• Folge 291 (44 Min.)
    (1): In Louisiana: Die erwachende Sinnlichkeit der Kate Chopin Eine Geschichte der Emanzipation im Louisiana des 19. Jahrhunderts: Edna Pontellier, eine verheiratete Frau, die nach Selbstverwirklichung strebt, befreit sich von Zwängen und Konventionen. Die Protagonistin entsprang der Feder von Schriftstellerin Kate Chopin (1851⁠–⁠1904). Nachdem die Autorin 14 Jahre in Louisiana gelebt hatte, veröffentlicht sie im Alter von 49 Jahren ihren Roman „Das Erwachen“ (1899). Sie beschreibt darin die weiße kreolische Gesellschaft mit ihren feigen Männern und unterdrückten Frauen. Damals scharf kritisiert, gilt ihr Werk heute als eines der bedeutendsten der US-amerikanischen Literatur. (2): Louisiana: Im Land der Flusskrebse Im Frühling liegt ein angenehmer Duft über dem US-Bundestaat Louisiana. Es ist die Zeit der Crawfish-Festivals, bei denen das Lieblingsgericht fast aller Einwohnerinnen und Einwohner serviert wird: frischer Flusskrebs. Bei den Festivals sitzt das ganze Volk um einen Tisch. Die Flusskrebse galten lange Zeit als Armenessen, bevor sie auch in besseren Kreisen beliebt wurden und schließlich ganz Amerika eroberten. (3): Diannes Südstaateneintopf Gumbo Der einzigartige Kulturmix von New Orleans findet sich auch auf dem Teller wieder, so zum Beispiel im berühmten Gumbo. Dianne bereitet den Südstaaten-Eintopf mit Hühnchen, frischen Austern, Räucherwurst, Shrimps, Sellerie, grüner Paprika und jeder Menge Gewürzen zu. (4): Louisiana: Der Schock der Bilder Baton Rouge, die Hauptstadt von Louisiana, ist eine typische Stadt der US-amerikanischen Südstaaten. Mitten im Sezessionskrieg, während das gesamte Umland von den Yankees belagert war, wurde hier ein der Hölle entkommener Sklave zum Symbol … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 20.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 27.02.2026 arte
  • Folge 1742 (44 Min.)
    Die Geschichte Dänemarks ist geprägt von Solidarität und Einheit. Das Bedürfnis, zu einer Gemeinschaft zu gehören, ist fester Bestandteil der Identität des Landes.
    (1): Ischia: Pascal Quignards literarisches Exil In seinem 2006 erschienenen Roman ʺVilla Amaliaʺ, der zudem mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle verfilmt wurde, erzählt der französische Autor Pascal Quignard die Geschichte eines schmerzhaften Neuanfangs. Von ihrem Mann betrogen, packt Ann ihre Sachen und lässt alles hinter sich. Vor der Küste Neapels, auf der Vulkaninsel Ischia, stellt sie sich inmitten dieser sinnlichen Landschaften ihrem neuen Leben. Pascal Quignard erzählt von dieser inneren Suche. (2): Dänemark: einer für alle, alle für einen Die Geschichte Dänemarks ist geprägt von Solidarität und Einheit. Das Bedürfnis, zu einer Gemeinschaft zu gehören, ist fester Bestandteil der Identität des Landes. Die über 100.000 registrierten Vereine bilden ein einzigartiges gemeinschaftliches Netzwerk. Die meisten Menschen treten im Laufe ihres Lebens mindestens einem Verein bei. Diese Kunst des Zusammenlebens hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert, als sich immer mehr Genossenschaften zusammenfanden. Dieser Solidaritätsgedanke gestaltet auch die Städte um. (3): Schottland: Nells Reis mit Schellfisch In Schottland kocht Nell ein Gericht mit schottischen und indischen Einflüssen: Kedgeree mit geräuchertem Schellfisch. Zuerst pochiert sie den Fisch in Milch. In dem aromatischen Milchsud kocht sie anschließend den Reis und macht sich währenddessen an die Zubereitung der Currysoße. Die Soße wird mit hartgekochten Eiern, Petersilie und Zitronensaft unter den Reis gemischt. Ein einfaches Gericht, das wohl den meisten gelingt. (4): Nantes: Krieg der Konservendosen In Nantes kehrt die ʺBelemʺ regelmäßig in ihren Heimathafen zurück. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts legte der Dreimaster ab und begab sich auf eine Atlantiküberquerung in Richtung Französisch-Guayana. Das Schiff wurde unfreiwillig zum Schauplatz eines besonderen Konflikts – des Kriegs der Konservendosen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 02.03.2026 arte
  • Folge 1743 (45 Min.)
    Vor gut 20 Jahren begann sich die von einem schlechten Ruf geplagte Stadt Marseille grundlegend zu wandeln: Die Fernsehserie „Plus belle la vie“ stellte einen absoluten Langlebigkeitsrekord in Frankreich auf.
    (1): Irland: Colm Tóibíns Geschichten über Liebe und Identität Im Südosten Irlands ziehen Geheimnisse durch Häuser und enge Gassen. Eine abgeschottete Welt, in die der Schriftsteller Colm Tóibín 1955 hineingeboren wurde. Hier findet ein Teil seines literarischen Werks seinen Ursprung. Die Figuren in seinen Büchern kämpfen darum, sich unter der erdrückenden Last des Unausgesprochenen ein Leben aufzubauen. In seinem Roman ʺBrooklynʺ schafft Colm Tóibín 2009 die Figur der Eilis Lacey. Aus ihrer Perspektive erzählt der Autor das Schicksal einer Generation junger Irländerinnen und Irländer, die ihre Heimat hinter sich lassen, um im New York der 1950er Jahre ein neues Leben zu beginnen. 2024 setzt Tóibín die Geschichte fort und veröffentlicht seinen Roman ʺLong Islandʺ, in dem die zwischen zwei Kontinenten und zwei Lieben hin- und hergerissene Eilis in ihre Heimat zurückkehrt. (2): Marseille: Das Leben ist schöner Vor gut 20 Jahren begann sich die von einem schlechten Ruf geplagte Stadt Marseille grundlegend zu wandeln. Ein unvorhergesehenes Ereignis sollte die Geschichte der südfranzösischen Metropole nachhaltig prägen. 2004 startete eine Fernsehserie, die im französischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde und mit 18 Staffeln und Tausenden von Episoden einen absoluten Langlebigkeitsrekord in Frankreich aufstellte: ʺPlus belle la vieʺ. Die Serie hatte nicht nur Unterhaltungscharakter, sondern wirkte sich zudem positiv auf das Bild der Stadt in der öffentlichen Wahrnehmung aus. (3): Albanien: Amalias frittierte Hefekrapfen In Himarë bereitet Amalia kleine traditionelle Krapfen zu. Für den Teig gibt sie Weizenmehl, warmes Wasser, Hefe und Raki in eine Schüssel und verrührt alles kräftig. Anschließend deckt sie den Teig ab und lässt ihn gehen. Die Masse frittiert sie in kleinen Portionen und lädt – wie es Sitte ist – ihre Nachbarinnen und Nachbarn zum gemeinsamen Probieren ein. (4): Deutschland: Jazz und Propaganda In Berlin wird jeden Abend in zahlreichen mehr oder weniger bekannten Clubs Jazz, Swing oder Blues gespielt. Diese aus den USA stammenden Klänge entwickelten sich während des Krieges zu einer Propagandawaffe. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 24.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 03.03.2026 arte
  • Folge 1744 (44 Min.)
    In Griechenland werden frittierte Sardinen als köstliche Vorspeise serviert.
    (1): Touraine: Olivier Debrés malerische Revolution Im Paris der 1940er Jahre präsentiert der junge Maler Olivier Debré mitten in der Besatzungszeit erstmals eines seiner Lieblingsbilder: ʺLa petite fille dans l’herbeʺ (ʺKleines Mädchen im Grasʺ). Pablo Picasso bezeichnet seinen Stil jedoch als veraltet. Diese scharfe Bemerkung des spanischen Meisters ist für Debré zunächst ein Schock, öffnet ihm aber zugleich die Augen und bewirkt eine der radikalsten künstlerischen Wandlungen des 20. Jahrhunderts. Debré kehrt der figurativen Malerei den Rücken und entwickelt seine eigene Bildsprache. Die Touraine ist der Ausgangspunkt dieser künstlerischen Suche. (2): Marokko: Die Dattelpalme, Herzstück der Oasen An den Grenzen des marokkanischen Königreichs im weitläufigen Oasengebiet Tafilalet wächst seit Jahrtausenden ein wundersames Gewächs. Die Dattelpalme findet auf den kargen Hügeln am Wüstenrand die idealen klimatischen Bedingungen: Sand unter den Wurzeln und Sonnenschein auf dem Blätterdach. Dabei ist sie viel mehr als eine einfache Palme. Sie ist das Herzstück einer Zivilisation, die inmitten der Oasen heranwächst. Ihre reichhaltigen Früchte tragen zum Ansehen des Landes bei. Für das Leben in der Region sind die heiligen Dattelpalmen unentbehrlich und ein wertvoller Schutzwall gegen die vorrückende Wüste, die die Region zu verschlingen droht. (3): Griechenland: Angelas frittierte Sardinen In Arillas bereitet Angela ein venezianisches Sardinenrezept zu: Zunächst wendet sie die Sardinen in Mehl und frittiert sie, um sie anschließend mit einer Marinade aus Öl, Rosinen, Knoblauch, Essig und Rosmarin zu begießen. Eine köstliche Vorspeise, perfekt als Mezze! (4): London: Shakespeares Ghostwriter Viele Touristen verbinden London mit Theater und Unterhaltung. William Shakespeares Werke sind bei einem Besuch in der britischen Hauptstadt ein Muss. Der Dramatiker diente allerdings nicht nur Literaturbegeisterten als Inspiration. Die Entdeckung unveröffentlichter Dokumente über Shakespeare war für einen jungen Mann der Startschuss einer Fälscher-Karriere. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 25.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 04.03.2026 arte
  • Folge 1745 (45 Min.)
