Quoten: „WWM“-Promi-Special räumt ab, „Queen of Drags“ schon einstellig

    Bambi-Verleihung punktet im Ersten, aber „Bergretter“ dominieren

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 22.11.2019, 09:48 Uhr

    „Wer wird Millionär?“: Günther Jauch (m.) mit seinen Gästen (v.l.) Thomas Hermanns, Sebastian Fitzek, Jeanette Biedermann und Hubertus Heil – Bild: TVNOW / Frank Hempel
    „Wer wird Millionär?“: Günther Jauch (m.) mit seinen Gästen (v.l.) Thomas Hermanns, Sebastian Fitzek, Jeanette Biedermann und Hubertus Heil

    Zum alljährlichen „RTL-Spendenmarathon“ stand am gestrigen Donnerstagabend auch wieder ein Prominentenspecial von „Wer wird Millionär?“ auf dem Programm. Zwar sahen mit insgesamt 4,46 Millionen Menschen so wenige wie noch nie bei den Spezialausgaben zu, mit starken 18,4 Prozent wird man in Köln aber trotzdem hochzufrieden sein. Zumal man auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen uneinholbar vorne lag und tolle 18,3 Prozent bei 1,37 Millionen verzeichnete.

    Mit gemischten Gefühlen wird man bei ProSieben auf die Quoten der zweiten Ausgabe von „Queen of Drags“ blicken. Statt 990.000 saßen in dieser Woche nur noch 810.000 Werberelevante vor dem Bildschirm, der Marktanteil fiel angesichts 9,4 Prozent bereits in die Einstelligkeit. Viel weiter sollte es nicht nach unten gehen, damit die Castingshow nicht doch noch zum Flop mutiert. Das Promimagazin „red.“, das sich im Anschluss thematisch anknüpfend mit der Karriere von Conchita Wurst beschäftigte, musste sich zudem mit mauen 8,0 Prozent begnügen.

    Den Tagessieg beim Gesamtpublikum sicherten sich mit großem Vorsprung „Die Bergretter“ im ZDF, die diesmal 5,59 Millionen Zuschauer fesselten und für starke 18,6 Prozent sorgten. Selbst bei den Jüngeren reichte es zu überdurchschnittlichen 8,6 Prozent, damit war man gar nicht so weit von „Queen of Drags“ entfernt und wies beispielsweise Sat.1 in die Schranken. Das anschließende „heute journal“ brachte es auf insgesamt 3,84 Millionen Zuschauer und 14,2 Prozent, ehe „Maybrit Illner“ nur noch vor 1,70 Millionen (8,1 Prozent) talkte.

    Das Erste übertrug derweil die diesjährige Bambi-Verleihung, bei der etwa Frank Elstner einen Preis für sein Lebenswerk von Thomas Gottschalk entgegennahm. Mit 3,46 Millionen Gesamtzuschauern und 13,6 Prozent lief es sehr ordentlich. Auch in der Zielgruppe standen sehr gute 10,7 Prozent zu Buche, mit denen man zur Primetime sogar größter Verfolger von RTL war. Bei den spätabendlichen „Tagesthemen“ fiel die Reichweite zwar auf 1,63 Millionen, damit waren aber trotzdem noch solide 12,4 Prozent drin.

    Richtig schwach präsentierten sich einmal mehr die US-Krimis in Sat.1. „FBI: Special Crime Unit“ verharrte zunächst mit 510.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren und 5,6 Prozent bereits auf miserablem Niveau. Das wussten „Criminal Minds“ und „Bull“ im weiteren Verlauf allerdings noch spielend zu unterbieten, die Marktanteile stürzten auf völlig enttäuschende 4,4 und 3,9 Prozent ab. Deutlich besser erging es VOX, das mit den Filmen „Rapunzel – Neu verföhnt“ und „Colombiana“ punkten konnte und 8,5 bzw. 8,1 Prozent generierte.

    Ebenfalls gut gegen die Konkurrenz schlug sich RTL Zwei, wo „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“ trotz Wiederholung 6,4 Prozent bei den jungen Zusehern erreichte. Eine bereits vier Jahre alte Folge von „Der Jugendknast“ steigerte sich anschließend gar auf stolze 8,4 Prozent. Wunden lecken ist dagegen bei Kabel Eins angesagt: Nach dem soliden Einstand von „Teenies allein daheim – Das Erziehungsexperiment“ in der vergangenen Woche fiel die Doku-Soap mit ihrer bereits letzten Folge in den roten Bereich und kam nicht über miese 3,7 Prozent hinaus – Fortsetzung ungewiss.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1975) am melden

      Man will doch kaum noch normale Casting Shows sehen...wie kommen die denn darauf das so ein Quatsch wie Queen of Drags jemanden interessiert?Ich möchte mal wissen was in den Köpfen der deutschen TV Macher los ist.
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      • am via tvforen.demelden

        Ich habe die aktuelle Ausgabe nicht gesehen aber in der Vergangenheit ist man den Promis schon mal mit den Fragen entgegengekommen, etwa bei Verona Poth. Da sonst vermutlich keiner kommt, kann man dagegen wohl nichts machen.
        • am via tvforen.demelden

          Was mich an den Promirunden stört ist vorallem dass bei vielen Fragen von den anderen
          Mitspielern geholfen wird, Jauch greift ja erst bei höheren Summen ein. Schon mancher
          Promi hätte im 300€ Bereich einen Joker nötig gehabt. Es geht um Spenden für die Kinder, aber
          trotzdem gefällt mir diese Praxis nicht.

          Auch der Zusatzjoker der die Mondfrage falsch beantwortet hatte, wurde von Jauch auf den richtigen Pfad gebracht und bekam die 500€, auch hier finde ich es eine falsche Entscheidung.

          Ansonsten hat mich Frau Biedermann überrascht, ich ging von einer eitlen, dummen Selbstdarstellerin aus, da hab ich mich in diesem Fall vertan.
          • am via tvforen.demelden

            prinz schrieb:
            -------------------------------------------------------
            > Was mich an den Promirunden stört ist vorallem
            > dass bei vielen Fragen von den anderen
            > Mitspielern geholfen wird, Jauch greift ja erst
            > bei höheren Summen ein. Schon mancher
            > Promi hätte im 300€ Bereich einen Joker nötig
            > gehabt. Es geht um Spenden für die Kinder, aber
            > trotzdem gefällt mir diese Praxis nicht.

            Es wird immer als "Ausrede" benutzt, dass es um einen guten Zweck geht, wenn geholfen wird. Dabei könnte man das Problem einfach lösen, indem RTL vor der Sendung einen Gesamtbetrag festlegt, der gespendet wird. Die Kandidaten könnten dann um Anteile an diesem Betrag spielen. Richtig sinnvoll wäre das natürlich nur, wenn sich jeder Kandidat für eine Organisation entscheidet, der das gewonnene Geld zukommen soll.

            Mir geht diese Scheinheiligkeit auch auf den Geist. Offiziell sind solche Hilfen verboten, trotzdem werden sie immer geduldet. RTL könnte ja auch die Regeln ändern, indem alle Kandidaten als Gruppe spielen. Sie könnten sich dann bei jeder Frage beraten, für welche Antwort sie sich entscheiden.

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