• Folge 1714 (45 Min.)
    Der hinduistische Glaube ist in der Stadt Varanasi so allgegenwärtig wie nirgendwo sonst in Indien. – Bild: ARTE F /​ Elephant Doc
    Der hinduistische Glaube ist in der Stadt Varanasi so allgegenwärtig wie nirgendwo sonst in Indien.
    (1): Das volkstümlich-kindliche Paris von Pierre Gripari Es waren einmal eine Hexe, die in der Pariser Rue Mouffetard ihr Unwesen trieb, eine Fee, die sich in einem Wasserhahn versteckte, und ein kleiner Teufel, der sich weigerte, Böses zu tun. Mit den 1967 erschienenen „Zaubergeschichten aus der Rue Broca“ und den 1983 veröffentlichten „Contes de Folie Méricourt“ brachte der Geschichtenerzähler Pierre Gripari Millionen von französischen Schulkindern zum Träumen und Lachen. In seinen Kurzgeschichten, die oft in Paris spielen, verleiht der Schriftsteller den Arbeitervierteln der Hauptstadt dank einer Prise Magie und Poesie einen ganz besonderen Reiz. (2): Indien: Varanasi, glühende Metropole des Hinduismus In Varanasi lodert die religiöse Inbrunst so hell wie die Scheiterhaufen, die zur Verbrennung der Verstorbenen seit Jahrtausenden entfacht werden und die Stadt weltweit bekannt gemacht haben. Der Glaube ist allgegenwärtig und durchdringt die belebte wie die unbelebte Welt wie nirgendwo sonst in Indien. Nicht umsonst gilt Varanasi als die heiligste der sieben heiligen Städte des Hinduismus. Als Zentrum der hinduistischen Kultur hielt die Stadt Angriffen ausländischer Invasoren weitgehend stand und wurde schließlich zum Experimentierfeld des modernen hinduistischen Nationalismus. (3): Malaysia: Marians Hähnchen mit Herzgespann In Kuching bereitet Marian ein Gericht zu, das Entbindungen erleichtern soll. Dafür brät sie Hähnchenfleisch mit Ingwersaft und bittersüßem Herzgespann-Kraut an und schmort es anschließend in einer Mischung aus chinesischem Weißwein und malaysischem Rotwein. Serviert wird das aromatische Gericht mit gekochtem Reis. (4): Cleveland: Der Fluss brennt! Auf den ersten Blick hat Cleveland in den Vereinigten Staaten nichts Spektakuläres zu bieten. Auch der Cuyahoga River, der sich träge durch die Stadt schlängelt, wirkt eher unscheinbar. Doch seit dem 19. Jahrhundert kommt es dort immer wieder zu einem unglaublichen Phänomen: Das Wasser steht in Flammen … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 05.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 12.01.2026 arte
  • Folge 1715 (45 Min.)
    Der französische Architekt Fernand Pouillon prägte den Wiederaufbau der algerischen Hauptstadt Algier maßgeblich.
    (1): Baztán, die baskische Wiege der Krimis von Dolores Redondo Dank der in Spanien erschienenen Baztán-Trilogie gilt Dolores Redondo heute als Königin des baskischen Krimis. Darin sieht sich ihre Heldin, die Kommissarin Amaia Salazar, gezwungen, in ihr Heimatdorf zurückzukehren, um dort eine Reihe mysteriöser Morde aufzuklären. Dabei erweckt Dolores Redondo vergessene Legenden des Baskenlandes wieder zum Leben und erschafft ihr eigenes Erzähluniversum – ein weltweiter Erfolg mit Millionen begeisterter Leserinnen und Leser. (2): Fernand Pouillon, Architekt der algerischen Entkolonialisierung Fernand Pouillon war 41 Jahre alt, als er 1953 nach Algier kam. Als Architekt des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg eilte ihm der Ruf voraus, „schneller, besser und günstiger“ zu bauen. Innerhalb von 30 Jahren prägte der Architekt mit fast 300 Bauprojekten im ganzen Land den Alltag von Millionen Menschen in Algerien. Seine ersten Ideen verwirklichte Pouillon Anfang der 1950er Jahre im Stadtteil El Madania: Wohnsiedlungen im damals noch französischen Algerien. (3): Mexiko: Evelias Tortillas In Motul bereitet Evelia eine lokale Spezialität zu: Huevos Motuleños – mit schwarzen Bohnen, Eiern und Kochbananen gefüllte Tortillas, überzogen mit einer Tomatensoße, die durch Räucherschinken, Erbsen, Zwiebeln und einer Habanero-Chilischote ihr ganz besonders Aroma bekommt. (4): Auf dem Mont Blanc: 50 Shades of Blue Der Mont Blanc – Granitkoloss mit tönernem Gipfel. Ende des 18. Jahrhunderts faszinierte das damals noch unerforschte Massiv den Genfer Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure. Während viele ihre Blicke auf Felsgrate und Gletscher richteten, zog es den Wissenschaftler noch ein Stück höher hinaus … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 06.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 13.01.2026 arte
  • Folge 1716 (45 Min.)
    Istanbul: In seinen Werken macht Regisseur Ermin Alper auf die permanente soziale Kontrolle in der Türkei aufmerksam.
    (1): Türkei: Der rebellische Blick durch die Kamera von Emin Alper In der Türkei ist man besser ständig auf der Hut, denn man weiß nie, wer sich für einen interessiert … Wenn es nicht die Nachbarn sind, die einen ausspähen, ist es der Staat. Der türkische Regisseur Emin Alper bringt die permanente soziale Kontrolle mit einer Mischung aus Realismus und grotesker Überspitzung auf die Leinwand. Seine Figuren in den Arbeitervierteln Istanbuls und den Dörfern Anatoliens sind von dem Wunsch beseelt, sich gegen die Willkür der Herrschenden zu wehren. Überall, wo autoritäre Unterdrückung herrscht, findet Alper Möglichkeiten zur Subversion. (2): Pubs, das zweite Wohnzimmer der Engländer Hier findet der Alltag statt, hier begegnen sich die Menschen auf Augenhöhe: Der Pub ist das zweite Wohnzimmer der Engländer. Mit einem Bier in der Hand diskutieren Menschen hier über die Dinge, die sie bewegen, ob Fußball oder Weltgeschehen – und das schon seit dem Mittelalter. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Tavernen des Volkes nicht nur ein politisches Bewusstsein, sondern auch ein gemeinsames Denken hervorgebracht. Pubs sind freiheitliche Orte, offen für alle, wo Herkunft oder Trikotfarbe keinen Unterschied machen. (3): Norwegen: Josis Fleischbällchen In Oslo kocht Josi Kjøttkaker, die berühmten norwegischen Fleischbällchen. Dazu mischt sie Rinderhack, Zwiebeln, Petersilie und eine geheime Gewürzmischung. Die fertige Masse knetet sie zu Bällchen, die braun gebraten und mit einer Zwiebel-Béchamelsoße serviert werden. (4): Paris: die Geburt des Boulevardjournalismus Stehen die Franzosen auf Klatsch und Tratsch? Mitte des 19. Jahrhunderts setzte ein mutiger Geschäftsmann ganz auf die Sensationsgier seiner Landsleute und landete einen kommerziellen Geniestreich, der eine Revolution im Journalismus auslöste. Im Laufe der Zeit nahmen die bunten Meldungen in den Zeitungen immer mehr Raum ein. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 07.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 14.01.2026 arte
  • Folge 1717 (44 Min.)
    Sowohl Siege als auch Niederlagen werden im Stadion der Cleveland Guardians mit Alkohol begossen.
    (1): Eine bosnische Geschichte von Krieg und Exil Als Ismet Prcić 1977 geboren wurde, gehörte Bosnien noch zu Jugoslawien. Fünfzehn Jahre später stellte der Krieg seine Welt völlig auf den Kopf. Unter chaotischen Umständen versuchte er, sich ein neues Leben aufzubauen, bevor er mit einem Koffer voller Erinnerungen und unausgesprochener Wut nach Los Angeles floh. Die englische Sprache wurde zu seiner Zuflucht. 2011 veröffentlichte Ismet Prcić ʺCalifornia Dreamʺ. Der durch Krieg und Exil gezeichnete Schriftsteller versucht darin, die Fragmente seines zerbrochenen Lebens wieder zusammenzufügen. (2): Das Tunesien unter Bourguiba: Frauen, Freiheit und Gleichberechtigung Habib Bourguiba hat sich mehr als jeder andere für die Rechte tunesischer Frauen eingesetzt. Ab 1956, kurz nach der Unabhängigkeit Tunesiens, führte der Politiker und spätere Präsident einen in der muslimischen Welt beispiellos fortschrittlichen, staatlich verordneten Feminismus ein: Er setzte das Frauenwahlrecht durch, verbot Polygamie und die Verstoßung der Ehefrau und legalisierte – noch vor Frankreich – Abtreibungen. Heute sind es die tunesischen Frauen selbst, die dieses Erbe weiterführen. (3): Paris: Der Croque-Monsieur von Jean-Noël In der französischen Hauptstadt interpretiert Jean-Noël den Klassiker Croque-Monsieur neu – mit Pilzen, die er im städtischen Untergrund züchtet. Dafür bestreicht er Brotscheiben mit einer Mischung aus Senf, Schalotten und Weißwein. Anschließend gibt er eine Béchamelsauce sowie mit Bärlauch gebratene Pilze hinzu. Das Ganze wird mit einer Schicht Emmentaler gekrönt, bevor Jean-Noël seinen Croque-Monsieur mit einer zweiten Brotscheibe bedeckt und überbäckt. (4): USA: Alkoholisierte Spiele In Progressive Field, dem Stadion der Cleveland Guardians, herrscht eine elektrisierende Stimmung. Es spielt eines der bedeutendsten und traditionsreichsten Teams der gesamten Baseballliga. Hier werden Siege wie Niederlagen gern mit Alkohol begossen. Nicht immer ist dabei Mäßigung angesagt … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 08.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 15.01.2026 arte
  • Folge 285 (44 Min.)
    (1): Bewketu Seyoums poetisches Addis-Abeba In Äthiopien ist Dichtkunst lebendig und beliebt. Autoren wie Bewketu Seyoum werden regelrecht verehrt. Seyoum wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und erreicht über YouTube Millionen Literaturfans. 2020 erschien sein Gedichtband ʺCantique de la nuitʺ, der nicht nur als amharisches Original, sondern auch in einer französischen Übersetzung vorliegt. In seinen Texten nimmt Seyoum seine Zeitgenossen humorvoll unter die Lupe. (2): In Äthiopien: Heiliger Honig Äthiopien gehört zu den größten Honigproduzenten Afrikas. Das sogenannte gelbe Gold wird hier pur oder als Honigwein konsumiert; der Tej ist nach dem Kaffee das zweite Nationalgetränk. Honig ist in Äthiopien mehr als nur ein Nahrungsmittel: Er ist fast schon heilig und eng mit der christlich-orthodoxen Identität im Norden des Landes verbunden. (3): Äthiopien: Messerets vegetarisches Festmahl In Tchaguel bereitet Messeret gleich mehrere vegetarische Gerichte zu, die während der Fastenzeit auf den Tisch kommen. Das erste besteht aus Kartoffeln, Karotten, Kümmel und grünem Piment; das zweite enthält Linsen, Gewürze und Piment; und das dritte ist eine cremige Soße aus Kichererbsen und Gewürzen. Serviert wird das Ganze auf einem großen traditionellen Fladenbrot. (4): Äthiopien, eine der ersten Fälschungen der Menschheitsgeschichte Im Jahr 1165 taucht im Abendland ein rätselhafter Brief auf. Das Dokument ist von einem unbekannten Priester namens Johannes unterzeichnet und spricht von einem „Paradies auf Erden“, irgendwo im Osten. Jahrhundertelang nährt der Brief bei Christen auf der ganzen Welt die kühnsten Hoffnungen und Vermutungen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 16.01.2026 arte
  • Folge 1718 (45 Min.)
    Hinter Lawn Bowls – der britischen Version des Boulespiels verbirgt sich eine bewegte und spannende Geschichte.
    (1): Istanbul, die Prächtige in den Werken von Ahmet Altan In Istanbul hat Ahmet Altan ein Werk vorgelegt, das den Dialog der Bewohner der pulsierenden Vielvölkermetropole in osmanischer Zeit ins Zentrum rückt – lange bevor sie als kulturelle Hauptstadt der Türkei galt. Sein Roman „Wie ein Schwertstreich“ bildet den Auftakt einer 1997 begonnenen Tetralogie mit dem Titel „Ottoman Quartet“ (Osmanisches Quartett), deren vierter Band noch aussteht. Neben seinem literarischen Schaffen ist Erfolgsautor Ahmet Altan auch ein renommierter Journalist. (2): England: Ein Spiel namens Lawn Bowls Wenn das Boule-Spiel ein Stück französischer Lebensart verkörpert, dann ist Lawn Bowls sein britischer Cousin. Mit dem Unterschied, dass man nicht irgendwo, sondern auf einem akkurat gemähten Rasen spielt – und die Flugbahn der Kugeln noch ein Stück unberechenbarer ist. Fast überall, wo im Laufe der Geschichte die Flagge des Vereinigten Königreichs wehte, wird auch Lawn Bowls gespielt. Die Kardinaltugenden der Sportart sind Ruhe, Fairplay und Selbstbeherrschung – doch hinter dem besonnenen Anschein verbirgt sich eine außerordentlich bewegte Geschichte. (3): Albanien: Mimozas Fleischklößchensuppe In Gjirokastër, der „steinernen Stadt“ Albaniens, verrät Mimoza ihr Rezept für die bei Touristen besonders beliebte Fleischklößchensuppe. Sie beginnt mit ihren berühmten Rindfleischklößchen, die sie in kochendem Zitronenwasser gart. Anschließend bereite sie die Soße zu – ein echter Gaumenschmaus! (4): Galicien: Ein untergegangener Schatz In Spanien, im windgepeitschten Galicien, liegen zahlreiche gesunkene Schiffe am Grund der Meeresbucht Ría de Vigo. Die Wracks haben die wildesten Fantasien beflügelt, waren Anreiz für waghalsige Entdeckungstouren und bildeten den Ausgangspunkt für einen der bedeutendsten Romane des 19. Jahrhunderts … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 12.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 19.01.2026 arte
  • Folge 1719 (45 Min.)
    Rund um die Gipfel der Pyrenäen kreisen stets Gänsegeier am Himmel, die in der Region zu Hause sind. Auch dieses Exemplar ist ein Beispiel für das vielfältige Ökosystem dieses Gebirges.
    (1): Sarajevo, der Roman eines Lebens Velibor Čolić wurde 1964 in einer heute vom Krieg völlig zerstörten bosnischen Kleinstadt geboren. Als er 27 Jahre alt war, wurde seine Heimat, Bosnien-Herzegowina, vom benachbarten Serbien angegriffen. Aus dem vielversprechenden jungen Literaten wurde erst ein Soldat, dann ein Deserteur, dann ein Gefangener und schließlich ein politischer Flüchtling. Als Čolić nach Frankreich kam, kannte er genau drei französische Wörter: Jean, Paul und Sartre. Und er hatte die verrückte Idee, eines Tages den Prix Goncourt zu gewinnen. Mittlerweile schreibt Velibor Čolić auf Französisch, und hinter jedem seiner Worte verbirgt sich Sarajevo. (2): Pyrenäen: Die faszinierende Welt der Geier Geier sind unbeliebt, verschrien und unverstanden. Seien es die Küken, die im Frühjahr schlüpfen, die Jungvögel, die schon früh ausfliegen, um sich ein eigenes Revier zu erobern, oder die Alten, die Jahr für Jahr an die gleichen Orte zurückkehren. Rund um die Gipfel der Pyrenäen kreisen die Gänsegeier am Himmel und erinnern die Menschen leise, aber beständig daran, dass die Berge keine leblosen Steinhalden sind, sondern ein vielfältiges und empfindliches Ökosystem, das unsere ganze Aufmerksamkeit verdient. (3): Griechenland: Annies Rindfleisch mit Petersilie Auf Korfu legt Annie die Schürze an, um ihre Version des griechischen Sofrito zuzubereiten. Dafür brät sie Rindfleisch an und lässt es anschließend in einer Sauce aus Knoblauch, Petersilie und Rosé-Essig köcheln. Dazu serviert sie Kartoffelpüree. Das Traditionsgericht überzeugt durch seine Zartheit – schon beim ersten Bissen. (4): USA: Fake News zur Kriegsführung Bereits im Ersten Weltkrieg spielten Fake News eine entscheidende Rolle. Während der Konflikt in Europa tobte, versuchten Großbritannien und Deutschland die Vereinigten Staaten in ihrem Sinne zu beeinflussen. Ein Journalist beschloss daraufhin, es mit der Wahrheit nicht ganz so genau zu nehmen … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 13.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 20.01.2026 arte
  • Folge 1720 (44 Min.)
    Im 19. Jahrhundert inspirierte der Genfer See einen Schweizer Wissenschaftler, dessen Innovation heute noch allen Seeleuten zugutekommt.
    (1): Rumänien: Die spitze Feder von Cristian Fulaş Ende der 2010er-Jahre flüchtet sich der damals 32-jährige Schriftsteller Cristian Fulaş in ein abgelegenes Tal in Rumänien, das sich unter seiner Feder in ein Phantasiereich verwandelte, wo die Menschen Zuflucht finden konnten. Man musste nur eine Schranke überwinden, um dorthin zu gelangen. Mit seiner kraftvollen Prosa, die schwarzen Humor und Poesie miteinander verbindet, hat sich Cristian Fulaş als einer der führenden Vertreter der zeitgenössischen rumänischen Literatur etabliert. (2): Athen: Jahrhundertealte Graffiti In Athen wird Kunst mit der Spraydose gemacht. Graffiti stehen hier keineswegs nur für Provokation, sondern für den Ruf nach Freiheit. Eine lebendige und ausgesprochen kreative Form des künstlerischen Ausdrucks. Ob zu Zeiten der Agora von Athen oder während der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008: Graffiti erzählen von einer griechischen Hauptstadt, die in die Zukunft blickt und machen Athen zu einer Hochburg der Street Art in Europa. (3): Frankreich: Indranees Frühlingssalat In Bobigny holt sich Indranee die Zutaten für ihren Frühlingssalat aus einem städtischen Nutzgarten. Linsen, Sprossen und Nüsse sind die Hauptzutaten des Salats, zu dem sie auch mit Knoblauch und Ingwer abgeschmeckte Rüben hinzufügt. Zum Abschluss bestreut sie das Ganze mit frisch gepflückten Blüten, um den Teller noch farbenfroher zu gestalten. (4): Schweiz: Hört den Genfer See! Die Schweizer besitzen zwar keinen Zugang zum Meer, doch Anfang des 19. Jahrhunderts brachte der Genfer See einen Schweizer Wissenschaftler auf eine Idee, für die ihm alle Süß- und Salzwasserkapitäne dieser Welt bis heute zu tiefstem Dank verpflichtet sind. Alles begann mit der Teilnahme an einem Innovationswettbewerb … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 14.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 arte
  • Folge 1721 (45 Min.)
    Jedes Jahr wird in Sevilla das Flamencokleid neu erfunden und gestaltet. Dieses Ereignis wird mit Freuden und Familie ausgiebig gefeiert.