    In London werden über 300 Sprachen gesprochen und über drei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner wurden im Ausland geboren. Das macht die britische Metropole zur kosmopolitischen Hauptstadt.
    (1): Schweden: Das Epos der Auswanderer Zwischen 1850 und 1914 wanderte ein Viertel der schwedischen Bevölkerung in die USA aus, um ihr Überleben zu sichern. Dieser dramatische Bevölkerungsschwund geriet jedoch weitgehend in Vergessenheit, bis nach dem Zweiten Weltkrieg ʺDie Auswandererʺ erschien, ein mehrbändiges Epos mit umfassenden Erzählungen. Das Werk wurde in über 20 Sprachen übersetzt, verfilmt, als Fernsehserie und Musical adaptiert und 1998, 100 Jahre nach der Geburt seines Autors Vilhelm Moberg, in Schweden zum besten Roman des Jahrhunderts gewählt. (2): Neapel: Ein Gott namens Maradona Ab 1984 kämpfte Diego Armando Maradona mit dem SSC Neapel auf dem Spielfeld für eine Stadt, die im Laufe der Jahrhunderte alles verloren hatte. Die Bevölkerung Neapels erwartete Großes von dem Ausnahmetalent und blickte gespannt auf den neuen Hoffnungsträger, den der Verein für über 13,5 Milliarden Lire eingekauft hatte, damals eine angesichts der Armut der Stadt anrüchige Rekordsumme. Mit dem aufsehenerregenden Transfer ging der Argentinier eine verrückte Wette ein. Sein Ziel: den SSC Neapel zu einem der größten Vereine der Welt zu machen. (3): Frankreich: Nicole und Raymondes würziges Lammfleisch in Kokosmilch In Boulogne-Billancourt öffnen zwei unzertrennliche Omas ihre Tür: Nicole und Raymonde. Die ehemalige Köchin Nicole schmort in ihrem Topf Lammfleisch und Gemüse in Beurre Rouge, Kokosmilch und einer geheimen Gewürzmischung. Serviert wird das Gericht mit Reis als Beilage. Begleitet von kreolischen Liedern lädt der Besuch bei den Herzensschwestern zu einer kulinarischen Reise in die Ferne ein. (4): Vereinigtes Königreich: Mit bloßer Gewalt zum kulturellen Schmelztiegel In London werden mehr als 300 Sprachen gesprochen und über drei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner wurden im Ausland geboren: Eine kulturelle Vielfalt, die aus der britischen Metropole eine kosmopolitische Hauptstadt macht. Diese Weltoffenheit war jedoch nicht immer gegeben, sondern wurde im 19. Jahrhundert mit bloßer Gewalt vorangebracht. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 26.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 05.03.2026 arte
  • Folge 292 (44 Min.)
    Kambodscha hat eine sehr erdverbundene und ernteorientierte Kultur. Auch heute noch ist die Landwirtschaft eine der Säulen der kambodschanischen Wirtschaft.
    (1): Malta, Caravaggios Refugium zwischen Hell und Dunkel Seit dem Mittelalter ist Malta nicht nur ein wichtiger Handelsplatz, sondern auch ein Rückzugsort. 1607 floh Caravaggio aus Rom nach Valletta. Während seines über einjährigen Inselaufenthalts fand der Maler, der in Italien auf dem Gipfel seines Ruhmes gestanden hatte, zu neuer Inspiration. Das Licht Maltas und die allgegenwärtige Religiosität regten ihn zu einigen seiner großartigsten Gemälde an, darunter ʺDie Enthauptung Johannes des Täufersʺ. (2): Malta, christliche Ritterbastion Im Laufe der Zeit besiedelten verschiedene Besatzer wie Phönizier, Griechen und Römer den maltesischen Archipel. Im 16. Jahrhundert, als sich das katholische Europa im Krieg mit dem Osmanischen Reich befand, verwandelten die Ordensritter des Ritterlichen Ordens Sankt Johannis vom Spital zu Jerusalem das einsame Eiland inmitten des Mittelmeers in ein Bollwerk des Christentums. Noch heute sind die Spuren des Ordens auf der ganzen Insel sichtbar: von der Befestigungsanlage der Hauptstadt Valletta über die Paläste bis hin zur St. John’s Co-Cathedral, in der viele Ritter begraben liegen. (3): Malta: Annas Kaninchenragout Anna lädt in ihr hübsches Haus auf Malta, um dort ein üppiges Familienessen zuzubereiten: Stuffat tal-Fenek, ein in Milch geschmortes Kaninchen mit Backpflaumen und Gemüse. (4): Malta: Das rote Gold der Ritter Auf Gozo, der zweitgrößten Insel des Archipels von Malta, besticht die Dwejra Bay mit türkisblauem Wasser, dramatischen Felsformationen und grandiosen Tauchgebieten. Im 18. Jahrhundert stand einer der vorgelagerten Felsen hier im Mittelpunkt des Interesses … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 27.02.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 06.03.2026 arte
  • Folge 1746 (45 Min.)
    Seit 1948 ist der abgelegene Archipel der Färöer-Inseln ein autonomes Gebiet des dänischen Königreichs.
    (1): Irland: Edna O’Briens junge Rebellinnen Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden Mädchen in Irland in der Angst vor dem Jüngsten Gericht erzogen – aber vor allem drohten Konsequenzen aus der eigenen Familie und der Kirche, sollten sie außerehelich schwanger werden. Vor diesem Hintergrund schrieb Edna O’Brien 1960 schlagartig irische Literaturgeschichte: Aus weiblicher Perspektive schildert sie die wilden Abenteuer der beiden Teenager-Freundinnen Kate und Baba im ländlichen Irland der 1950er Jahre. ʺDie Fünfzehnjährigenʺ, der erste Band einer feministischen Erfolgstrilogie, macht die Erfahrungen irischer Frauen sichtbar und verpasste O’Brien den Spitznamen ʺdie Skandalöse ʺ. (2): Die Chivas, kunterbunte Ikonen der kolumbianischen Anden Über Stock und Stein befahren die Chivas, Hybridfahrzeuge zwischen Bus und Lkw, auch die schwierigsten Bergstraßen Kolumbiens. Geboren aus dem Einfallsreichtum und der Notwendigkeit, abgelegene Andendörfer zu erreichen, sind diese farbenfrohen Riesen der ganze Stolz der Paisas, der für ihren Geschäftssinn und Pioniergeist bekannten Bewohner der Region. Aus alten US-Autowracks erschufen sie eines der kulturellen Wahrzeichen Kolumbiens. (3): Frankreich: Thomas’ Jakobsmuschel-Spieße In seinem Elternhaus in Bayeux bereitet Thomas Jakobsmuschel-Spieße zu. Auf die Spieße werden abwechselnd Jakobsmuscheln, Zwiebeln und Schweinebauchwürfel gesteckt, bevor die Kombination über dem Feuer gegrillt wird. Dazu serviert Thomas Reis und eine Soße aus Isigny-Butter, Apfelessig und grünem Pfeffer. Seine Tochter ist von dem Rezept so angetan, dass sie ihm in ihrem Kochbuch eine eigene Seite widmete. (4): Die Färöer-Inseln: ein Arzt, der polarisiert Willkommen in Dänemark! Nun ja, nicht ganz: Seit 1948 ist der abgelegene Archipel der Färöer-Inseln ein autonomes Gebiet des dänischen Königreichs. Etwa 1.300 Kilometer von Kopenhagen entfernt ist es der perfekte Rückzugsort – oder auch nicht … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.03.2026 arte
  • Folge 1747 (44 Min.)
    Nach altüberliefertem Brauch werden in Litauen zu jeder Herbstsonnenwende Erntedankfeste gefeiert.
    (1): Neapel: die unbeugsame Malerin Artemisia Gentileschi Entschlossen, ehrgeizig und frei: Mit dieser Haltung reiste im 17. Jahrhundert eine 37-jährige Malerin nach Neapel. In einer Zeit, in der Frauen von gesellschaftlichen Zwängen eingeengt wurden, entschied sich Artemisia Gentileschi, einzig und allein ihrer Kunst zu gehorchen: der Malerei. Ihre frühen Werke waren Ausdruck ihres Zorns – doch Gentileschi strebte nach Größerem. Sie wollte sich in einer patriarchalen Gesellschaft durchsetzen und als größte Malerin ihrer Zeit anerkannt werden. Neapel, Schauplatz eines künstlerischen Aufbruchs, war der ideale Ort für ihre Ambitionen. (2): Der Elch, König der schwedischen Wälder Zwischen den Bäumen der Wälder Südschwedens zeichnet sich eine massive Gestalt ab: Mit einer Schulterhöhe von rund 2,30 Metern und um die 500 Kilo Körpergewicht ist der Elch eine stattliche Erscheinung – und versetzt jeden in Ehrfurcht, der das Glück dieser seltenen Begegnung hat. Mit mehr als 350.000 Exemplaren ist Schweden Heimat der weltweit dichtesten Elchpopulation. Was den Australiern ihr Känguru, ist den Schweden ihr Elch: ein Wahrzeichen für die ganze Nation. (3): Griechenland: Emilias pikante Rindfleisch-Makkaroni In Kouramades folgt Emilia einem alten, mündlich überlieferten Pastitsada-Rezept, für das sie lange Makkaroni mit einer aromatischen Sauce zubereitet. Erst brät sie Rindfleischstücke in Olivenöl an und fügt dann goldbraune Zwiebeln, Knoblauch, Rotwein und die Gewürzmischung Spetseriko hinzu. Alles darf langsam köcheln, bevor das Gericht mit den für die Pastitsada typischen Nudeln serviert wird. (4): Pontivy: kaiserlicher Besuch Pontivy im Département Morbihan war im Laufe der Geschichte mittelalterliche Stadt, protestantische Hochburg und Schauplatz von Bauernaufständen. Ausgerechnet dieses friedliche Örtchen in der Bretagne wurde zum Stützpunkt eines großen Kaisers … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 10.03.2026 arte
  • Folge 1748 (44 Min.)
