Quoten: Mark Forster stiehlt allen die Show, „Undercover Boss“ kehrt mit Tiefstwert zurück

    ARD-Serien erholen sich, Herzogin Kate treibt „ZDFzeit“ an

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 12.01.2022, 09:43 Uhr

    Mark Forster moderierte „Wer stiehlt mir die Show?“ – Bild: ProSieben/Florida TV / Anna Thut
    Mark Forster moderierte „Wer stiehlt mir die Show?“

    Sänger Mark Forster moderierte am gestrigen Dienstagabend „Wer stiehlt mir die Show?“ auf ProSieben, die er Joko Winterscheidt in der vergangenen Woche weggeschnappt hatte, und machte daraus ein Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern. Aus Quotensicht traf er damit voll ins Schwarze: Mit 20,5 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurde ein neuer Rekord für das Format aufgestellt, dank 1,32 Millionen Zuschauern sicherte man sich hier auch den Tagessieg. Insgesamt saßen 1,97 Millionen Menschen vor dem Bildschirm, wobei es sich um die bislang drittgrößte Reichweite handelte. Vom starken Vorlauf profitierte auch die Comedyserie „jerks.“, die nachfolgend zwar deutlich verlor, mit zwei neuen Folgen aber noch auf solide 9,6 und 8,5 Prozent kam.

    Bei RTL meldete sich indes „Undercover Boss“ zurück und brachte es bei den Werberelevanten auf immerhin 11,6 Prozent, womit man sich aber mit großem Abstand hinter der Konkurrenz aus Unterföhring einsortieren musste. Insgesamt war das Rennen deutlich knapper, angesichts 1,94 Millionen Zusehern zogen die Kölner ebenfalls den Kürzeren. Für die Doku-Soap war es obendrein die niedrigste Reichweite aller Zeiten. „RTL Direkt“ gab nachfolgend leicht auf 10,7 Prozent ab, ehe ein „Extra Spezial“ wieder auf 11,6 Prozent zulegte.

    Nach dem Quoteneinbruch in der letzten Woche, als man gegen den „Palast“ im ZDF sendete, erholten sich die ARD-Serien diesmal wieder. „Die Heiland: Wir sind Anwalt“ unterhielt 4,94 Millionen Zuschauer (15,9 Prozent) und bügelte die Quotendelle komplett aus, auch „In aller Freundschaft“ kehrte mit 4,90 Millionen (16,8 Prozent) in die Erfolgsspur zurück. Bei den Jüngeren hatte es zuletzt hingegen keine Einbußen gegeben, so lagen die Marktanteile diesmal mit 7,8 und 7,3 Prozent auf dem bekannten Niveau. Auf nicht ganz so großes Interesse stießen im weiteren Verlauf „Report München“ und die „Tagesthemen“, die noch 2,90 Millionen (11,3 Prozent) bzw. 2,13 Millionen (10,4 Prozent) vorm Bildschirm hielten.

    Im Rahmen von „ZDFzeit“ bewahrheitete sich mal wieder die These: Geht’s um die Royals, steigen die Quoten. So brachte es das Porträt „Herzogin Kate – Märchen, Macht und Mode“ auf satte 4,12 Millionen Gesamtzuschauer und 13,2 Prozent, während in der Zielgruppe immerhin 6,6 Prozent drin waren. Das Magazin „frontal“ fiel danach zwar mit 9,2 Prozent bei insgesamt 2,71 Millionen in die Einstelligkeit, das „heute journal“ steigerte sich um 21:45 Uhr aber wieder kräftig auf 3,93 Millionen und 15,0 Prozent. Zudem war es auch bei den 14- bis 49-Jährigen mit 10,3 Prozent die meistgesehene Mainzer Sendung des Tages.

    In Sat.1 enttäuschten unterdessen erneut die US-Krimis, wobei „Navy CIS“ zumindest beim Gesamtpublikum mit 1,89 Millionen Zuschauern auf Augenhöhe mit ProSieben und RTL lag. Da aber nur eine halbe Million Jüngere darunter waren, verharrte der Marktanteil bei dürftigen 6,8 Prozent. Den Wert konnte das Spin-Off „Navy CIS: L.A.“ nachfolgend allerdings noch spielend unterbieten und verzeichnete miese 4,6 Prozent, ehe „Bull“ für den Tiefpunkt des Abends sorgte und lediglich 4,2 Prozent generierte. Eine weitere Folge kam auf etwas bessere, aber keineswegs zufriedenstellende 5,5 Prozent.

    Ebenso schwer tat sich VOX, das eine neue Ausgabe seiner XXL-Show „Die Hitwisser“ an den Start schickte, aber nicht über weit unterdurchschnittliche 4,9 Prozent in der Zielgruppe hinauskam. Minimal dahinter lag zur Primetime „Hartz und herzlich – Tag für Tag Benz-Baracken“, das bei RTL Zwei unspektakuläre 4,8 Prozent holte. Ausgerechnet ein Aufguss von „Armes Deutschland – Deine Kinder“ schaffte später richtig gute 7,1 Prozent. Umgekehrt lief es für Kabel Eins: Zunächst erreichte „Jede Sekunde zählt – The Guardian“ erfreuliche 5,4 Prozent, die Wiederholung von „Cliffhanger – Nur die Starken überleben“ musste sich zu später Stunde mit 4,3 Prozent begnügen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Mark Forster hat Kaiserslautern berühmt gemacht und das hat mich gefreut, schließlich lebe ich da. Die Show ansich hat er gut gemeistert und es waren interessante Spiele dabei. Nur Schade, dass wie so oft die Wildcard-Spielerin, wieder sehr früh ausgeschieden ist.
      Doch Pro7 hat sich, auch mal wieder, eine bodenlose Frechheit erlaubt. Das Pro7 der Werbesender überhaupt ist, weiss jeder. Kein anderer Sender zeigt soviel Werbung wie die rote Sieben. Das man aber in den letzten 20 Minuten der Show drei Werbeblocks, fast hintereinander zeigt, ist eine Frechheit. Werbung - 5 Minuten Show - Werbung - 5 Minuten Show - Werbung. Das kanns doch jetzt nicht sein! Ich halte es daher wie so oft bei Shows auf Pro7: Aufnehmen, später schauen und bei Werbung vorspulen. Das gestern war Unerträglich!

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