Quoten: Tolle „Bergdoktor“-Rückkehr, aber „Nord bei Nordwest“ noch stärker

    Durchwachsenes Comeback für „Der Lehrer“, ProSieben-Show „Pokerface“ startet gut

    Dennis Braun – 08.01.2021, 09:55 Uhr

    Der ehemalige „Bergdoktor“ Harald Krassnitzer (l.) und der aktuelle „Bergdoktor“ Hans Sigl (r.)

    An einem zuschauerträchtigen Donnerstagabend kehrte „Der Bergdoktor“ im ZDF mit der mittlerweile 14. Staffel zurück. Die Quoten für das Winterspecial „Bauernopfer“ fielen wie erwartet sehr gut aus: 6,99 Millionen Zuschauer entsprachen hervorragenden 20,5 Prozent, eine höhere Reichweite verzeichnete die Serie zuletzt vor knapp zwei Jahren. Noch dazu sprach man auch das junge Publikum an, hier schalteten 980.000 ein, die für 10,6 Prozent sorgten. Damit musste man sich nur knapp ProSieben geschlagen geben, auch RTL war nicht allzu weit entfernt. Das verlängerte „heute journal“ brachte es um 22:00 Uhr auf insgesamt 5,89 Millionen (21,9 Prozent), am Vorabend hatten die „heute“-Nachrichten gar 6,20 Millionen (22,0 Prozent) informiert. Ein „ZDF spezial“ zum Sturm auf das Kapitol kam anschließend noch auf 5,37 Millionen (18,1 Prozent).

    Trotz des erfolgreichen Abends war Das Erste noch um einiges gefragter. Nachdem schon die „Tagesschau“ 7,41 Millionen Zuschauer (21,7 Prozent) gezählt und bei den 14- bis 49-Jährigen angesichts 2,18 Millionen (22,7 Prozent) den Tagessieg errungen hatte, steigerte sich ein 20-minütiger „Brennpunkt“ kräftig auf 9,14 Millionen Gesamtzuschauer. Das reichte für hervorragende 26,0 Prozent und 20,8 Prozent in der Zielgruppe. Danach blieben 8,16 Millionen für eine neue Folge von „Nord bei Nordwest“ dran und verhalfen der Krimireihe somit zu einem neuen Allzeitrekord. Der Marktanteil betrug stattliche 24,0 Prozent und fiel auch bei den Jüngeren mit 12,5 Prozent bei 1,16 Millionen richtig gut aus – nur RTL war zur Primetime stärker. Der Vorlauf verlieh obendrein dem anschließenden Magazin „Monitor“ Auftrieb: Insgesamt 4,15 Millionen und damit so viele wie seit Jahren nicht mehr sahen zu, erfreuliche 14,9 Prozent kamen zustande.

    Bei RTL interessierte derweil das fast schon obligatorische „RTL Aktuell Spezial“, diesmal allerdings nicht zur Corona-Krise, sondern zu den Unruhen in Washington, 1,46 Millionen Werberelevante, die 14,7 Prozent bedeuteten. Um 20:30 Uhr startete „Der Lehrer“ in seine neunte Staffel, wobei Hauptdarsteller Hendrik Duryn nach Folge drei seinen Hut nehmen und durch Simon Böer ersetzt wird. Möglicherweise auch aufgrund der harten Konkurrenz waren zum Auftakt keine Top-Quoten drin, mit 1,26 Millionen Zielgruppen-Zuschauern wurden aber zumindest ordentliche 13,2 Prozent erzielt. Insgesamt saßen 2,21 Millionen vorm Bildschirm, beim Nachrichten-Spezial zuvor waren es 2,76 Millionen. Die Staffelstarts von „Magda macht das schon!“ und „Schwester, Schwester – Hier liegen Sie richtig!“ kamen im weiteren Verlauf nicht mehr über enttäuschende 11,1 und 10,1 Prozent bei den Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren hinaus – für „Magda“, die sich nach der laufenden Staffel verabschiedet, war es gar ein neuer Tiefstwert.

    Nur zwei Tage nach „Wer stiehlt mir die Show?“ feierte auf ProSieben mit „Pokerface – nicht lachen!“ gleich das nächste Showformat seine Premiere – die ebenfalls glückte: 1,02 Millionen Umworbene trieben den Marktanteil auf überdurchschnittliche 11,2 Prozent, die Gesamtreichweite lag bei 1,50 Millionen. Eine alte Ausgabe der Trash-Gameshow „Balls – für Geld mach ich alles“ fiel nachfolgend auf 7,1 Prozent zurück, ehe auch die Wiederholung von „Wer stiehlt mir die Show?“ angesichts 6,8 Prozent nichts mehr reißen konnte. Sat.1 erreichte mit dem Katastrophenfilm „San Andreas“ immerhin 7,7 Prozent, drei „Criminal Minds“-Aufgüsse taten sich am späten Abend und in der Nacht mit Werten zwischen 5,3 und 6,6 Prozent deutlich schwerer. Bei Schwestersender Kabel Eins blieb „Rosins Restaurants“ mit 4,2 Prozent ziemlich blass, für das „k1 Magazin“ ging es später aber auf versöhnliche 5,6 Prozent nach oben.

    Komplett Schiffbruch erlitt die neue Reportage-Reihe „Das Berlin Projekt“ mit Tim Niedernolte bei RTL Zwei, die gerade mal 3,8 Prozent bei 360.000 jungen Zuschauern generierte. Umso bemerkenswerter der Aufschwung von „Hartes Deutschland – Leben im Brennpunkt“, das den Marktanteil im Anschluss mehr als verdoppelte und sehr gute 7,7 Prozent verbuchte. Genau umgekehrt lief es für VOX: Zunächst holte „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ zufriedenstellende 7,2 Prozent, ehe sich „Elysium“ mit 5,5 Prozent begnügen musste.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen