben.Das istnicht nur ein spannendes Feld der Wissenschaft, sondern hin und wieder auch einfach witzig. Aber wir Menschen sind nicht die einzigen, die in Liebesdingen und im Umgang mit den lieben Kleinen oft unfreiwillig komisch sind. Affen, Vögel oder auch Meeresbewohner stehen uns da in nichts nach. Welche Methode auch immer gewählt wird – sie ist erfolgreich, denn sonst gäbe es die jeweilige Art schon längst nicht mehr. (Text: ZDFneo) Deutsche TV-Premiere Sa. 02.02.2013 ZDFneo Supertiere: 08. Riesen
45 Min.Ausgewachsen misst der deutsche Mann im Durchschnitt knapp 1,80 Meter, die Frau rund 1,65 Meter. Mit dieser Größe gehören Menschen selbst schon zu den „Riesen“. Im Vergleich zu manchen Kolossen im Tierreich sind wir aber echte Winzlinge. Der Argentinosaurus, der größte Saurier aller Zeiten, wurde schätzungsweise 40 Meter lang und erreichte eine Schulterhöhe von bis zu neun Metern. Damit hätte er bequem in den dritten Stock eines Hauses schauen können. Das höchste heute lebende Landtier, die Giraffe, schafft mit ihren sechs Metern zumindest einen Blick ins zweite Geschoss. Ihr außergewöhnlich langer Hals erlaubt ihr den exklusiven Zugang zu weit oben wachsenden Akazienblättern – ein echter Vorteil gegenüber allen anderen vegetarischen Steppenkollegen.Der Giraffenkörper ist übrigens trotz seiner Länge und seiner eigentümlichen Form so perfekt ausbalanciert, dass die Savannenbewohner für kurze Zeit 50 Stundenkilometer schnell laufen können – und damit sogar manchem hungrigen Löwen entwischen. Eine Klasse für sich ist der Blauwal. Mit 30 Metern Länge und knapp 200 Tonnen Gewicht übertrumpft er selbst die schwersten Dinosaurier. Während seine Vorfahren noch an Land lebten, hat der Blauwal heute den entscheidenden Vorteil, dass er im Meer wohnt und das Wasser einen Großteil seiner Masse mitträgt. Der enormen Belastung an Land würden weder sein Bewegungsapparat noch sein Kreislauf oder die Organe standhalten. „Bigger“ ist also nicht immer automatisch „better“. Zwar ist ein Tier, je größer es ist, umso sicherer vor Fressfeinden. Andererseits benötigen Riesen mehr Futter. Weil das so ist, haben sich viele große Tiere einen sparsamen Lebenswandel entwickelt: Ihr Herz schlägt langsamer, und sie atmen seltener. Der längste Hals, der meiste Platz, die beste Anpassung – all das hat im Laufe der Evolution über den Fortbestand einer Art entschieden und dafür gesorgt, dass manche Tierkolosse zu Erfolgsmodellen wurden. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Sa. 31.08.2013 ZDFneo Supertiere: 09. Zwerge
45 Min.Wenig Platz macht erfinderisch: Auf einer 4,3 Quadratmeter großen Insel vor Panama leben kleinwüchsige Faultiere, auf Borneo gibt es Zwergelefanten, und die Rentiere auf Spitzbergen sind fast nur halb so groß wie ihre Verwandten auf dem Festland. Sie alle haben sich ihrem kleinen Lebensraum über Generationen angepasst. „Inselverzwergung“ nennt das die Wissenschaft: Wenn eine Insel deutlich kleiner ist als der vorherige Lebensraum, dann schrumpfen die Bewohner – manchmal sogar drastisch. Aber haben die Zwerge im Tierreich, die mit weniger Nahrung und Platz auskommen, gleichzeitig einen Überlebensvorteil? Was das kleinste aller Lebewesen betrifft offensichtlich schon.Das erst kürzlich entdeckte Bakterium Nanoarchaeum Equitans – zu Deutsch „Reitender Urzwerg“ – misst nur ein 400 Millionstel Millimeter, existiert aber offensichtlich schon seit der Anfangszeit des Lebens. Vielleicht gerade weil es so klein ist. Viele Winzlinge haben sich an ihre ökologische Nische und das Nahrungsangebot perfekt angepasst. So auch der kleinste Vogel, der Kolibri. Er ernährt sich ausschließlich von Blütennektar, und sein Schirrflug ermöglicht ihm den optimalen Zugriff darauf – ohne, dass er landen muss. Für manch anderen Mini ist es schwieriger, in der großen, gefährlichen Welt zu überleben. Um das eigene Leben zu verlängern und Fressfeinde auszutricksen, haben sie beeindruckende Kniffe entwickelt. Unsichtbar machen ist einer davon – die Stabschrecke oder Schmetterlinge wie der Birken-Gabelschwanz sehen aus wie die Pflanze, auf der sie sitzen. Andere imitieren gefährlichere oder giftige Arten und erhöhen auf diese Weise ihre Überlebenschancen. Hierzulande macht zum Beispiel die zierliche Schwebfliege gerne einen auf dicke Wespe oder Biene und verhindert so, von Vögeln verzehrt zu werden, denen die wehrhaften Insekten nicht schmecken. Doch nicht nur Verwandlungskünstler, auch wahre Leistungsgiganten finden sich unter den Kleinsten der Kleinen – dazu zählen vor allem Insekten, die in kooperativen Kolonien leben. Bienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern weltweit. Und Ameisen gelten als wahre Naturschützer. Mit ihren Gängen lockern sie Böden und in Wäldern sind sie effiziente Schädlingsbekämpfer. Es kommt eben nicht nur auf Größe und Stärke an, auch eine zarte Statur und Anpassungsfähigkeit sichern dem Winzling Standortvorteile. Ob XXS und XXL – im Tierreich haben alle Arten ihren ganz eigenen Platz. (Text: ZDFneo) Deutsche TV-Premiere Sa. 07.09.2013 ZDFneo Supertiere: 10. Die Hartnäckigen