    (1): Juliette Drouet, die von den Pyrenäen inspirierte Geliebte Mitte des 19. Jahrhunderts bereisten ein Mann und eine Frau inkognito die Pyrenäen. Seit zehn Jahren verband sie eine leidenschaftliche, vor der Öffentlichkeit verborgene Liebe. Um unerkannt zu bleiben, trat der Schriftsteller Victor Hugo in den besuchten Kurorten als ʺMonsieur Goʺ auf. Seine hingebungsvolle Gefährtin war die Schauspielerin Juliette Drouet, die ihre Karriere aufgegeben hatte, um im Schatten des von ihr zutiefst bewunderten Mannes zu leben. Doch im Sommer 1843 war sie das Versteckspiel leid – und begann, über ihre Liebe zu schreiben. (2): Sevilla: In den Falten eines Flamencokleids Vor den Toren Sevillas entsteht sieben Tage im Jahr eine Stadt auf Zeit: Menschen jeden Alters feiern dort mit Familie und Freunden, sie singen und tanzen. Was wie ein überlieferter Brauch klingt, ist ein großes Fest, das die Sevillaner zur Vollendung gebracht haben. Jahr für Jahr wird hier das Flamencokleid neu erfunden – und mit ihm die Erzählung von Macht und Verführung, die die andalusische Gesellschaft seit mehr als 100 Jahren prägt. Vom Ausschnitt bis zu den Volants: In den Falten dieses traditionellen Gewands spiegelt sich die Geschichte Sevillas. (3): Schottland: Morvens Cheesecake mit geräucherter Forelle In einem Vorort von Glasgow besorgt Morven in einer Käserei Ziegenkäse – das Herzstück ihres Cheesecakes. Zunächst bereitet sie einen Haferboden zu und belegt ihn mit einer Mischung aus Käse, Forelle und Chili-Konfitüre. Nach einer Runde im Kühlschrank wird das Ganze mit Kräutern und Käserinde dekoriert, bevor es als Nachmittagssnack serviert wird. (4): Tunesien: Ein Pirat setzt die Segel Tunis liegt an einer zum Meer hin offenen Bucht. Die warme Küste, die bei Tunesiern wie Touristen gleichermaßen beliebt ist, lockte vor langer Zeit nicht ganz so respektable Gestalten in die Region – unter anderem Jack Ward, einen Fischer, der zum Piraten wurde und hier an Land ging, um die Expedition seines Lebens zu unternehmen … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 15.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 22.01.2026 arte
  • Folge 286 (38 Min.)
    (1): Max Havelaar – oder wie ein Roman Indonesiens Schicksal veränderte 1860 sorgt ein Roman für Aufsehen in der niederländischen Gesellschaft: „Max Havelaar“ handelt von der Karriere eines Kolonialbeamten – einem Alter Ego des Autors Eduard Douwes Dekker – und stellt letztlich das gesamte Kolonialsystem infrage. Als der Roman erschien, stand Indonesien seit zwei Jahrhunderten unter niederländischer Herrschaft. Der Autor beschreibt darin die Schrecken des Kolonialismus und die Gewalt gegen die indigene Bevölkerung für den Handel mit Gewürzen und Kaffee. In den Niederlanden weckte das Werk das Bewusstsein für die Grauen der Kolonialzeit. (2): Batik, wenn Indonesien ein Stoff wäre Batikstoffe erlangten mit ihren strahlenden Farben und detailreichen Mustern weltweite Berühmtheit. Man kennt ihren exotischen Ursprung, ihren zweiten Erfolg in Afrika und die etlichen Nachahmungen von der Stange. Die originalen, hochwertigen Batikstoffe glänzen derweil auf den Laufstegen der facettenreichen und angesagten indonesischen Hauptstadt Jakarta: Von hier stammt die ausgefeilte Färbetechnik, die man ursprünglich auf traditionellen Wickelröcken anwandte, die hier „Sarongs“ genannt werden. Für manche Stoffe war monatelange Handarbeit notwendig, sodass das Tragen der wertvollen Erzeugnisse früher den Königen vorbehalten blieb. (3): Indonesien: Pujis gedämpfter Fisch im Bananenblatt In Yogyakarta holt Puji einen frischen Fisch direkt aus dem Teich vor ihrem Haus. Sie mariniert ihn mit einer Paste aus Chili, Knoblauch, Schalotten, Karotten, Ingwer und Walnüssen und legt ihn in ein Bananenblatt. Anschließend fügt sie weitere Gewürze hinzu und gart alles gut verschlossen im Wasserdampf. Das Resultat: ein schmackhaftes und gesundes Gericht. (4): Indonesien: Ein revolutionärer Wissenschaftler Die Insel Bali im Süden des gewaltigen indonesischen Archipels ist ein kleines Paradies und zieht mit seiner üppigen Vegetation und seinen Traumstränden Besucher aus aller Welt an. Doch auch unter Wasser gibt es einiges zu entdecken. Balis einzigartige Unterseefauna sorgte sogar für eine Wissenschaftsrevolution … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 23.01.2026 arte
  • Folge 1722 (45 Min.)
    Als Dänemark im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung stand, gründeten 1941 etwa ein Dutzend Jugendliche aus Aalborg den Churchill Club.
    (1): Großbritannien: Die Eisenbahnkinder In Kent beobachtet eine junge Engländerin den Bau eines Bahnhofs inmitten einer noch ländlichen, friedvollen, unveränderlich wirkenden Landschaft. Die damals 17-jährige Edith Nesbit ahnt nicht, dass ihr späterer Erfolg als eine der großen Pionierinnen der Kinder- und Jugendliteratur in diesem Moment ihren Anfang nimmt. Die Veröffentlichung von ʺThe Railway Childrenʺ im Jahr 1906 wurde zum Wendepunkt in ihrer Laufbahn. Anstatt ihre junge Leserschaft zu belehren, nimmt Edith Nesbit in ihrem Buch deren Perspektive ein. Eine revolutionäre Art, über die Lebensrealität von Kindern zu schreiben. (2): Die Herrscher der Karpaten Rumänien beherbergt mit mehr als 10.000 Tieren die größte Braunbärenpopulation Europas. Ebenso zahlreich sind die Geschichten rund um die pelzigen Vierbeiner. In den Karpaten findet sich der Braunbär nicht nur in den Tiefen der Wälder, sondern auch in so mancher Erzählung. Die Menschen sehen ihn als Feind und als Freund und versuchen seit jeher, sich seine Stärke zunutze zu machen. Doch seit einiger Zeit scheint der jahrhundertealte Pakt zwischen Mensch und Bär zu bröckeln. (3): Griechenland: Aris Kabeljau mit Zitrone Auf einem Markt in der Altstadt von Korfu besorgt Ari frischen Kabeljau als Hauptzutat des Bianco. Für die Zubereitung des traditionellen korfiotischen Fischgerichts dünstet sie zuerst Knoblauch an, die Zauberzutat der griechischen Küche, und gibt anschließend Karotten und Kartoffeln hinzu. Sobald das Gemüse gar ist, legt Ari Kabeljau und Zitrone in den Topf. Mit etwas Petersilie und Zitronensaft abschmecken – fertig ist der Bianco! (4): Dänemark: Aufständische Jugend In Dänemark zeigten einige Kinder aus Aalborg dem ganzen Land, dass Regelverstöße manchmal den Weg in die Freiheit ebnen können. Als Dänemark im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung stand, gründeten 1941 etwa ein Dutzend Jugendliche den ʺChurchill Clubʺ. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 26.01.2026 arte
  • Folge 1723 (44 Min.)
    Die Bucht von Algier und damit der Zugang zum Meer steht im Mittelpunkt eines Projekts zur Modernisierung der Stadt.
    (1): Bilbao: Roman über eine gestohlene Kindheit Immer wieder kehrt die in Paris aufgewachsene Autorin Maria Larrea nach Spanien zurück. Genauer gesagt in jene Stadt, in der sie 1979 geboren wurde und die auch Schauplatz ihres Debütromans ist. ʺLes Gens de Bilbao naissent où ils veulentʺ erschien 2022 in Frankreich (ʺDie Kinder von Bilbaoʺ, 2025) und begeisterte Publikum und Kritik auf Anhieb. Der autobiografische Roman thematisiert tragische Kinderschicksale in der Zeit der Franco-Diktatur sowie unaussprechliche Familiengeheimnisse. Für Larrea ist das Buch eine doppelte Liebeserklärung – zum einen an ihre Eltern, die ihrer Tochter trotz schwieriger Lebensumstände viel Liebe entgegenbrachten, und zum anderen an das Bilbao der Nachkriegszeit, das sich damals, genau wie sie selbst später, eine neue Zukunft erfinden musste. (2): Die Rückeroberung der Bucht von Algier In einem nahezu perfekten Halbkreis bildet die Bucht von Algier ein Amphitheater mit Blick auf das Mittelmeer. Die antike Medina, der Kolonialstil der Strandpromenade und die modernen Stadtviertel fügen sich zu einem architektonischen Mosaik, das die Geschichte des Landes widerspiegelt. Die Bevölkerung der algerischen Metropole hatten lange keinen Zugang zum Meer, obwohl es direkt vor der Haustür lag. Nun will sich Algier bis 2030 als bedeutende Hauptstadt im Mittelmeerraum etablieren. Die Rückeroberung der Bucht steht im Mittelpunkt dieses Modernisierungsprojekts. (3): Albanien: Nexhmijes gefüllte Paprika In Pogradec kocht Nexhmije gefüllte Paprika auf traditionelle albanische Art. Sie füllt vorzugsweise grüne Paprika mit Reis und einer Mischung aus roten Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Petersilie. Die gefüllten Schoten schiebt Nexhmije zum Garen in den Herd und serviert sie schließlich mit einem passenden Glas Wein als Liebeserklärung an ihren Mann. (4): USA: Der Polka-König Die USA haben so einige Queens and Kings unterschiedlicher Musikgenres hervorgebracht – zum Beispiel Jimmy Hendrix für die Rockmusik, Nina Simone für den Jazz und Jan Lewan für die Polka. Letzterem war ein außergewöhnliches Schicksal beschieden. Mit dem Akkordeon bewies Lewan, dass ein wahrer König auch im Gefängnis nicht vom Thron stürzt. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 20.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 27.01.2026 arte
  • Folge 1724 (45 Min.)
    Die Sängerin Saliha vereinte mit ihrer Stimme das tunesische Volk und prägte die Musikszene nachhaltig.