    In Sanremo fand der erste internationale Kongress für Sexualforschung in Italien statt … und löste eine kleine Revolution aus.
    (1): Miss Island, eine wortgewandte Schönheit In den 1960er Jahren träumte eine junge, wunderschöne Frau davon Schriftstellerin zu werden – obwohl die Männer im konservativen, patriarchalen Island sie eher als Schönheitskönigin gesehen hätten. Hekla ist die Heldin des 2019 erschienen Romans ʺMiss Islandʺ, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Auður Ava Ólafsdóttirs Werk ist eine Ode an die Magie des Schreibens als Instrument weiblicher Befreiung, getragen von der ungestümen Kraft ihrer Heimat. Eine fast militant anmutende Einladung, überall Schönheit zu finden und seine Träume kompromisslos zu verfolgen. (2): Marseille: eine Stadt, eine Sprache In Marseille hat die französische Sprache ein Bad im Mittelmeer genommen. Ob in den belebten Straßen, per SMS, auf Hausfassaden, in Romanen oder rhythmischen Liedern -der unverwechselbare Marseiller Dialekt lebt in jeder Facette der Stadt. Das hier gesprochene Französisch ist ein Mosaik verschiedener Mittelmeereinflüsse: Okzitanisch natürlich, aber auch italienische und arabische Noten und eine Prise Provenzalisch. Marseille ist eine Weltstadt – und ihre Sprache ein offenes Meer. (3): Albanien: Meritas Forelle mit Gemüse In Lin verrät Merita ihr Rezept der albanischen Koran-Forelle. Erst dünstet sie Zwiebeln, Paprika und Tomaten mit Tomatenmark an. Dann verteilt sie das Gemüse in einer Auflaufform, legt die Fischstücke darauf und schiebt das Ganze in den Ofen. Ein paar Nüsse vollenden das Gericht – ein echter Gaumenschmaus! (4): Italien: ein umstrittener Kongress Weicher Sandstrand, eine einladende Promenade und farbenprächtige Flora: Das ist Sanremo, die Stadt der Blumen. Doch vor knapp 50 Jahren geriet diese Idylle ins Wanken. Hier fand der erste internationale Kongress für Sexualforschung in Italien statt … und löste eine kleine Revolution aus. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 04.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 arte
  • Folge 1749 (45 Min.)
    West Wycombe, in der Nähe von London, wirkt wie eine ländliche Oase der Ruhe – doch der Schein trügt.
    (1): Frankfurt: Ilse Bing, Königin der Leica In ihrer Heimatstadt Frankfurt erkundete, hinterfragte und durchbrach Ilse Bing die gängigen Konventionen. Ende der 1920er Jahre fing die „Königin der Leica“ durch die Linse ihrer Kamera die rasanten Veränderungen der deutschen Wirtschaftsmetropole ein. In der intellektuellen und künstlerischen Avantgarde der Weimarer Republik avancierte sie zur Schlüsselfigur der modernistischen Fotografie. Ihre Werke begeistern durch Dynamik, Lichtführung und markante Abstraktion. (2): Aube: gläserne Schätze Im Département Aube findet sich eine der weltweit größten Sammlungen bunter Glasmalereien. Die insgesamt 9.000 Quadratmeter an Buntglasfenstern, 2.000 davon denkmalgeschützt, entstanden zwischen dem 13. Jahrhundert und der Gegenwart und lassen sowohl die profansten als auch die heiligsten Orte erstrahlen. Abseits großer Konflikte und bereichert durch florierende Märkte konnte die Region dieses Erbe bewahren. Die Motive der in Blei gefassten Glaskunstwerke sind hauptsächlich religiös, erzählen aber auch die Geschichte der lokalen Herrscher. (3): Italien: Giorgias Muschel-Gratin In Bari zaubert Giorgia ein für die Stadt typisches Gratin. In ihrer Terrakotta-Auflaufform schichtet sie abwechselnd feine Kartoffelscheiben, Muscheln, Reis und Pecorino-Käse übereinander, bis die Form vollständig gefüllt ist. Zum Schluss bestreut Giorgia das Gericht mit Paniermehl, beträufelt es mit Olivenöl und schiebt es in den Ofen. Jeder Bissen schmeckt nach italienischer Meeresluft! (4): Vereinigtes Königreich: der Hellfire Club West Wycombe, in der Nähe von London, wirkt wie eine ländliche Oase der Ruhe – doch der Schein trügt. Wer die dunklen Geheimnisse dieses Dörfchens lüften möchte, muss einen Hügel erklimmen und anschließend in die unterirdischen Gänge unter der St. Lawrence Kirche hinabsteigen. Dort erinnern mysteriöse Höhlen an die ausschweifenden Abende des Hellfire Clubs … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 05.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 12.03.2026 arte
  • Folge 293 (45 Min.)
    (1): Mabeye Demes Senegal in Sepia Ausgestattet mit dem Fotoapparat und einem mobilen Studio porträtiert Mabeye Deme seit mehr als 15 Jahren sein Heimatland Senegal. Auf den Straßen und an den Stränden von Dakar fängt der Autodidakt tags und nachts Szenen aus dem Alltag ein. Deme dokumentiert das Leben in den Stadtvierteln. Auch die Orte seiner Kindheit in der südsenegalesischen Region Casamance und Familienmitglieder sind Teil seiner beeindruckenden Fotogalerie. Über Demes Bildern liegt stets ein zarter Sepia-Schleier, was seine Kunst zu etwas ganz Besonderem macht. (2): Senegal: Nationalsport Ringen Im Senegal wurden bereits im Mittelalter Krieger durch Ringen auf den Kampf vorbereitet. Bis heute ist der Kraftsport, der für Werte wie Mut, Respekt und Gehorsam steht, im ganzen Land verbreitet. Ziel ist es, den Gegner zu Boden zu zwingen, wobei nicht nur Körpereinsatz, sondern auch glückbringende Rituale eine Rolle spielen. In den 1920er Jahren verhalf ein Angehöriger der französischen Kolonialmacht, Maurice Jacquin, dem sogenannten senegalesischen Wrestling zu kommerzieller Bedeutung. Seit der Unabhängigkeit ist der Sport vor allem für die senegalesische Jugend aus sozial schwachen Milieus ein Mittel zum gesellschaftlichen Aufstieg. (3): Senegal: Aidas Fisch-Yassa In der Küstenstadt Saint-Louis bereiten Aida und ihre Nachbarin ein typisch senegalesisches Fischragout zu. Kochen ist für die beiden Frauen gleichbedeutend mit guter Laune. Zuerst wird der Fisch gesäubert, filetiert und frittiert. Für den Extrageschmack gibt Aida Zwiebeln hinzu und stellt das Ganze auf den Holzkohlegrill. Dazu gibt es Reis und grüne Bohnen. Lecker! (4): Die Tagediebe von Dakar Im Westen von Dakar, am Atlantischen Ozean, liegt das Viertel Ouakam. Mit seinen niedrigen Häuschen und sandbedeckten Wegen wirkt es fast wie ein Dorf, das für den Hauptstadttumult nur wenig übrighat. Hier entstanden einst seltsame Wohnhäuser … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 13.03.2026 arte
  • Folge 1750 (45 Min.)
    In Rennes kam es im 19. Jahrhundert sogar zu Ausschreitungen, die durch den unschuldigen Brauch des Dreikönigskuchens ausgelöst wurden.
    (1): Matilde Serao und die vergessenen Seelen Neapels Ende des 19. Jahrhunderts taucht die Journalistin und Schriftstellerin Matilde Serao in die Tiefen Neapels ein und fördert unbequeme Themen zutage: Dekadenz, Aberglauben, Leid. Ihre Texte hinterlassen nachhaltige Spuren. In ihrer 1884 veröffentlichten Chronik ʺIl ventre di Napoliʺ (ʺDer Bauch von Neapelʺ) berichtet Serao über das Leben derjenigen, die von den Behörden im Stich gelassen wurden, über Armut und die Fähigkeit zu träumen. (2): Dover: Das Tor zu England Mitten im Zweiten Weltkrieg erwachte hinter den weißen Klippen von Dover die Hoffnung auf eine freie Welt. Lange Zeit jedoch hatten die gut 100 Meter hohen Kreidefelsen für ein uneinnehmbares, stolzes und hochmütiges England gestanden, das in Frankreich und auch in Deutschland als ʺperfides Albionʺ verschrien war. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Grenze zu einem Durchgang und die Festung zu einem Tor. (3): Norwegen: Sissels Kartoffelgratin Sissel bereitet in Trondheim ein Gratin mit frischen Zutaten von ihrem eigenen Hof zu. Zuerst werden die dünnen Kartoffelscheiben gekocht und die Béchamelsoße zubereitet. Anschließend werden die Kartoffeln und die Soße abwechselnd in eine Form geschichtet und im Ofen gebacken. Der Unterschied zum französischen Gratin Dauphinois ist der norwegische Käse, der für die knusprige Kruste sorgt! (4): Rennes: Bohne statt Christkind Während in einigen Ländern Europas im Januar Dreikönigskuchen gebacken wird, feiert man in Frankreich mit einer Galette des Rois. Die Ursprünge und Varianten der süßen Köstlichkeit sind vielfältig. Im 19. Jahrhundert führte dieser unschuldige Brauch in Rennes sogar zu Ausschreitungen. Der Konflikt um den goldbraunen Teig spiegelte die Realität wider: einen Krieg um Brot, Weizen und Macht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 16.03.2026 arte
  • Folge 1751 (44 Min.)
    Vor über 60 Jahren revolutionierten die Einwohner von Lorient eine jahrtausendealte Tradition – die Fischerei.