Dirk Steffens setzt die „Terra X“-Reihe „Supertiere“ fort und präsentiert Wissenswertes, Erstaunliches und Skurriles aus der Welt der Tiere.Die Folge „Die Hartnäckigen“ zeigt tierische Superhelden, die besonders harte und extreme Lebensbedingungen meistern. Mal ist es die geschickte Anpassung, mal das richtige Outfit, die ein Überleben in Eiseskälte oder Höllenhitze ermöglichen.Da ist zum Beispiel das Kamel, ein geborener Schnelltrinker und eingefleischter Wüstenprofi. Es kann nicht nur innerhalb von zehn Minuten 100 Liter Wasser zu sich nehmen, sondern auch extreme Temperaturschwankungen locker wegstecken.Als wahre Hitzehelden präsentieren sich auch manche Chamäleons. Je nach Temperatur ändern sie ihr Schuppenkleid – von schwarz bis ganz weiß. Der Otter dagegen liebt es kalt, sein dichtes Fellkleid hilft ihm dabei: Auf einem Quadratzentimeter wachsen rund 100 000 Haare. Das sind so viele, wie wir Menschen durchschnittlich auf dem gesamten Kopf haben. Zwischen ihre vielen Haare pusten Otter zudem kleine Luftbläschen, die für zusätzliche Kälteisolierung und einen gewissen Wasserschutz sorgen. Damit ist selbst ein Eisbad kein Problem.Auch für die neue Ausgabe der „Terra X“-Reihe „Supertiere“ war Moderator Dirk Steffens wieder im nächtlichen Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main unterwegs. Angelehnt an den Hollywood-Blockbuster „Nachts im Museum“ begegnen ihm in dieser Folge nicht nur durch Animation zu neuem Leben erweckte Museumstiere wie der uralte T-Rex, sondern auch lebendige Tiere: So geben sich ein Uhu und zwei Gürteltiere ein Stelldichein und zeigen ihre beeindruckenden Fähigkeiten. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere Sa. 19.09.2015 ZDFneo Supertiere: 11. Die Trickreichen
Mit einem neuen Zweiteiler setzt Dirk Steffens die erfolgreiche „Terra X“-Reihe „Supertiere“ fort und präsentiert Wissenswertes, Erstaunliches und Skurriles aus der Welt der Tiere. Die zweite Folge, „Die Trickreichen“, stellt tierische Spezialisten vor, die besonders ausgebufft durchs Leben gehen. Raffinesse ist im Tierreich unerlässlich, um lästigen Konkurrenten ein Schnippchen zu schlagen und widrige Lebensbedingungen leichter zu meistern. Geradezu ein echter Trickbetrüger ist der Kuckuck: Um mit seinem Nachwuchs nicht zu viel Arbeit zu haben, stiehlt er aus einem fremden Nest ein Ei und legt an dessen Stelle sein eigenes hinein. Damit der Schwindel nicht auffällt, passt der Kuckuck seine Eier denen der Zieheltern an.Brut und Aufzucht überlässt er den unfreiwilligen Pflegeeltern. Ganz schön gewieft! Das gilt auch für das Erdhörnchen, einen Verwandten des Eichhörnchens. Die Erdhörnchen reiben sich – aus Gründen der Verteidigung – mit zerkauter Klapperschlangenhaut ein und halten so ihre ärgsten Feinde auf Abstand. Auch für die neue Ausgabe der „Terra X“- Reihe „Supertiere“ war Moderator Dirk Steffens wieder im nächtlichen Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main unterwegs. Angelehnt an den Hollywood-Blockbuster „Nachts im Museum“ begegnen ihm in der zweiten Folge nicht nur durch Animation zu neuem Leben erweckte Museumstiere wie der uralte T-Rex, sondern auch lebendige Tiere: Eine Würgeschlange, Glühwürmchen und zwei kleine Igel waren dieses Mal dabei. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 27.09.2015 ZDF Supertiere des Wassers: 1. Tiefe See
45 Min.Das offene Meer ist der größte Lebensraum der Erde. An der Oberfläche wimmelt es von Fischen und anderen Meerestieren. In größeren Tiefen streifen sonderbare Kreaturen in der Dunkelheit umher und warten darauf, dass ihnen eine Mahlzeit über den Weg schwimmt. In der ersten Folge des neuen Zweiteilers „Supertiere des Wassers – Tiefe See“ erzählt Dirk Steffens wie es ist, im tiefen Ozean zu leben und welche besonderen Anforderungen dieser Lebensraum an seine Bewohner stellt. In der Tiefsee ist es stockdunkel, eiskalt, und das Wasser übt einen Druck aus, der selbst U-Boote zerquetschen würde wie eine Dampfwalze eine Getränke-Dose.Leckere Happen sind rar, und das knappe Nahrungsangebot macht erfinderisch: Es gibt Tiefseefische mit extrem dehnbaren Mägen und ausklappbaren Kiefern. Damit können sie Beute fangen, die größer ist als sie selbst und so für die Zeit bis zum nächsten Fang vorsorgen. Oft verleihen derartige Eigenschaften den Fischen ein geradezu groteskes Aussehen: Der Pelikanaal zum Beispiel erinnert mit einem riesigen Maul an einen Staubsaugerbeutel. Geistermuräne, Anglerfisch, Schleimaal und der Blobfisch, der aussieht wie ein glitschiger Fußball, könnten wohl jeden Hässlichkeits-Wettbewerb gewinne. In den Ozeanen hat Mutter Natur nicht alle mit einem gutem Aussehen gesegnet. Dafür haben die Tiere andere Qualitäten: Sie sind Geschwindigkeitsrekordhalter wie der Segelfisch, oder sie können eine komplette Stunde lang die Luft anhalten wie der Pottwal. Der Tintenfisch ist Meister des optischen Tarnens und Täuschens. Er teilt seiner Umwelt über das Farbenspiel seiner Haut mit, wie er drauf ist. Und das, obwohl er selbst eigentlich farbenblind ist. Andere Meeresbewohner kommunizieren akustisch. Da wird geknurrt, gefiepst und gepupst was das Zeug hält, um den anderen gründlich die Meinung zu sagen. Den tierischen Grand Prix de la Chanson würden sicherlich die Buckelwale gewinnen. Die männlichen Tiere geben regelrechte Konzerte, bei denen sie bis zu zehn Stunden lang abwechselnd singen. Ihre Gesänge haben eine klare Struktur: Sie bestehen aus Versen, Strophen und Liedern. Ihr Erfindungsreichtum führt dazu, dass das Walkonzert jedes Jahr ein bisschen anders klingt. Zwar gibt es bei ihnen Oldies, also Lieder die über viele Jahre erhalten bleiben, andere Sommerhits sind schon im nächsten Jahr vergessen. Das alles dient nur dem einen Zweck: die eigenen Gene weiterzugeben. Dirk Steffens präsentiert in „Terra X: Supertiere des Wassers – Tiefe See“ familiengerecht aufbereitet Wissenswertes und Skurriles aus dem Leben unter Wasser. Im Ozeaneum in Stralsund begegnen ihm computeranimierte Pinguine, die die Handlung augenzwinkernd begleiten. Auch tierische Assistenten wie ein Fangschreckenkrebs mit den besten Augen der Weltmeere und eine Prachtsepie, die mit einem Feuerwerk von Farben überrascht, unterstützen Dirk Steffens dabei, den Zuschauern dieses faszinierende Universum etwas näher zu bringen. Der zweite Teil „Terra X: Supertiere des Wassers – Land in Sicht“ wird am Sonntag, 14. September 2014, 19:30 Uhr, ausgestrahlt. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 07.09.2014 ZDF Supertiere des Wassers: 2. Land in Sicht
