Kommentare 151–160 von 1668
Fernsehsenf am
Vielleicht lag es tatsächlich an einer gewissen Unentschlossenheit der Macher, dass hier so viele diesen Murot-Tatort so ernst nahmen, als sei es einer der üblichen "Wo waren Sie gestern Abend"-Sonntagskrimis. Hallo, das war ein MUROT-Tatort! :-)
Ich war auf den angekündigten "Science-Psycho"-Ansatz recht gespannt und einige der Szenen von Murot im Unterbewusstsein von Nadine haben mir auch an sich gefallen, teilweise wie Traumszenen, teilweise symbolisch aufgeladen ("jeder zieht seinen Gepäckwagen" :-) ). So richtig psychedelisch wurde es aber doch nicht. Immerhin ergaben sich ein paar wichtige Hinweise und führten letztlich ja auch zum Ziel.
Parallel brachte die traditionelle Ermittlung von Kommisarin Wächter aber auch einen Durchbruch, als sie Nadines Mutter besuchte und befragte. Das meine ich mit "unentschlossen": Keiner der beiden Ansätze wurde konsequent durchgezogen - der eine Strang wurde mit dem unnötigen Schamanismus-Mumpitz ins Lächerliche gezogen, bei dem anderen Strang wurden die Konsequenzen der Kindesentführung und andere Details einfach mal unter den Tisch fallen gelassen.
Insgesamt wirkte der Krimi auf mich ziemlich lieblos gemacht. Eine Ursache könnten vielleicht die Querelen um diesen Rammstein-Musiker gewesen sein, der umbesetzt werden musste?
Bingo2018 am
Von mir ein frohes neues Jahr!
Achtung mit Vorschau! Achtung mit Vorschau! Achtung mit Vorschau!
Dieses Tatort Jahr 2026 wird ein besonderes: Sowohl Batic, Leitmayr, als auch Eisner und Fellner hören auf. Die Odenthal ist jetzt schon die dienstälteste Kommissarin in der Tatort Geschichte, seit 1989 im Dienst. Batic und Leitmayr haben erst 1991 angefangen. Vielleicht schreiben die Autoren ja wirklich Bibi und Moritz als Paar zusammen. Ich vermute auch mal das man sowohl Team München, als auch Team Österreich am Ende am Leben lässt. Obwohl sicher kann man sich auch nie sein. Heute kommt erst mal Dresden. Der Plot hört sich eigentlich gut an.Delia Luana am
Hoffentlich nicht, Bingo, glaube ich nicht. Sollte das passieren, dass die besagten Paare sterben, dann bekäme ich einen Wutanfall.
PaterNoster1 am
Man könnte doch unter dem Übertitel "Tatort" den Derrick senden. 😆 Ich würde schauen. 😁 Da gibt es ja auch jede Menge "Tatorte". 🤭Resi-Berghammer am
Derrick würde ich auch sofort wieder schauen 👍Delia Luana am
Seitdem Du mir seine Vergangenheit wieder ins Gedächtnis gerufen hast, scheue ich mich, ihn nochmal anzuschauen.
Aber er war besser als so manche Tatorte, die man uns serviert. Ein Ermittler, der allein durch seine Person Eindruck machte. Das ist leider die Tendenz aller Krimis, nicht nur Tatorte. Früher waren es die Personen, die einem an den TV brachten - Der Kommissar, Derrick, Kojak, Felmy, Marek, Bibi, Schimi - jetzt sind es CSI oder die jungen Ermittlerteams im Tatort.
Zum Glück kommen jetzt wieder 2, die ich vermutlich anschauen werde - Schnabel und Berg.Resi-Berghammer am
Delia, das war nicht ICH!! Ich finde das mit der Vergangenheit nicht normal, dass ZDF jetzt nicht mehr seine Krimis senden wird. Er hat sicher niemandem etwas böses angetan. Nach so vielen Jahren hat jemand etwas ausgegraben, was hat es mit den Filmen zu tun???Delia Luana am
Okay, trotzdem hätte ich ein ungutes Gefühl, nochmal eine Folge anzusehen, obwohl es seinerzeit in vielen Ländern ausgestrahlt wurde.