    (1): Griechenland: Henry Miller und die kleinen Freuden des Lebens Als Hitlers Armee ihren Marsch durch Europa begann, wehrte sich der New Yorker Schriftsteller Henry Miller dagegen, sein Leben vom Krieg bestimmen zu lassen. Der bereits durch seinen Roman ʺWendekreis des Krebsesʺ bekannte Autor begab sich 1939 auf eine mehrmonatige Reise nach Griechenland. Dieser Aufenthalt sollte seine Sicht auf die Welt nachhaltig verändern. An den Küsten der Ägäis besann sich der bekennende Hedonist auf das Wesentliche, strebte nach Schlichtheit und verfasste einen lebhaften und geistreichen Erfahrungsbericht mit dem Titel ʺDer Koloß von Maroussiʺ. Bei seiner Selbstreflexion entdeckte der Autor die innere Freiheit und die kleinen Freuden des Lebens. (2): Skyr: Islands Zaubertrank Man sollte ihn auf keinen Fall ʺJoghurtʺ nennen, da man sonst die Nachfahren der Wikinger beleidigen könnte. In Island wird Skyr wie ein edler Wein genossen. Der kompakte Frischkäse, der zunächst aus Schafsmilch und später aus Kuhmilch hergestellt wurde, ist seit über 1.000 Jahren ein wesentlicher Bestandteil der isländischen Ernährung. Dank seines hohen Protein- und geringen Fettgehalts versorgte das isländische Wundermittel die Menschen mit der nötigen Energie, um der rauen Natur und den extremen Wintern zu trotzen. Besonders bemerkenswert: Die Herstellung von Skyr entwickelte sich auf Island parallel zur Emanzipation der Frau. (3): Ibiza: Martas Fischragout Marta hat eine große Liebe für Ibiza und bereitet auf der Mittelmeerinsel eine typische Seemannskost zu: ein Fischragout. Sie brät Kartoffelstücke mit gewürfelten Tomaten und Zwiebeln an, löscht das Ganze mit einer Gemüse-Fisch-Brühe ab und lässt es köcheln. Zum Schluss fügt Marta feinste Fischfilets hinzu und serviert das Gericht mit einer Aiolisoße. (4): Lorient: Die Schiffe der Zukunft Lorient ist eine der wenigen Hafenstädte, die sage und schreibe sechs Häfen hat. In puncto Schiffe macht den Einheimischen der bretonischen Stadt so schnell niemand etwas vor. Vor über 60 Jahren revolutionierten sie sogar eine jahrtausendealte Tradition: die Fischerei. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 17.03.2026 arte
  • Folge 1752 (45 Min.)
    In seinem 2022 erschienenen Roman „Que reviennent ceux qui sont loin“ erzählt Pierre Adrian von einem Sommer mit seiner Familie in seinem Elternhaus im Finistère.
    (1): Bretonische Ferien, ein Familienroman In seinem 2022 erschienenen Roman ʺQue reviennent ceux qui sont loinʺ (ʺMögen diejenigen zurückkehren, die weit weg sindʺ) erzählt Pierre Adrian von einem Sommer mit seiner Familie in seinem Elternhaus im Finistère an der Nordwestspitze der bretonischen Halbinsel. Der junge Autor beschreibt mit Hilfe des lyrischen-Ichs von der Wiederannäherung an seine Familie. Während der Sommerferien entdeckt er eine tiefe Verbundenheit zu seinen Wurzeln und wird sich auch der Vergänglichkeit des Glücks bewusst. (2): Kolumbien: die kulturelle Vielfalt der Marimba In Kolumbien, an den Ufern des Flusses Río Guapi, an der südlichen Pazifikküste, erinnern die Klänge der Marimba de Chonta an Völker aus fernen Ländern. Das Instrument wurde im 16. Jahrhundert von vertriebenen Bevölkerungsgruppen aus Afrika eingeführt. Die Marimba de Chonta wurde lange Zeit mit einem von der Bildfläche verdrängten Volk in Verbindung gebracht, ist jedoch mittlerweile zum Symbol eines kollektiven Gedächtnisses geworden. Heute wird das traditionelle Instrument weit über die Pazifikküste hinaus gefeiert. (3): Italien: Lucas toskanisches Tomatenbrot Luca verrät sein traditionelles Rezept für toskanisches Tomatenbrot. Die Tomaten kauft er auf dem Markt, schält und schneidet sie und bereitet daraus eine Soße zu. Das ungesalzene Brot wird in Scheiben geschnitten, in Gemüsebrühe getränkt und schließlich in die Tomatensauce gegeben. Dort köchelt es und wird mit Basilikum verfeinert. Ein Arme-Leute-Essen für Feinschmecker! (4): Deutschland: Boxen ums Überleben 1972 fanden in München die Olympischen Sommerspiele statt. Deutschland wollte damit der ganzen Welt zeigen, dass es aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs wieder auferstanden war. Doch 25 Jahre zuvor wurde hier ein ganz anderer Wettkampf abgehalten: Bei den Boxmeisterschaften in den Lagern ging es ums nackte Überleben. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 11.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mi. 18.03.2026 arte
  • Folge 1753 (44 Min.)
    Kent: Charles Dickens’ Rückkehr in seine Kindheit
    (1): Kent: Dickens Rückkehr in seine Kindheit 1860 veröffentlichte Charles Dickens den Roman ʺGroße Erwartungenʺ. Nach den Erfolgen von ʺOliver Twistʺ und ʺDavid Copperfieldʺ stand sein Ruf als begnadeter Geschichtenerzähler mit einem scharfen Blick für soziale Zusammenhänge zu diesem Zeitpunkt längst fest. Doch mit fast 50 Jahren stellte er sein gesamtes Leben in Frage. Der Schriftsteller verließ seine Frau, die Mutter seiner zehn Kinder, nach mehr als 20 Jahren Ehe für eine jüngere Geliebte. In dieser Geschichte taucht Charles Dickens wieder in das versumpfte Kent seiner Kindheit ein. (2): Le Havre: Im Zeitalter des Rock Ob nun mit Transatlantikschiffen aus Amerika oder mit Fähren aus Großbritannien – die Rockmusik kam auf dem Seeweg über die Stadt Le Havre nach Frankreich. In der vom Krieg zerrütteten Hafenstadt stand dieser neue Musikstil für den Überlebenswillen und die Lebenslust der Menschen. Rockmusik prägte die Identität von Le Havre mit und hallt noch immer in Proberäumen und auf Festivalbühnen wider. Auch an mystischen Orten sind so manche Gitarrenriffs zu hören. (3): Griechenland: Sofias Tomaten-Orzo Auf Korfu bereitet Sofia eines der Lieblingsgerichte der Einheimischen des Dorfes Liapades zu: Orzo-Pasta mit Tomatensoße und Pfeffer. Sie brät Karotten und Zwiebeln an und fügt dann Tomatenmark, Paprika und Sellerie hinzu. Anschließend lässt sie die Soße köcheln, bevor sie Orzo und Minze unterrührt. Am Tisch wird das Gericht mit Feta garniert. (4): USA: Hexen machen sich gut als Sündenböcke Im 17. Jahrhundert lebten in den Hamptons nur 187 Menschen, von denen die Hälfte unter 30 war. In der Kolonie verbrachten sie jedoch genauso viel Zeit mit der Viehhaltung wie mit Nachbarstreitigkeiten. Ein besonders wirksamer Schachzug war, andere der Hexerei zu bezichtigen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 12.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 19.03.2026 arte
  • Folge 294 (45 Min.)
    (1): Norwegen: Roy Jacobsen erzählt von Bauern und Fischersleuten Unzählige große und kleine Inseln verstreut im smaragdgrünen Wasser des Arktischen Ozeans – vor der Kulisse dieser schroffen Natur spielt Roy Jacobsens Roman „Die Unsichtbaren“. Er wurde 2013 veröffentlicht und ist der erste Teil einer Familiensaga: Im Zentrum der Geschichte stehen die Bauern- und Fischersfamilien im Norden Norwegens, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihr Leben aufs Spiel setzten und mit ihrer Arbeit den zentralen Stützpfeiler der norwegischen Wirtschaft bildeten. (2): Vega: Von Enten und Menschen Der norwegische Vega-Archipel unweit des Polarkreises zählt an die 6.000 Inseln und ist Schauplatz eines bewegenden Pakts zwischen Mensch und Natur. Jedes Frühjahr verwandelt sich die unwirtliche Gegend in den Brutplatz der Eiderente, die von den fischreichen Gewässern angelockt wird. Die Vögel pflanzen sich auf Vega fort und die Weibchen bleiben bis ihre Jungen ausgebrütet sind – eine ungewisse Zeit, in der sie stets mit Unwettern und Fressfeinden rechnen müssen. Doch die Meerente hat im Menschen einen starken Verbündeten gefunden. (3): Norwegen: Shilans Lachswaffeln In Oslo serviert Shilan die berühmten norwegischen Waffeln mit „dem besten Lachs der Welt“. Für den Waffelteig mischt sie Wasser, Mehl, Backpulver und zerlassene Butter. In das frische Lachstatar kommen Crème Fraîche, Forellenroggen, eingelegte Zwiebeln, Piment, Schnittlauch und geräucherter Bonito. (4): Norwegen: Wo der Lachs den Japanern in die Parade fuhr Sushi mit Lachs zählt wohl zu den beliebtesten aller japanischen Gerichte und wird überall auf der Welt serviert, auch in Oslo. Dabei gibt es Sushi in seiner heutigen Form erst seit dem 19. Jahrhundert. Und anders als man vielleicht vermuten könnte, wurde in Japan dafür kein Lachs verwendet. Dass der mit Reisessig aromatisierte Klebreis in so vielen Sushi-Restaurants mittlerweile mit einer orangefarbenen Scheibe Lachs gekrönt wird, ist nämlich den Norwegern zu verdanken … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Fr. 20.03.2026 arte
  • Folge 1754 (45 Min.)
    Entlang der Seine, flussabwärts von Paris, verläuft zwischen zwei Ackerbrachen eine zwei Kilometer lange Straße.