45 Min.Eine Reise unter die Wasseroberfläche bringt uns in eine ganz besondere Welt. Vieles ist neu, merkwürdig, unbegreiflich. Man trifft dort Fische, die auf Händen laufen, Seekühe, die frieren, oder Nilpferde, die die Luft anhalten. In der Dokumentation „Supertiere des Wassers – Land in Sicht“ erzählt Dirk Steffens, wie Tiere, die in Flüssen oder in Küstennähe leben, mit den Herausforderungen zurecht kommen. Denn die Gesetze der Natur sind an Land nicht dieselben wie unter Wasser. Fortbewegung, Futtersuche, Atmen, Schlafen, Jagen und die Aufzucht der Jungen – alles ist anders.Manche Tiere können sich noch nicht entscheiden, welches Medium sie bevorzugen, und leben zwischen den Welten. Flusspferde etwa gehen zwar zum Grasen an Land, die meiste Zeit aber halten sie sich im Wasser auf. Schwimmen können sie nicht so gut, dafür können sie – auch mit Hilfe von Schwimmhäuten zwischen den Zehen – prima unter Wasser laufen. Schnabeltiere dagegen sind gute Schwimmer. Sie leben ausschließlich in Australien und sind ein biologisches Kuriosum: Sie haben den Schnabel einer Ente, den Schwanz wie ein Biber, einen Giftstachel wie ein Reptil. Und als wäre das nicht schon genug Wundersames legen diese Säugetiere auch noch Eier. Sie haben, als sich aus Reptilien die Säugetiere entwickelten, eine eigenwillige Abzweigung genommen. Es gibt viele Tiere, deren Evolution Umwege geht. Die Wirbeltiere zum Beispiel gingen vor 360 Millionen Jahren an Land. Dann stellten einige von ihnen fest, dass es im Wasser doch schöner ist – und kehrten in ihr Ursprungselement zurück. Der Film erzählt, wie sich Pinguine, Seelöwen, Seeotter und andere „Rückkehrer“ an das Leben im Wasser anpassen. Letzterer ist besonders originell: Er kann Muscheln mit Hilfe von Werkzeug aufknacken und wickelt sich zum Schlafen in Seetang ein. Der Umgang mit dem salzigen Meerwasser ist übrigens nicht nur für Säugetiere ein Problem: Auch Fische müssen ständig trinken, um nicht zu verdursten. Die Meerechsen auf Galapagos niesen einfach, wenn sie überschüssiges Salz loswerden wollen. Um die „Supertiere des Wassers – Land in Sicht“ vorzustellen ist Dirk Steffens ins Ozeaneum nach Stralsund gegangen. Müssen Fische schlafen? Warum haben Seeotter so dichtes Fell? Was ist eine Discomuschel und wie viele tausend Kilometer wandern Aale? Diese und ähnliche Fragen beantwortet der Moderator mit der Unterstützung von „echten“ tierischen Helfern wie Zwergotter „Nemo“, einem Axolotl und einem Goldfisch und begleitet von zwei frechen animierten Pinguinen. Es ist eine Reise durch ein faszinierendes Universum, das viele Überraschungen bietet. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 14.09.2014 ZDF Der Super-Wall – Chinas Große Mauer (1): Das Erwachen des steinernen Drachen
45 Min.Sie ist Stein gewordener Zeuge der Macht Chinas, Schauplatz von Mythen und Quelle unzähliger Legenden: die Große Mauer. In der Liste der Weltwunder sucht man sie vergeblich und doch ist sie eines der großen Wunderwerke der Menschheit. Die Geschichte der Chinesischen Mauer beginnt weit vor unserer Zeitrechnung und ist bis heute nicht zu Ende geschrieben. Erstaunlich, wie wenig Verlässliches über dieses Monument bekannt ist. Niemand hat es je vermessen, sein Alter ist ungewiss, seine Erbauer sind so gut wie unbekannt.Und doch wurde die Große Mauer zum Mythos, zum Sinnbild für die turbulenten Beziehungen Chinas zu seinen nördlichen Nachbarn und dem Rest der Welt. Die Mauer ist der Schlüssel zum Verständnis chinesischer Kultur und Geschichte schlechthin. Doch eins ist heute gewiss: die Große Mauer als einheitliche Verteidigungsanlage existiert nicht. Chinas Superwall ist eine Vielzahl von Mauern und Bollwerken, errichtet in verschiedenen Epochen und zum Teil funktionslos. Zwei wichtige Bauphasen stehen für die friedlichen und feindlichen Auswirkungen des Mauerbaus: die Anfänge der Hanzeit (202 vor Christus bis 8 nach Christus) und die der Ming-Dynastie (1368 bis 1644), in der die Mauer das Gesicht bekam, das wir kennen. Abenteuer Große Mauer: Im März 1907 kämpft sich der britische Forscher und Abenteurer Aurel Stein mit einer Kamelkarawane durch die Wüste Taklamakan. Plötzlich fesseln gewaltige Lehmruinen seine Aufmerksamkeit: Es ist das Jadetor, Yumenguan, der westlichste Punkt eines über 2000 Jahre alten Verbindungswalls. Zum Teil sind die Mauern, die aus Stroh und Lehm erbaut wurden, als solche kaum noch erkennbar. Doch die Festung, ein wuchtiger Lehmklotz, muss einmal von großer Bedeutung gewesen sein. Schon Aurel Stein wusste, dass hier die berühmte Seidenstraße entlang führte. Was oder wen sollten die Mauern in dieser Einöde einst schützen? In den Jahren um 160 vor Christus überfallen schon seit Jahrhunderten kriegerische Nomaden aus dem Norden chinesische Siedlungen, plündern und rauben. Chinas „Beschwichtigungspolitik“, die „Barbaren“ mit Geschenken fernzuhalten, war teuer und fruchtete nicht. Außerdem gefährdete sie die Stabilität des Reiches und brachte die Herrschaft der Han-Kaiser selbst in Gefahr. Der Unterschied konnte zudem größer nicht sein. Dort wilde, umherschweifende Reiter, hier eine sesshafte Bevölkerung, deren Leben detailliert geregelt war. China war das Zentrum der Zivilisation. Kaiser Wudi beschloss nach einem Feldzug gegen die „brüllenden Barbaren“, den Rat eines seiner Generäle anzunehmen und gegen die Feinde eine Mauer zu bauen. Man begann an