    (1): Tunesien: Salihas Stimme In Tunesien hat es die Sängerin Saliha geschafft, ein ganzes Volk mit ihrer Stimme zu vereinen. Ihre Lieder sind zur gemeinsamen Sprache der Tunesierinnen und Tunesier geworden. Saliha wurde 1914 geboren und hat in weniger als zwanzig Jahren die Musikkultur ihres Landes nachhaltig geprägt. Ihre kraftvolle tiefe Stimme war von den mit Zedern bewachsenen Hügeln im Westen Tunesiens bis zu den schattigen Palästen der Medina von Tunis zu hören. Das Lebenswerk der Künstlerin zeichnet sich durch eine große stilistische Vielfalt aus und spiegelt sowohl ihre ländlichen Wurzeln als auch die städtischen Einflüsse aus ihrer Zeit in Tunis wider. (2): Schweiz: Alpennation oder Hexenreich? Unfassbare Grausamkeiten, erfundene Verbrechen, Tausende Verurteilte – und das alles ohne jeden Beweis. Die Schweiz gilt als kleine, friedliche und neutrale Nation. Wie konnte ein solches Land drei Jahrhunderte lang so viele Menschen wegen angeblicher Hexerei verfolgen und verbrennen? In keinem anderen Land Europas sollen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl so viele Menschen wegen Hexerei hingerichtet worden sein wie in der Schweiz. Noch überraschender ist, dass der Hexenwahn in der Alpennation seinen Ursprung hat. (3): Paris: Marjolaines Salat à la Violette Im 18. Arrondissement von Paris verrät Marjolaine das Spezialrezept, das ihr Vater für ihre kleine Schwester Violette kreiert hat. Eine Mischung aus Brokkoli, Äpfeln, Radieschen, Mimolette-Käse und gehackten Nüssen. Capucine, Marjolaines zweite Schwester, kümmert sich um das Dressing: eine süße Vinaigrette. Die Geheimzutat darf natürlich nicht fehlen: eine extra Portion Liebe. (4): Spanien: Kleider machen keine Bräute In der galizischen Stadt A Coruña erinnert ein Denkmal hinter dem Herkulesturm an María Pita, die Frau, die 1589 die englische Armada aus Nordspanien vertrieb. Wenige Schritte von der Plaza de María Pita entfernt wird in der Kirche San Jorge eine außergewöhnliche Hochzeit gefeiert. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 28.01.2026 arte
  • Folge 1725 (44 Min.)
    Jazz und Techno prägen die Berliner Musikszene – beide Genres haben eine einzigartige Geschichte.
    (1): Madagaskar: Ein Blick in die Seele der Roten Insel Im Laufe seines Lebens hat Pierrot Men unzählige Menschen fotografiert. Man könnte sogar sagen, dass er das Wesen Madagaskars wie seine Westentasche kennt. Während seiner Kindheit an der Ostküste des Landes hatte er keinen Bezug zur Fotografie – abgesehen von den kleinen Fotos auf Briefmarken. Dank seinem künstlerischen Gespür wurde der Laie später zum bekanntesten madagassischen Fotografen. Seine Werke sind mittlerweile weltbekannt, denn kaum ein anderer Künstler fängt die Ursprünglichkeit der Roten Insel so authentisch ein. (2): Frankreich: Der Flachs von Mayenne Die Verarbeitung von Flachs ist eine alte Handwerkskunst, die in der Mayenne eine lange Tradition hat. Das ländliche Departement im Westen Frankreichs ist für seine farbintensiven Stoffe bekannt, mit denen schon in der Renaissance gehandelt wurde. Manche Händler beuteten die bitterarmen Bauern aus und gelangten so zu enormem Reichtum. Mit der industriellen Revolution entstanden viele Spinnereien, wie die der ehemaligen Abtei von Fontaine-Daniel. Das Wunderwerk aus Stein ist noch heute eine Textilfabrik, in der die jahrhundertealte Tradition weiterlebt. (3): Schottland: Alisons Rinderbraten Alison und ihr Mann bereiten auf ihrem Bauernhof in Hardiesmill ihren traditionellen Rinderbraten zu. Dafür schneidet Alison Kartoffeln fächerförmig ein, gart sie kurz vor und backt sie anschließend mit dem Knochenmark im Ofen. Unterdessen legt ihr Mann das Fleisch vom Angus-Rind in den Ofen und begießt es regelmäßig mit Bratensaft. Das Gericht wird mit Spinat serviert und ist die wohlverdiente Belohnung nach einer erfolgreichen Viehzucht. (4): Deutschland: Jazz im „Ätherkrieg“ Seit mehr als drei Jahrzehnten pulsiert Berlin nachts im Rhythmus des Techno. Auch für Fans anderer Musikstile hat die deutsche Hauptstadt einiges zu bieten. Doch wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Jazz-Standard einst eine wichtige Rolle im Kampf um das „Machtinstrument Radio“ spielte? (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 22.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 29.01.2026 arte
  • Folge 287 (44 Min.)
    (1): Brasilien: Carmen Miranda, kulturelle Botschafterin der besonderen Art Bei Rio de Janeiro denkt man sofort an den Zuckerhut, die Strände von Copacabana und Ipanema, den Karneval – und an die Musik von Carmen Miranda. Die Sängerin und Schauspielerin schaffte als erste Lateinamerikanerin den Sprung nach Hollywood und war in den 1940er Jahren sogar die bestbezahlte Künstlerin der USA. Mit ihrem Hüftschwung, ihrer frechen Art, den extravaganten Outfits und dem berühmten Tutti-Frutti-Hut machte sie den Samba populär und wurde zur beliebtesten Botschafterin Brasiliens im Ausland. (2): Costa Verde: Brasiliens buntes Paradies Mit den langen Sandstränden, türkisblauem Wasser und tropischen Regenwäldern gleicht die brasilianische Costa Verde entlang der Atlantikküste einem Paradies auf Erden. Ihre traumhaften Landschaften, die sich über Hunderte von Kilometern erstrecken, werden von den Caiçaras gehütet und geschützt. Die Nachfahren von Tupi- und Guaraní-Indianern, Kolonialherren und afrikanischen Sklaven ließen sich Ende des 19. Jahrhunderts an dieser Küste nieder und widersetzen sich bis heute erfolgreich allen Umsiedlungsversuchen. (3): Carlucias brasilianischer Bohneneintopf mit Schweinefleisch In Rio de Janeiro sucht Carlucia zehn verschiedene Sorten Schweinefleisch aus, um ein sehr beliebtes, brasilianisches Bohnengericht zuzubereiten: die Feijoada. (4): Ipanema: High as a Kite Der weltberühmte weiße Sandstrand von Ipanema in Rio de Janeiro lädt zum Baden, Faulenzen und Flanieren ein. Im Sommer 1988 wurden hier einige geheimnisvolle Konservendosen angespült, und bald schon breitete sich in der ganzen Stadt eine wohlige Hochstimmung aus … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 30.01.2026 arte
  • Folge 1726 (45 Min.)
    Cheddar-Scones aus Schottland
    (1): Paris: Nina Berberovas Chroniken aus dem russischen Exil Anfang des 20. Jahrhunderts fanden verarmte Aristokraten und einfache Soldaten der zaristischen Armee Zuflucht in Paris und dem Vorort Billancourt – geplagt von der Erinnerung an das für immer verlorene Russland. Zu den Vertriebenen zählte auch Nina Berberova, die sich 1925 in Paris niederließ. Die entwurzelten Menschen, denen sie begegnete, machte sie zu Figuren ihrer Romane, Erzählungen und Geschichten. Ihre auf Russisch verfassten Texte – darunter die „Chroniques de Billancourt“ – blieben lange unbekannt und erhielten in Europa erst in den 1980er Jahren die verdiente Anerkennung. (2): Bosnien: Olympisches Überbleibsel des Brutalismus In Sarajevo ist der olympische Geist nach wie vor allgegenwärtig! Während der Olympischen Winterspiele 1984 stand die bosnische Hauptstadt für kurze Zeit im Mittelpunkt des Weltgeschehens. Eines der symbolträchtigsten Überbleibsel dieser euphorischen Ära ist die Bobbahn. Der Eiskanal aus rohem Beton, der sich den Berg hinunter schlängelt, spiegelt eine bis heute verkannte architektonische Strömung wider: den Brutalismus (3): Schottland: Nikkis Käse-Scones Auf der Ardross Farm backt Nikki Käse-Scones nach dem Rezept ihrer Mutter. Zuerst macht sie den Teig, dann kommen Cheddar und das Highlight der schottischen Küche hinzu: Bärlauch. Am besten schmecken die schottischen Scones zu einer klassischen Linsensuppe. (4): Spanien: Ein Franco kommt selten allein Im spanischen Ferrol erinnert eine Gedenktafel an den Diktator Francisco Franco. Die Tafel ist an Francos Geburtshaus angebracht und zeigt ihn gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Ramón. Dieser ist schon lange in Vergessenheit geraten, dabei war er einst der berühmteste Spanier der Welt – und Gegenspieler seines älteren Bruders. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 02.02.2026 arte
  • Folge 1727 (45 Min.)
    Die Malerin Marianne von Werefkin fand in München die Freiheit, neue Wege zu gehen und die von Männern dominierte Kunstszene zu revolutionieren.
