Im Alter von 76 Jahren ist der US-amerikanische Schauspieler Gerrit Graham verstorben. Wie Deadline meldet, erlag er einer Lungenerkrankung, die zu weiteren gesundheitlichen Problemen geführt hatte.
Im „Star Trek“-Fandom war Graham für seine markante Rolle als Quinn bekannt, ein Q, der sich in „Star Trek: Raumschiff Voyager“ auf die Voyager geflüchtet hatte, um Asyl und Sterbehilfe zu erhalten.
Die Folge „Todessehnsucht“ (2x18) ruft auch Q (John De Lancie) auf den Plan, da im Q-Kontinuum die freiwillige Aufgabe der eigenen Unsterblichkeit bisher unbekannt gewesen ist und die Mitglieder des Kontinuums fürchten, durch diesen Präzedenzfall ins Chaos gestürzt zu werden. Captain Janeway (Kate Mulgrew) wird zur Schlichterin erklärt und die Zuschauer erhalten zum ersten Mal einen tieferen Einblick in die negativeren Seiten der unsterblichen Existenz der Qs.
Daneben war Graham in „Star Trek: Deep Space Nine“ in einer Folge der ersten Staffel in einer Gastrolle als The Hunter zu sehen: ein Alien aus dem Delta-Quadranten, das zum Spaß andere jagt und dessen „Beute“ sich auf die Raumstation geflüchtet hatte.
Grahams bedeutendste Filmrolle kam bereits recht früh in der Karriere des 1948 geborenen Schauspielers: In Brian De Palmas Rockmusik-Horror-Comedy „Phantom of the Paradise“ (1974) spielte er einen Glam-Rock-Musiker namens Beef.
Gerrit Graham wurde in New York City geboren. Während seine Familie in seiner Jugend mehrfach umzog, kehrte er zum Studium an der Columbia University nach New York zurück. Obwohl Graham das Studium nicht mit einem Abschluss beendete, beteiligte er sich in verantwortlicher Funktion an der Theatergruppe, wo er auch Brian De Palma kennenlernte: Der hatte dort ein Physikstudium begonnen, war dann aber später auf Film umgesattelt.