jener Stelle, an der Aurel Stein fast 2000 Jahre später die Ruinen des Jadetores fand. Tausende von Zwangsarbeitern wurden in Chinas Nordwesten geschickt, Tausende mussten ihr Leben lassen. Niemand kennt ihre Namen. Der Bauer Zheng Bao steht im Film stellvertretend für sie alle. Das Bauwerk der Han zerfiel zu Staub, nachfolgende Dynastien errichteten ihre eigenen Wälle – bis zur Errichtung der steinernen Mauer, die zur Ikone Chinas wurde. Durch die enge Kooperation mit CCTV, Beijing, wurden faszinierende Aufnahmen in Regionen möglich, die normalerweise nicht zugänglich sind. Spielszenen geben Einblicke in das Leben in China vor 2000 Jahren. Aufwändige Computeranimationen veranschaulichen die Techniken des Mauerbaus, Archäologen und Wissenschaftler berichten von den neuesten Erkenntnissen über ein Bauwerk, das heute zur Touristenattraktion geworden ist. Teil 2 von „Der Super-Wall: Chinas Große Mauer“ zeigt ZDFneo direkt im Anschluss um 20:15 Uhr. (Text: ZDFneo) Deutsche TV-Premiere So. 20.05.2007 ZDF Der Super-Wall – Chinas Große Mauer (2): Ansturm aus dem Norden
45 Min.Im September des Jahres 1792 entsandte König Georg III. die erste britische Handelsmission nach China, eine 700-köpfige Delegation, zu der neben Diplomaten auch Maler, Musiker und ein Heißluftballon-Pilot gehörten. Auf drei großen Schiffen brachten sie die modernsten Errungenschaften des wissenschaftlichen Fortschritts mit. Sie wollten den chinesischen Kaiser Qianlong überzeugen, dass er sein Land dem Handel mit dem Westen öffnet. Die Briten, angeführt von Lord Macartney, ertrugen stoisch monatelang die chinesische Hinhaltetaktik und nutzten die Zeit zu touristischen Unternehmungen.Zwei Tagesreisen von Peking entfernt, am Gubeiko-Pass, erwartete die Engländer ein Anblick, der bislang nur ganz wenigen Europäern vergönnt war: die Große Mauer. Ein Monument aus Stein, das sich über Berggipfel, durch Täler und grüne Flächen schlängelte. Macartneys Urteil: „Es ist das erstaunlichste von Menschenhand geschaffene Werk.“ Dieses Bild der „Großen Mauer“ sollte bis heute bestehen. Damals wurde der Mythos geboren, der eigentlich zwei Mauern meint: die physische und die mentale. Seit der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) war China bestrebt, sich ganz in sich selbst zurückzuziehen. Die Verbotene Stadt wurde zum Gefängnis für seine kaiserlichen Bewohner. Das Land war vor allem im Norden durch riesige Mauern abgegrenzt, doch nach wie vor fanden Mongolen und später die Mandschu Schlupflöcher. Als ein besonders hartnäckiger Gegner erwies sich Altan Khan (16. Jahrhundert), der sogar den Mut hatte, Peking zu belagern. Für die Chinesen eine große Demütigung, erwiesen sich doch all ihre großartigen Mauern als trügerischer Schutz. Als Folge daraus wurde fieberhaft an der Mauer weitergebaut, Festungen und Garnisonen errichtet. Schließlich war das Meer erreicht. Fachleute waren gefragt: Ingenieure, Statiker und Ziegelbrenner. Anstelle der Fronarbeiter kamen Soldaten, die unter erbärmlichsten Bedingungen bauten und das Land schützten. Die Mauer schloss das eigene, chinesische Universum ein und grenzte für die Zukunft alles Fremde aus. Eine Weltsicht, die der Ming-Dynastie schließlich zum Verhängnis wurde. 1644 übernahm ein Rebell, ein Mandschu, den Drachenthron. Macartneys Mission (Ende des 18. Jahrhundert) war ein Fiasko, doch sein Blick auf die Große Mauer blieb in den westlichen Köpfen. Dieser Mythos liegt bis heute über der wahren Mauergeschichte. Sie war niemals ein Symbol nationaler Stärke. Sie ist das Denkmal einer Kultur, die sich selbst genug sein wollte. Neben faszinierenden, ungewöhnlichen Originalschauplätzen und Ansichten der Großen Mauer – zu verschiedenen Jahreszeiten – zeichnen auch hier behutsame Inszenierungen, Computeranimationen und neueste Erkenntnisse ein farbenprächtiges Bild einer der wichtigsten Phasen des Mauerbaus. (Text: ZDFneo) Deutsche TV-Premiere So. 27.05.2007 ZDF Tabu: 1. Verbotene Orte
45 Min.Das sagenumwobene North Sentinel Island im Indischen Ozean, Namibias Diamantensperrgebiet und eine äthiopische Kapelle gehören zu den wenigen Orten, die bis heute kaum jemand betreten darf. „Terra X“ begibt sich auf Expedition zu wehrhaften Inselbewohnern, die seit Jahrtausenden ihr Eiland verteidigen. Im geheimnisvollen Diamantensperrgebiet dreht sich alles um die glitzernden Steine, und schließlich fahndet das Team in Äthiopien nach der Bundeslade. Die Insel North Sentinel Island im Indischen Ozean ist für jeden Fremden tabu.Sogar tödlich kann ein Zusammentreffen mit den Bewohnern dieses abgelegenen Eilandes enden, die bislang jeden Kontakt zur Zivilisation verweigern. Erst 2018 wurde der junge Amerikaner John Allen Chau bei dem Versuch, die Sentinelesen zu missionieren, getötet. Obwohl bereits seit 1996 rund um die Insel ein streng bewachtes Sperrgebiet ausgewiesen wurde, das sowohl die Ureinwohner als auch mögliche Besucher schützen soll, kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. „Terra X“ spricht mit den ersten beiden Forschern, die je friedlichen Kontakt zu dem rätselhaften Inselvolk herstellen konnten, und versucht, die Situation eines der letzten unkontaktierten Völker der Welt besser zu verstehen. Außerdem besucht das „Terra X“-Team das legendäre Diamantensperrgebiet im Südwesten Namibias. Hier wurden einst aus Glücksrittern Millionäre. Ein Bahnbeamter aus Thüringen, August Stauch, löste in der damaligen deutschen Kolonie im Jahr 1908 einen wahren Diamantenrausch aus, der bis heute anhält. Namibia gehört zu den zehn größten Diamantproduzenten der Welt. „Terra X“ sucht den Enkel von August Stauch auf, taucht ein in die spannende Geschichte der Diamantenjäger