    (1) Mailand: Umberto Boccioni malt die Zukunft 1907 machte der junge kalabrische Maler Umberto Boccioni eine Schaffenskrise durch. Nach Jahren der Wanderschaft durch Europa ließ er sich in Mailand nieder. Er war der traditionellen Malerei müde und sehnte sich nach Neuem. Mailand befand sich damals im Umbruch. Boccioni wandte sich nach und nach von Divisionismus und Realismus ab, fand seinen eigenen Stil und wurde zu einem Pionier des Futurismus. (2) Irland: Im Land der Pferdenarren Ein altes irisches Sprichwort besagt: ʺVerkaufe die Kuh, kaufe ein Schaf, aber sei nie ohne Pferd.ʺ Die unverbrüchliche Liebe der Iren zu ihren Pferden reicht mehr als 2.000 Jahre zurück. Seit Generationen züchten und kreuzen sie die Tiere mit viel Geduld und Geschick. Alle Rassen sind an die raue Landschaft der Insel angepasst und leisten seit jeher wertvolle Dienste – sei es bei der Feldarbeit oder im Reitsport. (3) China: Zhang Wen Juns Kaninchenbraten In Chongzhou bereitet Zhang Wen Jun einen Kaninchenbraten zu. Zuerst mariniert er das Fleisch mit Szechuan-Pfeffer und fermentierten Bohnen. Dann wird es eine Stunde lang gebraten und dabei regelmäßig gewendet. Als Beilage gibt es einen Salat aus Fischminze. Das Gericht ist nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch sehr gesund. (4) Île-de-France: Die Jamais Contente kommt in Fahrt Entlang der Seine, flussabwärts von Paris, verläuft zwischen zwei Ackerbrachen eine zwei Kilometer lange Straße. Heute ist die Geschwindigkeit begrenzt, doch einst wurde hier ein Rekord gebrochen. Von einem historischen Elektrofahrzeug mit kuriosem Namen: La Jamais Contente, die nie Zufriedene … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Mo. 23.03.2026 arte
  • Folge 1755 (44 Min.)
    In Island, so heißt es, hat die Natur ihre eigenen Bewohner.
    (1): Griechenland: Angélique Ionatos, die Stimme der Diaspora 1972 verliebte sich Frankreich in die Stimme der Griechin Angélique Ionatos. Auf Französisch besang die Achtzehnjährige in ihrem Lied ʺLibertéʺ (Freiheit) den Schmerz des Exils. Ihr erstes Album, ʺRésurrectionʺ (Auferstehung), erzählt von der Sehnsucht nach der Heimat. Doch sie war nicht nur Interpretin, sondern vertonte zudem zahlreiche Gedichte und wurde zur Stimme der griechischen Diaspora in Frankreich. (2): Island: Heimat der Elfen und Trolle In Island, so heißt es, hat die Natur ihre eigenen Bewohner. In Felsen, Lavafeldern und Wasserfällen lebt das Huldufо́lk, das verborgene Volk aus Elfen, Feen und Trollen. Davon ist jeder zweite Isländer fest überzeugt. Das am dünnsten besiedelte Land Europas mit seinen Vulkanen und Fjorden beherbergt also in der Vorstellung vieler seit Jahrtausenden eine mystische Parallelgesellschaft von Geisterwesen. (3): Italien: Patrizias Kaninchen nach Jägerart Auf dem florentinischen Markt von Sant’Ambrogio kauft Patrizia die Hauptzutat für ihr Gericht: Kaninchenfleisch. Zu Hause brät sie es nach Jägerart in einem Rosmarin-Salbei-Knoblauch-Öl an. Dann lässt sie es mit einem Soffritto und mit Tomatenpüree auf kleiner Flamme köcheln. Ganz zum Schluss gibt sie noch Oliven obendrauf. (4): Istanbul: Hunde nicht erwünscht Istanbul gilt als Stadt der Katzen, doch oft begegnet man in der türkischen Metropole auch Straßenhunden. Schon als die Stadt noch Konstantinopel hieß, lebten dort viele Hunde. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie zunehmend zur Plage. Um sie loszuwerden, griff man zu einer äußerst grausamen Methode … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 17.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Di. 24.03.2026 arte
  • Folge 1756 (45 Min.)
    In der Republik Genua fand eine der schlimmsten Hexenjagden Italiens statt.
    (1): Helgoland: Heinrich Gätke, vom Marinemaler zum Vogelkundler Als der junge Heinrich Gätke 1837 zum ersten Mal nach Helgoland kam, malte er noch Seegemälde. Ab 1841 war die Insel sein ständiger Wohnsitz. Sein künstlerisches Talent stellte er fortan in den Dienst der Vogelkunde. Als Gätke 1897 starb, war er zum Pionier der Ornithologie in Europa geworden. Sein 1891 veröffentlichtes Werk ʺDie Vogelwarte Helgolandʺ gilt als Meilenstein der Beobachtung von Zugvögeln in der Nordsee. (2): Italien: Die Hexenjagd von Genua In den Stadtarchiven der norditalienischen Metropole Genua finden sich Zeugnisse einer düsteren Zeit, die die Einwohner wohl lieber vergessen würden: In der Republik Genua fand eine der schlimmsten Hexenjagden Italiens statt. Die furchtlose Seerepublik, die als ʺTor der ganzen Weltʺ galt, ließ sich vom Wahn der Inquisition mitreißen und wurde zum Schauplatz einer blutigen Verfolgung, bei der viele Unschuldige ihr Leben ließen. (3): Frankreich: Mahirs Aioli Im südfranzösischen Rognes bereitet Mahir ein Aioli zu. Nachdem er buntes Gemüse abgekocht hat, macht er sich an die Soße. Er zerstampft reichlich Knoblauch und eine Kartoffel, gibt Senf und Eigelb dazu und schlägt die Mischung mit Traubenkernöl auf. Alles unter dem wachsamen Blick seiner Großmutter, die ihm die Liebe zum Kochen vermacht hat. (4): Kolumbien: Die Quindio-Wachspalmen In der Region Quindío im Herzen der Anden erstreckt sich das Valle de Cocora. Das Tal liegt 2.500 Meter über dem Meeresspiegel und zählt zu den atemberaubendsten Landschaften Kolumbiens. Berühmt ist es für seine majestätischen Palmen, aus deren Wachs früher Kerzen hergestellt wurden. Die höchste Palmenart der Welt wäre beinahe ausgestorben … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 arte
  • Folge 1757 (45 Min.)
    Häuser auf den Färöer: Sámal Joensen-Mikines bannte als erster professioneller Künstler Land und Leute seiner Heimat auf die Leinwand.
    (1): Färöer: Sámal Joensen-Mikines malt seine Heimat Die Färöer sind eine Gruppe von achtzehn Inseln und elf Holmen im Nordatlantik. Wolken umspielen die Gipfel schroffer Berge, von denen sich das Wasser in den Ozean ergießt. Sámal Joensen-Mikines bannte diese raue Welt aus Felsen, Wind und Meer erstmals auf die Leinwand und gab ihren Bewohnern ein Gesicht. Seine Landschaftsbilder und Porträts im expressionistischen Stil machten ihn zum Vater der färöischen Malerei. (2): Triest: Die Bora, ein Fallwind mit Geschichte Wenn die Bora durch Triest weht, werden die Einwohner der Hafenstadt im äußersten Osten Italiens zu Windspezialisten und packen Scherze und alte Weisheiten aus. Ein Sprichwort besagt: ʺDie Bora kommt in Dalmatien auf die Welt, heiratet in Triest und stirbt in Venedig.ʺ Triest liegt zwischen der Adria, dem Karstgebirge und Slowenien und vereint romanische, germanische und slawische Einflüsse. Die freigeistigen Triester lieben die Bora, denn sie ist poetisch, unberechenbar und stark – genau wie sie. (3): Ibiza: Marthas Arme Ritter Auf Ibiza bereitet Martha ihre Version von Armen Rittern zu. Dazu tunkt sie Ensaïmadas, das traditionelle Süßgebäck der Balearen, in Milch mit Zimt, Zitrone und Anislikör. Dann fügt sie ein Ei hinzu und gibt die Mischung in eine mit Karamell bestrichene Backform. Die kommt für ein paar Minuten in den Ofen, und fertig ist das leckere Dessert für Groß und Klein! (4): Türkei: Die Herrin der Freudenhäuser Istanbul kennt man als lebhafte, strahlende Metropole am Bosporus, reich an Geschichte und Sehenswürdigkeiten. Doch die türkische Großstadt hat auch eine verborgene Seite: diskrete Häuser in dunklen Gässchen, wo Männer ein und aus gehen. Im 20. Jahrhundert hatte in den Freudenhäusern Istanbuls eine Frau das Sagen … (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 19.03.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Do. 26.03.2026 arte
  • Folge 295 (45 Min.)
    (1): Peru: Martín Chambi, Fotograf der Indigenen Der Peruaner Martín Chambi (1891⁠–⁠1973) war Anfang des 20. Jahrhunderts der erste indigene Fotograf Lateinamerikas, der mit den gängigen Codes brach und seinesgleichen vor die Kamera holte. Gekonnt fing er das surreale Licht und die Landschaft der Anden ein und fotografierte die Ruinenstädte der Inka. Vor allem aber porträtierte er Szenen aus dem Alltag indigener Menschen und gab seinem Volk nach vier Jahrhunderten spanischer Kolonisierung ein Gesicht, eine Geschichte und eine Identität zurück. (2): Peru: Das musikalische Erbe der Afro-Peruaner An der peruanischen Pazifikküste schlagen wilde Rhythmen eine Brücke zwischen den Lebenden und den Toten: Die Cajón ist allgegenwärtig und darf auf keinem Fest fehlen. Erfunden wurde die Kistentrommel von afrikanischen Sklaven in der finsteren Zeit der Kolonisation. Im 18. Jahrhundert wurde die schlichte, mit der Hand geschlagene Holzkiste zum Symbol und Sprachrohr für Leid und Widerstand der afro-peruanischen Gemeinschaft. (3): Peru: Wilberts Grillfleisch aus dem Erdofen In Chinchero bereitet Wilbert eine Art peruanisches Grillgericht zu, das ganz besonderen Gelegenheiten vorbehalten ist. Dafür bestreicht er Schweine-, Hühner- und Lammfleisch mit einer Marinade aus lokalen Gewürzen, Knoblauch und gelbem Piment und legt es dann zusammen mit allerlei Gemüse auf heiße Steine, die mit Erde bedeckt werden. Das Fleisch aus dem traditionellen Erdofen ist besonders zart. (4): Peru: Der Guano-Krieg Die Islas Ballestas vor Peru beherbergen große Seevogel-Kolonien, die von den fischreichen Gewässern angezogen werden. Jeden Tag kommen Touristen und bewundern die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Ohne zu ahnen, dass sie auf einem begehrten Schatz sitzen … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 27.03.2026 arte
  • Folge 1758 (45 Min.)