    (1): Bayern: Marianne von Werefkin revolutioniert die Malerei Marianne von Werefkin wächst in einer wohlhabenden Adelsfamilie in Russland auf. Doch sie erkennt früh, dass es für Frauen gegen Ende des 19. Jahrhunderts kaum möglich ist, gegen den Strom zu schwimmen. Zwar wird sie im Malen unterrichtet und gefördert, doch als Frau ist sie dazu bestimmt, lediglich Werke männlicher Künstler zu kopieren. Bis sie eines Tages in die avantgardistische Welt Münchens eintaucht. Dort gelingt es ihr, neue kreative Wege zu beschreiten – und die Kunst nachhaltig zu verändern. (2): Dem baskischen Wal auf der Spur Man muss schon ein wenig verrückt sein, um sich mit einem Wal anzulegen! Die größten Säugetiere der Welt wiegen vierzig Tonnen und können bis zu zwanzig Meter lang werden. Für die Bewohner der fischarmen baskischen Küste waren die Meeresriesen einst ein wahrer Segen. Ihr Mut und ihr Können im Walfang führten die Basken bis nach Amerika – und brachten ihnen Ruhm und Reichtum. (3): Malaysia: Phylis’ Curry Puffs Trotz strömenden Regens macht sich Phylis in Kuching auf die Suche nach den Zutaten für ihre Curry Puffs. Zuerst bereitet sie den Teig zu, dann die Füllung aus Curry, Hühnerfleisch und Kokosnuss. Schließlich formt sie die Teigtaschen und backt sie im Ofen, bis sie goldbraun sind. Die traditionellen Curry Puffs sind eine köstliche Kombination aus östlichen und westlichen Einflüssen der Insel. (4): Irland: Die Piratenkönigin Irland im 16. Jahrhundert: Rund vierzig Clans streiten um Land, Reichtümer und Grenzen. Der Clan O’Malley ist einer von ihnen und herrscht unangefochten über sein Gebiet. In diesem Clan wächst eine Frau auf, die später unter dem Spitznamen „die Piratenkönigin“ bekannt werden wird. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 03.02.2026 arte
  • Folge 1728 (45 Min.)
    Die kalifornische Stadt Jackson wurde während des Goldrauschs gegründet. Hier wurde eine Französin zur Legende …
    (1): Bosnien: Joe Sacco, der zeichnende Journalist Die Berge und kurvenreichen Straßen Bosniens tragen die Narben einer schmerzhaften Vergangenheit. Wie in der Hauptstadt Sarajevo hat die Belagerung des späten 20. Jahrhunderts sichtbare Spuren hinterlassen. Joe Sacco, ein Pionier des Comic-Journalismus, ist mit Kriegsgebieten seit Langem vertraut. Während dieser dunklen Episode der europäischen Geschichte reiste er mehrfach mit Skizzenblock und Bleistift nach Bosnien. Dabei entstanden Werke wie „The Fixer“ und „Safe Area Goražde“ – Comics, die den Krieg ungeschönt zeigen, aber auch davon erzählen, wie das Leben dennoch weiterging. (2): England: Zielsichere Leidenschaft Dart ist in England weit mehr als nur ein Spiel. Die ersten Dartpfeile entstanden im feuchten Schatten der Wälder – fingerfertig geschnitzt und intuitiv ausbalanciert. Lange galt das volkstümliche Geschicklichkeitsspiel als kleiner Bruder des Bogenschießens, bevor es sich gegen die elitären Freizeitbeschäftigungen der Oberschicht durchsetzte. Von der Handwerkskunst zum Nationalsport! (3): Frankreich: Foulematous Erdnusshähnchen Foulematou bereitet in Cergy zunächst ihre Djouka-Mischung aus Hirse- und Erdnussmehl zu und lässt sie mit heißem Wasser quellen. Anschließend mariniert sie das Hähnchen und schiebt es in den Ofen. Nach malischer Tradition richtet sie zum Schluss alles auf einer großen Platte gemeinsam mit einer Zwiebelsauce und gebratenen Kochbananen an. (4): USA: Marie Pantalon hat die Hosen an Bis heute spiegelt die kalifornische Stadt Jackson im Norden der Sierra Nevada ihre Entstehungsgeschichte wider. Sie wurde während des Goldrauschs gegründet, und in ihrer Haupteinkaufsstraße finden sich noch immer viele Edelmetallhändler und Antiquitätenläden. In dieser unscheinbaren US-Stadt ist eine Französin zur Legende geworden. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 28.01.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 arte
  • Folge 1729 (45 Min.)
    Ende des 19. Jahrhunderts kam es in Gent zu sozialen Umwälzungen: Die Textilindustrie verschaffte der Stadt zwar großen Reichtum, führte aber auch zu mehr gesellschaftlicher Ungleichheit.
    (1): Glasgow: Alasdair Grays „Arme Dinger“ Im viktorianischen Glasgow des 19. Jahrhunderts erblickt eine sonderbare Kreatur das Licht der Welt: Bella, erschaffen durch die Implantation eines Babygehirns in den Körper einer toten jungen Frau. Zum Glück ist diese fiktive Figur nur eine der abstrusen Fantasien des schottischen Schriftstellers Alasdair Gray! In seinem Roman „Arme Dinger“ schildert der sozialistische Autor und Künstler Bellas erste Schritte aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei offenbart ihre kindliche Wahrnehmung eine absurde Welt, geprägt von Ungleichheit und sozialer Gewalt. (2): Rotes Gent In kaum einer Stadt erklingt „Die Internationale“ so laut wie in Gent. Die belgische Metropole ist nicht nur die Heimatstadt des Komponisten des berühmten Kampfliedes, sondern auch eine der historischen Hochburgen der Arbeiterbewegung. Ende des 19. Jahrhunderts kam es in Gent zu bedeutenden sozialen Umwälzungen, die sich später auch in anderen Teilen Europas ausbreiteten. Die florierende Textilindustrie verschaffte der Stadt zwar großen Reichtum, führte aber auch zu mehr gesellschaftlicher Ungleichheit. Einige engagierte Menschen riefen daraufhin Initiativen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ins Leben: Gents soziale Seele war geboren. (3): Albanien: Idas Brathähnchen mit Brot In Tirana bereitet Ida ein traditionelles Neujahrsrezept zu: Përshesh me pulë. Zunächst grillt sie das Hähnchen im Ofen. Anschließend kommt das selbst gebackene Brot zum Einsatz, das zerbröselt und mit dem Bratensaft getränkt wird. Zum Schluss wird das Hähnchen auf dieser Brotmischung angerichtet. Gemäß albanischer Tradition erhält der Gast ein Schenkelstück! (4): Deutschland: Steuerliche Haarspalterei Im Deutschland des 17. Jahrhunderts fraß König Friedrich I. dem Volk sprichwörtlich die Haare vom Kopf. Der Bau des Schlosses Charlottenburg sollte um jeden Preis abgeschlossen werden. Dafür wurden zahlreiche Steuern eingeführt – darunter auch eine Perückensteuer! (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 05.02.2026 arte
  • Folge 288 (45 Min.)
    (1): Gabrielle Filteau-Chiba in der Wildnis von Québec Die Schriftstellerin Gabrielle Filteau-Chiba verließ im Alter von 25 Jahren ihre Heimatstadt Montréal und zog sich in die Wildnis von Québec zurück. Heute lebt sie am Ufer des Kamouraska-Flusses. Diese Erfahrung inspirierte sie zu einer Trilogie, in der sie engagiert gegen die Ausbeutung der Natur durch den Menschen anschreibt. Auch ihre Heldinnen Anouk und Raphaëlle lassen ihr behütetes Leben hinter sich und lernen, in der Wildnis zu überleben. Mutig schützen sie Tiere vor grausamen Wilderern und verteidigen den Wald von Québec – den die Autorin über alles liebt. (2): Kanada: Unterwegs mit dem Eiskanu Im Winter gefriert der Sankt-Lorenz-Strom zu riesigen Eisflächen. Die Menschen in Québec haben gelernt, diese Herausforderung der Natur zu meistern – mit zerbrechlich wirkenden Eiskanus. Schon die indigenen Huronen nutzten sie für Überfahrten. Die Europäer übernahmen das Prinzip und machten aus dem Kanu das „kanadische Automobil“. Im 19. Jahrhundert wurden die Kanufahrer, die für die Erschließung der Region unverzichtbar waren, nach und nach durch Dampfschiffe ersetzt. Dennoch gilt das Eiskanu in Québec bis heute als identitätsstiftendes Erbe. (3): Kanada: Timothys Poutine In Québec hat jeder sein eigenes Rezept für den Fastfood-Klassiker Poutine. Timothy bereitet seine Soße mit Butter, Knoblauch, Harissa, Tomatenmark sowie Hühner- und Rinderbrühe zu. Sämig wird sie durch Melasse, Maisstärke und Wasser. Dann blanchiert er die Kartoffeln und frittiert sie in der Heißluftfritteuse. Zuunterst kommen die Pommes, darauf die Soße und obendrauf reichlich Käse. Unwiderstehlich! (4): Kanada: Unterwegs mit dem Toboggan Am 3. Juli 1608 gründet Samuel de Champlain die Stadt Québec. Einige Monate später kommt der französische Forschungsreisende in Kontakt mit indigenen Völkern der Umgebung. Diese Menschen leben seit Jahrtausenden auf dem nordamerikanischen Kontinent – und haben Hilfsmittel entwickelt, um sich an die Härten des kanadischen Winters anzupassen. Ein rutschiges Abenteuer beginnt … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 06.02.2026 arte
  • Folge 1730 (45 Min.)
    In ihrem Roman „Empusion“ beschäftigt sich die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk mit dem Übernatürlichen: In jedem Wäldchen verstecken sich weibliche Spukgestalten, die zu den Erzählerinnen der Geschichte werden.