in Namibia und erklärt, woher die Diamanten kommen und wie sie in der Wüste gelandet sind. Seit über 100 Jahren ist die Gegend ein streng bewachtes Sperrgebiet. Welche Geheimnisse sind noch immer jenseits des Stacheldrahtes verborgen? Ein weiteres Tabu birgt eines der größten Menschheitsgeheimnisse überhaupt. In einer schlichten Kapelle in der kleinen äthiopischen Stadt Axum soll nach dem Glauben der Äthiopier die Bundeslade aufbewahrt werden. Nur ein auf Lebenszeit gewählter Wächter-Mönch soll Zugang zu ihr haben. Seit der ehemalige Patriarch der Kirche von Äthiopien, Abuna Pauolos, 2009 während eines Papstbesuchs verkündete: „Sie befindet sich bei uns in Axum. Äthiopien ist der Thron der Bundeslade, seit Hunderten von Jahren schon“, rückt Axum immer wieder ins Blickfeld von Wissenschaftlern und Abenteurern. Existiert die Bundeslade überhaupt – und wenn ja, befindet sie sich tatsächlich in Äthiopien? „Terra X“ begibt sich auf Spurensuche. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 12.06.2019 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 16.06.2019 ZDF Tabu: 2. Geheimnisvolle Orte
45 Min.Was geht auf dem geheimnisumwitterten Militärgelände „Area 51 vor“? Warum ist das Naturparadies Grönland bedroht? Wem gehört der sagenumwobene Schatz im Wrack der versunkenen „San José“? „Terra X“ erzählt die Geschichte dreier außergewöhnlicher Orte, die aus ganz unterschiedlichen Gründen „tabu“ sind, also nicht betreten werden dürfen. Außerdem stellt die Dokumentation Menschen vor, die in besonderer Weise mit diesen Orten verbunden sind. Die „Area 51“ in der Wüste von Nevada ist ein streng bewachtes militärisches Testgelände.Darüber hinaus ist sie Projektionsfläche für Visionen, Utopien und Verschwörungstheorien, ein Mekka der Ufo-Gläubigen und Alienfans. Auch der Deutsche Jörg Arnu, der 1995 in die USA auswanderte, beschäftigt sich seit 1998 mit diesem sagenumwobenen Ort. Er war so fasziniert, dass er bis heute geblieben ist. „Für die Leute, die sich jetzt hier mit der ‚Area 51‘ beschäftigen, ist klar, dass es ein totales Tabu ist, in die ‚Area 51‘ eindringen zu wollen. Das hat auch keiner von uns vor. Wir wollen mit legalen Mitteln rausfinden, was da eigentlich so vor sich geht“, sagt Arnu. Einer, der tatsächlich weiß, was im Sperrgebiet geschieht, ist der ehemalige CIA-Mitarbeiter T.D. Barnes. Er enthüllt völlig neue Details über die Historie dieses verbotenen Ortes und erläutert die Entstehungsgeschichte der vielen modernen Mythen, die sich um die „Area 51“ ranken. Wie an kaum einem anderen Ort prallen auf der Insel Grönland die Konflikte der modernen Welt aufeinander. Auf der einen Seite gibt es noch immer die archaische Schönheit unberührter Natur, auf der anderen Seite droht die Zerstörung durch vielfältige Einflüsse: Globalisierung und Ressourcenhunger, Erderwärmung und Naturzerstörung, die Spätfolgen des Kolonialismus und die Verdrängung indigener Kultur. Dabei könnte ein zentrales Tabu dieser Kultur auch heute noch eine sinnvolle Entscheidungshilfe sein. Die grönländische Sage über Sassuma Arnaa, die Mutter des Meeres, warnt seit Jahrhunderten vor dem Raubbau an natürlichen Ressourcen. „Sie lehrt uns, wie wir unsere Umwelt behandeln sollen. Es ist uns verboten, mehr zu jagen und zu fangen, als wir zum Leben brauchen“, erklärt die grönländische Künstlerin und Aktivistin Paninnguaq Lind Jensen. Die Gier der Welt nach Bodenschätzen ist die offensichtlichste Einflussnahme auf das nordische Inselparadies, aber Grönland ist auch besonders stark vom Klimawandel betroffen. Die globale Erwärmung ist dort deutlicher zu spüren als irgendwo sonst auf der Welt. Nicolas Stoll, Glaziologe am Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, ist Teil des internationalen „East Greenland Ice-Core Project“. Gemeinsam mit seinen Kollegen bohrt er einen Eiskern durch den nordostgrönländischen Eisstrom. Die Wissenschaftler hoffen, durch das mehrjährige Bohrprojekt den Eisstrom im Kontext des Klimawandels besser verstehen zu können. Sie wollen erfahren, wie das Eis fließt und wie die Eismassen zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen. „Es ist sehr sicher, dass es diverse Kipppunkte auf unserem Planeten gibt – unter anderem das Abschmelzen der Eisschilde“, erklärt Stoll. „Wenn solche Kipppunkte überschritten sind, lässt sich eine bestimmte Entwicklung nicht mehr umkehren.“ In Grönland steht also eine Menge auf dem Spiel. Das Wrack der spanischen Galeone „San José“ vor der Küste Kolumbiens: Jahrzehntelang suchten Forscher und Schatzjäger nach dem legendären Schiff mit seiner Ladung, die aus Gold und Edelsteinen bestehen soll, deren Wert auf rund 17 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. 1708 ging das spanische Schiff beim Angriff durch die britische Flotte unter. Da das Wrack in großer Tiefe lag und damit unerreichbar, blieb der Schatz ein Tabuthema unter den involvierten Staaten. Doch als moderne Technik es 2015 schließlich einem US-Bergungsteam im Auftrag der kolumbianischen Regierung ermöglichte, das Wrack zu lokalisieren, entbrannte ein erbitterter Streit. Ein anderes U-Boot-Team behauptet, das Wrack schon in den 1980ern entdeckt zu haben. Damit nicht genug: Auch auf politischer Ebene ist die Situation ungeklärt. Wer hat Anrecht auf den Schatz? Kolumbien, vor dessen Küste das Schiff gesunken ist? Spanien, dessen Galeone den Schatz transportierte? Oder doch die indigenen Bewohner der Regionen, aus deren Minen das Gold und die Edelsteine ursprünglich geraubt wurden? (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 29.03.2023 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 02.04.2023 ZDF Tabu: 3. Betreten verboten!