    Stumme Zeugen – die Berge im französischem Mercantour sind der historische Schauplatz einer Tragödie aus dem Zweiten Weltkrieg, die Literaturnobelpreisträger Jean-Marie Gustave Le Clézio 1992 in „Fliehender Stern“ aufgriff.
    (1): Mercantour: Le Clézios fliehender Stern An der Passlinie zwischen französischem Mercantour und italienischem Piemont gedenkt man bis heute der Tragödie, deren stumme Zeugen die Berge 1943 wurden: eine Geschichte von Verfolgung, Internierung und Deportation, die Literaturnobelpreisträger Jean-Marie Gustave Le Clézio 1992 in „Fliehender Stern“ aufgriff. In seinem Roman setzt er den verfolgten jüdischen Kindern ein Denkmal und webt Erinnerungen an die eigene Kriegskindheit im Hinterland von Nizza ein. (2): Syros: Zum Klang der Bouzouki Dem birnenförmigen Resonanzkörper der Bouzouki entströmen klare, metallische Klänge. Die Langhalslaute orientalischen Ursprungs ist eines der wichtigsten Instrumente der griechischen Volksmusik. Im sogenannten Rebetiko, dem „griechischen Blues“, der sich in den 1920er Jahren in Piräus und Thessaloniki entwickelte, ist sie sogar tonangebend. Heute ist der helle Klang der Bouzouki vor allem auf der Kykladen-Insel Syros zu hören. (3): Mexiko: Marthas Schweinefleisch mit Bitterorangensaft In Maní bereitet Martha ein traditionelles Festmahl zu. Für ihr Poc Chuc brät sie Schweinekeulen auf dem Holzkohlegrill, wobei sie darauf achtet, dass das Fleisch schön saftig bleibt. Auf einer Servierplatte richtet sie rohes Gemüse und das aufgeschnittene Fleisch an und gibt Bitterorangensaft darüber, der dem Gericht seine einzigartige Note verleiht. (4): USA: Basketballer und Wiederholungstäter New York, Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten, Rekorde, Erfolge und auch der tiefen Abstürze. Hier wurden viele typisch amerikanische Geschichten geschrieben, Storys von Aufstieg und Fall, Ruhm und Skandal. Zum Beispiel die eines wahrlich außergewöhnlichen Basketballers … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 30.03.2026 arte
  • Folge 1759 (44 Min.)
    In den 1940er Jahren setzte das Franco-Regime in Spanien auf Wasserkraft, um den wirtschaftlichen Rückstand des Landes aufzuholen.
    (1): Kosovo: Ismail Kadares zweite Heimat Um die Jahrtausendwende geriet ein Land in die Schlagzeilen, das zuvor kaum Beachtung gefunden hatte: das Kosovo. 1998 brach ein Krieg zwischen Serben und Albanern aus. Seit Jahren hatte der albanische Schriftsteller Ismail Kadare vor einem Konflikt zwischen beiden Bevölkerungsgruppen gewarnt, einer absehbaren Tragödie mit langer Vorgeschichte. Er machte das Kosovo zum Schauplatz mehrerer Werke, darunter „Drei Totengesänge für das Kosovo“. (2): Kolumbien: Ein Hoch auf das Maultier Kein Kolumbianer würde es wagen, ein Maultier zu schlagen oder zu beschimpfen, denn die robuste Kreuzung aus Hauspferd und Esel leistet wertvolle Dienste: Maultiere transportierten Gold, Kaffee und Post in die entlegensten Andenregionen wie Manizales und werden auch heute noch als Lastentiere eingesetzt. Als genügsame und treue Verbündete der Menschen wurden sie Teil der kolumbianischen Geschichte. (3): Frankreich: Samias Tajine mit Fischrogen Marseille hat Samia aufgenommen, und die Marokkanerin hat sich in die Küche der Hafenstadt verliebt. So bereitet sie ihr Tajine mit Meeräsche-Rogen zu. Zuerst macht sie eine Charmoula, eine typisch nordafrikanische Marinade, mit der sie den Rogen bestreicht. Dann gibt sie diesen vorsichtig mit diversem Gemüse und einer Prise Safran in den Tajine-Topf. (4): Spanien: Ein verheerender Dammbruch In den 1940er Jahren setzte Spanien unter Franco auf Wasserkraft, um seinen wirtschaftlichen Rückstand aufzuholen. Die Ortschaft Ribadelago wurde für den Bau eines Staudamms auserkoren. Doch in einer Januarnacht 1959 geschah ein furchtbares Unglück … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 31.03.2026 arte
  • Folge 1760 (45 Min.)
    Die Erbauer der monumentalen Felsengräber im Tal der Könige gingen als die Initiatoren des ersten nachweisbaren Streiks der Menschheit in die Geschichte ein.
    (1): Tasmanien: Richard Flanagan stellt Frage 7 2022 bekommt der australische Schriftsteller Richard Flanagan Demenz attestiert und beginnt mit der Arbeit an seinem vermeintlich letzten Buch. Doch die Ärzte haben sich geirrt. Das Buch erscheint unter dem Titel „Question 7“ und ist eine Mischung aus Roman, Sachbuch und Familiengeschichte. Der Booker-Prize-Gewinner 2014 erzählt von der Absurdität der Welt, der Schuld des Weiterlebens im Angesicht des Todes und von der Liebe zu seiner Familie und „seiner“ Insel Tasmanien. (2): Paris: Die Metro verändert die Metropole In Paris findet man an gefühlt jeder Ecke eine Metro-Station. Es waren Ingenieure mit Weitblick, die Ende des 19. Jahrhunderts das U-Bahn-Netz der französischen Hauptstadt so konzipierten, dass es überall und für alle zugänglich ist. Und so hat Paris heute eines der dichtesten Netze der Welt. Das unterirdische Labyrinth der Metro wurde zum Symbol einer modernen Stadt und ihrer Zeit: immer vernetzt, immer in Bewegung. (3): Ibiza: Marias frittiertes Schweinefleisch In San Antonio wird Schlachtfest gefeiert, und Maria bereitet frittiertes Schweinefleisch zu. Dafür gibt sie zuerst Schweinekoteletts in eine Mischung aus drei Ölen, dann fügt sie Speck, Paprika, Schweinelendchen und schließlich Nieren hinzu. Fast das ganze Tier wird verwertet. Als Beilage gibt es Kartoffeln – natürlich ebenfalls frittiert. (4): Ägypten: Streik im Land der Pharaonen Im Tal der Könige ließen sich die Pharaonen einst ihre letzte Ruhestätte errichten. Die Erbauer der monumentalen Felsengräber zwischen Nil und Luxor lebten nur wenige Kilometer entfernt und gingen als die Initiatoren des ersten nachweisbaren Streiks der Menschheit in die Geschichte ein … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 01.04.2026 arte
  • Folge 1761 (45 Min.)
    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Le Havre in Windeseile als eine radikal moderne Betonstadt wieder aufgebaut. Ihr Charme wurde erst unlängst wiederentdeckt …
    (1): Triest: Boris Pahor und die Freiheit der Worte Der Schriftsteller Boris Pahor gehörte der slowenischen Minderheit in Italien an. 1943 ging er in den Widerstand, wurde verhaftet und überlebte das Grauen der Konzentrationslager. Nach dem Krieg verarbeitete er die Traumata in seinen Büchern und erzählte von einer neuen, freien Welt. Sein 1955 erschienener Roman „Die Stadt in der Bucht“ ist eine Hommage an seine Heimatstadt Triest, an ihre Bewohner und an das Existenzrecht der slowenischen Minderheit. (2): Le Havre: Ein Meisterwerk aus Beton Der Architekt und Stadtplaner Auguste Perret leitete nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau von Le Havre. Die normannische Hafenstadt lag in Schutt und Asche, es musste schnell gehen, und so entstand in Windeseile eine radikal moderne Modellstadt aus Beton – hell, luftig, großzügig. Ihr Charme wurde erst unlängst wiederentdeckt, und heute gibt es in Perrets Musterwohnung in Le Havre inszenierte Führungen. (3): Bali: Wiras würziger Schweinefleischsalat In Denpasar bereitet Wira ein Lawar zu. Das Wort bedeutet „fein hacken“ und verrät, worauf es bei dem balinesischen Festtagsgericht ankommt. Wira mischt Gewürze, Knoblauch, Schalotten und Garnelenpaste mit Öl, brät die Mischung an und gibt Schweinehack dazu. Ist das Fleisch durchgebraten, wird es mit geraspelter Schweinehaut und Piment garniert. (4): Elfenbeinküste: Sag, wann bist du bei mir? In Nouchi, dem ivorischen Slang, gibt es ein Wort für tiefen Herzschmerz: Goumin. Aus ebendiesem Gefühl heraus schuf die Sängerin Barbara 1962 in Abidjan ein Meisterwerk des französischen Chansons. Fünf Jahre später brachte sie es auch auf Deutsch heraus … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 02.04.2026 arte
  • Folge 296 (38 Min.)
