Streamingdienst CBS All Access wird zu Paramount+

    Heimat von „Star Trek: Discovery“ und „The Good Fight“ will international expandieren

    Glenn Riedmeier – 15.09.2020, 18:42 Uhr

    Schöne neue Streamingwelt. Der umkämpfte Markt wird um eine neue Marke reicher: Der bestehende US-Streamingdienst CBS All Access wird völlig neu aufgestellt und ab 2021 unter dem Namen Paramount+ fungieren. Zudem ist eine Expansion in internationale Märkte geplant – wenngleich ein Deutschlandstart zunächst nicht in Sicht ist.

    Nach der Fusion von Viacom und CBS Corp zu ViacomCBS will man mit Paramount+ den Angriff auf Netflix, Amazon und Konsorten wagen. Die Marke Paramount lag in den letzten Jahren ziemlich brach – ist international aber dennoch geläufiger als CBS, worauf die Umbenennung zurückzuführen ist. Der bisherige Dienst CBS All Access ist unter anderem die Heimat von „Star Trek: Discovery“, „Star Trek: Picard“, „The Good Fight“ und „The Twilight Zone“. Zu den linearen Sendern der Konzernfamilie gehören CBS, Showtime, Paramount Network, MTV, Comedy Central, BET und Nickelodeon. Die Inhalte aus der Unternehmensfamilie für alle Altersklassen sollen gebündelt und zu einem konkurrenzfähigen Preis angeboten werden. 2021 soll Paramount+ zunächst in Australien, „Lateinamerika“ (darunter ausdrücklich genannt die spanischsprachigen Länder Mexiko und Argentinien sowie das Portugiesisch sprechende Brasilien) und den „nordischen Ländern“ Europas an den Start gehen.

    Dass Deutschland vorerst nicht mit an Bord ist, überrascht nicht allzu sehr: Die meisten Inhalte von „CBS“ (CBS TV Studios als Produzent für den US-Sender CBS, die eigenproduzierten Inhalte von Showtime) wurden und werden in Deutschland schon langfristig in Rechtepaketen lizenziert und stünden daher gar nicht zur Verfügung: Sky bezieht etwa die Showtime-Serien, die ProSiebenSat.1-Gruppe nimmt die CBS-Krimis ab und für Joyn hat man kürzlich Produktionen der bisherigen Viacom-Sender MTV, Comedy Central und Nickelodeon lizenziert (fernsehserien.de berichtete). CBS-All-Access-Serien wurden bisher einzeln verkauft. Generell will ViacomCBS die bisherigen internationalen Lizenzierungen seiner Serien gemäß der laufenden Verträge beibehalten.

    Als erste Highlights von Paramount+ wurden eine Making-of-Miniserie zum Filmklassiker „Der Pate“ mit dem Titel „The Offer“, das Spionage-Drama „Lioness“ von „Yellowstone“-Schöpfer Taylor Sheridan sowie die True-Crime-Serie „The Real Criminal Minds“ angekündigt. Ferner wird es eine Fortsetzung der BET-Serie „The Game“ sowie die Dokureihe „MTV’s Behind the Music – The Top 40“ geben.

    Als weitere kommende Highlights von Paramount+ wurden schon vor längerer Zeit „Guilty Party“, „The Harper House“, eine „Halo“-Serie und „Rust“ von Showtime sowie das „SpongeBob Schwammkopf“-Spin-Off „Kamp Koral, SpongeBob’s Under Years“ angekündigt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1976) am melden

      Ah, da sind sie ja, die von mir schon vor Monaten prophezeiten Aussagen "Zu Teuer" und "Zu viel Anbieter"! Mal sehen wann sich die Spreu vom Weizen trennt und sich die ersten Streaming Anbieter anfangen zusammen zu schließen.
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      • (geb. 1984) am melden

        "nicht in sicht ist" gut dass das nicht in sicht ist, denn die übertriebene vielfalt an streamingdiensten wird unbezahlbar
        • (geb. 1979) am melden

          tja jeder will was vom Kuchen haben, ich habe 2 Abos und mehr werden es auch nicht
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