Quoten: Guter Start für „Die! Herz! Schlag! Show!“, „Undercover Boss“ siegt bei Jüngeren

    Laura & Der Wendler berappeln sich etwas, Sat.1 geht völlig unter

    Dennis Braun – 14.07.2020, 09:34 Uhr

    „Die! Herz! Schlag! Show!“

    Eigentlich tummeln sich montags auf ProSieben seit jeher Sitcoms wie „Young Sheldon“ oder auch „Die Simpsons“. Nun hat man mit der „Herz! Schlag! Show!“ einen weiteren Abend für Eigenproduktionen ins Leben gerufen – zum Start hat das schon mal ganz gut geklappt. 750.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren interessierten sich für das neue Format mit Steven Gätjen, der Marktanteil betrug überdurchschnittliche 11,3 Prozent. Insgesamt saßen 1,36 Millionen zur Primetime vorm Bildschirm. Für eine alte Folge der „Besten Show der Welt“ blieben zu später Stunde noch 10,0 Prozent der Werberelevanten dran.

    Zielgruppensieger wurde allerdings RTL – und zwar gleich doppelt. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ setzte sich am Vorabend mit 1,05 Millionen und starken 19,1 Prozent die Krone auf, ehe eine neue Folge von „Undercover Boss“ ebenfalls zufriedenstellende 14,4 Prozent bei 980.000 verzeichnete. Die Gesamtreichweite von 2,14 Millionen bedeutete allerdings einen neuen Tiefstwert für das Doku-Format. „Extra“ fiel um 22:15 Uhr auf durchwachsene 11,7 Prozent zurück.

    Mit einem Krimi konnte das ZDF indes mal wieder das größte Publikum anziehen. 4,47 Millionen Menschen wollten die aufgewärmte Folge „Es lebe der Tod“ aus der Reihe „Nachtschicht“ sehen, damit kam man auf tolle 16,7 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es immerhin zu 6,9 Prozent. Das „heute journal“ war anschließend angesichts 4,41 Millionen (17,2 Prozent) ähnlich gefragt, für „Fast & Furious 7“ blieben dann noch 1,62 Millionen dran. In der Zielgruppe entsprach das um 22:15 Uhr starken 9,2 Prozent.

    Im Rahmen seines „Sommerkinos“ zeigte Das Erste die Free-TV-Premiere der Komödie „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“. 3,32 Millionen Zuschauer ließen sich unterhalten, der Marktanteil betrug solide 12,5 Prozent. Bei den jungen Zusehern floppte der Film mit nur 4,6 Prozent allerdings völlig. Sehr schwach lief es für die nachfolgende „Exclusiv im Ersten“-Doku „Hakenkreuze und Gewaltvideos – Was Kinder posten“, die mit 1,70 Millionen Gesamtzuschauern und 7,4 Prozent Schiffbruch erlitt. Die „Tagesthemen“ konnten sich im weiteren Verlauf auch nur leicht auf 1,83 Millionen (9,8 Prozent) steigern.

    Absolut katastrophal präsentierte sich Sat.1 am Montagabend. Die Liebeskomödie „Love is in the Air“ brachte gerade mal 260.000 junge Zuschauer zum Einschalten, damit wurden indiskutable 3,9 Prozent erzielt. Doch es sollte noch wesentlich übler kommen: „akte.“ fuhr um 22:05 Uhr mit 3,3 Prozent einen der schlechtesten Werte in seiner Geschichte ein, die „SAT.1 Reportage“ „In der Schuldenfalle – Leben auf Pump“ rutschte danach angesichts 2,9 Prozent endgültig auf Minisender-Niveau ab. Fast dreimal so stark war Schwestersender Kabel Eins unterwegs: „Jagd auf Roter Oktober“ kratzte um 20:15 Uhr mit 9,7 Prozent bei 650.000 Werberelevanten an der Zweistelligkeit, bevor auch „Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben“ mit 8,8 Prozent auf ganzer Linie überzeugte.

    VOX kann derweil zumindest leicht aufatmen: Nach einem massiven Rückgang in der vergangenen Woche konnte „Laura & Der Wendler – Jetzt wird geheiratet!“ zumindest wieder ein wenig zulegen. 450.000 14- bis 49-Jährige und recht ordentliche 6,7 Prozent standen diesmal zu Buche – sollte sich die bereits vorab bei TVNOW veröffentlichte Doku-Soap auf diesem Niveau einpendeln, dürfte man in Köln zumindest halbwegs zufrieden sein. „Goodbye Deutschland!“ steigerte sich nachfolgend auf gute 7,7 Prozent. RTL Zwei setzte auf äußerst kostengünstiges Programm in Gestalt von fünf Jahre alten Folgen seiner Formate „Die Schnäppchenhäuser Spezial“ und „Die Bauretter“. Mit Marktanteilen von 5,0 und 4,9 Prozent verpasste man zwar den Senderschnitt, hielt sich aber – etwa im Gegensatz zu Sat.1 – recht schadlos.

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      Ich habe montags immer Sat1 gesehen, als noch Serien gezeigt wurden. Mit Eigenproduktionen kann ich nichts anfangen, deshalb werden Streaming Dienste montags genutzt.
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