Upfronts 2016: Die neuen CBS-Serien

    Anwaltsdramen und Kevin James und Matt LeBlanc mit neuen Comedys

    Jana Bärenwaldt
    Jana Bärenwaldt – 18.05.2016, 17:22 Uhr

    Erinn Hayes mit Serien-Ehemann Kevin James in der neuen Sitcom „Kevin can Wait“ – Bild: Dave Giesbrecht/CBS
    Erinn Hayes mit Serien-Ehemann Kevin James in der neuen Sitcom „Kevin can Wait“

    Wie in jedem Jahr hat CBS nur verhältnismäßig wenige Projekte pilotiert und auch nur vorsichtig neue Serien bestellt. Dabei setzte der Sender auf Projekte, die leicht zu promoten sind, weil es für das Publikum einen großen Wiedererkennungsfaktor gibt. Die Drama-Serie „Bull“ verlässt sich auf den gerade erste bei „Nacy CIS“ ausgeschiedenen Michael Weatherly, daneben wurden zwei Sitcoms mit alten Sitcom-Stars bestellt: „Kevin can Wait“ mit Kevin James, dem „King of Queens“, sowie „Man with a Plan“ mit Matt LeBlanc („Friends“). Dazu kommt das Prequel „MacGyver“, die Filmadaption „Training Day“ und auch Katherine Heigl – Hauptdarstellerin von „Doubt“ – mag ja dem einen oder anderen bekannt sein.

    Dramen:

    „Bull“

    (Inspiriert vom Leben von Phil „Dr. Phil“ McGraw.) Dr. Jason Bull (Michael Weatherly; „Navy CIS“) leitet Trial Sciences Inc., eine der führenden Beratungsfirmen der USA in Sachen Auswahl von und Umgang mit Jurys in Geschworenenprozessen. Bull ist attraktiv, in seinen Analysen geradezu unangenehm direkt und sehr erfolgreich. Sein Team umfasst nur einen weiteren Anwalt, dazu aber Psychologen und Modeberater. Mit Weatherly, Freddy Rodríguez („Six Feet Under“), Christopher Jackson, Geneva Carr, Jaime Lee Kirchner

    „Pure Genius“ (ehemals „Bunker Hill“)

    Im Krankenhaus Bunker Hill hat der Milliardär und Tech-Unternehmer James Bell (Augustus Prew) sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitsversorgung zu revolutionieren. Dazu hat er sich den umstrittenen Chirurgen Walter Wallace (Dermot Mullroney) ins Boot geholt, der in seinem Bestreben um die Heilung seiner Patienten häufig die Grenzen der wissenschaftlichen Ethik und die Vorschriften hinter sich lässt – wenn er auch das Herz am rechten Fleck hat. Mit Mulroney, Prew, Odette Annable („Dr. House“), Brenda Song („Hotel Zack & Cody“), Reshma Shetty („Royal Pains“), Ward Horton, Aaron Jennings

    „Doubt“

    Sadie (Katherine Heigl; „State of Affairs“) ist eine kluge, elegante und erfolgreiche Anwältin in einer kleineren aber renommierten Anwaltskanzlei, die sich auf die Verteidigung ihrer Klienten in Strafprozessen spezialisiert hat. Dass sie sich in einen ihrer Klienten (Steven Pasquale; „Rescue Me“) verliebt ist doppelt problematisch – denn er könnte der brutalen Tat schuldig sein, wegen der ihn Sadies Arbeitgeber verteidigt. Mit Heigl, Pasquale, Dulé Hill, Laverne Cox, Kobi Libii, Elliott Gould, Dreama Walker

    „MacGyver“

    (Neuauflage der Vorgeschichte des Protagonisten aus dem Klassiker „MacGyver“. Das Projekt erhielt eine Serienbestellung, obwohl das Projekt fast komplett neu gecastet und gedreht werde muss.) Der sich in seinen 20ern befindliche Angus MacGyver (Lucas Till) wird in eine geheimdienstliche Organisation rekrutiert. Dort setzt er seine Fähigkeiten dazu ein, lokale Probleme zu lösen und dabei zu helfen, die Entstehung von Katastrophen zu verhindern. Mit Till, George Eads („CSI“)

    „Training Day“

    (Fortsetzung der Handlung des gleichnamigen Filmes von 2001.) Der junge, afro-amerikanische Cop Kyle Craig (Justin Cornwell) freut sich, als er der Elite-Einheit von Frank Rourke (Bill Paxton; „Big Love“) zugeteilt wird. Doch der (in der Serie hatte er 15 Jahre zuvor mit einem sehr korrupten Cop den „Training Day“ durchlaufen) geht nach eigenen Regeln vor. Für den jungen Kollegen bleibt undurchschaubar, welche Grenzen er nicht brechen würde … Mit Paxton, Cornwell, Katrina Law („Arrow“), Drew van Acker („Devious Maids“), Lex Scott Davis, Julie Benz („Dexter“, „Defiance“)

    Comedys:

    „The Great Indoors“ (Multi Kamera)

    Ein langjähriger Auslands- und Abenteuerreporter (Joel McHale; „Community“) wird nach einer größeren Verletzung zum Boss einer Gruppe jüngerer Journalisten „befördert“, die er fortan in der Digital-Redaktion seines langjährigen Arbeitgebers durch den Berufsalltag und das „Erwachsenwerden“ führen muss. Für die Rolle des Magazin-Besitzers wurde Stephen Fry engagiert. Mit McHale, Fry, Christopher Mintz-Plasse, Shaun Brown, Christine Ko, Susannah Fielding, Chris Williams

    „Kevin Can Wait“ (Single Kamera)

    Nach Ableistung seiner 20 Jahre im Polizeidienst geht der Streifencop Kevin (Kevin James; „King of Queens“) in den Ruhestand. Er hatte sich auf mehr Zeit mit seiner Ehefrau und den drei Kindern gefreut, aber keine Ahnung gehabt, dass es Zuhause mindestens genauso chaotisch zugeht, wie in seinem Revier. Mit James, Erinn Hayes, Taylor Spreitler („Melissa & Joey“), Ryan Cartwright („Bones – Die Knochenjägerin“, „Alphas“), Mary Charles Jones, James Digiacomo, Lenny Venito („The Neighbors“), Gary Valentine („King of Queens“), Leonard Earl Howze

    „Man with a Plan“ (Muti Kamera)

    Bisher hat der von Matt LeBlanc gespielte Handwerker seiner Frau den Haushalt und die Erziehung der drei gemeinsamen Kinder überlassen. Doch nun will sie wieder arbeiten und er muss mehr im Haushalt mithelfen – was deutlich schwieriger wird, als er erwartet hätte. (Jenna Fischer aus „The Office“ hatte im Serienpiloten die Mutter der Familie gespielt, hat die Serie aber aus kreativen Gründen verlassen.) Mit LeBlanc, Matt Cook, Grace Kaufman, Jessica Chaffin, Diana-Maria Riva

    Erneut geht CBS eher mit klassischer Serienware an den Start: Drei Multi-Kamera-Comedys (eine Work-Place-Sitcom, zwei Familien-Sitcoms), drei Procedurals („Bull“, „Pure Genius“, „MacGyver“) und nur zwei etwas gewagtere Formaten. Damit erfreut man vermutlich diejenigen Zuschauer, die es auch bisher nicht geschafft haben/schaffen wollten, sich in der von Überfluss gezeichneten Fernsehwelt andernorts passende Juwelen heraus zu suchen.

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