Aber wenn jemand in der Waffen-SS war, dann ist das nicht harmlos. Gilt auch für Herbert Reinecker.
Egal, der Tatort heute fängt wieder mit einem Horrorszenario an. Die Dresdner sind mir manchmal zu düster.Bingo2018 am
Die ARD könnte nicht ohne weiteres Derrick unter der Dachmarke Tatort zeigen. Sie hat doch keinerlei Rechte an dem Format, die liegen doch bei ZDF .
Resi-Berghammer am
Jetzt war ein SUPER Tatort aus Köln "Vier Jahre" im WDR. Hat jemand geschaut???BigApple am
Ich mag die bisherigen Murot-Fälle, aber diesmal hat man den Bogen überspannt. Der Elefant hat alles plattgetrampelt.
– am
Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht.BriMoMue (geb. 1962) am
Tox: Vielen Dank, Sie haben mich mit ihrem sarkastischen Kommentar zu diesem grottenschlechten Tatort zum Lachen gebracht. P S. Ich habe natürlich gemerkt, dass ihr Kommentar ernst gemeint ist und mir gedacht: Holla, da hat aber einer vergessen, seine Tabletten zu nehmen. Das letzte Mal, als ich so einen Blödsinn von mir gegeben habe, würde ich mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert.
Lizarazu77 (geb. 1961) am
Das Murotfinale gestern... an den Schamhaaren herbeigezogen....
absolute Groteske!Constantin-78 am
Bist du nicht rasiert? Oder wenigstens gestutzt?
Lorenz S. (geb. 1980) am
Ziel des heutigen Tatorts ("Murot und der Elefant im Raum") war es offenbar, den Weg der Etablierung einer Pseudowissenschaft zur anerkannten Wissenschaft darzustellen. Konkret wurde das Zusammenwachsen von Psychologie und Medizin exemplarisch herausgegriffen.
Die psychischen Erkrankungen bzw. negativen Erfahrungen im Leben des Kommissars und der Täterin wurden per Gedankenübertragung zusammengeführt, womit der Zuschauer auf surreale Weise Einblicke in die Psyche der Protagonisten erhielt. Mit einer komplexen, noch nicht erprobten Apparatur ("Neurofeedback-Gerät") wurden in Science-Fiction-Manier Gehirne verkabelt und Gedanken einer Komapatientin ausgelesen.
Das Lösen des eigentlichen Falls - ein entführtes Kind zu finden! - wurde dabei de facto als Aufhänger geopfert: Eventuelle gesundheitliche Probleme, das Erfrieren oder Verhungern des gesuchten Kindes gerieten leider ebenso in den Hintergrund wie die standardmäßige Befragung von Zeugen. So wäre es - ohne auf die erratisch bis hanebüchene Handlung konkret einzugehen - Standard gewesen, den Ex-Partner in "Hausnummer 5" nach bekannten Orten zu befragen, um das Kind zu finden.
Auch pädagogisch trat die ARD in Erscheinung: Es wurde darauf hingewiesen, dass "die Enttabuisierung psychischer Krankheiten im Polizeidienst" ein wichtiges Thema sei. Irgendwie im Gedankenwirrwarr fand man dann übrigens auch das Kind - was zur Nebensache verkam.
In diesem Tatort wurde jeder auf irgendeine Weise zum Täter. Erwartungsgemäß blieben juristische Konsequenzen für alle Beteiligten aus. Der Film erweckte dabei den Eindruck, als solle das Funktionieren von Scharlatanerie nicht nur suggeriert, sondern geradezu propagiert werden: Zwar existiert Neurofeedback real, doch es ist nicht geeignet, konkrete Gedankeninhalte auszulesen. Exakt das jedoch zeigt die Handlung!