    (1): Polen: Nach dem Nobelpreis ist vor dem Schauerroman In ihrem vor wenigen Jahren erschienenen Roman „Empusion“ beschäftigt sich die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk mit dem Übernatürlichen. Die Literaturnobelpreisträgerin aus dem Jahr 2018 taucht ihre Heimatregion Niederschlesien im Westen Polens in eine Schaueratmosphäre mit Monstern der etwas anderen Art. In jedem noch so kleinen Wäldchen verstecken sich weibliche Spukgestalten, die sogenannten Empusen, die zu den Erzählerinnen der Geschichte werden. (2): Madagaskar: eine Königin wie keine andere Es lebte einst eine Königin, deren Gesicht niemand kannte. Auch auf keinem zeitgenössischen Porträt wurde Ranavalona I. abgebildet. Und das, obwohl die autoritäre Herrscherin Madagaskar ab 1828 mehr als dreißig Jahre lang regierte. Als erste Frau an der Spitze der madagassischen Regierung trieb sie die Entwicklung ihres Landes voran und stemmte sich gleichzeitig gegen Frankreich und England, die es auf die Ressourcen der Insel abgesehen hatten. Die beiden europäischen Supermächte brachten ihr den Ruf einer abergläubischen Tyrannin ein, der sich bis heute gehalten hat. (3): Frankreich: Rogers Kürbissuppe Im Pariser Vorort Nanterre bereitet Roger auf seinem Bauernhof eine herbstliche Suppe zu. Dafür erwärmt der Disco-Liebhaber zunächst sein eingewecktes Kürbismus mit Salz, Zucker, Muskatnuss und Rohmilch. Seine Kürbissuppe serviert er mit einer Salatkreation aus dreißig verschiedenen Blättern und Samen aus dem eigenen Garten. (4): Deutschland: Ohren zu und durch! Berlin ist nicht für seinen Lärm bekannt. Es gibt jedoch einen Ort in der deutschen Hauptstadt, an dem trotz Elektroautos und Fahrrädern keine Ruhe einkehrt: der Potsdamer Platz. Die Lärmbelästigung ist hier kein neues Problem: Bereits im 20. Jahrhundert gab es einen Mann, der sich zum Ziel gesetzt hatte, sie zu beseitigen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.02.2026 arte
  • Folge 1731 (44 Min.)
    Griechische Tzaletia sind kleine frittierte Pfannkuchen, die mit Orangenblütenhonig serviert werden.
    (1): Spanien: Frauenstimmen hinter geschlossenen Vorhängen Carmen Martín Gaite wurde 1925 in Salamanca geboren und wuchs trotz des autoritären Franco-Regimes in einem weltoffenen Haus auf. Die Schriftstellerin prägte die Literaturwelt Spaniens nachhaltig und wurde 1957 mit dem renommierten Nadal-Preis ausgezeichnet. In ihrem Werk „Entre visillos“ („Hinter den Vorhängen“) schildert sie den Alltag der Frauen während der Diktatur. Die Zeit war geprägt von Indoktrinierungsversuchen des Regimes, in der vorgegebene Werte wie Ordnung, Familie und Religion jede noch so kleine Geste bestimmten. Doch hinter geschlossenen Vorhängen träumten einige Frauen von einer gänzlich anderen Zukunft. (2): Schottland: die Rückkehr der Hexen Im Herzen von Edinburgh, der geschichtsträchtigen Hauptstadt Schottlands, fallen seltsame Schaufenster ins Auge. Sie sind gefüllt mit mysteriösen Fläschchen, Zauberbüchern und Amuletten. Es wirkt, als stammten sie aus einer anderen Epoche. Diese Gegenstände sind Überbleibsel traditioneller Bräuche aus einer dunklen Vergangenheit. Sie erinnern an eine Zeit, in der ein einzelnes Wort ausreichte, um Frauen zum Schweigen zu bringen: „Hexe!“ Heute haben es sich einige Menschen zur Aufgabe gemacht, die Geschichten dieser Frauen wieder in Erinnerung zu rufen. (3): Griechenland: Katerinas Rosinen-Pfannkuchen In ihrem Haus am Strand von Korfu bereitet Katerina gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrer Mutter ein Familienrezept für Tzaletia zu. Zunächst siebt sie das Mehl und mischt es mit Orangenschalen, Fleur de Sel und Rosinen. Für den perfekten Teig fehlt nun nur noch kochendes Wasser. Die Tzaletia werden zum Schluss zu kleinen Pfannkuchen frittiert und mit Orangenblütenhonig serviert. (4): Polen: eine Frau im Urwald An der Grenze zwischen Polen und Belarus liegt einer der letzten Primärwälder Europas: der Białowieża-Urwald. Er erstreckt sich über eine Fläche, die doppelt so groß ist wie London. Hier leben Wisente und andere Tiere, mit denen eine Naturliebhaberin einst ihr Leben teilte. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 10.02.2026 arte
  • Folge 1732 (45 Min.)
    Casablanca: Die Band Nass El Ghiwane revolutionierte die Musikszene Marokkos und ist bis heute unvergessen. Sie mischten Volksmusik mit modernen Klängen und wurden so zur Stimme einer rebellischen Generation.
    (1): Nass El Ghiwane: die „Rolling Stones Marokkos“ Mitte des 20. Jahrhunderts eroberte die Beatmusik Marokko im Sturm. Zeitgleich entdeckte die Band Nass El Ghiwane ihren ganz eigenen Sound. Sie revolutionierten die Musikszene Marokkos und sind bis heute unvergessen. Wegen ihrer langen Haare erhielten die Jungs den Spitznamen „die Rolling Stones Marokkos“ und begeisterten die Massen mit ihren Rhythmen und freien Texten. Sie mischten die marokkanische Volksmusik mit modernen Klängen und wurden so zur Stimme einer rebellischen Generation. (2): Erinnerung an die Ardennenoffensive Im Winter 1944 erschütterten Granatenexplosionen und Schusswechsel die Ruhe im Ardenner Wald. Die Ardennenoffensive gilt als Adolf Hitlers letzter verzweifelter Versuch an der Westfront, den Zweiten Weltkrieg doch noch für sich zu entscheiden. Dieses dunkle Kapitel der Geschichte hat in der Region im Süden Belgiens schwere Spuren hinterlassen. Die Erinnerungen an die Ardennenoffensive sind dort allgegenwärtig und haben sich tief in die Identität der Region eingebrannt. (3): Norwegen: Williams Kabeljau mit Romesco-Soße William kocht in Trondheim den norwegischen Kabeljau Skrei und serviert dazu eine mit Olivenöl verfeinerte Romesco-Soße. Er brät die bereits gekochten Skrei-Eier in einer Pfanne scharf an und beträufelt anschließend den Kabeljau mit Butter. Dieses Gericht lässt an langen dunklen Wintertagen die Herzen seiner Familie höherschlagen. (4): Irland: Bitte weitersagen! Halbinseln, Kaps, Klippen, Buchten, Strände, Ufer – die gesamte Bandbreite an Küstenbegriffen ist notwendig, um die mehr als 2.600 Kilometer lange Strecke des Wild Atlantic Way zu beschreiben. Und gerade diese wilde Landschaft wurde Schauplatz einer der größten technologischen Fortschritte der Geschichte. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 11.02.2026 arte
  • Folge 1733 (44 Min.)
    Heute ist Coney Island eine beliebte Touristenattraktion – doch im 20. Jahrhundert war der Stadtteil Schauplatz eines Kampfes zwischen den selbst ernannten Königen der Unterhaltungsindustrie.
    (1): Kopenhagen: Eckersbergs akribische Pinselstriche Anfang des 19. Jahrhunderts setzte sich Christoffer Wilhelm Eckersberg ein Ziel: Der dänische Maler wollte seine Umgebung so realistisch wie möglich festhalten. Dänemark befand sich damals inmitten der Napoleonischen Kriege und des Konflikts mit Schweden. Mit seiner präzisen, akribischen und nahezu fotografischen Technik hauchte Eckersberg seinem vom Untergang bedrohten Land neues Leben ein. Seine Porträts zeigen die Gesichter eines wiederauflebenden Dänemarks, während seine realistischen Aktbilder die Menschen würdigen, die einst sein Atelier betraten. (2): Île de Groix: Im Königreich der schwarzen Bienen Die Dunkle Europäische Honigbiene lässt sich an ihrem dunklen Panzer sowie plumpen Hinterleib erkennen. Die Ur-Honigbiene war einst in ganz Frankreich und in Westeuropa verbreitet, und wäre aufgrund verschiedenster Einflüsse und Bedrohungen fast ausgestorben. Doch die fleißigen Pollensammlerinnen haben standgehalten! Die Île de Groix, eine kleine Insel im französischen Département Morbihan, zählt aktuell am meisten Bienen pro Quadratkilometer und ist sogar zu einem Schutzgebiet für diese bedrohte Art geworden. Die Einheimischen betrachten die Bienen nicht als reine Nutztiere, sondern vielmehr als friedliche Wegbegleiter, mit denen sie die Insel teilen dürfen. (3): Albanien: Adelinas Lamm mit Joghurtsauce In Korçë verrät Adelina ihr Lieblingsrezept: Lamm mit Joghurtsauce. Sie mariniert die Schulterstücke und gart sie anschließend in einem Schmortopf. Ihre Schwester kümmert sich inzwischen um die Joghurtsauce. Das Fleisch kommt in eine Auflaufform, wird mit der Soße übergossen und mit Paprikabutter bestrichen. Nach 15 Minuten bei 250 Grad Celsius im Ofen wird der Lammbraten serviert. (4): USA: Attraktion mit Widerspruch Heute ist Coney Island als beliebte Touristenattraktion bekannt. Doch im 20. Jahrhundert war der New Yorker Stadtteil Schauplatz eines bitteren Kampfes zwischen den selbst ernannten Königen der Unterhaltungsindustrie. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 arte
  • Folge 289 (45 Min.)