45 Min.Mit einem Tabu sind viele rätselhafte Orte belegt. Manche gelten als heilig wie der Uluru, andere sind gefährlich wie die Schlangeninsel und wieder andere brauchen Schutz wie die Antarktis. Die Dokumentation „Tabu – Betreten verboten!“ erzählt die Geschichten von solchen verbotenen Orten und lüftet einige ihrer Geheimnisse. Dabei stehen auch immer die Menschen im Vordergrund, deren Schicksal mit solchen Angst- oder Sehnsuchtsorten verknüpft ist. Der Uluru ist eine der Hauptattraktionen des fünften Kontinents.Seit 2019 steht der heilige Felsen der Aboriginal People allerdings unter besonderem Schutz: Ihn zu besteigen, ist ein Tabu. Der Uluru hat für die australischen Ureinwohner eine zentrale Bedeutung als heiligster Ort ihrer jahrtausendealten Kultur. Er ist die Heimstätte ihrer Ahnen, die in den vielfältigen Formen des Berges und der umliegenden Landschaft ihren Seelenabdruck hinterlassen haben. Der Film begleitet die junge Aktivistin Talia Liddle, die entschlossen für die Rechte der indigenen Bevölkerung kämpft. Die kleine brasilianische Insel Queimada Grande fehlt in keiner Top-Ten-Liste der gefährlichsten Tabu-Orte der Welt. Eine Legende besagt, dass sich hier ein sagenhafter Inka-Schatz befindet, der bis heute nicht entdeckt wurde. Was man aber auf jeden Fall auf dem nur 44 Hektar großen Eiland finden kann, sind Exemplare der extrem giftigen Insel-Lanzenotter, einer Schlangenart aus der Familie der Vipern, die nur auf Queimada Grande lebt. Tausende sollen es sein. Deshalb trägt die Insel auch den Beinamen Schlangeninsel oder auch „Tödlichste Insel der Welt“. Der Schlangenforscher Bryan Fry wagt sich auf die sagenumwobene, für gewöhnliche Menschen nicht zugängliche Insel und geht den Gerüchten und Geschichten rund um die tödlichen Schlangen nach. Die Antarktis, wie man den Kontinent Antarktika und das ihn umgebende Südpolarmeer nennt, hat entscheidenden Einfluss auf das Weltklima und die Meeresökosysteme. Außerdem gilt die Region als Archiv für die Naturgeschichte der Erde. Eine militärische und industrielle Nutzung ist laut Antarktisvertrag von 1961 tabu. Doch die Herausforderungen für die eisigen Weiten haben sich seither verändert: gestiegenes Forschungsinteresse konkurrierender Nationen, immer mehr Touristen, dazu der Klimawandel. Die Dokumentation begleitet die Meereisphysikerin Stefanie Arndt bei der Erforschung des fast menschenleeren Kontinents und lotet mögliche Konsequenzen der zu erwartenden Veränderungen aus. Neue, vertraglich geregelte Schutzzonen könnten die Antarktis in ihrer Einmaligkeit bewahren. Gibt es Hoffnung auf eine Ausweitung des Antarktis-Vertrags? (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 25.12.2024 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 29.12.2024 ZDF Tabu: 4. Wahrheit und Mythos
45 Min.Um die Verwandlung vom Kind zum Mann durchlaufen zu können, muss ein Iatmul-Junge sich einer schmerzhaften Prozedur unterziehen. Auf seinem Rücken werden Schnitte angebracht, die wie Krokodilschuppen wirken.Bild: ZDF und Marc DozierKannibalismus ist eines der ältesten Tabus der Menschheitsgeschichte. Moderne Tabus können sich um geheime Orte wie Fort Knox ranken oder die Ausbeutung des Weltraums beschränken. Um eines der letzten Völker zu treffen, das im Ruf steht, Kannibalismus zu betreiben, reist „Terra X“ zu den Krokodilmenschen nach Papua-Neuguinea. Insider erzählen vom Goldvorrat in Fort Knox und die deutsche Astronautin Rabea Rogge berichtet von ihrer Mission. In fast allen Gesellschaften ist Kannibalismus mit einem strengen Tabu belegt. Trotzdem gibt es immer wieder Schreckensberichte über „Menschenfresser“.Europäische Reisende und Missionare überboten einander darin, Geschichten über kannibalistische Bräuche bei Völkern in Südamerika und Ozeanien zu verbreiten. Nur in wenigen Fällen scheinen diese Erzählungen einen wahren Kern zu haben. Im Norden von Papua-Neuguinea besucht das Filmteam das Volk der Iatmul. Ältere Krieger erinnern sich, dass es in der Vergangenheit üblich war, andere Dörfer zu überfallen und rivalisierende Gruppen zu töten. Die Männer, die wegen ihrer Schmucknarben auch Krokodilmenschen genannt werden, gelten bis heute als kriegerisch. Ein Sprecher der Iatmul, der sich intensiv mit den Traditionen und dem ursprünglichen Glauben seines Volkes beschäftigt, erläutert, dass das Menschenfleisch nur deshalb gegessen wurde, um die Kraft des Feindes in sich aufzunehmen: „Unsere Vorfahren aßen nur ganz kleine Stücke vom Hirn. Sie mischten sie mit dem Fleisch von Hunden oder Schweinen. Dann brachten sie alles nach Hause und gaben es ihren Söhnen zu essen, allen Männern der Familie. Sie taten das, damit die nächste Generation auch zu großen Kriegern werden würde.“ Für einen der spektakulärsten Ferienjobs der Welt wurde ein Tabu für eine gewisse Zeit aufgehoben. Ab 1975 verbrachte Doug Simmons mehrere Sommer im United States Bullion Depository, in Fort Knox. Seit 1937 lagert hier ein Großteil der amerikanischen Goldreserven, geschützt durch meterdicke Außenwände aus Beton und Granit. Gemeinsam mit anderen Highschool-Studenten war es Dougs Aufgabe, die kiloschweren Goldbarren hin und her zu bewegen, damit sie gezählt und gewogen werden konnten. Mit der Bestandsaufnahme des Nationalschatzes sollte damals dem Gerücht entgegengewirkt werden, dass Fort Knox längst leergeräumt sei. Dieses Gerücht hält sich allerdings hartnäckig und ist mittlerweile zu einer der bekanntesten Verschwörungstheorien angewachsen. Tatsächlich lagern neben den Goldreserven auch Kunstwerke und Juwelen in Fort Knox. Überrascht war Doug vor allem davon, große Mengen Drogen vorzufinden: „Die 1950er-Jahre – das war natürlich eine völlig andere Zeit. Das Atomzeitalter nahm seinen Anfang und die Menschen bekamen immer mehr Angst vor der Sowjetunion. Damals begann man, tonnenweise Morphin und Opium aufzuhäufen, was dann ebenfalls hier gelagert wurde. Im Falle eines Nuklearschlages wollte man daraus Schmerzmittel herstellen. Ich dachte immer, wenn irgendjemand irgendwann dieses Gebäude überfällt, dann nicht wegen des Goldes, sondern wegen der Drogen.