    (1): Kreta: Victoria Hislops „Insel der Vergessenen“ Kreta ist die größte griechische Insel und für ihre Olivenhaine bekannt. Die englische Schriftstellerin Victoria Hislop machte die Mittelmeerinsel zu ihrer Wahlheimat. Hier findet sie die Ruhe und Inspiration für ihre Werke. Aus der Begegnung mit der bergigen Landschaft Kretas entstand 2005 ihr Debütroman „Insel der Vergessenen“, der in 25 Sprachen übersetzt wurde. Doch die Insel inspirierte sie noch zu zahlreichen weiteren Erzählungen, die in der Geschichte Griechenlands verankert sind. (2): Kreta zur minoischen Zeit: Eine Geschichte mächtiger Frauen Vom tiefen Blau des Mittelmeers über das strahlende Weiß der Felsen bis zum leuchtenden Gelb der Sonne: Die Insel Kreta beeindruckt mit spektakulären Farben. Vor über 3.000 Jahren, zur Blütezeit der minoischen Kultur, hatten Frauen einen wichtigen Stellenwert, und die Menschen verehrten eine Schlangengöttin. (3): Griechenland: Lenas traditionelles Brot mit Tomate und Käse In Kastamonitsa auf Kreta feuern Lena und Katerina ihren Holzofen mit Olivenzweigen an. Darin backen sie ihr traditionelles Sauerteigbrot mit Kichererbsenmehl. Das fertige Brot wird mit Olivenöl bestrichen und vor dem Servieren mit Tomaten und regionalem Käse belegt. (4): Der längste Tag auf Kreta Iraklio, einer der wichtigsten Häfen Kretas im Norden der Insel, war schon immer von großer strategischer Bedeutung. Während des Zweiten Weltkriegs führten die deutschen Truppen hier ein eisernes Regiment. Um sie zu destabilisieren, verfolgte der britische Geheimdienst einen Plan … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 03.04.2026 arte
  • Folge 1762 (45 Min.)
    (1): Lina Bo Bardi: die Architektin, die Brasilien neu erfand Als sie 1946 in Brasilien ankam, war Lina Bo Bardi 31 Jahre alt. Die junge Architektin war aus dem kriegszerstörten Italien geflohen und erträumte sich Brasilien als jungfräuliches Land, in dem alles noch zu bauen war. Fortan rüttelte sie kühn und mit entwaffnender Direktheit an der von Männern dominierten Architektenwelt. In Brasilien revolutionierte Lina Bo Bardi die Paradigmen der Architektur, indem sie Nutzen, Alltagstauglichkeit und gesellschaftliche Relevanz höher gewichtete als Ästhetik. (2): Die piemontesischen Maurer, Baumeister des französischen Westens Auf Schloss Amboise, im Herzen der Touraine, mischt sich unter das Französische der klangvolle Singsang der italienischen Sprache. Beim sogenannten „Raduno“ vereinen sich hier jährlich 150 Menschen, deren Vorfahren alle aus einem kleinen, abgelegenen Dorf im Norden Italiens stammen. Damals hatte eine Handvoll mutiger Männer die Alpen überquert, um ihre Maurerkunst in den Dienst französischer Bauherren zu stellen. Die Belohnung war ein sozialer Aufstieg, den sie genossen, ohne ihre piemontesischen Wurzeln zu kappen. Nun feiern ihre Nachfahren jedes Jahr die fruchtbare Verbindung zweier Kulturen. (3): Auf Ibiza mit Cesar und seinem Aloe-Vera-Salat Bei Ibiza denken die meisten an wilde Partynächte – angenehm ruhig ist es indes auf der Aloe-Vera-Plantage von Cesar und seiner Familie. Für seinen Salat löst Cesar das Gel aus der Pflanze und schneidet das Blatt in Streifen. In einer Schüssel mischt er Tomaten, Zwiebel, grüne Paprika und Gurkenstücke mit dem Gel und einigen Aloe-Vera-Blüten. Dazu serviert er einen Aloe-Vera-Mojito. Wohl bekomm’s! (4): In Ägypten, die Sphinxen ohne Nase Was wäre Ägypten ohne seine Hieroglyphen, seine Tempel und seine Sphinxe? Die legendären Wesen mit Menschenkopf und Löwenkörper sind die wohlwollenden Wächter von Gräbern und Tempeln und beschützen etwa den Karnak-Tempel in Luxor, die Pyramiden von Gizeh oder das Serapeum von Alexandria. Doch den meisten Sphinxen fehlt ein prominentes Attribut … Wer trägt die Schuld daran? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 06.04.2026 arte
  • Folge 1763 (45 Min.)
    (1): Padre Padrone, die Erinnerungen eines sardischen Hirten Der 87-jährige Gavino Ledda kehrt oft an die Orte zurück, an denen sich sein unglaubliches Schicksal entschied. Nachdem er sich aus der Herrschaft seines tyrannischen Vaters befreit hatte, wurde aus dem analphabetischen sardischen Hirten ein anerkannter Intellektueller. Diese Geschichte erzählt er in seiner Autobiografie „Padre Padrone“ (1975), mit der er eine ganze Generation ansprach, die durch Bildung und Kultur eine neue Freiheit gewann. Ihre Verfilmung durch die Brüder Taviani erhielt bei den Filmfestspielen in Cannes 1977 die Goldene Palme. (2): Marokko: die Wüste und ihre Nomaden Das Tafilalet ist eine Oasengruppe in der marokkanischen Sahara und so karg, dass es undenkbar scheint, sich dort niederzulassen. Und doch haben die Nomadenvölker sich nie damit begnügt, sie nur zu passieren: Sie machten die Region zu einem Ort des Austauschs und der kulturellen Durchmischung, zu einer wirtschaftlichen Drehscheibe und einem Zentrum für Auseinandersetzung und Dialog zwischen den Mächtigen. So spielten die Nomaden aus Tafilalet eine aktive Rolle in der Geschichte des marokkanischen Königreichs. (3): Nicolas’ Bouillabaisse aus Marseille In Marseille kommt Nicolas von der Unterwasserjagd heim. Während sich die Söhne um den Fang kümmern, steht Ehefrau Clara in der Küche. Sie gibt den frischen Fisch mit einem Tropfen Pastis in einen Suppenfond und lässt alles köcheln. Die Kinder filtern die fertige Suppe und bereiten Knoblauchcroutons zu. Pünktlich zu Sonnenuntergang werden die Teller gefüllt: Die Familie ist stolz darauf, aus Marseille zu sein. (4): Kopenhagen: Schreiben im Eiltempo Die dänische Hauptstadt Kopenhagen galt lange als avantgardistisch und progressiv – kein Wunder, dass man gerade hier eine neue Schrift erfand. Schneller denn je flogen die Worte unter den Fingerspitzen dahin … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 07.04.2026 arte
  • Folge 1764 (45 Min.)
    (1): Providence, die dunkle Stadt von H.P. Lovecraft Lange interessierte das düstere Werk des Amerikaners Howard Phillips Lovecraft nur Liebhaber der Horrorliteratur. In der Zwischenkriegszeit schrieb er, von der breiten Öffentlichkeit unbeachtet, sublime Erzählungen irgendwo zwischen der gotischen Schauerwelt von Edgar Allen Poe und dem modernen Horror von Stephen King. Heute wird der Autor von „Der Ruf des Cthulhu“ neu entdeckt – und endlich als der große Schriftsteller gewürdigt, der er war. Eine Reise in die Ostküstenstadt Providence, in der er sein Leben verbrachte, hilft dabei, sein literarisches Schaffen besser zu verstehen. (2): Merinowolle, der Schatz der Extremadura In Spanien ziehen seit Jahrhunderten Tiere und Menschen durch die wilden Dorflandschaften der Extremadura. Die Region ist die Heimat des Merinoschafs, dessen Wolle lange als „weißes Gold von Extremadura“ bezeichnet wurde. Einst Symbol für Prestige und Reichtum, wurde das wertvolle Naturmaterial langsam von Synthetikfasern verdrängt. Heute will man die Wolle wieder aufwerten und dem Merinoschaf eine neue Zukunft schenken. (3): Im Libanon, Khaldouns Brot mit Aubergine In Dhour Choueir bei Beirut zaubert Khaldoun sein berühmtes Brot mit Aubergine. Er entzieht dem Gemüse das Wasser und bereitet dann eine Soße zu, indem er Tomaten mit zerstoßenem Knoblauch püriert. Während er das Brot und die Auberginen frittiert, schichtet er alles in eine Form und fügt ein Dressing aus Joghurt und Tahini hinzu. (4): Im bretonischen Maquis mit der Kamera unterwegs Im Wald von Coatmalouen erinnern Steine und Pfade an den erbitterten Kampf, den junge Bretonen hier einst geführt haben. Einer von ihnen, kaum 13 Jahre alt, hielt das Geschehen mit seiner Kamera fest. Seine ersten Aufnahmen kündeten von einer langen Karriere in der französischen Kinoszene … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 08.04.2026 arte
  • Folge 1765 (45 Min.)
    (1): Helgoland: ein Fotograf im Sturm 2003 wurde in einem Keller auf Helgoland eine Kiste voller Fotoplatten gefunden. Es handelt sich um den Nachlass von Franz Schensky, der 60 Jahre lang – vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre – die Klippen, Fluten und Gesichter seiner Insel festhielt. Sein Werk gilt heute nicht nur als historisches Zeugnis, sondern auch als bedeutender künstlerischer Akt. (2): Irland, die kleinen Paläste der reichen Engländer Überall in Irland prägen imposante Anwesen die Landschaft. Die im palladianischen, elisabethanischen, viktorianischen oder gotischen Stil mitten in den Feldern errichteten Bauwerke sind Symbole von Eleganz und Macht. Die „Irish Country Houses“, wie man sie heute nennt, zeugen vom Aufstieg der reichen protestantischen Großgrundbesitzer aus England. Im 18. Jahrhundert zählte das kleine irische Territorium fast 2.000 dieser Häuser. (3): Auf Bali, Kadeks Farnsalat Kadek macht erst einen Abstecher zum Dorftempel und zum Markt, bevor sie am Fuße des Vulkans Agung ihren Farnsalat zubereitet. Sie kocht und schneidet Blätter des Paku, eines wilden Farns. Dann röstet sie eine Kokosnuss, raspelt sie und dünstet Schalotten an. Sie verrührt alle Zutaten in einer Schüssel und fügt Bohnen und Zitrone hinzu. Der balinesische Salat ist fertig! (4): Ägypten: Goldströme aus Mali Kairo ist seit 1.000 Jahren die pulsierende Hauptstadt Ägyptens. Sie liegt am Nil und ist von etlichen Handelsrouten durchzogen, die Afrika mit dem Orient verbinden. Die hier entlangziehenden Karawanen begründeten einst den Wohlstand des Landes. So entstand die Legende eines afrikanischen Königs, der Berichten zufolge der reichste Mann der Welt war … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 09.04.2026 arte
  • Folge 297 (45 Min.)