    (1): Commissario Montalbano: Der sizilianische Maigret Auf der sonnigen und farbenprächtigen Insel Sizilien ist ein außergewöhnlicher Held zu Hause: Commissario Montalbano, die Hauptfigur einer Krimiserie von Andrea Camilleri. Bislang galt die Insel des Mezzogiorno vor allem als eine rückständige Region, die von der Mafia beherrscht wird, doch Camilleris Kriminalromane stellen sie als einen Ort dar, an dem man dem einfachen Glück, fleischlichen Gelüsten und einer Volkstümlichkeit frönt, die der Commissario mit aller Macht gegen korrupte Honoratioren und Politiker verteidigt. (2): Sizilien: Terra nostra Sizilien ist ein fruchtbares Land, das in den vergangenen 2.000 Jahren viele Gewaltherrscher für sich beanspruchten. Heute führt die Cosa Nostra – „unsere Sache“, wie sich die sizilianische Mafia selbst nennt – den Kampf um die Vorherrschaft, nicht selten mit entfesselter Gewalt. Doch die Sizilianer haben zahlreiche Besatzer wie Griechen, Römer und Araber kommen und gehen sehen. Und auch wenn der Mafia-Terror viele Einheimische zum Schweigen gebracht hat, leisten ihm viele andere immer noch erbitterten Widerstand. (3): Italien: Marcos Ricotta-Kreation In Siziliens Hauptstadt Palermo bereitet Marco leckere Cannoli zu. Für den Teig vermengt er Mehl, Essig, Zucker und Schmalz. Dann formt er die Cannoli mit Hilfe von kleinen Zylindern und frittiert sie. Anschließend werden sie mit gesüßtem Ricotta gefüllt und schließlich mit Puderzucker bestäubt. Für Marco der pure Gaumenschmaus! (4): Syrakus: Wiege der Ölmalerei Die sizilianische Stadt Syrakus an der Küste des Ionischen Meeres gehört zu den Sehnsuchtsorten, die viele unbedingt einmal gesehen haben wollen. Darunter finden sich bis heute viele Künstlerinnen und Künstler, die das Azurblau des Mittelmeers mit dem Pinsel einfangen wollen. Im 15. Jahrhundert revolutionierte einer von ihnen die bildende Kunst durch Verbreitung einer neuen Maltechnik … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 13.02.2026 arte
  • Folge 1734 (44 Min.)
    (1): Marseille: Aufstand im Viertel Belle de Mai Im späten 19. Jahrhundert schufteten in Marseille zahlreiche Frauen in der Tabak-Fabrik des Viertels Belle de Mai. Mathilde Ramadier und Élodie Durand verewigten die Arbeiterinnen, die Zigarren und Zigaretten herstellten, in ihrer 2024 erschienenen Graphic Novel „Belle de Mai, fabrique de révolutions“. Darin ist die Tabakmanufaktur nicht nur Schauplatz der Plackerei, sondern wird zur Wiege einer historischen Revolte. (2): Marokko: Die Macht des Suqs Ob im Atlas-Gebirge oder in der Wüste – jeder marokkanische Ort hat seinen Suq. Seit Jahrhunderten treffen sich hier Jung und Alt, um Geschäftsideen zu entwickeln, Strategien auszuklügeln, Verträge abzuschließen und Heiratspläne zu schmieden. Ein Suq ist mehr als nur ein Markt – und wer auf dem Suq das Sagen hat, hält in vielerlei Hinsicht die Zügel in der Hand. (3): Schottland: Ronalds mit Whisky flambierte Langusten Auf dem schottischen Land bereitet Ronald seine mit Whisky flambierten Langusten zu. Dazu taucht der Franzose, der seit 27 Jahren in Schottland lebt, die Schalentiere erst in kochendes Wasser und brät sie dann mit einer Schalotte an. Anschließend kommt der Clou: Die Langusten werden mit Whisky flambiert! Ronald bestreicht sie noch mit Crème fraîche, gibt etwas Paniermehl darüber – und ab geht es in den Ofen! (4): Rumänien: Der Diktator und die Bären Poiana Braşov ist ein sonniges Tal in den rumänischen Karpaten und in der warmen Jahreszeit bei Wanderern sehr beliebt. Kaum jemand weiß, dass einer der bekanntesten Diktatoren des 20. Jahrhunderts hier einst der Bärenjagd frönte … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 16.02.2026 arte
  • Folge 1735 (45 Min.)
    (1): Im spanischen Baskenland: Sorolla entdeckt neue Farben Der spanische Maler Joaquín Sorolla hätte sich damit begnügen können, die mediterrane Stimmung seiner Heimatstadt Valencia, in der er 1863 geboren wurde, auf realistische Weise einzufangen. Doch dann entdeckte er in Paris den Impressionismus – und parallel dazu das spanische Baskenland. Hier experimentierte der „Maler des Lichts“ mit ganz neuen Weiß-, Blau- und Grautönen, gespickt mit bernsteinfarbenen Strahlen. Seine Zeit in Kantabrien machte ihn zu einem der größten spanischen Künstler seiner Zeit. (2): London: Schauplatz einer brutalistischen Utopie Inmitten qualmender Ruinen stellte man sich im Nachkriegsengland eine entscheidende Frage: Wie sollte London aus seiner Asche auferstehen? Und im Herzen der Hauptstadt keimte eine modernistische Utopie: Vor dem Krieg war das Barbican-Viertel ein Labyrinth aus kleinen Fabriken, Lagerhäusern und Werkstätten. Nach Kriegsende musste wie überall in Europa dringend Wohnraum geschaffen werden. In London wehrte man sich gegen die Idee einer Gartenstadt, wie sie zu jener Zeit en vogue waren – und schuf stattdessen ein monumentales Betongebilde im brutalistischen Stil, das nicht überall auf Zustimmung stieß. (3): Frankreich: Christophes Wildpflanzen-Quiche Im Bois de Vincennes am Rande von Paris pflückt Christophe die Wildpflanzen für seine Quiche. Die Pflanzen werden gehackt, in der Pfanne karamellisiert und dann der Eimischung hinzugefügt. Zum Schluss rollt Christophe den Teig aus, gibt die Eimischung hinzu und garniert das Ganze mit Kräutern, Schafskäse und Efeu. Ein kulinarischer Waldspaziergang! (4): Irland: Die Geburtsstunde des Irish Coffee Im 20. Jahrhundert entstand nahe der irischen Kleinstadt Foynes der erste Flughafen, der Nordamerika mit Europa verband. Während des Zweiten Weltkriegs stiegen hier etliche Passagiere um – und kosteten bei dieser Gelegenheit einen berühmten irischen Cocktail. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 17.02.2026 arte
  • Folge 1736 (45 Min.)
    (1): Max und Moritz – zwei Schelme aus dem hohen Norden Die Bücher von Wilhelm Busch gingen um die Welt: Allein die Abenteuer von „Max und Moritz“, die 1865 in Deutschland erschienen, wurden in rund 200 Sprachen und Dialekte übersetzt. Geboren wurde der Zeichner und Schriftsteller im niedersächsischen Wiedensahl – das dortige Dorfleben war ihm eine wertvolle Inspirationsquelle. Tiere spielen in seinen Geschichten, Zeichnungen und Gemälden stets eine zentrale Rolle. (2): Lavendel – das duftende Sinnbild der Provence Sanft geschwungene, lilafarbene Felder unter strahlend blauem Himmel – wer denkt bei diesem Bild nicht an die Provence und riecht den Lavendel förmlich? Das flirrende Violett, das sich bis zum Horizont erstreckt, ist der Inbegriff südfranzösischer Sommerträume. Doch die scheinbar zeitlose Landschaft ist jünger, als man denkt: Lavendel wird in Südfrankreich erst seit dem 20. Jahrhundert angepflanzt, als die Parfümeure in Grasse immer mehr von dem duftenden Rohstoff benötigten. (3): Albanien: Ervehes traditioneller Brennnesselkuchen In Voskopoja zaubert Ervehe ihren traditionellen Brennnesselkuchen. Dazu röstet sie fein gehackte Brennnessel in einer Pfanne und knetet einen Teig, den sie in zwei Kugeln teilt. Diese werden so ausgerollt, dass sie genau in die Kuchenform passen. Zwischen die beiden Teigschichten kommt die Brennnesselfüllung. Gebacken wird der Kuchen in einem ganz besonderen Ofen! (4): USA: Die amerikanische Venus In New York schaut man ständig nach oben und bewundert die Wolkenkratzer, die hoch in den Himmel ragen. Viele schmückt eine Antenne, manche auch eine Statue – wie die goldene Dame auf dem Municipal Building. Diese Statue erzählt vom Schicksal einer geheimnisvollen Amerikanerin … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 arte
  • Folge 1737 (44 Min.)
    (1): Bologna und die Teenager von Silvia Avallone Kaum eine Autorin fängt die Komplexität einer Stadt und ihrer Bewohner so gekonnt ein wie Silvia Avallone. Etliche Romane der italienischen Schriftstellerin spielen in Bologna, der vibrierenden Hauptstadt von Emilia-Romagna. In „Da dove la vita è perfetta“ (2018) wird die Stadt sogar selbst zur Hauptfigur … (2): Burgund: ein Herz aus Eisen und Stahl Seit fast zwei Jahrhunderten schlägt in Le Creusot das Herz einer Industrie, die eine ganze Epoche prägte. Im Halbdunkel der Fabriken arbeiten die Menschen im Takt der Maschinen: zwischen Öfen, Hämmern und Walzen, die tonnenschwere Stahlteile bearbeiten. Das hypnotische Schauspiel erzählt von einer Zeit, als die Macht eines Landes noch in Tonnen produzierten Stahls gemessen wurde und die Menschen mit Schweiß, Feuer und technischem Genie das flüssige Metall bezwangen. (3): Malaysia: Peters Jackfrucht mit Kokosmilch In Borneo pflückt Peter eine Frucht von seinem Jackfruchtbaum. Er schält sie im Fluss und schneidet sie in Stücke, die er kocht. Dann hackt er Knoblauch, Zwiebel, Gewürze und Anchovis und gibt sie zur Jackfrucht in den Topf. Dazu kommen noch Kokosmilch, Krabben und eine Ingwerblüte. Serviert wird das Gericht in einem großen Blatt – ein echtes Dschungelmahl! (4): England: Die Märtyrer von Tolpuddle In England, vor den Toren des friedlichen Dorfes Tolpuddle, führt ein von hundertjährigen Bäumen gesäumter Weg zum Platz des Martyrs Tree. Hier findet zu Ehren von sechs mutigen Landarbeitern jährlich ein Festival statt, das Besucher aus der ganzen Welt anzieht … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 19.02.2026 arte
  • Folge 290 (45 Min.)