“ Die Geheimnisse von Fort Knox sind bis heute nur wenigen bekannt. Selbst für den Präsidenten der Vereinigten Staaten ist dieser Ort nicht zugänglich. Tabu war lange Zeit die militärische oder privatwirtschaftliche Nutzung des Weltraums. Die internationale Staatengemeinschaft regelte die Erforschung des Alls zu friedlichen Zwecken. Vor allem sollte verhindert werden, dass sich militärische Konflikte in den Weltraum verlagern. Was niemand vorhergesehen hatte, war der rasante Anstieg kommerzieller Nutzung. Vor über zwanzig Jahren startete das erste privat finanzierte und bemannte Raumfahrzeug ins All. Seitdem hat die kommerzielle Raumfahrt einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Private Anbieter fliegen inzwischen regelmäßig Frachtgüter und Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS. Und auch die Satellitendichte hat rasant zugenommen: Waren es vor 10 Jahren noch circa 1.000 Satelliten, kreisen heute über 10.000 solcher Raumflugkörper in der Umlaufbahn der Erde. Und schon jetzt gehört über die Hälfte der sich im All befindlichen Satelliten zu Elon Musks Unternehmen SpaceX. „Die Frage, wie wir mit den Erdumlaufbahnen nachhaltig umgehen, ist sicherlich ein Bereich, bei dem wir den größten Bedarf haben, die derzeitigen Regeln weiterzuentwickeln“, erklärt Dr. Franziska Knur, Weltraumrechtlerin beim Zentrum für Deutsche Luft- und Raumfahrt (DLR). Für Rabea Rogge, die als erste deutsche Frau ins All flog, bietet die private Raumfahrt vor allem Chancen. 2025 umrundete sie gemeinsam mit ihrer Crew vier Tage lang die Erde und überflog dabei zu Forschungszwecken beide Polarregionen. Spätestens jedoch seit Elon Musk plant, die Marsbesiedelung voranzutreiben, stellt sich die Frage „Wem gehört das All?“ völlig neu. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 17.05.2026 ZDF Ein Tag auf Burg Münzenberg 1218
51 Min.Heute ist die Burg Münzenberg nur noch eine Ruine. Im Mittelalter war sie ein einflussreiches Verwaltungszentrum in der hessischen Wetterau.Bild: The History Channel / ZDF und Arsenij Gusev„Ein Tag auf Burg Münzenberg 1218“ führt in eine Zeit voller Gewalt und Konflikte in der hessischen Wetterau. Der Burgverwalter hat alle Hände voll zu tun, um die Region zu schützen. Der „Terra X“-Film begleitet einen Tag lang Eberhard von Münzenberg. Der Kastellan ist Manager, Steuereintreiber und Chef der Burgwache. Anhand der fiktiven Biografie zeigt die Dokumentation, wie turbulent der Alltag eines Burgverwalters im Mittelalter war. Es ist der 1. Oktober 1218. Das Heilige Römische Reich steht unter der Regentschaft des legendären Stauferkönigs Friedrich II.Seine Herrschaft ist keineswegs gefestigt: Im Süden des Reiches rebellieren die Lombarden. Im Norden versuchen mächtige Fürsten, den Einfluss des jungen Königs zu schmälern. Zur Durchsetzung seiner Macht lässt Friedrich zahlreiche Burgen errichten. In einer Zeit ohne Hauptstadt, ohne einheitliche Reichsgesetze oder Polizei sind Burgen Machtzentren und Gerichtsstandorte zugleich. In der Wetterau ist der Schutz der umliegenden Ortschaften besonders wichtig. Die Region gehört zu den großen Kornkammern des Reiches. Die Burg Münzenberg soll die fruchtbare Talebene, die umliegenden Dörfer und auch die Stadt Münzenberg verwalten und absichern. Dass die Burg sämtliche Aufgaben erfüllen kann, hängt vor allem von Eberhard von Münzenberg ab. Er ist der Kastellan der Burg – so etwas wie ein Verwalter. Der eigentliche Burgherr ist sein Halbbruder Ulrich I. von Münzenberg. Er reist oft im Gefolge des Kaisers und überlässt Eberhard die Geschäfte auf der Feste. Ein anstrengender Job – Eberhard ist Manager, Steuereintreiber und Chef der Burgwache zugleich. Dabei wandelt er zwischen den Welten der Herrscher und der Beherrschten. Allerdings haftet an Eberhard ein Makel, der ihn bisher um sein persönliches Glück gebracht hat. Eberhard ist ein uneheliches Kind, ein Bastard. Im Mittelalter zwar keine Seltenheit, aber doch der Grund, warum Eberhard mit Anfang zwanzig noch immer ledig ist. Die Hochzeit mit einer jungen Adligen soll den Weg frei machen für Eberhards Zukunft und gleichzeitig für eine nützliche Allianz sorgen. Die potenzielle Braut sowie ihre Eltern haben sich angekündigt, um den Hochzeitsbedingungen final zu verhandeln und vertraglich zu fixieren. Denn wie im Mittelalter üblich, spielen finanzielle und machtpolitische Interessen eine gewichtige Rolle bei der Eheschließung. Eberhards Gedanken kreisen um seine Zukünftige und das anstehende Bankett, als ihn schlechte Nachrichten ereilen. Seine Bauern wurden überfallen und können ihre Abgaben nicht leisten. Eine gefährliche Situation für Eberhard, denn im Mittelalter sind Bauern keine Sklaven. Wenn sie nicht geschützt werden, können sie ihm schnell die Unterstützungen versagen, und die Burg verliert ihre wichtigste Einnahmequelle. Eberhard