Quoten: „Der König der Kindsköpfe“ mit Verlusten, nächster Rekord für „In aller Freundschaft“

    „Frau Jordan stellt gleich“ kehrt schwach zurück, auch Flut-Abend im ZDF mau

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 06.07.2022, 09:48 Uhr

    „Der König der Kindsköpfe“ – Bild: RTL/Frank W. Hempel
    „Der König der Kindsköpfe“

    Vergangene Woche war die RTL-Spielshow „Der König der Kindsköpfe“ bereits ziemlich mau zurückgekehrt, am gestrigen Dienstagabend lief es nun noch einmal etwas schwächer: Nur 340.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren wurden von 20.15 bis 0:00 Uhr durchschnittlich gezählt, das entsprach unbefriedigenden 8,4 Prozent. Die Gesamtreichweite lag bei gerade mal einer Million Zuschauern. Nichts zu melden hatte zwischendrin auch „RTL Direkt“, das sich um 22:15 Uhr mit 7,4 Prozent begnügen musste.

    So reihten sich die Kölner hinter diversen Konkurrenten ein, unter anderem ProSieben, wo die Rankingshow „Darüber staunt die Welt – Die witzigsten Urlaubsdesaster“ angesichts 410.000 jungen Zuschauern und 8,3 Prozent aber auch keine Bäume ausreißen konnte. Insgesamt hatten 910.000 Zuschauer eingeschaltet, ein paar weniger also im Vergleich zu RTL. Erwartet schwer tat sich ab 22:40 Uhr der Auftakt der dritten Staffel von „Frau Jordan stellt gleich“: Die Joyn-Serie fiel mit den ersten beiden neuen Folgen auf 5,2 und 5,0 Prozent in der Zielgruppe zurück.

    Bärenstark lief es erneut für die Serien im Ersten: „Die Kanzlei“ unterhielt trotz Wiederholung 3,80 Millionen Gesamtzuschauer (16,4 Prozent), ehe sich „In aller Freundschaft“ mit 4,50 Millionen und hervorragenden 19,2 Prozent sogar den Tagessieg sicherte. Bei den 14- bis 49-Jährigen stellte der Dauerbrenner den nächsten Rekord auf und verzeichnete weit überdurchschnittliche 12,0 Prozent, nachdem „Die Kanzlei“ bereits auf 9,5 Prozent gekommen war. Für „Report Mainz“ und die „Tagesthemen“ blieben im weiteren Verlauf insgesamt 2,86 Millionen (13,5 Prozent) bzw. 2,16 Millionen (12,2 Prozent) dran.

    Wenig Interesse herrschte dagegen am ZDF-Themenabend zur Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal: Die „ZDFzeit“-Doku „Nach der Flut – Eva Brenner hilft an der Ahr“ sahen lediglich 1,85 Millionen Menschen ab drei Jahren (8,0 Prozent), das „frontal spezial“ steigerte sich um 21:00 Uhr nur leicht auf 1,98 Millionen (8,4 Prozent). Dafür ging es in der Zielgruppe deutlicher von 5,9 auf gute 7,7 Prozent nach oben. Prunkstück des Abends war erneut das „heute journal“, das um 22:15 Uhr 3,65 Millionen Gesamtzuschauer informierte, die Marktanteile betrugen 16,4 und 10,9 Prozent.

    Weiterhin solide präsentieren sich die US-Krimis in Sat.1: „Navy CIS: Hawaii“ generierte 7,9 Prozent bei den Werberelevanten, insgesamt sahen 1,37 Millionen Menschen zu. Zwei Aufgüsse der Mutterserie „Navy CIS“ landeten anschließend bei 7,8 und 7,6 Prozent. Eher durchwachsen schnitt der Thriller „Collateral“ bei Schwestersender Kabel Eins ab, der nicht über 4,4 Prozent hinauskam.

    RTL Zwei berichtete im Rahmen seiner Sozialdoku „Hartz und herzlich“ erstmals aus Trier-West und kann sich über gute 6,4 Prozent bei den Umworbenen freuen. „Armes Deutschland“ schaffte danach trotz Wiederholung sogar 7,5 Prozent. Ebenfalls rundum zufrieden sein kann VOX, obwohl man den gesamten Abend nur Konserven zeigte. Dennoch holten zwei Folgen von „Hot oder Schrott“ erst 7,1 und dann famose 8,4 Prozent.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      TV Wunschliste schrieb:
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      > Vergangene Woche war die RTL-Spielshow "Der König
      > der Kindsköpfe" bereits ziemlich mau
      > zurückgekehrt, am gestrigen Dienstagabend lief es
      > nun noch einmal etwas schwächer: Nur 340.000
      > Menschen zwischen 14 und 49 Jahren wurden von
      > 20.15 bis 0.00 Uhr durchschnittlich gezählt, das
      > entsprach unbefriedigenden 8,4 Prozent. Die
      > Gesamtreichweite lag bei gerade mal einer Million
      > Zuschauern. Nichts zu melden hatte zwischendrin
      > auch "RTL Direkt", das sich um 22.15 Uhr mit 7,4
      > Prozent begnügen musste.
      >

      Dann schauen wir doch mal genauer, was sich noch geändert an dem Format:
      - die letzte Staffel lief im dunkel-kalten Lockdown-Dezember
      - die Show wurde damals live ausgestrahlt
      - es gab keine nervige "RTL direkt"-Pause
      - es wurde klar kommuniziert, dass die Kindsköpfe um die Neujahrsansprache kämpfen

      Aktuell ist es halt eine von vielen viel zu langen XXL-Duell-Shows ohne besonderen Event-Charakter. Selbst ich habe mich bei sommerlichen Temperaturen nicht 4 Stunden dafür vor den Fernseher gesetzt, obwohl ich Staffel 1 ziemlich gut fand.

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