    (1): Venedig: Tintorettos helldunkles Reich Im irisierenden Spiegel aus Himmel und Wasser verändert Venedig mit seinen gewundenen Gässchen, prächtigen Palästen und weltberühmten Kanälen jeden Augenblick sein Gesicht. Tintoretto verstand es schon als junger Maler, diesen besonderen wechselhaften Reiz der Lagunenstadt einzufangen. Tintoretto schuf unzählige Werke, sowohl für die Kirche als auch für Privatleute. Sein inbrünstiger Stil machte ihn zum Symbol für die venezianische Malerei der Renaissance und bereitete den Weg für die Malerei des Barocks. (2): Venedig, eine in Samt gehüllte Stadt Der Samt von Venedig trägt seinen Namen nicht umsonst: Seine Lichtreflexe und leuchtenden Farben erinnern an die zahlreichen Kanäle der Stadt. Um den kostbaren Stoff zu erhalten, wird hochwertige Seide in einer ausgefeilten Webtechnik verarbeitet. Rote Farbe und die aufwendigen Muster machen das Produkt einzigartig. Damals zeugte es vom Reichtum und der politischen Macht der Stadt – und tatsächlich ist der Samt noch heute eine der wichtigsten Einnahmequellen der Serenissima. (3): Guidos italienisches Erbsen-Risotto Guidos Risotto mit grünen Erbsen ist ein typisches venezianisches Frühlingsgericht. Wie bei so vielen einfachen italienischen Rezepten spielt die Auswahl der Zutaten eine große Rolle. Beim Reis schwört Guido auf die Sorte Vialone Nano – dazu kommen Weißwein, Parmesan und frische Erbsen. (4): Venedig: Eine explosive Premiere Venedigs Macht mag vergangen sein, doch noch immer strahlt die Stadt in voller Pracht. In der St.-Markus-Bucht wird bis heute die symbolische Hochzeit der Serenissima mit dem Meer gefeiert (ʺFesta della Sensaʺ). Damit wird auch an den Friedensvertrag erinnert, der 1177 vom Papst Alexander III. und Kaiser Friedrich Barbarossa in Venedig unterzeichnet wurde. Der venezianische Doge Sebastiano Ziani vermittelte in diesem Konflikt. Dieser neue Frieden und der Zugang zum Meer haben es Venedig ermöglicht, ein großes Handelsimperium aufzubauen. Doch im Sommer 1849 ist die Lagune auch Schauplatz eines katastrophalen Experiments … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 10.04.2026 arte
  • Folge 1766 (45 Min.)
    (1): Valois: Die Träumereien des Gérard de Nerval Nördlich von Paris liegt das Valois, eine geschichtsträchtige Region voller Wälder, Schlösser und Parks. Mitte des 19. Jahrhunderts, als die industrielle Revolution in vollem Gange ist, kehrt der Romantiker Gérard de Nerval in diese Region zurück, wo er einen Teil seiner Jugend verbrachte. In der Kurzgeschichte „Sylvie, Erinnerungen ans Valois“ verleiht er seiner Melancholie und einem gewissen Misstrauen gegenüber den Umwälzungen der Welt Ausdruck. (2): Japan: Die Alchemie des Washi-Papiers Robust wie ein Samurai, zart wie eine Geisha: Washi-Papier ist aus dem Alltag der Japaner nicht wegzudenken. Es erzählt von der Geschichte eines Landes, das sich vom kriegerischen Imperium zu einem Reich der Kultiviertheit wandelte, in dem Papier nicht nur der Übermittlung von Botschaften dient, sondern Ausdruck einer Philosophie der Harmonie und Schlichtheit ist. Washi-Papier wird handgeschöpft, was es so besonders und wertvoll macht. Innerhalb weniger Minuten vollzieht sich ein alchemistisches Wunder und ein Blatt Papier entsteht. (3): Ibiza: Esidros Reiseintopf Seine Fischerhütte am Meer, Fleisch und Reis: Mehr braucht Esidro nicht, um seinen Eintopf zuzubereiten. Er beginnt mit einer Fischbrühe und gibt dann Schweinefleisch, Tintenfisch und Paprika hinzu. Jetzt ist die Picada an der Reihe. Für die Würzpaste zerstößt Esidro Gewürze, Kräuter und Hühnerleber in einem Mörser und gibt sie in den Topf. Nach einem kurzen Sprung ins kühle Nass muss nur noch der Reis hinzugefügt werden! (4): Ägypten: Keine Ruhe für die Mumien Unweit des Assuan-Staudamms liegt die Insel Bigeh. Hier soll sich das Grab von Osiris befinden – dem Gott des Jenseits und der Wiedergeburt. Doch seit Jahrhunderten wird der ewige Schlaf von Grabräubern gestört. Meist hoffen diese Diebe auf Schätze, doch manchmal auch auf Heilung … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 13.04.2026 arte
  • Folge 1767 (44 Min.)
    (1): Ligurien: Italo Calvino sieht die Welt von oben „Der Baron auf den Bäumen“ von Italo Calvino erschien 1957 und zählt zu den meistgelesenen Romanen der italienischen Literatur. Er handelt von den sagenhaften Abenteuern des Barons Cosimo im Zeitalter der Aufklärung. Der Autor ähnelt seinem Helden: Weise und nonkonformistisch betrachtet er die Menschen mit bissigem und weitsichtigem Blick, allerdings stets mit der Absicht, sie zu verbessern. Als müsse man sich in die Baumwipfel begeben, um die Welt zu begreifen und richtig zu handeln. (2): Kosovo: Im Reich der Derwische Tekke bedeutet Rückzugsort und bezeichnet einen Derwischkonvent. Im Kosovo sind die Tekkes vor neugierigen Blicken geschützt, man betritt sie meist durch eine unscheinbare Tür am Ende einer Gasse. Wenn sich ein Derwisch verbeugt, dann nur, um Gott näher zu sein – selbstlos, wie es der Sufismus verlangt, die mystische Strömung des Islam. Derwische sind in Orden organisiert und streben nach der Symbiose mit Gott. Im Kosovo, wo Orient und Okzident aufeinanderprallen, ist ihnen die Symbiose mit der bewegten Geschichte des Landes gelungen. (3): Bali: Tria, Königin des Bubur Injin Wenn Tria in Denpasar nicht gerade Beiträge auf Social Media postet, macht sie ihr berühmtes Bubur Injin. Für den schwarzen Reispudding weicht sie schwarzen und weißen Klebreis über Nacht ein. Am nächsten Tag bereitet sie den Reis nach ihrer eigenen Methode zu: Sie lässt ihn fünf Minuten bei starker und dreißig Minuten bei schwacher Hitze kochen und dann nochmal fünf Minuten quellen. In den Topf kommen außerdem Palmzucker, Salz und Pandanblätter. Schließlich gibt Tria selbstgemachte Kokosmilch über den Reis. Ein Rezept, das bestimmt viral geht! (4): Frankreich: Sowjetischer Widerstand auf der Insel Oléron Aufgrund ihres fast mediterranen Klimas trägt Oléron den Beinamen „die Leuchtende“. Doch die Insel erlebte auch dunklere Zeiten, als sie von den Deutschen besetzt wurde. Damals erwachte ein einzigartiger Widerstand unter Führung der Sowjets … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 14.04.2026 arte
  • Folge 1768
    (1): Färöer: Die spitze Feder des William Heinesen Über den Weiten der Färöer schweben die Worte von William Heinesen, einem der größten nordischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Bissig und zugleich poetisch prangerte der militante und humanistische Autor die Unterdrückung seines Volkes an. Seine historischen Romane „Die Gute Hoffnung“, „Der schwarze Kessel und „Die verdammten Musikanten“ beleuchten die Vergangenheit der Faröer Inseln, die lange Zeit von einem allmächtigen Dänemark und einer autoritären Kirche beherrscht wurden. (2): Extremadura: Das unglaubliche Schicksal der Konquistadoren Im Westen Spaniens liegt ein raues, unwirtliches Land, eine der ärmsten und am dünnsten besiedelten Regionen der Iberischen Halbinsel: die Extremadura. 1493 kehrte ein Mann namens Christoph Kolumbus nach langer Reise hierher zurück und ebnete den Weg für eine ganze Generation von Abenteurern auf der Suche nach Gold, Ruhm oder einfach nur Brot. Männer, die im Laufe des 16. Jahrhunderts die Extremadura zum Ausgangspunkt für die großen Expeditionen in die Neue Welt machen und die Weltkarte für immer verändern würden. (3): Mexiko: Dalias Schokotortillas Heute ist Kinderfest in Tekax. Dalia nutzt die Gelegenheit und backt ihre beliebten Schokotortillas! Sie röstet Kakaobohnen bei schwacher Hitze und nimmt sie vom Feuer, sobald sie aufplatzen. Dann werden sie geschält und gemahlen. Den gewonnenen Kakao verteilt Dalia auf Tortillas, die sie trocknen lässt. Zum Schluss fügt sie dem restlichen Teig Zucker hinzu, damit die Kinder ihre eigene Schokolade herstellen können! (4): Türkei: Rasenschlacht in Istanbul Galatasaray, Beşiktaş oder Fenerbahçe? In Istanbul erregt der Fußball die Gemüter. Ein Spiel einer dieser drei Mannschaften prägte die Geschichte des türkischen Fußballs für immer. Wobei die Schlacht auch auf dem Spielfeld ausgetragen wurde … (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 arte

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