muss all sein Geschick aufbieten, um die Lage zu beruhigen und sich die Gefolgschaft der Bauern zu sichern. Schnell erkennt er, was der Grund für den Überfall ist. Die benachbarte Adelsfamilie von Grüningen will eine ertragreiche Mühle der Münzenberger in ihren Besitz bringen und hat deshalb unter einem Vorwand den von Münzenberg die Fehde erklärt. Eine übliche Form der Konfliktlösung im Mittelalter, die schnell zu einem Kleinkrieg eskalieren kann. Die Fehde bedeutet eine große Bedrohung für die Zukunft der Burg und damit auch für die ganze Region. Eberhard organisiert den Schutz der Burg und der umliegenden Dörfer und kümmert sich zunächst weiter um sein Tagesgeschäft. Denn die Anlage soll einen zweiten Wehrturm erhalten und es gibt jede Menge Probleme: Plötzliche Mehrkosten und Verzögerungen sind nicht nur ein Problem moderner Bauvorhaben. Beim abendlichen Bankett scheint alles gut zu werden. Die Details des Ehevertrages sind geklärt, und die zukünftige Braut findet an ihrem Bräutigam Gefallen. Doch plötzlich erfährt Eberhard, dass sich die Fehdeführer vor dem Stadttor versammelt haben. Der Kastellan muss sich den Angreifern stellen und ein Blutbad verhindern. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Mi. 29.12.2021 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 16.01.2022 ZDF Ein Tag im alten Rom
- Alternativtitel: Ein Tag in ... (1): Ein Tag im alten Rom
50 Min.Der „Terra X“-Dreiteiler „Ein Tag in …“ ist eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Zeitreise in den Alltag vergangener Epochen. Das Leben von Kaisern und Königen ist umfassend erforscht und dokumentiert. Der Alltag von ganz normalen Menschen hingegen ist weit weniger bekannt. Er steckt voller Überraschungen und eröffnet einen neuen, verblüffenden Blick auf unsere Geschichte. Die „Terra X“-Reihe „Ein Tag in …“ beantwortet die Frage, die sich Menschen heute stellen, wenn sie an Geschichte denken: Wie wäre es gewesen, in Berlin zur Kaiserzeit zu leben, im Frankfurt des Mittelalters oder im alten Rom.Davon berichtet die erste Folge. Der Film erzählt einen Tag im Leben des römischen Feuerwehrmanns Quintus Pompeius Naso im Jahr 80 nach Christus vom Morgenappell bis zum nächtlichen Brandeinsatz. Quintus’ Geschichte ist erfunden, und dennoch ist sie wahr, recherchiert und verdichtet aus historischen Biografien und neuesten Erkenntnissen der Forschung. Mit Hilfe von Wissenschaftlern rekonstruiert die Dokumentation das Alltagsleben im alten Rom, die Figur von Quintus macht es erlebbar. Im Jahr 80 nach Christus erstrahlt Rom im Glanz neuer Monumentalbauten. Das Kolosseum wird von Kaiser Titus in 100-tägigen Spielen eröffnet. Der Alltag in der Hauptstadt aber ist für die meisten Römer wenig glanzvoll. Mehr als eine Million Menschen drängeln sich auf geschätzten 13 Quadratkilometern Fläche. Damit geht es damals 29 Mal enger zu als im heutigen Köln. Dicht an dicht stehen die antiken Mietskasernen, die Insulae. Verheerende Brände sind an der Tagesordnung. Seit den Tagen des Kaisers Augustus gibt es zwar eine militärisch straff organisierte Feuerwehr, und ausgerechnet der als Brandstifter berüchtigte Kaiser Nero hat eine ganze Reihe von Brandschutzvorschriften erlassen. Dennoch brennt es in der Stadt rund 100 Mal am Tag. Die Mitglieder der Feuerwehr haben einen Knochenjob. Kein Wunder, dass die meisten der 3500 „Vigiles“ so wie Quintus Freigelassene sind ehemalige Sklaven, die nach ihrer Dienstzeit sämtliche Bürgerrechte und damit bessere Karriereaussichten erhalten können. Sie müssen nicht nur Brände löschen, sondern sie auf ihren Inspektionsrundgängen in den Hochhausschluchten auch möglichst verhindern. Auf dem Weg durch Rom erlebt Quintus die Tücken des Alltags. Abgesehen von der Zahnpflege mit Salbei und Bimsstein findet aus Platzmangel alles auf der Straße statt: die Rasur, das Frühstück mit verdünntem Wein, sogar der Gang zur Latrine ist öffentlich und nicht einmal nach Geschlechtern getrennt. Als Toilettenpapier dienen in Essigwasser getauchte Schwämme, die man sich kurzerhand teilt. Mit Hilfe von Funden aus antiken Abwasserkanälen rekonstruiert der Film das Leben auf der Straße, das durch Quintus’ Augen erlebbar wird, darunter der ewige Aufruhr bei der Verteilung des staatlich subventionierten Brots an die armen „Proles“, die Proletarier Roms. Auch die Lebensbedingungen in den häufig illegal gebauten Hochhaussiedlungen können Wissenschaftler heute sehr genau nachvollziehen: Sie waren teuer, eng und wegen offener Feuer und leicht brennbarer Baumaterialien buchstäblich brandgefährlich. Als Quintus in einer Insula massiven Baupfusch aufdeckt, gerät er in das gefährliche Intrigenspiel römischer Immobilienspekulanten, die ihre Rivalität vor Gericht austragen. Und mit Quintus erlebt der Zuschauer einen Nachmittag im Kolosseum, dessen Hauptattraktionen nicht nur Gladiatorenkämpfe, sondern auch die kaiserlichen Lotterien sind. Er nimmt am abendlichen Vereinsleben teil, bis schließlich ein handfester Feuerwehreinsatz mit darüber entscheidet, ob Quintus’ heiß ersehnter Wunsch erfüllt wird nämlich zu einem vollwertigen Bürger Roms aufzusteigen. Die Teile zwei und drei der „Terra X“-Dokumentation, „Ein Tag im Mittelalter“ und „Ein Tag in der Kaiserzeit“, werden am Sonntag, 11. Dezember, und am Sonntag, 18. Dezember, jeweils um 19:30 Uhr ausgestrahlt. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 04.12.2016 ZDF
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