Gleichzeitig handelt es sich bei diesem 1322. Tatort um den missratenen Versuch, durch viel Hokuspokus irgendwie irgendwelche Vorurteile abzubauen. Womöglich wollte man mit der Machart auch einfach nur mit Klischees brechen. Unmöglich, das einzuordnen; noch unmöglicher, dies an einem Sonntagabend zu ertragen.
Dieser Psychotrip griff übrigens auch tief in mein Bewusstsein und Unterbewusstsein ein: Fürs nächste Jahr bleibt der Tatort ausgeschaltet.Constantin-78 am
Also, ich finde auch, dass weder so ein KI-Neurofeedback-Schnickschnack propagiert, suggeriert oder etabliert werden sollte (wie will man auch so'ne Zukunftsmusik propagieren, die es wohl nie geben wird, stattdessen war es einfach eine fiktive Spinnerei), noch sollte auf die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen im Polizeidienst pädagogisch hingewiesen werden. Es wurde einfach nur beiläufig und wertungsfrei mal erwähnt, wogegen ja aber letztlich auch niemand was haben kann. Auch wurde nicht aufgeklärt, ob die Entführung der Mutter ohne juristische Konsequenzen blieb, und die Zeugenbefragungen kaman ja auch noch (wenn auch ein bisschen spät) und führten zu der Hütte. Insofern empfand ich den Tatort an keiner Stelle als Versuch Vorurteile abzubauen. Es war einfach so'ne Art Science Fiction.
Frommi am
Tatort Murot
Bisher fand ich die Murot-Tatorte immer ganz originell. Das ist er diesmal nur sehr bedingt.
Die Macher konnten (oder wollten?) sich nicht entscheiden, für welche Art von Film sie sich entscheiden sollen. Ein Krimi ist es nicht, eher eine Sci-Fi-Satire.
Als solche fehlt es jedoch an satirischen Elementen, als Krimi fehlt der 'Fall'. Als SciFi könnte es vielleicht eine Art Experiment sein, weiß der Geier, was die Macher im Vorfeld zu sich genommen haben.
Heraus kommt eine recht unausgegorene, ziemlich wirre Geschichte, die eher in die Kategorie "Ist das Kunst oder kann das weg?" gehört.
Ich finde, eher Letzteres.
Msabu (geb. 1981) am
Selten so einen verquasten Psychomist gesehen. Schade um die vertane Zeit. Da ist ja das Programm meiner Waschmaschine interessanter. Dachte schon, nach dem letzten München-Tatort kann es nur besser werden, aber schlimmer geht wohl immer. Schickt doch diese Uraltkommissare mitsamt den Drehbuchschreibern endlich mal in Rente!
Ich will keine "Psychostudien" sehen, keine Experimentalfilmchen, kein privates Umfeldgedöns der Ermittler sondern einen soliden, spannenden Krimi. Das kriegen nur noch die Wiener auf die Reihe, schade, das sind die Einzigen, denen ich nachtrauern werde.Constantin-78 am
Also, ich finde auch nicht, dass die Wiener die Einzigen sind, die noch solide, spannende Krimis auf die Reihe kriegen (die schwächeln auch hin und wieder mal, und andere schießen den Vogel ab), noch dass das Alter der Ermittler (Miss Marple, Poirot) oder der Drehbuchschreiber (Agatha Christie, ok, wenn auch eher Romanvorlage als Drehbuchschreiberin) eine zwingende Voraussetzung für missratene Krimis sind. Auch sind das nicht automatisch Psychostudien (Psycho 1-3, Das Schweigen der Lämmer, Shining), Experimentalfilmchen (Die Vögel, Shutter Island) oder privates Umfeldgedöns der Ermittler (Sieben, No Country for Old Men). Aber kann natürlich trotzdem sein, dass er einem einfach nicht gefällt.
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