    (1): Mario Vargas Llosa und der Tyrann von Santo Domingo Die Dominikanische Republik liegt zwischen Atlantik und Karibischem Meer und zieht mit ihren Sandstränden und blauen Lagunen zahlreiche Touristen aus aller Welt an. Doch die Postkartenidylle wurde durch die 30-jährige Diktatur von Rafael Trujillo getrübt. Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa setzt in seinem Roman „Das Fest des Ziegenbocks“ die letzten Tage des Tyrannen und die Hauptstadt Santo Domingo in Szene. (2): Yuca: Die Taíno-Wurzeln der Dominikaner Im Norden der Dominikanischen Republik, am Fuß der Cordillera Septentrional, lebte einst das indigene Volk der Taíno. Sie verehrten die Yuca-Pflanze, die ihnen als heilig galt. Die auch unter dem Namen Maniok bekannten Wurzelknollen haben die Zeit der Konquistadoren überstanden und sind auch heute noch ein allgegenwärtiger Bestandteil der dominikanischen Küche. Sie bilden ein Bindeglied zwischen den heutigen Bewohnern und ihren vorkolumbianischen Vorfahren. (3): Dominikanische Republik: Melvyns Fisch in Kokosmilch In Las Galeras bereitet Melvyn sein Gericht direkt am Strand über dem Holzfeuer zu: Zuerst schält er Kochbananen, Yamswurzel und Maniok und kocht sie. Nebenbei brät er Gemüse an, das er mit Kokosmilch ablöscht, und lässt dann den Fisch in dieser Soße garziehen. Mit einem Bier dazu ist dies das ideale Essen für einen gelungenen Sonntag! (4): Dominikanische Republik: Aus Forschung wird Science-Fiction Puerto Plata ist eine der größten Städte der Dominikanischen Republik und trägt den Spitznamen „Braut des Atlantiks“. In den 1980er Jahren stellten zwei amerikanische Wissenschaftler hier Forschungen über Bernstein an. Ihre Erkenntnisse dienten später einem Science-Fiction-Autor als Inspirationsquelle. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 20.02.2026 arte
  • Folge 1738 (45 Min.)
    (1): Das wundersame Schweden der Selma Lagerlöf Nichts prädestinierte Selma Lagerlöf dazu, eines Tages einen Roman voller Fantasie und Pathos zu schreiben. Die Tochter einer lutherischen Mittelschichtfamilie wuchs in Värmland auf, einer ländlichen Provinz im Südwesten Schwedens. Genau diese junge Frau veröffentlichte 1891 „Gösta Berling“. 15 Jahre später gelang ihr der internationale Durchbruch mit dem Kinderbuch „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“. Der in viele eigenständige Kapitel gegliederte Debütroman wirkt wie ein Spiegelbild ihrer Heimat – durchdrungen von uralten Geschichten und Geheimnissen. (2): Tunesien: Die Traditionen der Amazigh Von den blühenden Hügeln im Norden bis hin zu den kargen Salzseen im Süden bewahren Sprache, Kunst und Handwerk des Amazigh-Volkes den Reichtum und die Tiefe einer jahrhundertealten Kultur und sind ein lebendiges Zeugnis der tunesischen Geschichte. Die Imazighen, die oft als „freie Menschen“ übersetzt werden, sind fest entschlossen, dieses Erbe zu bewahren. (3): Griechenland: Spyros Kabeljau-Ragout In Kontogialos auf der Insel Korfu serviert Spyro ein Kabeljau-Ragout mit Paprikasoße. Zwiebeln, Knoblauch und gewürfelte Kartoffeln werden in Olivenöl angebraten und mit Paprikapulver bestreut. Dann muss das Ragout in Weißweinessig und Wasser köcheln. Das Gericht kann mit allen möglichen Fischarten zubereitet werden. (4): Paris: Pro und Kontra Todesstrafe Anfang des 20. Jahrhunderts wird in Paris ein kleines Mädchen ermordet. Der aufsehenerregende Fall erschüttert die Gesellschaft zutiefst und heizt die kontroverse Diskussion über die Todesstrafe an. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 23.02.2026 arte
  • Folge 1739 (44 Min.)
    (1): Bosnien: Die spitze Feder der Slađana Nina Perković Slađana Nina Perković, eine der witzigsten und scharfzüngigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation, kam 1981 im damaligen Jugoslawien zur Welt. Heute liegt ihre Heimatstadt Banja Luka in Bosnien und Herzegowina. In ihrem 2024 erschienenem Debütroman „Tante Stanas Beerdigung“ erzählt die Autorin einen turbulenten Roadtrip und zeichnet gleichzeitig das Porträt eines Landes, in dem die Jugend seit Ende des Krieges in den 1990er Jahren nun zwar in Frieden, aber ohne Perspektiven lebt. (2): Baskenland: blutrotes Eisenerz Ab dem 19. Jahrhundert förderten Bergarbeiter mit reiner Muskelkraft aus den Tiefen der Erde ein blutrotes Mineral, das dem spanischen Baskenland zu Wohlstand verhalf. Eines der vielen Erzvorkommen befindet sich in der Nähe des Dorfes La Arboleda. Der hier gewonnene Hämatit ist besonders begehrt, denn er lässt sich leicht abbauen und ist von außergewöhnlicher Qualität. (3): Schottland: Sorinas Hirschbraten In einem Vorort von Edinburgh zaubert Sorina ein typisch schottisches Gericht: einen Hirschbraten. Zuerst brät sie das Wildfleisch scharf an. Für ein italienisches Soffritto schwitzt sie Gemüse an und fügt Speck und Wildbrühe hinzu. Gegart wird das Ganze im Ofen. Wie es die Tradition will, darf beim Servieren eine Soße aus Johannisbeeren und Portwein nicht fehlen! (4): Deutschland: Sprengung einer Insel 70 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste liegt Helgoland. Im 19. Jahrhundert war die Insel ein beliebter Bade- und Urlaubsort. Kaltes Wasser und Steilküsten aus rotem Buntsandstein – ein wahres Paradies für Tiere, das der Mensch beinahe zerstörte … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 24.02.2026 arte
  • Folge 1740 (44 Min.)
    (1): Claude McKay, ein Jamaikaner in Douarnenez 1925: Auf dem Weg nach Brest erfährt ein Reisender vom Tod des Freundes, den er eigentlich besuchen wollte. Dieser Mann war Claude McKay: Jamaikaner, Dichter, Romanautor und Schlüsselfigur der anti-rassistischen, anti-kolonialen Bewegung „Harlem Renaissance“. Ohne festes Ziel setzte er seine Reise an der bretonischen Küste fort, bis zur Hafenstadt Douarnenez. Dort vertrauten sich die Männer ihm an und die Frauen lehrten ihn die Revolution. Diese Erfahrungen verarbeitete McKay in einer sehr persönlichen Novelle „Dîner à Douarnenez“ die ein Jahrhundert später veröffentlicht wurde. (2): Bambuco, Gesang aus den kolumbianischen Bergen In den kolumbianischen Anden erzählen melancholische Melodien von den Gebirgsbewohnern und ihrer Liebe zur Heimat. Der ursprünglich rein instrumentale Bambuco ist Ausdruck der kolumbianischen Identität und darf bei keiner Feier fehlen. Seit Langem begleitet er die wechselvolle Geschichte des von Bürgerkriegen gezeichneten Landes. (3): Albanien: Arbamas Goldbrasse mit Gemüse In Himara verrät Arbama ihr leckeres Rezept für eine Goldbrasse mit Gemüse. Die frühere Fischhändlerin füllt selbst geerntete Zutaten in eine Auflaufform: Karotten, Kartoffeln, Paprika und Zwiebeln. Es folgt der ausgenommene, mit Knoblauchzehen gefüllte Fisch. Und weil Arbamas Familie die Musik im Blut liegt, findet die Verkostung zwischen zwei Gesangseinlagen statt! (4): Vereinigtes Königreich: Gefahr im Paradies Clapham Common im Süden von London ist mit seinen ausgedehnten Grünflächen eine Oase der Ruhe für Jogger und Familien. Allerdings trieb in diesem beliebten Stadtteil einst einer der ersten Super-Bösewichte der Neuzeit sein Unwesen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 25.02.2026 arte
  • Folge 1741
    (1): Island: ein Fjord im Heringsrausch Für seinen Roman „60 Kilo Sonnenschein“ von 2018 wurde Hallgrímur Helgason mit dem Isländischen Literaturpreis ausgezeichnet. Die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert angesiedelte Geschichte erzählt vom Einbruch der Moderne am abgelegenen Siglufjörður-Fjord. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Bauernsohn Gestur, der im Lauf der Handlung zum Mann heranwächst. Aus seiner Sicht schildert Helgason episch, intim und gespickt mit schwarzem Humor, wie der plötzliche Überfluss aus der Heringsfischerei nicht nur den jungen Mann, sondern auch den Fjord aus dem Gleichgewicht bringt. (2): Paris: algerische Zuwanderung Im 20. Jahrhundert kamen Tausende algerische Zuwanderer nach Paris. Anfang der 1980er Jahre stellten sie die größte Einwandergruppe dar und waren unverzichtbare Arbeitskräfte in der boomenden französischen Hauptstadt. Vor dem Hintergrund des algerischen Unabhängigkeitskrieges war ihnen ein wechselvolles, mitunter schmerzliches Schicksal beschieden. Sie galten weder als Franzosen noch wirklich als Ausländer – und fanden lange keinen Platz in der Gesellschaft. (3): Griechenland: die Pitas von Eleni und Annoula Auf Korfu bereiten Eleni und Annoula nicht nur ein, sondern gleich zwei Pitas zu! Für den Teig vermischen sie Mehl, Öl, Essig und Wasser. Danach geht es an die Füllung: Kartoffelpüree, Fenchel, Feta und Zucker für das erste Pita, das zweite wird zusätzlich mit Zucchini, Peperoni und Zwiebeln verfeinert. Gebacken werden die gefüllten Fladenbrote im traditionellen Holzofen. (4): Irland: Reitsport mit Tradition Galoppierende Pferde und sattes Grün so weit das Auge reicht: Das ist der Süden Irlands. Hier entstand aus einer Wette zwischen irischen Adligen eine olympische Disziplin – und zugleich das spektakulärste Pferderennen der Welt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 26.02.2026 arte

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